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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Der Rentenplan

Very Bad Widows
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Die Ehemänner von Pam, Nancy, Marlene und Shalisa haben die gesamten Ersparnisse durch eine windige Investition verloren. Aus den Ehen ist längst die Luft raus. Als Marlenes Mann vom eigenen Garagentor ...

Die Ehemänner von Pam, Nancy, Marlene und Shalisa haben die gesamten Ersparnisse durch eine windige Investition verloren. Aus den Ehen ist längst die Luft raus. Als Marlenes Mann vom eigenen Garagentor erschlagen wird, geraten die Dinge extrem in Schieflage, denn es stellt sich heraus, dass die Männer hohe Lebensversicherungen abgeschlossen haben. Die Frauen fangen an, Pläne zu schmieden. Dass ihre Männer längst eigene Pläne haben, erfahren sie auf überraschende Weise …

Der Anfang gestaltete sich für mich etwas zäh und schwierig, weil ich mir einfach mehr Spannung erwartet hatte. Der feine, bissige Humor entwickelte sich nur langsam und als ich mich dann damit abgefunden hatte, dass das Krimi-Element hier völlig nebensächlich ist, und ich mich an die vielen, wirklich vielen Figuren gewöhnt hatte, flutschte das Lesen nur so. Wirklich gemocht habe ich zwar keine der Figuren, aber ich fand sie auch nicht gerade extrem unsympathisch. Sogar Padma hatte ihre sympathischen Züge, trotz aller Berechnung, die sie stets und ständig anstellte. Am meisten mochte ich tatsächlich Hector und natürlich liebe ich Elmer!

Das Buch überrascht mit einem wahren Feuerwerk an Wendungen und ausgefallener Ideen. Auch wenn man irgendwann eine Ahnung davon bekommt, wohin alles führen wird, bleibt es interessant und unterhaltsam. Zudem ist es am Ende dann noch ein wenig anders, als man dachte. Wunderbar verwirrt, verwoben, verworren und verrückt, dabei aber auch ehrlich, direkt und mit ganz viel Herz. Besonders ansprechend ist die Darstellung der Frauen in ihren 60ern. Während unsere Großmütter mit 60 echt alt waren, sind wir das heute nicht mehr. 60 ist das neue 50! Allerdings befürchte ich, dass die jüngeren Lesenden sich da eher verwirren lassen und die Frauen als noch jünger empfinden.

Beim ersten Drittel hätte ich noch drei Sterne gegeben, doch am Ende fand ich doch, gut unterhalten worden zu sein. Die Idee ist großartig, die vielen Überschneidungen herrlich verknüpft und das Wechselspiel grandios. Wer eine absolut realistische Story sucht, sollte Abstand halten. Wer Bock drauf hat, das eine oder andere Klischee mal richtig gemein zu bedienen, wird hier mega happy. Vier Sterne!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2025

Von Apfel-Crumble bis Zwiebelmarmelade

Und was kann ich mitbringen?
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Es muss nicht immer der klassische Kartoffel- oder Nudelsalat sein, den man mitbringt. Dieses Buch lädt dazu ein, die Grenzen zu durchbrechen und von der Vorspeise über Hauptgerichte bis zum Dessert Rezepte ...

Es muss nicht immer der klassische Kartoffel- oder Nudelsalat sein, den man mitbringt. Dieses Buch lädt dazu ein, die Grenzen zu durchbrechen und von der Vorspeise über Hauptgerichte bis zum Dessert Rezepte auszuprobieren und die Speisen dann mit auf die nächste Feier zu bringen. Einiges eignet sich auch für ein Picknick, wenn auch nicht alles. Aber auch zu Hause schmeckt das alles natürlich klasse!

Die Kapitelüberschriften Frisch auf den Tisch; Zum Streichen und Dippen; Brot, Quiche & Co; In den Ofen; Auf den Herd; Sweet Dreams; Kuchen und Kekse; Aus der Vorratskammer lassen erahnen, wie vielseitig das Buch ist. Vor jedem Kapitel sind die Gerichte aufgeführt, die darin zu finden sind. Mit dabei ist ein kleiner erklärender Text zum Kapitel.

