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Veröffentlicht am 22.05.2025

Unbedingt lesen

Am Meer ist es schön
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Susi soll auf Kur. Ihr Arzt zu Hause ist der Meinung, dass sie viel zu dünn ist und unbedingt aufgepäppelt werden muss. Dafür darf sie sechs Wochen an die Nordsee. Die Eltern glauben, es wird eine schöne ...

Susi soll auf Kur. Ihr Arzt zu Hause ist der Meinung, dass sie viel zu dünn ist und unbedingt aufgepäppelt werden muss. Dafür darf sie sechs Wochen an die Nordsee. Die Eltern glauben, es wird eine schöne Zeit. Doch für Susi und die anderen Kinder wird es die schlimmste Zeit ihres Lebens, denn in dem Heim sind die Erzieherinnen grausam und sadistisch und bestrafen jede kleine Kleinigkeit ganz hart. Was sie dort erlebt, wird ihr ganzes Leben beeinflussen.

Das Buch sollte man unbedingt lesen und das aus mehreren Gründen. Zum einen ist es rein vom Stil her sehr gut geschrieben und damit auch sehr gut lesbar. Die Geschichte geht flüssig vorwärts und die Parallelen zwischen dem damaligen Heimaufenthalt und dem jetzigen Aufenthalt der Mutter in einem Pflegeheim sind tatsächlich manchmal erschreckend. Aber natürlich geht es in erster Linie um die damaligen Verhältnisse und auch die sind mehr als erschreckend. Vor allem, weil man auch im Nachwort erfährt, dass diese Vorfälle keine Einzelfälle sind, sondern mit System in scheinbar sehr vielen Heimen in der damaligen Zeit vorkamen.

Meine Freundin war zur gleichen Zeit in der DDR auf so einer Kur. Sie hat mir erzählt, dass zumindest die Probleme beim Essen auch dort vorkamen. Über andere grausame Sachen hat sie mir nichts erzählt. Ich weiß nicht, ob das dann hier eine Ausnahme war oder ob diese Kuraufenthalte in der DDR einfach schon etwas besser waren. Auf jeden Fall hat mich das neugierig gemacht, ich werde mit ihr noch einmal darüber reden.

Von mir gibt es für das Buch absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Berührend

Maikäferjahre
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Anfang 1945. Der Zweite Weltkrieg wird nur noch wenige Wochen dauern. Anni erlebt mit ihrer kleinen Tochter in Dresden das Bombeninferno und schafft es, mit dem halbjüdischen Geiger Adam zu fliehen. Adam ...

Anfang 1945. Der Zweite Weltkrieg wird nur noch wenige Wochen dauern. Anni erlebt mit ihrer kleinen Tochter in Dresden das Bombeninferno und schafft es, mit dem halbjüdischen Geiger Adam zu fliehen. Adam wurde von ihrem Vater vor den Nazis versteckt und gerettet, wofür ihr Vater mit dem Tod bezahlt. Ihre Flucht führt sie durch mehrere Besatzungszonen und findet erst in Österreich ein Ende. Sie ist gefährlich und beide kommen sich dabei sehr näher.
Zeitgleich wird ihr Zwillingsbruder Tristan, der Jagdflieger ist, in England abgeschossen und überlebt schwer verletzt. In einem Krankenhaus wird er gepflegt und die Krankenschwester Rosalie verliebt sich in ihn. Doch eine Verbindung zwischen den ehemaligen Feinden ist damals noch per Gesetz verboten

Das Buch ist sehr berührend und für mich eine der besten Entdeckungen in diesem Frühjahr. Es erzählt die Geschichte zum Ende des Zweiten Weltkrieges und des Beginns des Friedens danach aus Sicht von unterschiedlichen Menschen, die unterschiedlich von dem Krieg betroffen waren. Das Besondere daran ist, dass alle Figuren sehr tiefgründig gezeichnet sind. Egal, ob sie Nazis waren oder Widerstandskämpfer, egal ob Deutsche, Engländer, Juden, Schotten oder was auch immer - keine dieser Figuren ist schwarz-weiß gezeichnet, sondern jede erklärt, warum die entsprechenden Handlungen kamen. Das macht das Buch besonders wertvoll und gelungen. Auch die Liebesgeschichten und das Ende sind überhaupt nicht kitschig, sondern sehr lebensecht. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Waldi... äh Siggi halt

Mord am Schätztag
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Im Trevi-Brunnen wird ein Toter gefunden. Er wurde ermordet. Nur steht der Brunnen nicht in Rom, sondern ist eine Nachbildung auf dem Gelände von Siggis Antiquitätenladen. Dabei hat der Tote doch kurz ...

