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Veröffentlicht am 08.12.2025

Interessanter Einstieg

Till the End of the Moon 1
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Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, ...

Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, dass ich es irgendwann gelassen und im Notfall lieber Begriffe gegoogelt habe.

Der Einstieg gelang mir erstaunlich gut, was ich nicht gedacht habe. Vermutlich lag es daran, weil ich früher ein paar chinesische Serien geschaut habe und dadurch bereits mit Namen, Titeln, Hierarchien und der historischen Lebensweise bekannt war. Ohne diesen Hintergrund könnte der Anfang deutlich fordernder wirken, denn die Welt und ihre Figuren werden recht schnell und umfangreich eingeführt. Schon allein das Glossar zeigt, dass die Autorin bestimmtes Wissen voraussetzt und es nicht für „westliche“ Leser erklärt.

Li Susu mochte ich von Beginn an. Sie wirkt ruhig, überlegt, aber entschlossen. Tantai Jin dagegen bleibt ein Rätsel. Er war mal verletzlich und unterwürfig, und dann wieder kalt und bedrohlich. Besonders berührt haben mich die Rückblenden zu Tantai Jins Kindheit. Die Gewalt, die er damals ertragen musste, hat mich wirklich getroffen, und in diesen Momenten tat er mir wahnsinnig leid. Als Erwachsener hat er aber dann wenig Sympathiepunkte sammeln können.

Die Beziehung zwischen Li Susu und Tantai Jin ist eindeutig als „Enemies to Lovers“ angelegt, allerdings zeigt dieser Band wirklich nur den Anfang dieses Weges. Slow Burn meint hier tatsächlich Slow Burn. Hier wird Interesse geweckt. Gezeigt, dass der Feind auch andere Seiten hat als die Bekannten. Von Liebe ist in Band 1 aber noch keine Spur zu finden.

Kurzeitig wurde mir die Story für meinen Geschmack zu langsam, und viele Szenen fühlten sich für mich wie Wiederholungen an – vor allem jene, die zeigen sollen, dass Tantai Jin nicht wie andere empfindet. Dass er keine Empathie hat, Leid schweigend erträgt und seine Vergeltung kalt plant, wird in vielen verschiedenen Szenen gezeigt. Aber bereits nach den ersten entsprechenden Szenen war mir klar, wie sein Charakter funktioniert, sodass die Wiederholungen mich etwas gelangweilt haben. Das Ende fand ich hingegen wieder stark. Vor allem Li Susus Reise, um herauszufinden, wie man den Dämonenknochen entfernen kann, gefiel mir. Inbesondere die chinesische Mythologie und Wesen daraus waren sehr interessant. Auch gegenüber Gewalt und blutigen unschönen Szenen sollte man nichts haben, wenn man dieses Buch liest.

Ob ich die nächsten Bände lesen werde, weiß ich noch nicht. So ganz hat es mich nicht packen können. Vielleicht schaue ich mal in die Verfilmung rein.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Toll für Zwischendurch

Blossoms of Fire
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„Blossoms of Fire“ ist als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und war leicht und flüssig wegzulesen. Es wird auf der Verlagshomepage als „Urban Fantasy mit cozy Vibes“ angepriesen und ich finde, dass ...

„Blossoms of Fire“ ist als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und war leicht und flüssig wegzulesen. Es wird auf der Verlagshomepage als „Urban Fantasy mit cozy Vibes“ angepriesen und ich finde, dass das zu dem Buch passt.

Briar entstammt einer Linie aus Kräuterhexen, die für ihre Heilkräfte bekannt sind, und macht ihrem Ruf alle Ehre. Kein Wunder also, dass die Drachen auf sie aufmerksam werden, als einer der ihren schwer erkrankt. Und mit ihrer Entführung beginnt für Briar ein neuer Lebensabschnitt, der so allerhand an Überraschungen bereithält. Briar konnte schnell meine Sympathien wecken und auch die anderen Personen, zu denen wir mehr erfahren, sind gut gezeichnet.

