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Redrose

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Ein Hoch auf das Landleben

Sommertage im Alten Land
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Wenn ich mir das Cover betrachte, dann bekomme ich richtig Lust, mich an diesem Tisch niederzulassen und das Landleben zu genießen: frische Eier von freilaufenden Hühnern, Apfelkuchen von den leuchtend ...

Wenn ich mir das Cover betrachte, dann bekomme ich richtig Lust, mich an diesem Tisch niederzulassen und das Landleben zu genießen: frische Eier von freilaufenden Hühnern, Apfelkuchen von den leuchtend roten Äpfeln im Baum neben mir und die Welt scheint noch in Ordnung.

Julia K. Rodeit hat im Alten Land eine wahre Wohlfühloase geschaffen. Der Zusammenhalt der Dorfbewohner ist großartig und ich möchte sofort umziehen 😉.

Nur in dieser großartigen Umgebung und mit viel Unterstützung hat Svenja es geschafft, den alten Obsthof ihrer Eltern weiterzuführen und die Vormundschaft für ihren Teenager-Bruder Joris zu erhalten, als ihre Eltern bei einem Autounfall plötzlich verstorben sind. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, wie schrecklich so eine Situation ist. Selbst noch in tiefer Trauer und anstatt einem munteren Studentenleben warten plötzlich jede Menge Verpflichtungen auf die tapfere Svenja.

Ausgesprochen suboptimal ist es da, dass Joris plötzlich zum Raufbold mutiert und sich deswegen gleich das Jugendamt ankündigt. Ist Svenja nicht mehr in der Lage, für Joris zu sorgen und muss dieser womöglich in ein Heim oder zu Pflegeeltern? Wäre es nicht besser, den Obsthof zu verkaufen und woanders neu anzufangen?

Ich habe Svenja sehr gerne begleitet bei ihrer Suche nach der Lösung für ihre Probleme. Die Autorin schreibt so warmherzig, wie sie auch bei ihren Lesungen rüberkommt und am Ende muss ich sogar ein paar Tränen verdrücken. Denn natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte und Julia K. Rodeit gibt immer eine Happyend Garantie. Ob es wirklich der schnöselige Typ vom Jugendamt wird, verrate ich aber natürlich nicht, das müsst ihr schon selbst lesen.

Ich freue mich schon sehr, wenn es weitergeht im Alten Land und auch Svenjas Freundin Femke eine Chance für die Liebe erhält.

Daumen hoch für die Liebe und eine Leseempfehlung für Sommertage im Alten Land. Ich habe jetzt Lust auf frischen Apfelkuchen und würde sehr gerne den Sommer im Alten Land verbringen

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Kann ein verliebter Ermittler noch klar denken?

Sturz vom Wilden Kaiser
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Das Kaisergebirge in Tirol ist ein Paradies für Wanderer und Kletterer und nach einer anstrengenden Tour macht es Spaß, den Tag bei Franz zu beschließen, dem Wirt der Stripsenjochhütte.

Der Franz hat ...

Das Kaisergebirge in Tirol ist ein Paradies für Wanderer und Kletterer und nach einer anstrengenden Tour macht es Spaß, den Tag bei Franz zu beschließen, dem Wirt der Stripsenjochhütte.

Der Franz hat das Herz auf dem rechten Fleck, was er aber nicht mag sind nörgelnde Großstädter und unerzogene Bengel, da kann er auch recht deutlich seine Meinung kundtun. Angefreundet hat er sich hingegen mit dem Unterhansel, dem schnöseligen Ermittler aus Salzburg, der in Teil 1 der Reihe, „Verrat am wilden Kaiser“ noch seine Belegschaft im Visier hatte.

Schlechtes Wetter in den Bergen, zwei abgestürzte Kletterer und Personalmangel verhageln dem Franz den Saisonstart und dann plagt ihn auch noch seine Freundin mit Eifersucht.

Mir hat besonders gut der Humor gefallen, der diese Reihe auszeichnet, das Frotzeln zwischen Franz und Unterhansel, aber auch die gute Laune der Hüttenmannschaft, bei der ich sehr gerne einkehren und einen Kaiserschmarren oder Schlutzkrapfen genießen würde. Ganz unbedingt würde ich auch Begriffe wie Quark vermeiden und natürlich einen Topfenstrudel bestellen, um nicht den Zorn der Tiroler auf mich zu ziehen 😂.

