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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

genial

Der dunkle Sommer
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Ein Haus für 1. Euro, Tilda kann es kaum glauben. Nun hofft sie, dass sie in dem unbelebten Dorf Botigalli im östlichen Sardinien nun endlich zur Ruhe kommen kann. Nach einem traumatischen Schicksalsschlag ...

Ein Haus für 1. Euro, Tilda kann es kaum glauben. Nun hofft sie, dass sie in dem unbelebten Dorf Botigalli im östlichen Sardinien nun endlich zur Ruhe kommen kann. Nach einem traumatischen Schicksalsschlag will sie die Brücken hinter sich abbrechen und nur 3 ganz vertraute Menschen haben ihre Handynummer. Bei der Renovierung des Hauses fallen ihr Einschusslöcher in den Wänden auf und es gibt dunkle Flecken, die sich auch mit dem stärksten Reinigungsmittel nicht entfernen lassen.

Sie lernt auf dem Friedhof Enzo kennen, einen Journalisten, der zu der Geschichte des Dorfes recherchiert. Er möchte das vor 40 Jahren stattgefundene Drama des Dorfes endlich lösen. Durch diesen Kontakt erfährt Tilda, dass sie wohl doch nicht die einzige Bewohnerin in Botigalli ist, sondern Silvio, der einzige Überlebende des Dramas, mit seiner Pflegerin auch noch im Dorf lebt.
Nachdem Tilda immer wieder das Gefühl hat beobachtet zu werden und ihr Bruder Nino, der bei ihr zu Besuch ist, verschwindet, ist ihr klar, mit dem Dorf stimmt ganz gewaltig etwas nicht und jemand setzt alles daran, dass Geheimnis des Dorfes zu wahren.

Erzählt wird die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven, eingeschoben immer wieder Gedanken und Gefühle von Entführungsopfern, die grausam festgehalten werden.

Wieder einmal konnte mich Vera Buck mit ihrem Thriller auf ganzer Linie überzeugen. Der Thriller hat leichte Gruselelemente, die bedrohlich wirken. Der Aufbau ist logisch und auch die Auflösung dazu absolut stimmig.
Die Charaktere machen eine gute Entwicklung durch und gerade die Geschichte von Franca ist äußerst berührend. Es sollte unbedingt das Nachwort gelesen werden.

Klare Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 11.05.2025

super Pageturner

Signalrot
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Mit Spannung habe ich den Auftaktband zur neuen Thriller - Reihe des Autors Elias Haller erwartet. Tara Kronberg ist die Ermittlerin im neu geschaffenen Dezernat 47 bei den Dresdner Ermittlungsbehörden.

Tara ...

Mit Spannung habe ich den Auftaktband zur neuen Thriller - Reihe des Autors Elias Haller erwartet. Tara Kronberg ist die Ermittlerin im neu geschaffenen Dezernat 47 bei den Dresdner Ermittlungsbehörden.

Tara kehrt nach zwei Jahren in einem japanischen Kloster, in dem sie eine dringend benötigte Auszeit verbrachte, zurück in den Dienst. Nachdem eine halb verweste Frauenleiche ohne Füße aufgefunden wurde, wird die Sondereinheit Signalrot ins Leben gerufen.Helge Trautmann der Kriminaloberrat holt sie als Leiterin ins neu gegründete Dezernat 47. Dort hat sie allerdings keine Ermittlungsbefugnisse. Kommt sie mit dem neuen Kollegen und vor allem dieser Einschränkung ihrer Arbeit zurecht? Nicht alle in ihrem beruflichen Umkreis sind mit Taras Zurückkommen glücklich, Besonders vom Leiter der Mordkommission wird ihre Arbeit massiv boykottiert.

Ein Sadist mordet Frauen und trennt ihnen die Füße ab, eine gruselige Entdeckung und dann auch noch das Verschwinden von Taras Jugendfreundin lassen die Zeit und die Luft den Täter zu finden rasant schmelzen. Der Täter nimmt Kontakt zu Tara auf und streut mit seinen Andeutungen und Aussagen verschiedene Fährten. Wem kann Tara noch trauen?

Mich hat der Einstiegsband, wie ich es von Elias Haller gewohnt bin, wieder ab der ersten Seite gefesselt. Tara als neue Ermittlerin ist mir sehr sympathisch und außerordentlich gut charakterisiert. Der Schreibstil ist kurz, knackig und passt zu den kurzen Kapiteln, in denen aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet wird.

Ein toller Pageturner und super Einstieg in die neue Reihe.

Veröffentlicht am 03.05.2025

100 Jahre Familiengeschichte

Vor hundert Sommern
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"Vor hundert Sommern" der Autorin Katharina Fuchs ist ein Familienroman, der das Leben zwischen 1924 und 2024 beeindruckend erzählt. Es ist nicht mein erstes Buch der Autorin und wieder konnte sie mich ...

"Vor hundert Sommern" der Autorin Katharina Fuchs ist ein Familienroman, der das Leben zwischen 1924 und 2024 beeindruckend erzählt. Es ist nicht mein erstes Buch der Autorin und wieder konnte sie mich mit ihrem fesselnden Schreibstil überzeugen.