Die Handlung verläuft gradlinig. Keine großen Ausschweifungen in Nebengeschichten. Alles passiert hier sehr zügig und neue Geheimnisse/Entwicklungen werden von den Protas schnell durchschaut und gelöst. So richtig tief taucht man in die Intrigen nicht ein. Auch die Konflikte zwischen den Drachen und den Hexenclans wurden zwar erwähnt, aber das Potenzial dahinter wurde für meinen Geschmack verschenkt. Was ich auch sehr schade fand, ist, dass sie als Heilerin kaum gefragt ist. Man erfährt zwar, dass sie Kunden hat, aber mit dem Wissen, dass kaum etwas über Drachen in der Welt bekannt ist und sie eigentlich erforschen wollte, inwieweit ihre Kräuterhexenmagie auf Drachen wirkt, passiert da recht wenig. Schade für mich, da ich Magiesysteme immer wieder spannend finde. Der Schwerpunkt der Handlung liegt in der Geschichte auf der Aufdeckung des Verbrechens und der Gefühlsentwicklung zwischen Briar und ihrem Auserwählten.

„Blossoms of Fire“ ist ein angenehm zu lesender Urban-Fantasy-Roman mit cozy Vibes, wie vom Verlag angekündigt. Wer keine hochkomplexe Handlung sucht, sondern Lust auf eine romantisch-magische Geschichte für zwischendurch hat, wird hier gut unterhalten. Vor allem Fans von leichten Liebesgeschichten mit einem Hauch Magie und einem klaren Plot ohne große Umwege könnten hier genau das finden, was sie suchen.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Solide, aber weiterlesen werde ich nicht

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Ich hatte mich auf eine Drachengeschichte gefreut und war gespannt, welches Geheimnis hinter Tamsyns schnellen Heilungen liegen. In dieser Story gibt es nämlich nicht nur Drachen, sondern auch Hexen, Huldras ...

Ich hatte mich auf eine Drachengeschichte gefreut und war gespannt, welches Geheimnis hinter Tamsyns schnellen Heilungen liegen. In dieser Story gibt es nämlich nicht nur Drachen, sondern auch Hexen, Huldras und sicherlich noch weitere magische Wesen, die in weiteren Bänden auftauchen. Zumindest könnte ich mir das vorstellen.

Die Story hat richtig gut begonnen. Man lernt gleich Tamsyns Aufgabe als Prügelmädchen kennen und ich fand es erschreckend, wie man solch eine Aufgabe als Ehre empfinden kann. Zu wissen, dass Tamsyn schon als kleines Mädchen diese Aufgabe übernommen musste, hatte mein Mamaherz schon schmerzen lassen. Ich bin bei Kindern ja jetzt ziemlich emotional geworden.

Leider hat mich die Story ziemlich schnell dann aber auch verloren. Begonnen hat es mit der Spice-Szene in der Hochzeitsnacht. Die Szene selbst ist gut geschrieben, ich fand sie in dem Setting aber irgendwie nicht glaubwürdig. Als später dann ein Rückblick aus der Sicht eines Drachen kam, hatte ich mich auch sehr gewundert, wie das beschrieben wurde.

Bei Tamsyn und Fell habe ich die Gefühle leider nicht so nachfühlen können. Das habe ich oft, wenn die Anziehung und der Spice direkt da sind. Würde ich weiterlesen, könnte sich das ändern, je mehr Szenen die beiden zusammen haben und ich wirklich erlebe, wie sich die Liebe im Alltag zeigt. Was sie einander zu schätzen lernen, abseits der Äußerlichkeiten. Ich mag persönlich Slow Burn einfach lieber.

Ansonsten fand ich nicht, dass wirklich viel passiert. Am Anfang viele Monologe, wodurch man vor allem Tamsyn und ihr Pflichtgefühl kennenlernt. Die Reise von Königspalast zu Fells Burg ist auch etwas langatmig. Hier lernt man zwar mehr über die Welt und ein bisschen was von der Magie kennen, aber es wird nur angerissen und das fand ich schade. Auch Tamsyns Geheimnis, welches wir im Laufe der Story erfahren, sorgt in dem Moment nur für einen kurzen Spannungsschub.

