Von diesem Buch hatte ich mir mehr erhofft. Aber der Reihe nach.
Ich wusste, dass die Autorin beliebt ist. Ich bin ein Fan von SF. Das Cover ist cool und der Klappentext klingt gut.
Mir fehlte einfach ...
Von diesem Buch hatte ich mir mehr erhofft. Aber der Reihe nach.
Ich wusste, dass die Autorin beliebt ist. Ich bin ein Fan von SF. Das Cover ist cool und der Klappentext klingt gut.
Mir fehlte einfach dass, was Science Fiction für mich ausmacht. Beschreibungen neuartiger Maschinen und Geräte, Infos über Waffensysteme und Raumschiffe. Beschreibungen der Planeten und der Wesen, die dort leben. Beschreibungen der politischen Verhältnisse, der Beziehungen der verschiedenen Lebewesen. Ja, all das gibt es, aber es ist sehr rudimentär und sehr ungenau. Ich konnte mir zu wenig vorstellen unter all dem. Dafür werden Klamotten und Schnickschnack in Szene gesetzt und Sexszenen ausgewalzt.
Ich für mein Teil denke, ich bin einfach nicht die Zielgruppe. Die suche ich bei weiblichen Teenagern, die eigentlich leichte Fantasy lesen. Die sind hier wohl richtig.
Ich hatte wohl ganz falsche Vorstellungen von diesem Buch. Es war nicht meine erste Kochrunde und ich war hochmotiviert. Genussvoll gesund zu bleiben finde ich ein einladendes perfektes Motto. Als Biologe ...
Ich hatte wohl ganz falsche Vorstellungen von diesem Buch. Es war nicht meine erste Kochrunde und ich war hochmotiviert. Genussvoll gesund zu bleiben finde ich ein einladendes perfektes Motto. Als Biologe und Bioladen-Einkäufer war ich sehr gespannt und sehr aufgeschlossen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass schon vorher explizit erwähnt worden wäre, dass Grundpfeiler dieses Buches die Low-Carb- und glutenfrei Ernährung sind und dass es sich um eine richtiggehende "Diät" handelt - also nicht zwecks abnehmen aber zwecks Körper durchpusten und auf Spur bringen.
Das Buch ist in 28 Tage unterteilt und hier in Frühstück, Mittagessen udn Abendessen. Diese Struktur macht es etwas unübersichtlich, wenn man die Gerichte austauschen und die Reihenfolge verändern möchte. Dadurch, dass das Buch eine handliche Größe hat - also kleiner als A4, müssen Gerichte über mehrere Seiten dargestellt werden, Fotos finden sich oft zwei Seiten später oder vorher, dass verwirrte mich.
Zu den Gerichten kann ich sagen, dass mich die meisten Frühstück-Varianten nicht ansprachen bzw. so aufwendig waren, dass ein berufstätiger Mensch sie unter der Woche nicht macht. Wenn ich um 7 in die Arbeit fahre, will ich nicht noch schnibbelnd und kochend den Morgen verbringen. Und einiges mutete eher wie Mittagsspeise an und war kein Frühstück für mich als Mitteleuropäer.
Enttäuscht war ich von der fehlenden Individualität der Rezepte. Zu vielen Gerichten hätte ich kein Rezept gebraucht, vor allem, da kaum besondere Gewürze verwendet wurden, es kaum interessante neue Kombinationen gab. Neu war nur, dass kein gewöhnliches Mehl verwendet werden durfte und diverse Zutaten sehr speziell waren. Also so, dass ich sie extra hätte kaufen müssen, weil sie einem normalen Haushalt fehlten. Und ich bin wirklich gut ausgestattet, da ich gerne vielsteitig und exotisch koche. Gestört hat mich auch, dass viele Zutaten sehr teuer waren. Warum muss ich Perlhuhn zubereiten? Da war mir einiges viel zu speziell.
Die Ergebnisse haben mich zum Großteil nicht überzeugt. Da ich das Buch in der Leserunde kennen lernte, war ich auch enttäuscht von den Urteilen der Mit-Köche, die von geschmacklosem Brot und anderen wenig leckeren Ergebnissen berichteten. Das nahm mir mit den eigenen Kochversuchen schnell die Freude.
