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Veröffentlicht am 22.05.2025

Saskia Louis: wie nach Hause kommen.

Love and Hockey: Lilly & Austin
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Es sollte nur ein One-Night-Stand werden. Doch sie konnten einander nie vergessen.
Zehn Jahre später treffen Künstlerin Lilly und der Captain der 𝐋.𝐀. 𝐇𝐚𝐰𝐤𝐬 erneut aufeinander – um ihrer Nacht auf ganz ...

Es sollte nur ein One-Night-Stand werden. Doch sie konnten einander nie vergessen.
Zehn Jahre später treffen Künstlerin Lilly und der Captain der 𝐋.𝐀. 𝐇𝐚𝐰𝐤𝐬 erneut aufeinander – um ihrer Nacht auf ganz besondere Weise zu huldigen …

Endlich wieder zurück zu den strammen Burschen der L.A. Hawks – dieses Mal geht es um Austin Fox, der es sich heute, endlich geschieden und überzeugter Single, zur Aufgabe gemacht hat, nicht nur ein vernünftiger und skandalfreier Spieler, sondern auch rund um die Uhr für seine Kameraden da zu sein und stets einen Platz in seinem riesigen Haus für diese zu haben. Ein adäquater Ersatz für die kinderreiche Familie, die Fox nicht vergönnt war.
Als plötzlich ein Mädchen vor der Halle auftaucht, das eine vage Ähnlichkeit mit einem Menschen aufweist, den der Eishockeyspieler im ersten Moment nicht greifen kann, ändert sich alles – neben Unglauben und einer leisen Begeisterung schwillt in Fox unbändige Wut. Tiefer Zorn.

Ein Jahrzehnt hat Lilly Adams es vermieden, zurück in ihre Heimat zu gehen, hat sich in Venedig auf ihre Kunst konzentriert, sich weiterentwickelt und als alleinerziehende Mutter eine wunderbare Tochter großgezogen.
Nun, wieder in L. A., beharrt Delfina, die einzige Person, die um die Identität ihres Vaters weiß, darauf, diesen endlich kennenzulernen. Nie hätte Lilly zu hoffen gewagt, dass der verlogene Typ, der damals wortlos aus ihrem Bett verschwunden ist, so aufrichtig enttäuscht, verletzt und sauer sein würde.
Neben Romantik und einer Menge Humor warten in diesem sechsten Teil verhärtete Fronten, Missverständnisse und natürlich auch unwiderstehliche Eishockey-Jungs. In diesem Sinne möchte ich erwähnen, dass viele Spieler der L.A. Hawks präsent integriert sind, Raum einnehmen und aufgrund Eigenheiten und Marotten herrlich witzige Situationen erschaffen. Zeitgleich untermauert Louis den Found-Family-Trope mit diesem warmherzigen Team ungemein. Bad Boys? Fehlanzeige!
Ebenfalls typisch für Bücher der Autorin: Die Protagonistin ist eigenständig, schlagfertig und unbeeindruckt von Ruhm und Geld. Lilly hat die letzten Jahre gekämpft, für sich, ihre Leidenschaft und ihr Kind. Auch jetzt ist sie nicht bereit, einzuknicken, egal, wie oft Fox sie mit Blicken, in denen unausgesprochene Vorwürfe und Wehmut liegen, erdolcht. Dass dieser Mann nicht nur das Herz von Del in rasender Geschwindigkeit gewinnt, sondern auch Lilly an so viele verdrängte Empfindungen erinnert, bringt die Glasbläserin gehörig durcheinander.
Austin geht in seiner neuen Rolle augenblicklich auf, es war zuckersüß, ihn und Del dabei zuzusehen, wie sie sich kennenlernen, wie er Verantwortung übernimmt und ein echter Daddy wird. Um Lilly kommt er hierbei nicht herum, auch nicht um die einstige, nie erloschene Anziehung. Wären da nicht seine stänkernde Exfrau, Fox' Misstrauen und Lillys Sorge, ihre Sonne zu verlieren.