Neben der landschaftlichen Schönheit des Kaisergebirges und den kulinarischen Köstlichkeiten gibt es aber noch einen Fall zu lösen und der stellt sich als wahrlich verzwickt dar.

Mir hat das Ermitteln viel Spaß gemacht, ich habe jetzt Lust auf Tiroler Gastfreundschaft und hoffe sehr, dass es ein Wiedersehen mit dem Franz gibt 😍

Ich vergebe 5 Sterne und empfehle „Sturz vom Wilden Kaiser“ sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Hochspannung aus der Schweiz

Ägerisee
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Sara Jung, ehemalige Kripobeamtin, betreibt inzwischen eine Detektei, gemeinsam mit Tom Engels und Natalie Krieger. Natalie hat von Geburt an eine unheilbare Krankheit, von der ich bisher noch nie gehört ...

Sara Jung, ehemalige Kripobeamtin, betreibt inzwischen eine Detektei, gemeinsam mit Tom Engels und Natalie Krieger. Natalie hat von Geburt an eine unheilbare Krankheit, von der ich bisher noch nie gehört habe, aber ich bewundere sie um ihren Mut, wie sie damit umgeht, sich nicht zuhause versteckt, sondern wie eine wahre Kriegerin kämpft.

Auch Noemi Moser, eine junge Schauspielerin, sieht sich als Kriegerin und verehrt Jeanne d‘Arc. Doch plötzlich verschwindet Noemi und ihr Freund, ein ehemaliger Mitschüler von Natalie, bittet die drei Detektive um Hilfe.

Was danach passiert ist verwirrend, verstörend und nervenzerfetzend spannend. Ich tappe absolut im Dunkeln, das Team und ich entwickeln jede Menge Theorien, die wir aber alle wieder verwerfen müssen 😉.

Besonders gut gefallen hat mir Elias Tanner, kurz ET genannt, ein junger Mann, der trotz seines unkonventionellen Äußeren ein Herz aus Gold hat, frischen Wind in die Detektei bringt und dafür sorgt, dass ich doch noch Hoffnung für die Jugend von heute habe 😍.

Aber auch das Detektiv-Trio macht mich neugierig auf die Hintergründe zu ihren jeweiligen Geschichten und ich stelle fest, dass es bereits 4 Vorgängerbände gibt, also noch jede Menge Lesestoff zu entdecken.

Ägerisee ist ein See in der Schweiz, der durch einen Gletscher entstanden ist und ich habe mir vorgenommen, baldmöglichst einen Tagesausflug dorthin zu unternehmen, um auf den Spuren des Buches zu wandeln. Hoffentlich finden wir dann allerdings keine Leiche 😉.

Interessante Protagonisten, ein spannender Fall und jede Menge Ausflüge in unbekannte Gefilde, machen Ägerisee zu einem Krimi, den ich sehr gerne weiterempfehle und bei dem ich hoffe, dass es weitere Fälle zu lösen gibt.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Eine Reise, die Leben verändert und kein Auge trocken lässt

Umweg zum Sommer
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Nach seinem beeindruckenden Debüt „Herr Winter taut auf“, hat Drehbuchautor Stefan Kuhlmann erneut einen berührenden Roman vorgelegt. Meine Erwartungen waren natürlich sehr hoch und ich wurde nicht enttäuscht.

Martin ...

Nach seinem beeindruckenden Debüt „Herr Winter taut auf“, hat Drehbuchautor Stefan Kuhlmann erneut einen berührenden Roman vorgelegt. Meine Erwartungen waren natürlich sehr hoch und ich wurde nicht enttäuscht.

Martin ist ein Lebenskünstler, der sich mit Ende 40 immer noch an seinen einen Hit als Musiker klammert. Dieser ist allerdings 26 Jahre her und seither träumt er von einem Comeback. Eigentlich kann ich Typen wie Martin nicht leiden. Die gerne mal auf Kosten anderer in den Tag hineinleben und Menschen mit einem festen Beruf insgeheim bemitleiden. Die sich selbst für absolut cool halten, während die anderen Spießer sind, die das Leben nicht genießen können.

Sein Neffe Karl ist mit seinen 12 Jahren gefühlt schon reifer als Martin. Aber ein Teenager, der sein Gesundheitswissen aus der Apotheken-Umschau bezieht (ich musste so lachen, gibt es das Blättchen etwa immer noch?) und sich für einen Vortrag über Benthosökologie interessiert (ich muss zugeben, ich musste das googeln), ist jetzt auch nicht der typische Jugendliche, dem die Herzen nur so zufliegen.