Da die Reihe als Dilogie aufgebaut ist, hätte ich mir im ersten Band schon mehr Action und mehr Einsichten ins Worldbuilding erhofft. So konnte es mich nicht überzeugen, den zweiten Band zu lesen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Eine Fae rebelliert

Gaze of Iladri 1: Fall of the Fae Era
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„Fall of the Fae Era“ hat mich direkt mit einer spannenden Grundidee gepackt: Die magischen Faes werden seit über 900 Jahren unterdrückt und dienen den Herrscherfamilien. Wer aufbegehrt, stirbt. Die Darstellung ...

„Fall of the Fae Era“ hat mich direkt mit einer spannenden Grundidee gepackt: Die magischen Faes werden seit über 900 Jahren unterdrückt und dienen den Herrscherfamilien. Wer aufbegehrt, stirbt. Die Darstellung wie sie leben müssen und was man ihnen antut … schrecklich. Da war ich gleich auf der Rebellionsseite, sobald ich erfuhr, dass es Rebellen gibt.

Ava ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist mutig und würde für diejenigen, die sie liebt, sich selbst opfern. Zu denjenigen gehört auch Tarim, der die Welt in Brand stecken würde, um Ava zu beschützen. Zwischen den beiden spürt man von Anfang an eine starke Verbindung. Und dann gibt es noch Green, der gerne an Tarims Stelle wäre und für Spannung sorgt. Ich gestehe, ich bevorzuge Green. Tarim ist mir zu „glatt“. Ich kann es nicht genau beschreiben. Bin gespannt wie weitere Zusammentreffen zwischen Green und Ava und Green und Tarim im zweiten Band verlaufen werden.

Der Romance-Anteil ist in diesem Buch stark fokussiert. Ich persönlich bevorzuge bei Romantasy eher das 50/50 Verhältnis. Romance und Spice Liebhaber kommen hier sicher auf ihre Kosten. Ich war eher von den Szenen gebannt, die Avas düstere Vergangenheit beleuchten und die Pläne und Umsetzung wie man ihre Schwester retten könnte zeigen. Daher hat mir vor allem der zweite Teil des Buches gefallen.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Unterhaltsam

DAVENGER
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Schon im Einstieg zeigt sich ein Schreibstil, den ich seltener lese. Man verfolgt in einem Kapitel nicht nur eine Person, sondern sieht als Leser gleichzeitig in mehrere Köpfe rein. Die Autorin schreibt ...

Schon im Einstieg zeigt sich ein Schreibstil, den ich seltener lese. Man verfolgt in einem Kapitel nicht nur eine Person, sondern sieht als Leser gleichzeitig in mehrere Köpfe rein. Die Autorin schreibt hier eher aus der auktorialen Sicht und schafft es ganz gut, dass man immer weiß, welcher Gedankengang zu welcher Person gehört. Auch legt sie viel Wert darauf, die Gefühle und Gedanken der Personen darzulegen. Manchmal hätte ich mir aber gewünscht, dass sich das etwas mehr in der Handlung auch zeigt.

Carly, die zu Beginn als Frau dargestellt wird, die unabhängig sein will und sich der gesellschaftlichen Rolle nur aus Pflichtgefühl unterordnet, hätte ich mir später in der Ehe etwas mehr widerspenstig gewünscht. Allerdings zeigte sich schnell, dass wir es hier mit Liebe/Leidenschaft auf den ersten Blick zu tun bekommen. Avery ist da zum Glück eine Green Flag. Trotzdem war der Plot hinsichtlich der Liebesgeschichte etwas vorhersehbar für mich.

Abseits der Romantik blieben im Plot für mich auch Fragen offen. Wieso war Avery bei seiner eigenen Hochzeit nicht zugegen? Und noch ein paar Sachen, die hier jetzt allerdings stärker spoilern würden. Vielleicht wird es im nächsten Band, bei der eine weitere Davenger unter die Haube soll, wieder aufgegriffen, aber hier hat mich das etwas unbefriedigt zurückgelassen. Insbesondere, weil vieles andere schnell gelöst war. Mir fehlte es an Spannung in der Story.

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