Saskia Louis führt uns in ihrem locker-flockigen, direkten und gefühlvollen Ton durch die Geschichte, die nicht nur mit Lillys bester Freundin Daisy ein Easter Egg für Fans der Autorin bereithält.
Wir lernen die Protagonisten, ihre Hintergründe, Zweifel und Ängste genau kennen, und es ist so leicht, sich in die beiden hineinzuversetzen, ihren Ärger zu verstehen und Teil der Familienzusammenführung zu werden. Auch Delfina kam mit ihrem kindlichem Charme wunderbar zur Geltung und sorgte für einige Schmunzler.
Obgleich größtenteils auf überzogenes Drama verzichtet wird, gab es spannende Entwicklungen, innige Augenblicke, Spice und Witz.
Für mich eine rundum gelungene Romance und, wie jedes Buch von Louis, eine Art Coming-home-and-feel-good.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Was für ein Ritt.

Blood of Hercules
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»Lass dich von niemandem schlechter behandeln, als du es verdienst, Sagenhafte.«

„Blood of Hercules“ ist durch und durch unterhaltsam, originell und frisch.

2050
Alexis Hert wuchs in ärmlichen, missbräuchlichen ...

»Lass dich von niemandem schlechter behandeln, als du es verdienst, Sagenhafte.«

„Blood of Hercules“ ist durch und durch unterhaltsam, originell und frisch.

2050
Alexis Hert wuchs in ärmlichen, missbräuchlichen Verhältnissen am unteren Rand der Gesellschaft in einer trostlosen, von mythischen Mächten inspirierten, durch auserwählte spartanische „SuperheldInnen“ und die Angst vor Titanenangriffen geprägten Welt auf. Hunger, Armut, Gewalt und Mobbing begleiten sie schon ihr gesamtes Leben – und hinterließen tiefe Narben. Zum Licht in ihrer Einsamkeit wurden Nyx, eine unsichtbare Schlange, und der stumme Charlie, den sie mit allen Mitteln versucht, vor der Grausamkeit ihrer Pflegeeltern zu schützen.
Ihre Abschlussprüfung ist ein Meilenstein, der ihr Dasein für immer verändern soll, denn plötzlich ist Alexis kein einfacher Mensch mehr, der sich durch den harten Alltag eines mittellosen, gebrochenen Teenagers quält, sondern ein „verwaistes spartanisches Mischblut“. Heißt: Alexis und zahlreiche andere müssen in einem Massaker – dem SGC – gegeneinander antreten, bis nur noch zehn auf dem Schlachtfeld stehen. Nur, um sich danach monatelang in einer ‚Feuerprobe' von Gladiatoren, „Gottheiten“, chthonischen Erben/grausamen Lehrern quälen zu lassen – denn die Unsterblichkeit, etwas, worum Alexis nie bat, auf das sie gar keine Lust hat, muss man sich verdienen …

Jasmine Mas führt uns in einem wunderbar komischen, lockeren und lebendigen Stil durch ihre skurrile Handlung, die neben Mythologie und Überlebenskämpfen, verschiedenen Wesen und mächtigen, tödlichen Fähigkeiten Merkmale von Dystopie, Fantasy und Romance aufweist.
Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht der beinahe 20-Jährigen – wir werden Teil ihrer Vergangenheit, ihres Traumas, sind dabei, als alles immer wieder ins Chaos stürzt, und verfolgen ihre Entwicklung und ihre ironischen Monologe hautnah. Zwischen Flashbacks, die wehtun, Hoffnungslosigkeit und dem Wunsch, aufzugeben; tiefer Verzweiflung, bleierner Müdigkeit und dem herrlich frischen, trockenen Sarkasmus blitzen so viel Mut und Wut auf, eine Stärke, die sich nach und nach Bahn bricht.
Durch Alexis’ unbekannte Herkunft, kleine Erinnerungsblitze und plötzliche Twists wirft die Autorin rege Fragen in den Raum, deren Antwort ebenso überraschend ist wie so manch Ereignis, Offenbarung und Intention. Denn sowohl die Alexis zugeteilten Mentoren Achilles und Patro als auch die Professoren aus der Unterwelt, Augustus und Kharon, mischen die kleine Gruppe von Auserwählten auf, treiben sie an ihre Grenzen, nehmen Opfer in Kauf. Doch alle vier scheinen ein besonderes Interesse an der spartanischen Frau – eine kostbare Seltenheit – zu hegen.