Elisabeth, 94 Jahre alt, musste aufgrund eines Schlaganfalls nicht nur ihre Wohnung aufgeben, sondern auch ihren Wohnort. Sie zieht von Berlin Charlottenburg nach Hamburg in ein Seniorenwohnheim, um näher bei ihrer Tochter Anna zu sein. Anna hatte sich ihr Leben, nachdem nun auch ihre Tochter Lena zum Studieren nach Berlin gegangen ist, gänzlich anders vorgestellt. Mehr Ruhe und vor allem Zweisamkeit mit ihrem Mann. Satt dessen muss sie jetzt die Wohnung ihrer Mutter auflösen, wird dabei von Lena unterstützt. Sie stoßen auf Briefe aus der Vergangenheit und Lena taucht immer mehr in das Leben von Elisabeth und ihrer Großtante Clara ein, die miteinander verwoben sind. Als schlussendlich Elisabeth zu erzählen beginnt, bemerkt man schnell, wie sehr die Vergangenheit sie auch heute im hohen Alter noch belastet und wie sich manche Dinge über Generationen immer wieder wiederholen.


Katharina Fuchs hat hier einen Teil ihrer Familiengeschichte exzellent mit fiktiven Gesichtspunkten vereint, die zwei Zeitebenen wunderbar miteinander verwoben und einen für mich großartigen Roman veröffentlicht.
Die einzelnen Kapitel sind gut gegliedert, ausreichend beschriftet, sodass mir es mir immer leicht fiel, mich im Gesamtgeschehen zu orientieren.

Eine klare Leseempfehlung von mir für alle die Familienromane gepaart mit Zeitgeschichte mögen

Veröffentlicht am 29.04.2025

perfekte Spannung

Die Lektorin - Ich schreibe dein Ende!
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"Die Lektorin-Ich schreibe dein Ende" von T.J. Hammann ist das erstaunliche Debüt des Autors. Nach der Leseprobe war mir klar, diesen Thriller muss ich unbedingt lesen.

Lilli Ziegler ist Lektorin und ...

"Die Lektorin-Ich schreibe dein Ende" von T.J. Hammann ist das erstaunliche Debüt des Autors. Nach der Leseprobe war mir klar, diesen Thriller muss ich unbedingt lesen.

Lilli Ziegler ist Lektorin und bekommt ein unfassbares Manuskript auf ihren Tisch. Schon nach ein paar Zeilen ist ihr klar, dieses Manuskript ist real und nicht wie normalerweise fiktiv. Jemand hat sich Zugang zu ihrem Haus verschafft und droht ihr offen in dem Manuskript. Für sie steht fest, dies muss sie der Polizei melden. Diese nimmt den Vorfall zwar auf, aber in ihren Augen erst einmal nicht Ernst genug. Im ersten Moment verdächtigt sie ihren Ex- Mann Daniel. Dann folgt ein zweites Manuskript, welches ihr klarmacht, sie muss sich und vor allem ihre Kinder Theo und Emma schützen.
Durch Zufall trifft sie auf ihre Jugendliebe Kasper, der glücklicherweise Kontakte zu Sicherheitsfirmen hat und sie ihr Haus dadurch relativ schnell sichern lassen kann. Das dritte Manuskript ändert dann alles und Lilli wird vom Opfer zur scheinbaren Täterin.

Mich hat die Geschichte absolut überrascht und begeistert. Die einzelnen Kapitel sind kurz und knackig. Der Autor hat mich immer wieder auf falsche Fährten geschickt und mit dem absolut unerwartetem Finale setzte er noch einen obendrauf.
Lilli als Protagonistin schien teilweise etwas naiv und überfordert, was aber zu ihrer Ausnahmesituation passte. Die Atmosphäre war durchweg dicht, bedrückend und dabei unfassbar spannende.

Ich freue mich heute schon auf das nächste Buch von T.J. Hammann.

Veröffentlicht am 21.04.2025

unbedingt lesen

Du hast mich zuerst getötet
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Mit "Du hast mich zuerst getötet" hat John Marrs wieder einmal unter Beweis gestellt, wie ein guter Psychothriller aufgebaut sein muss.

Der Prolog lässt einem das Blut in den Adern gefrieren, die Angst ...

Mit "Du hast mich zuerst getötet" hat John Marrs wieder einmal unter Beweis gestellt, wie ein guter Psychothriller aufgebaut sein muss.

Der Prolog lässt einem das Blut in den Adern gefrieren, die Angst der gefangenen Frau war quasi spürbar und ließ grausames ahnen. Die Geschichte beginnt mit der Ankunft von Liv, die mit ihrer Familie in die Nachbarschaft von Anna und Margot zieht. Anna und Margot scheinen auf den ersten Blick unterschiedlich und doch sind sie so etwas wie Freundinnen. Erzählt wird in den Perspektiven der drei Frauen, und einer unbekannten 4 Person, die ich eine ganze Weile nicht zuordnen konnte.

John Marrs hat hier perfekt die Charakterisierung der Personen umgesetzt und das Buch war durch die kurzen Kapitel wie ein Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Wie immer bei diesem genialen Autor, hatte ich häufig das Gefühl die Lösung zu kennen, um dann im nächsten Kapitel eines Besseren belehrt zu werden und die Story sich wieder um 180 Grad drehte.

Ich kann das Buch nur allen empfehlen, die Spannung, Psychologie und unerwartete Wendungen genießen möchte.