Im Trevi-Brunnen wird ein Toter gefunden. Er wurde ermordet. Nur steht der Brunnen nicht in Rom, sondern ist eine Nachbildung auf dem Gelände von Siggis Antiquitätenladen. Dabei hat der Tote doch kurz vorher erst einen alten Koffer mit Trödelsachen an Siggi verkauft. Und das ist nicht die einzige Besonderheit, sondern tagelang wird der Antiquitätenladen und auch die Privatwohnung von Siggi durchsucht und Siggis Freundin Doro wird entführt. Das lässt Siggi natürlich nicht auf sich sitzen.

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe um den Antiquitätenhändler Siggi. Natürlich erkennt man die handelnden Figuren wieder und das soll wohl Absicht sein. Aber unabhängig davon ist das Buch extrem gut zu lesen und sehr unterhaltsam. Als Cosi-Krimi natürlich nicht superspannend, aber spannend genug, um immer dabei zu bleiben und den teilweise chaotischen Handlungen zu folgen. Dabei hatte ich einen großen Spaß und kann deswegen für das Buch nur absolut eine Leseempfehlung aussprechen und würde auch eine weitere Fortsetzung jederzeit gern lesen

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Schönes Mädchenbuch

Jonna & Liv. Ein tierisches Mittsommerfest
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Jonnas Vater soll beruflich im Sommer drei Monate nach Schweden. Er nimmt Jonna mit und sie ziehen auf den Hof von Jonnas Tante. Dort gibt es die Cousine Liv und eine Menge Tiere. Doch der Start ist schwer. ...

Jonnas Vater soll beruflich im Sommer drei Monate nach Schweden. Er nimmt Jonna mit und sie ziehen auf den Hof von Jonnas Tante. Dort gibt es die Cousine Liv und eine Menge Tiere. Doch der Start ist schwer. Jonna macht scheinbar nichts richtig und Liv behandelt sie sehr abweisend.

Das Buch ist in meinen Augen ein sehr schönes Mädchenbuch. Die liebevollen Zeichnungen überzeugen und die Kapitel mit größeren Buchstaben haben eine angenehme Länge, so dass sie auch für Leseanfänger geeignet sind. Die vielen Tiere auf dem Hof machen das Lesen interessant, zumal sie auch so ihre besonderen Eigenheiten haben, was oft ganz lustig ist. Die Entwicklung der Freundschaft der beiden Mädchen ist gut geschildert. Ebenso die besonderen Bräuche in Schweden, die sich um das Mittsommerfest ranken. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Leider zu Ende

Schlehengrund
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Schlehengrund ist der dritte und letzte Band um das ehemalige Dorf Wollseifen in der Eifel. Familie Lintermann beschließt, sich im Dorf Embken einen Hof zu kaufen und zu bewirtschaften. Vor allem Johanna ...

Schlehengrund ist der dritte und letzte Band um das ehemalige Dorf Wollseifen in der Eifel. Familie Lintermann beschließt, sich im Dorf Embken einen Hof zu kaufen und zu bewirtschaften. Vor allem Johanna kniet sich richtig in die Arbeit hinein. Doch dann kommt ihr Mann Karl endlich zurück und will alle Entscheidungen allein treffen. Das ist sehr schwierig für die ganze Familie.

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Die Kapitel beginnen mit einem kurzen Abriss der historischen Geschichte, um dann zu dieser fiktiven Familie zu wechseln, in der alle wichtigen Sachen irgendwie mit passieren. Man wächst mit der Familie mit, die Kinder werden groß, die ältere Generation verstirbt nach und nach und innerhalb der Familie erlebt man den gesellschaftlichen Wandel in allen verschiedenen Facetten. Diese Beschreibung ist wunderbar gelungen und ich bedaure es sehr, dass die Reihe zu Ende ist. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.

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