„Blood of Hercules“ wird zwar mit einigen typischen „(Dark) Romance“-Tropes beworben, kommt dabei aber hervorragend ohne eine im Vordergrund stehende Romanze und hauptsächlich auch ohne explizite Szenen aus. Dabei sind die männlichen Charaktere definitiv dark, morally grey, regelrecht böse, dominated, besitzergreifend, blutrünstig (…) und schwer zu durchschauen. Es war sowas von cool, sich von den spritzigen Dialogen (wenn Alexis auch häufig nur zu gedanklichen Kontern fähig ist) unterhalten zu lassen und die sich entwickelnden, teilweise toxischen, durch und durch gefährlichen Dynamiken zu verfolgen. Zartes, wenn auch undeutbares Aufflattern von echten Emotionen und Mitgefühl, kryptische Aussagen und widersprüchliches Verhalten sorgen dafür, diese „Verehrer“ immer wieder zu hinterfragen und neu zu bewerten. Mas animiert gekonnt dazu, nicht nur über Alexis’ Besonderheiten, sondern auch über die Gründe und Ziele der Vier zu rätseln.

Typisch für Bücher mit mythologischen Aspekten/Gottheiten sind Intrigen, perfide Pläne und Machtspiele – so auch hier. Die letzten Kapitel werfen auf Vorangegangenes, beleuchtet durch andere Perspektiven, ein neues Licht, welches zur logischen Verknüpfung beiträgt. Dabei empfand ich die Geschichte insgesamt als sehr detailreich und greifbar ausgearbeitet. Der authentische, direkte Ton und Alexis' Gedanken machen es leicht, sie – ihre Reaktionen, Zweifel und Unsicherheiten – zu verstehen. Der Aufbau war durchdacht und abwechslungsreich, weder kamen Spannung noch Action zu kurz, und auch an rührenden Momenten, Überraschungen und Blut wurde nicht gespart. Ein weiterer großer Pluspunkt: Im Verlauf finden sich immer wieder Informationen über das Worldbuilding, die Gegebenheiten und Hierarchien, über die Götter, deren Abkömmlinge und die diversen Fähigkeiten sowie deren dekadente Lebensstile und andere Wesen.

Die Zeit der Feuerprobe nimmt den Großteil des Verlaufs ein – die Initianten müssen Schlaflosigkeit, Hunger, Gehorsam-Bestrafung sowie folterähnlichen Prüfungen und Aufgaben trotzen, zahlreiche Hürden, Konfrontationen überstehen und Peinlichkeiten ertragen. Denn ja, Alexis ist auf eine verschrobene Art taff, intelligent und unbewusst witzig, aber Zwischenmenschliches, soziale Kommunikation, romantische/sexuelle Erfahrungen und Selbstwert sind kein Teil ihres Stärkenrepertoires. Und meine Güte, es kommt zu etlichen Szenen, in denen sich Unbeholfenheit, Gleichgültigkeit und Erschöpfung vereinen und dafür sorgen, dass zumindest wir lachen müssen. Ich musste es jedenfalls. Oft.
Auch Nyx, stets treu, zum Töten bereit, ist eine originelle Figur, die Spaß macht. Jedes einsame Mädchen sollte eine verruchte Schlange bekommen – oder die Chance, zu einem heldenhaften Monster zu werden, das für sich selbst eintritt.
Am Ende können wir Alexis’ Ursprung, ihren Kern, fassen, ihre Möglichkeiten, und doch sind es altbackene Strukturen und Regeln, die sie in einem Schicksal festhalten, welches nicht in ihrer Hand liegt. Oder?