Fazit: Das Kochbuch hat mich enttäuscht zurückgelassen. Nichts Neues für mich, keine neuen Lieblingsgerichte, keine Aha-Erlebnisse. Gesund wird man wahrscheinlich schon. Aber es war für mich zu umstänglich das alles nachzukochen, nachzukaufen und auszuprobieren, um dann auch noch geschmacklich enttäuscht zu werden. Hier macht gesund bleiben nicht so großen Spaß. Für mich jedenfalls.
Von Robert Seethaler hatte ich schon sehr viel Gutes gehört und ich dachte mir, ich könnte mit "Die Straße" mal einsteigen in dessen Schaffen. Ich denke, ich habe einfach das falsche Buch gewählt, denn ...
Von Robert Seethaler hatte ich schon sehr viel Gutes gehört und ich dachte mir, ich könnte mit "Die Straße" mal einsteigen in dessen Schaffen. Ich denke, ich habe einfach das falsche Buch gewählt, denn ich konnte mit der Art und Weise, wie hier erzählt wird, einfach so gar nichts anfangen.
Der Zusammenhang unzähliger Personen und Versatzstücke ist ein Jahr im Leben einer Straße. Es ist wie ein Puzzle und sicherlich steckt dahinter der Plan, ein großes Bild für die Leser zu kreieren. Aber bei mir gelingt das gar nicht. Mir fehlten Hauptpersonen, mir fehlte ein durchgehänder Handlungsstrang, mir fehlte am Ende ein rundes Ganzes.
Ich habe das Buch, dass ja nicht besonders dick ist, schnell gelesen, fand ein paar nette Ideen aber es hat keinen bleibenden und keinen befriedigenden Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bin unsicher, ob ich noch weiteres von dem Autor lesen möchte.
"Der Duft des Wals" war einfach so ein toller Titel, da musste ich reinlesen. Leider hatte ich mir ganz anders erwartet. Vielleicht etwas wie "Der Wal und das Ende der Welt" von Ironmonger.
Judith und ...
"Der Duft des Wals" war einfach so ein toller Titel, da musste ich reinlesen. Leider hatte ich mir ganz anders erwartet. Vielleicht etwas wie "Der Wal und das Ende der Welt" von Ironmonger.
Judith und Hugo versuchen, ihre Ehe zu retten, die gewaltig in Schieflage ist. Sie gönnen sich einen luxuriösen Urlaub in einem All-inclusive-Resort in Mexiko. Und dann wird ein Wal angeschwemmt.
Ich weiß gar nicht, wie ich die Geschichte beschreiben soll. Sie ist nämlich total profan und belanglos. Es geht um die Eheprobleme, um den Urlaubsalltag in so einem teuren Luxusdomizl, um diverse andere Gäste, die eigene Probleme haben. Ach ja, und im Hintergrund dümpelt der langsam stinkende Walleib und man fragt sich, soll das ein Sinnbild für diese Gemeinschaft und diese Ehe sein? So ala, der Fisch stinkt vom Kopf her. Ich weiß es nicht. Mich konnte die Story nicht erreichen.
Eine andere Leserin hat in der Leserunde den Begriff Telenovela ins Spiel gebracht und der schwirrte mir dann ständig im Kopf rum. Genau so habe ich diese Geschichte empfunden. Es handelt sich ja um den ...
Eine andere Leserin hat in der Leserunde den Begriff Telenovela ins Spiel gebracht und der schwirrte mir dann ständig im Kopf rum. Genau so habe ich diese Geschichte empfunden. Es handelt sich ja um den ersten Band einer Trilogie und ich hatte damit gerechnet, hier eine Handvoll Darsteller näher kennen- und schätzenzulernen und Stück für Stück zu erfahren, was dieser Familie so alles passiert. Anfangs schien das auch noch zu passen, auch wenn ich mehrere der Darsteller als unsympathisch und oberflächlich beschrieben fand und die Handlungen mir nicht nachvollziehbar waren. Aber im Laufe der Geschichte wird das Geschehen immer schneller abgehandelt. Zeitsprünge sollen wohl Spannung aufbauen aber die übersprungenen Monate und Jahre waren für die Entwicklung eigentlich wichtig und mir wurde alles immer vorhersehbarer.
Es war einfach nicht mein Buch. Ich konnte mich nicht mit den Personen anfreunden und fand den Erzählstil lieblos und zunehmend langweilig. Es las sich wie eine Telenovela und die mag ich selten.