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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2025

Ein literarischer Goldschatz

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Erzählerin Elisa nimmt uns in einem kompakten, aber emotional wuchtigen Abriss mit auf eine Reise durch ein Leben, das früh aus der Spur gerät und immer wieder droht, vollends auseinanderzufallen.

Zunächst ...

Erzählerin Elisa nimmt uns in einem kompakten, aber emotional wuchtigen Abriss mit auf eine Reise durch ein Leben, das früh aus der Spur gerät und immer wieder droht, vollends auseinanderzufallen.

Zunächst durchlebt sie eine unaufgeregte Kindheit, die dann jedoch einen drastischen Wandel widerfährt, als sich ihre junge Mutter, plötzlich von ihr abwendet. Elisa ist fortan auf sich gestellt und steckt dabei voller kindlicher Sehnsucht nach Liebe, Wärme und Sicherheit, die sie lange vergeblich suchen wird.
Für sie beginnt ein unsteter Wechsel zwischen Jugenhilfeeinrichtung, dem Leben in versifften Wohnungen und als obdachlose Punkerin auf der Straße. Sie bewundert Christiane F., probiert Drogen aus und gerät an toxische Männer, erlebt psychische und physische Gewalt, verletzt sich sogar selbst.

Man wird Zeuge einer eindringlichen, persönlichen Geschichte über das Suchen, Stolpern, Verzweifeln – und irgendwie auch das Überleben.
Und doch ist dieses Buch keine Anklage, kein Selbstmitleid, kein schockierender Erlebnisbericht um der Sensation willen. Tatsächlich liest es sich wie ein langer, intimer Brief. Die Autorin schreibt mit einer Ehrlichkeit, die wehtut, dabei aber nicht auf Effekthascherei abzielt. Vielmehr gelingt ihr, immer wieder neue Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und mich ganz unerwartet nebenbei mit ihrer Begeisterung für die Lyrik von Mascha Kaléko anzustecken. Deren Texte sind an einigen Stellen im Buch eingebunden und bereichern die Geschichte zusätzlich um eine poetischen Tiefe, die sich still entfaltet und lange nachhallt.

Es ist ein schmerzhaft ehrlicher, gleichzeitig mutiger und tröstlicher Roman über das Überleben in einer Welt, die nicht immer fair ist. Wer bereit ist, sich auf Elisas Geschichte einzulassen, wird im Mindesten tief berührt sein.
Für mich ist es ein literarischer Goldschatz.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Pure Begeisterung!

Ósmann
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Jón Magnússon Ósmann ist ein isländischer Fährmann – nicht mehr und nicht weniger. Und dennoch ist er nicht zu Unrecht zum Held seiner eigenen Geschichte auserkoren worden, die Joachim B. Schmidt hier ...

Jón Magnússon Ósmann ist ein isländischer Fährmann – nicht mehr und nicht weniger. Und dennoch ist er nicht zu Unrecht zum Held seiner eigenen Geschichte auserkoren worden, die Joachim B. Schmidt hier auf unglaublich lebendige Art und Weise nacherzählt.

So begegnet einem schon auf der ersten Seite ein feiner, unaufdringlicher Humor, der sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert und sich wie ein leiser Begleiter durch den Roman und dem Leben von Ósmann zieht.
Dabei ist das Dasein zu Zeiten der Jahrhundertwende alles andere als leicht. Die Schicksalsschläge, die Ósmann im Laufe der Jahre treffen, sind so unberechenbar und rau, wie die isländische Natur selbst. Und doch bleibt sein Wesen erstaunlich unberührt davon. Er bewahrt seine Haltung und seine Menschlichkeit – ruhig, ehrlich und mit einem gutmütigen Herzen.
Während sein Leben davon bestimmt zu sein scheint, Mensch und Tier sicher mit der Seilfähre über den Ós zu bringen, steht sein Fährhaus jedermann offen. Die Menschen um ihn herum kommen und gehen, getrieben vom Traum eines besseren Lebens jenseits des Atlantiks – nur Ósmann bleibt.
Es ist ein wahres literarisches Denkmal, das der Autor diesem Fährmann aus vergangenen Zeiten setzt.

Für mich ein absolutes Highlight, das mich über die Maßen begeistert, mitgerissen und vollends überzeugt hat!
Ganz große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Epische Romantasy!

The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)
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Hier erwartet euch ein absolut episches Romantasyabenteuer, das euch im wahrsten Sinne des Wortes wegfegen wird! 💨

Rhya Fleetwood ist ein Halbling -halb Fae, halb Mensch- und damit in Awyvn in tödlicher ...

Hier erwartet euch ein absolut episches Romantasyabenteuer, das euch im wahrsten Sinne des Wortes wegfegen wird! 💨

Rhya Fleetwood ist ein Halbling -halb Fae, halb Mensch- und damit in Awyvn in tödlicher Gefahr. Nach Wochen auf der Flucht wird sie schließlich gefangen genommen. Alle warten nur noch auf die Ankunft von General Sythe, der ihrer Hinrichtung beiwohnen soll. Als dieser eintrifft, wendet er sich aus unerfindlichen Gründen gegen seine Männer, tötet sie und verschleppt Rhya in Richtung Nordlande. Im Gegensatz zu ihr weiß er, was das seltsame Zeichen auf ihrer Brust zu bedeuten hat. Die magische Kraft, die sich dahinter verbirgt, kann für sie und andere sehr gefährlich werden - besonders, wenn sie nicht lernt, diese zu kontrollieren.
Welche Absichten verfolgt dieser mysteriöse Sythe und was hat er mit Rhya vor?