„Bonds of Hercules“ erscheint im Herbst und ich hege die große Vermutung, dass die Fortsetzung zwar mit mehr Spice aufwartet, doch weder an Amüsement noch an Action, Intrigen und Twists gespart wird.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Erneut ein wunderbarer Roman aus den Federn der Autorinnen

My Dark Desire
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In „My Dark Desire“ trifft Billionaire-Romance auf ein modernes Cinderella-Retelling, moralische Fragwürdigkeit auf gebrochene Charaktere, Traumas auf Humor.

In ihrer Reihe über die Dark-Prince-Road führen ...

In „My Dark Desire“ trifft Billionaire-Romance auf ein modernes Cinderella-Retelling, moralische Fragwürdigkeit auf gebrochene Charaktere, Traumas auf Humor.

In ihrer Reihe über die Dark-Prince-Road führen uns die Autorinnen L. J. Shen & Parker S. Huntington direkt in eine Welt aus Dekadenz, Arroganz und Prestiges. Geld in Hülle und Fülle. Haben wir im Auftakt die Geschichte von Romeo und Dallas gelesen, wartet im September jene von Ollie auf uns, begleiten wir in diesem Buch das abwechslungsreiche, oft skurrile, ein bisschen schräge Zusammenspiel von Zachary Sun und Farrow Ballantine.

Im Kindesalter verlor der milliardenschwere Geschäftsmann, schon damals äußerst intelligent, rational und pragmatisch, auf traumatische Weise seinen Vater. Unnahbar, verschlossen und in seinem Lebensstil festgefahren, hatten weder Freude, Gefühle noch unnötige Interaktionen in dem bis ins Kleinste durchgeplanten, strukturierten Alltag des CEOs Platz. Lediglich seinen beiden Nachbarn/besten Freunden, seiner umtriebenen Tante und seiner überfürsorglichen, bevormundenden Mutter, die ihn dazu drängt, eine Frau zu finden und Erben zu produzieren, gewährt er hier und da seine Aufmerksamkeit – doch ohne Berührungen, ohne echte Emotionen. Statt sich auf den gegenwärtigen Feierlichkeiten zu amüsieren und eine Hochzeitskandidatin zu wählen, verbringt Zach den Großteil des Abends mit einer herausfordernden Fremden bei einer Partie Go. Der Beginn von etwas, das Suns Leben, sein Denken ins Chaos stürzen wird.

Farrow Ballantine war immer mehr Zuschauerin als Teil ihrer Familie. Seit sie ihren Vater und mit ihm ihre Karriere begraben musste, arbeitet sie unermüdlich, um die Firma am Laufen und ihre verwöhnten, arbeitsunwilligen Mitbewohnerinnen zu unterhalten. Um sich das einzige zurückzuholen, das Fae von ihrem Papa geblieben ist, schleust sich die 23-Jährige auf jener Brautschau ein, von der ganz Potomac redet. In einem geliehenen Negligé, von der heimlichen Fahrt im Kofferraum ihrer drei Stiefmonster zerknittert, ist die taffe Fechterin für alles – Einbruch, Diebstahl und Flucht – gewappnet. Nur nicht für die Konfrontation mit dem düsteren Gastgeber. Nicht für das, was kommen soll …

„My Dark Desire“ besticht nicht nur mit einer detailreichen Aufmachung, die den Geschehnissen – Royale-Vibes meets Aschenputtel – angemessen ist, sondern auch mit einer äußerst unterhaltsamen, mitreißenden Storyline. Erzählt wird aus wechselnder Perspektive, was es zum einen leichter macht, sich der Vergangenheiten und der Hintergründe der Protagonisten gewahr zu werden, zum anderen, sie, ihre Intentionen und Reaktionen, die Zweifel zu verstehen – denn wo Farrow schon immer um alles kämpfen, ständig einstecken musste, trotz ihrer Cleverness und ihrer charakterlichen Stärke nicht vor Trauer und Selbstzweifeln gefeit ist, trägt Zach eine fest verankerte Angst in sich, falsches Schuld- und Pflichtgefühl. In „Okti“ findet er etwas, das einer Heilung gleichkommt, ein wirksames Mittel gegen die Monotonie. Und Fae sieht in diesem erfolgsorientierten Eisblock eine unschätzbare Hilfe, mit der sie endlich Vergeltung üben kann.