Wenn diese beiden so unterschiedlichen Typen einen Roadtrip nach Portugal unternehmen, dann kann das doch eigentlich nur in einer Katastrophe enden, oder?

Aber Stefan Kuhlmann schafft es, dass ich mich für Martin und Karl erwärme. Wie sie beide auf dieser gemeinsamen Reise reifen, wie die gemeinsam erlebten Abenteuer sie verändern ist nicht nur witzig, sondern berührt mich zutiefst.

Wenn Martin erkennt, dass er ein Schnorrer ist, der seine vielen Liebschaften nur ausgenutzt hat, ohne selbst etwas von sich zu geben, und zwar nicht nur materiell, sondern auch emotional, dann hat er einen wichtigen Schritt in seiner Entwicklung gemacht.

Es gibt so viele Szenen, die den harten Kern von Martin aufbrechen und zeigen, dass tatsächlich ein Wandel stattfindet. Ok, er wird jetzt nicht gleich vom Saulus zum Paulus, aber ich stelle fest, dass ich ihn eigentlich ganz gut leiden kann. Und das ist die Stärke des Autors. Die vermeintlichen Underdogs sympathisch darzustellen. Seine Bücher handeln nicht von den Schönen und Reichen, sondern in vielen Szenen kann sich der Leser wiedererkennen und deshalb auch mit den Protagonisten mitfühlen.

Eine der vielen Highlight-Szenen für mich war die mit Sting, ja der berühmte Musiker und Komponist hat einen Gastauftritt. Aber mehr will ich auch schon nicht verraten.

„Umweg zum Sommer“ hat mich begeistert. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und vergebe sehr gerne 5 Sterne plus.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Romantische Liebesgeschichte mit Kind und Kegel

Pfotenglück und Sommerwellen
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Ich muss gestehen, wenn ich nur das Wort Influencer höre, denke ich an faule Jugendliche, die meinen, sie bekommen alles geschenkt dafür, dass sie ein paar einfältige Videos drehen. Und ähnlich geht es ...

Ich muss gestehen, wenn ich nur das Wort Influencer höre, denke ich an faule Jugendliche, die meinen, sie bekommen alles geschenkt dafür, dass sie ein paar einfältige Videos drehen. Und ähnlich geht es wohl auch Max, der sich nicht vorstellen kann, dass so eine Influencerin, so eine Großstadt-Tussi es schafft, seinen Bauernhof an der Nordsee wieder in die Gewinnzone zu bringen.

Zum Glück sieht seine Mutter das anders und engagiert kurzerhand Isalie als Unternehmensberaterin.

Wie bereits das Cover und der Titel verraten, spielt auch in diesem Buch von Petra Schier ein Hund wieder eine große Rolle. Dieses Mal ist es Samson, ein Neufundländer und dieser tapsige Riese mit dem goldenen Herzen hat sich ganz schnell in mein Herz geschwanzwedelt. Sein Schicksal hat mich zu Tränen gerührt und ich hätte ihn am liebsten selbst fest umarmt, um die tiefe Traurigkeit in seinem Blick zu verjagen.

Es geht wieder nach Lichterhaven, bereits zum achten Mal und ich freue mich, dass ich Paaren aus den vorhergehenden Bänden wiederbegegne. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Bewohner von Lichterhaven freundlich und hilfsbereit und verstehen es, Feste zu feiern. Ich glaube, ich würde mich hier auch wohlfühlen. Eine leckere Eiskreation von Gabriella, kulinarische Köstlichkeiten von den Foodsisters, ein bisschen Dorfklatsch von Francesca und dann drehe ich eine Runde am Strand mit Samson. Aber vorher müssen wir natürlich noch Max und seine Familie unterstützen. Ob Isalie das wohl hinbekommt?

Die Lichterhaven-Reihe ist eine richtige Wohlfühlreihe, mit sympathischen Protagonisten und natürlich einer Fellnase, die uns an ihren Gedanken teilhaben lässt. Dabei vermenschlicht die Autorin ihre Vierbeiner aber nicht zu sehr, sondern lässt sie Hund sein.

Ich hatte wieder viel Spaß an den Wortgefechten von Max und Isalie, mir selbst überlegt, wie man die finanzielle Situation auf dem Bauernhof wohl verbessern könnte und wenig Sympathie für die Verursacherin dieser Krise. Der gutmütige Samson war natürlich das Tüpfelchen auf dem i.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und empfehle „Pfotenglück und Sommerwellen“ sowie die gesamte Reihe weiter.

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