Diese Story hat einfach absolut ALLES, was man sich von einem Fantasyhighlight erwartet. Eine bombastische Atmosphäre, fantastisches Wordbuilding, Magie, Gefahren und heimliche Intrigen, aber vor allem knisternde Spannung von Anfang an!
Mich hat es direkt gepackt und ich war so gefesselt, dass ich zusätzlich zum toll ausgestatteten Print, auch noch auf das absolut großartig gesprochene Hörbuch zurückgegriffen habe. Beides top!
Für mich gibt es hier absolut nichts zu meckern, von perfekt ausgearbeiteten, vielschichtigen Charakteren, prickelndem Slow Burn - welches seinen Namen auch verdient - und einer blutigen Schlacht, die mit einem hochemotionalen und selbstverständlich fiesem Cliffhänger endet!
Wie soll es auch anders sein! Dieser Auftakt ist wirklich perfekt gelungen und ich kann mich vor Euphorie kaum noch bremsen…

Liebe Fantasyfans unter euch, falls ihr es noch nicht wisst - Ihr wollt dieses Buch - Glaubt mir!
Das ist ein Highlight!!!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Starker Reihenauftakt mit Suchtpotenzial!

Signalrot
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Elias Haller startet hier eine neue Thriller-Reihe rund um Hauptkommissarin Tara Kronberg - und die hat es in sich.
Nach einer persönlichen Krise und einer Auszeit in einem Kloster wird Tara von Helge ...

Elias Haller startet hier eine neue Thriller-Reihe rund um Hauptkommissarin Tara Kronberg - und die hat es in sich.
Nach einer persönlichen Krise und einer Auszeit in einem Kloster wird Tara von Helge Trautmann kontaktiert und mit der Leitung einer neuen Abteilung beim LKA Dresden betraut. Das klingt zunächst nach einem Neustart mit Perspektive – doch schnell wird klar: Der Posten im Dezernat 47 entpuppt sich in Wirklichkeit eher als Abstellgleis mit Strafbank-Charakter. Das zeigt sich vor allem während des ersten Falls, der alsbald auf ihrem Schreibtisch landet.
Es geht um den Fund einer Frauenleiche, erdrosselt und noch dazu ohne Füße. Die Ermittlungen verlaufen jedoch zäh, da Tara immer wieder von oben ausgebremst wird. Hierbei keimt bereits Misstrauen auf und man fragt sich unweigerlich: Spielt jemand im LKA ein falsches Spiel?

Die Geschichte entfaltet sich in mehreren spannenden Perspektiven – wobei mir die Tagebucheinträge am meisten Gänsehaut beschert haben. Die abgründigen „Gedanken“ sorgen für den psychologischen Tiefgang, den man sich von einem Thriller im besten Fall erhofft. Genauso wie die falschen Fährten, die für leicht paranoide Wahnvorstellungen beim Lesen sorgen. Im Gegensatz dazu ist die noch etwas kantige, distanziert wirkende Tara Kronberg eine willkommene Abwechslung. Mindestens genauso spannend ist nämlich, was sich hinter der offensichtlich einschneidenden Vergangenheit dieser Hauptfigur verbirgt. Allein dafür lohnt es sich schon, die Reihe zu beginnen und weiter zu verfolgen!
Auch wenn es anfangs noch es vereinzelt ruhigere Passagen gibt, sind diese für mich absolut verzeihlich, da sie die Ermittlungsarbeit realitätsnah und glaubwürdig wirken lassen. Spätestens ab der Hälfte gibt es ohnehin keine Zeit mehr zum Luftholen, denn da zieht das Tempo der Handlung mächtig an! Der Pageturner entwickelt seine volle Wirkung und die Auflösung kommt zum Schluss überraschend, verstörend und genau so daher, wie ein guter Thriller enden muss – mit einem richtigen Knall, dass einem der Mund offen steht!

Das Buch ist nichts für schwache Nerven und ein vielversprechender Reihenstart! Düster, vielschichtig und definitiv mit Suchtfaktorpotential.
Ich will auf jeden Fall mehr davon und empfehle diesen Auftakt allen, die ebenfalls gerne in raffinierte, düstere Thriller mit reichlich Nervenkitzel eintauchen!

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Pinguin-Vibes statt Leistungsdruck

Der Pinguin, der fliegen lernte
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Dr. Eckart von Hirschhausen, der wohl charmanteste Arzt mit Bühnenlizenz, hat’s mal wieder geschafft: Ein Buch, das gleichzeitig unterhält, berührt und einem ganz nebenbei die Lebenskrise weglächelt.
Hier ...

Dr. Eckart von Hirschhausen, der wohl charmanteste Arzt mit Bühnenlizenz, hat’s mal wieder geschafft: Ein Buch, das gleichzeitig unterhält, berührt und einem ganz nebenbei die Lebenskrise weglächelt.
Hier geht es nicht etwa um echte Flugstunden für einen tierischen Frackträger, sondern um die Kunst, sich selbst anzunehmen – auch wenn man mal nicht locker flockig durchs Leben gleitet.
Das Ganze anhand der Geschichte des Pinguins – jenes tapsigen, wasseraffinen Vogels, der auf dem Eis aussieht wie ein Praktikant im Hochseilgarten, aber unter Wasser zur Rakete wird.
Für Hirschhausen wird dieser Pinguin zur Metapher für unser aller Dilemma: Wir versuchen zu fliegen, während unser Element vielleicht ganz woanders liegt. Warum an den eigenen Schwächen verzweifeln, wenn die Stärken nur darauf warten, entdeckt zu werden?

Hier lernt man nicht nur einiges über Pinguine, sondern vor allem über sich selbst – Also:
“Sei dein bester Pinguin. Immer wieder.”

Dieses Buch ist eine absolute Herzensempfehlung - zum Verschenken und vor allem zum Selberlesen!

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