Shen & Huntington verstehen es, eine dichte Storyline zu konzipieren, in der etliche Feinheiten, kleinste Regungen und Gedankenblitze zu einer lückenlosen, griffigen Handlung verschmelzen, die jedwede Unsicherheit, jedes Stillstehen, jeden überbrodelnden Wutausbruch erklärt. Es war so leicht, sich mitreißen zu lassen, Mitgefühl zu empfinden und zu hoffen. Während Zach und seine Haushaltshilfe in ihrem eigenen Duell gefangen sind, miteinander aufblühen, aneinander wachsen und sich langsam, aber deutlich verändern, das Setting neidvoll betrachtet werden kann, sind es die spannenden, intriganten Stränge außerhalb der Romanze, die für Aufregung und Neugier sorgen, und die Nebenfiguren, die Abwechslung bringen: Romeo, Dallas und Ollie stehen dem ungleichen Paar mit ihren „besonderen Eigenschaften“ und ihrem Einfluss zur Seite. Zachs Mutter, die sich nie von ihrem Verlust erholt hat, scheint eine herrische Komponente zu sein, dabei sind es die inneren Blessuren, die sie leiten. Faes Stieffamilie – nun, die ist das moderne Pendant zu dem Klassiker, und Eileen? Lasst euch überraschen.

„My Dark Desire“ hält so viel Witz bereit, Schlagabtausche, die sich gewaschen haben, heiße, detailreiche Szenen und etliche neue Erfahrungen, vor allem für Zachary. Es wird romantisch, amüsant und aufregend. Dunkel, düster und schwer – doch mit jedem Kapitel häufen sich die leichten, freien Momente. Dass das Autorinnenduo moralisch fragwürdige Figuren mit teilweise bösartigen Wesenszügen und einem Hang dazu, sich außerhalb der Legalität zu bewegen, gezeichnet hat, diese jedoch mit Hintergründen und Authentizität, verschiedenen Nuancen ausgestattet wurden, mit Erfahrungen, die verstehen lassen, gibt der Romance etwas Tiefbewegendes. In Kombination mit grausamen Wahrheiten, starken, einzigartigen Charakteren und Twists, mit temporeichen wie schmerzhaften Szenen, dem Wechsel von eiskalt zu glühend heiß und den Oktopus-Funfacts kann ich auch den zweiten Teil über die Dark-Prince-Road von Herzen empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Romantisch, hürdenreich und überraschend — ein hervorragender Abschluss.

How to charm a Princess to be
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„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐜𝐡𝐚𝐫𝐦 𝐚 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞𝐬𝐬 𝐭𝐨 𝐛𝐞“ … zeigt den Weg, den Victorias Herz gewählt hat, führt die junge Frau in einen neuen, vermeintlich glamourösen Alltag und bringt im selben Atemzug jene Entbehrungen nahe, ...

„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐜𝐡𝐚𝐫𝐦 𝐚 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞𝐬𝐬 𝐭𝐨 𝐛𝐞“ … zeigt den Weg, den Victorias Herz gewählt hat, führt die junge Frau in einen neuen, vermeintlich glamourösen Alltag und bringt im selben Atemzug jene Entbehrungen nahe, die weder Prunk noch Titel aufwiegen könnten.

Im zweiten Band der Royal Romance-Dilogie von Lilly Autumn begleiten wir Vi in ein Leben, von dem viele Menschen träumen — eines, das ebenso aufregend wie unglaubwürdig scheint, so ganz anders ist.
Statt sich langsam in Pflichten und Konventionen einfinden zu können, muss sich die potenzielle Prinzessin, kaum auf Schloss Blanchebourg angekommen, immer wieder überwinden und beweisen. Schneller als gedacht stehen Pressetermine, Auftritte, wichtige Aufgaben und die Planung der Hochzeit auf der Tagesordnung – und all das könnte Victoria meistern, wären da nicht die verschmähte Claudette Chivenchy, Sebastien, der plötzlich in sein neues Amt geworfen, von Sorgen erdrückt wird … Und die quälende Frage, ob Liebe immer reicht?

Die Blicke des ganzen Landes auf sich spürend, zeigt sich die ehemalige Hotelmanagerin, trotz der Sehnsucht nach Freiheit, Freunden und Familie, würdevoll und volksnah. Während Nervosität und Anspannung, der öffentliche Druck und das unerwartete Los von Thierry, dem Fürsten, mit der Unterstützung von alten wie neuen Vertrauten leichter zu ertragen sind, sind es Intrigen, gesponnen aus Eifersucht, die Vi straucheln lassen, Zweifel sähen und sogar geschäftliche Verbindungen zwischen den Reichen ins Wanken bringen. Drohen, die Verlobte des Erbprinzen in die Knie zu zwingen.

Da sich das Setting der Fortsetzung auf das weitläufige Schloss fokussiert, war es nicht verwunderlich, dass der Finale-Band durchweg ein royales Flair versprüht – die traumhaften Kleider, das gehobene Ambiente kamen malerisch zur Geltung und wurden nur von sanfter Liebe und Romantik, der Beziehung des baldigen Brautpaares, die so viel Wärme ausstrahlt, in den Schatten gestellt. Das rücksichtsvolle Miteinander der beiden zu verfolgen, eines, auf Augenhöhe, war wunderschön und wünschenswert. Sebastiens Fürsorge, seine Aufmerksamkeit brachten mich zum Seufzen und ich bewunderte die Entwicklung, die der junge Mann seit dem Aufenthalt in Österreich vollzogen hat. Es ist deutlich, dass Victoria die beste Version seiner selbst hervorbrachte.

»𝑫𝒖 𝒘𝒊𝒓𝒔𝒕 𝒏𝒊𝒆 𝒉𝒊𝒏𝒕𝒆𝒓 𝒎𝒊𝒓 𝒈𝒆𝒉𝒆𝒏, 𝑽𝒊. 𝑰𝒄𝒉 𝒘𝒊𝒍𝒍, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝒘𝒊𝒓 𝒔𝒕𝒆𝒕𝒔 𝒈𝒍𝒆𝒊𝒄𝒉𝒃𝒆𝒓𝒆𝒄𝒉𝒕𝒊𝒈𝒕 𝒔𝒊𝒏𝒅.«

Erzählt wird aus wechselnder Perspektive, Vis Situation mit all den Zweifeln und Sorgen kamen authentisch und nachvollziehbar zur Geltung. Während Sebastiens Bürde, der sich bei Regierungsangelegenheiten beweisen muss, seiner Verlobten zur Seite stehen will und stetig von Trauer überflutet wird, erdrückend schien.
Lilly bestückte diesen Band mit Informationen über das hier erschaffene Fürstentum, mit dem Wunsch, die altbackenen Konventionen der Monarchie aufzulockern, und mit etlichen Nebenfiguren; Freundschaften und Familienbande waren, wie der aufkommende Zusammenhalt, dicht.
Plötzliche Offenbarungen, unerwartete Spannungsmomente und sich überschlagende Ereignisse durchbrechen die sanfte Gemütlichkeit, die der Geschichte anhaftet. Was sicher scheint, gerät mehrfach ins Wanken –

Vis & Bas Geschichte begann vor so vielen Jahren, stoppte nie, pausierte nur – bis jetzt. Und wieder bleibt die Frage, ob Liebe immer ausreicht? Findet es heraus.

„𝑼𝒏𝒅 𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒂𝒃𝒆 𝒎𝒊𝒓 𝒔𝒐 𝒈𝒆𝒘𝒖𝒆𝒏𝒔𝒄𝒉𝒕, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝒖𝒏𝒔𝒆𝒓𝒆 𝑳𝒊𝒆𝒃𝒆 𝒈𝒆𝒏𝒖𝒆𝒈𝒆𝒏 𝒘𝒖𝒆𝒓𝒅𝒆, 𝒖𝒎 𝒂𝒍𝒍𝒆𝒔 𝒛𝒖 𝒖𝒆𝒃𝒆𝒓𝒘𝒊𝒏𝒅𝒆𝒏.“

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Veröffentlicht am 07.05.2025

»𝑰𝒄𝒉 𝒈𝒍𝒂𝒖𝒃𝒆, 𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒂𝒃𝒆 𝒅𝒊𝒄𝒉 𝒎𝒆𝒊𝒏 𝑳𝒆𝒃𝒆𝒏 𝒍𝒂𝒏𝒈 𝒈𝒆𝒍𝒊𝒆𝒃𝒕.«

How to tame a Rebel Prince
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„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐭𝐚𝐦𝐞 𝐚 𝐑𝐞𝐛𝐞𝐥 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞 “ — ist der zweite Roman von Lilly Autumn und bringt uns die Schatten von Titel und Adel näher, die Tragik von Missverständnissen und erzählt von der Bereitschaft, alles aufzugeben ...

„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐭𝐚𝐦𝐞 𝐚 𝐑𝐞𝐛𝐞𝐥 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞 “ — ist der zweite Roman von Lilly Autumn und bringt uns die Schatten von Titel und Adel näher, die Tragik von Missverständnissen und erzählt von der Bereitschaft, alles aufzugeben — für eine zweite Chance und die Liebe.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht des rebellierenden Erbprinzen, der in und um sein Fürstentum Blanchebourg für allerhand Schlagzeilen sorgt, und aus jener von Victoria Kaltenbach — jüngste Hotelmanagerin Österreichs.
Nach der neuesten Eskapade ist das Maß von Sebastiens Vater – Thierry de Violet – voll und so schickt er seinen Sohn mit allerhand Auflagen nach Greifenstein, um durch Arbeit Demut zu lernen. Für den „Party-Prinzen“ ein Schock — denn gerade in diesem Hotel liegen die Splitter seines Herzens, mit diesem verbindet er neben den heimeligsten Kindheitserinnerungen auch jene, die ihn so gravierend veränderten …

"Sie war meine erste große Liebe. Meine einzige. Und sie hat mich zerstört, als sie ihr wahres Gesicht gezeigt hat."

Als Victoria erfährt, dass sie „Bas“ nach zwölf Jahren wieder gegenüber stehen wird, flammen erneut Wut, Scham und Trauer, tief begraben geglaubt, in ihr auf — nie hat sie die Schmach, die Sebastien ihr vor seinem Weggang bereitet hat, nie hat sie ihn überwunden. Doch nun liegt es in ihrer Hand, den Prinzen zur Mittellosigkeit zu verdammen …

Bereit, für eine Slow-burn Second-Chance?
Für zarte Gefühle, Vergebung und den Wunsch, allen Widrigkeiten zu trotzen?

Lilly füttert die Lovestory mit Missverständnissen, Witz und einigen expliziten, vor allem aber sanften, herzerwärmenden Momenten. Zudem widmet sich die Autorin auch unbequemen Themen — Bürde und Pflicht vom Adel, den Etiketten und Regeln eines künftigen Fürsten sowie der ständigen Angst, von der Presse bloßgestellt, an diese verkauft, erkannt und benutzt zu werden. Und auch die, in meinen Augen taffe und engagierte, selbstlose Victoria, hat, neben der Verantwortung für Hotel und Mitarbeiter sowie der Bekanntheit ihres einstigen besten Freundes, zu kämpfen — denn ein Teil von Vi ist immer in Sorge um ihre Eltern …
Ebenso blitzt die Tatsache, dass das männliche Geschlecht nicht vor übergriffigem Verhalten, sexueller Nötigung geschützt ist, auf. Etwas, das zu selten bedacht wird!
Gefallen haben mir auch die Nebencharaktere; die Loyalität und der Rückhalt dieser schaffen eine enorme Verbundenheit.

Stilistisch liest sich das Geschehen einfühlsam, zart und bildhaft. Die erneute Annäherung, das über sich hinaus wachsen beider ist vorstellbar und verständlich dargelegt, die Dialoge lesen sich natürlich und die nie vergangenen Gefühle, die vage Möglichkeit, einer zweiten Chance lassen seufzen und hoffen. Doch zu welchem Preis?

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