Die Rezepte selbst starten mit einem kleinen Text. Ganz oben findet sich der Schwierigkeitsgrad in Form von der Anzahl an gefüllten Löffeln und die Angabe der benötigten Zeit. Neben der Zutatenliste sind die Zubereitungsschritte aufgeführt. Die Anweisungen sind gut verständlich und können problemlos ausgeführt werden. Fast immer findet sich auch noch ein Tipp dabei. Die Krönung ist dann aber immer das Foto der fertigen Speise! Auf die Angabe von Nährwerten wurde in diesem Buch verzichtet. Die benötigten Zutaten sind weitgehend Standard und in jedem Supermarkt zu bekommen. Besonders an den Brotrezepten habe ich große Freude. Das Käsegebäck ist immer gern gesehen und eignet sich für wirklich jede Gelegenheit. Und warum nicht auch mal eine Lasagne auf die Party mitbringen!

Nicht jedes Rezept trifft meinen Geschmack, aber das schafft auch kaum ein Kochbuch. Auch wird hier nicht das Rad neu erfunden. Dennoch hat mich das Buch inspiriert und dazu gebracht, das Mitbringen neu zu überdenken. Suppen möchte ich zwar noch immer lieber zu Hause servieren, aber dennoch finde ich es nicht schlecht, auch diese mal mitzubringen. Mir fehlen hier aber ein paar Rezepte zu Fingerfood. Gerade das lässt sich ja meist gut transportieren und eignet sich für Party und Picknick besonders gut. Dafür hätte ich auf das Eingekochte, wie z.B. die Marmeladen, verzichtet. Salzzitronen würde ich beispielsweise gar nicht mitbringen wollen. Trotzdem finde ich das Buch interessant und gelungen. Daher bewerte ich es mit vier Sternen.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Gesamtpaket

Svens Perfect Match
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Da ich mich nicht auf Social Media bewege, war mir Sven Teichmann bisher völlig unbekannt, obwohl er in recht kurzer Zeit eine steile Karriere hingelegt hat und dies schon sein drittes Buch ist. Umso erfreuter ...

Da ich mich nicht auf Social Media bewege, war mir Sven Teichmann bisher völlig unbekannt, obwohl er in recht kurzer Zeit eine steile Karriere hingelegt hat und dies schon sein drittes Buch ist. Umso erfreuter bin ich, über dieses hier gestolpert zu sein. Die Kombinationen sind lecker und ich frage mich, warum es nicht schon längst ein solches Buch gab. Ist doch ganz logisch, dass man Backware und Inhalt oder Auflage zusammen machen möchte! Also nicht nur den Bun, sondern den Burger gleich dazu. Nicht nur die Fladen, sondern auch die Füllung dafür.

Gestartet wird erst mal mit einem Theorie-Teil. Auch wenn das ein bisschen nach Lehrstoff aussieht, sind die Informationen für das Gelingen Gold wert. Ein bisschen Werbung für den eigenen Shop ist auch integriert und Sven Teichmann mag sich gerne auf den Fotos zeigen. Beides sei ihm gegönnt!

Die Rezepte sind in die Kapitel Grill it, Bake it (Feuer und Flamme für dein BBQ); Roll it, Wrap it (Streetfood aus aller Welt); Build it (Burger, Sandwich und Co. für jeden Geschmack); Mix it, Dip it (Alles zum Toppen und Tunen) unterteilt. Der Aufbau der Rezepte ist für mich ein bisschen unkomfortabel, da neben der Zutatenliste die Zubereitungsschritte in Fließtext gehalten sind. Zwar gibt es Nummerierungen, aber leider keine Absätze. Der Text selbst ist jeweils in Schwarz und Gelb gehalten. Es gibt neben der Grill-Version auch Vorschläge für die Indoor-Zubereitung und sehr oft einen zusätzlichen Tipp. Beim ersten Kapitel sind Brot und Füllung quasi getrennt, bei den anderen geht das Konzept aber auf und es gibt zur Teigware die leckere Bei- bzw. Auflage.

Die Vielfalt ist gelungen. Jeder sollte etwas passendes finden. Auch von der Schwierigkeit her muss man nichts befürchten. Die Zutaten sind zum Teil vielleicht nicht im Standard-Vorrat, aber ohne Probleme zu besorgen. Richtig gut gefällt mir das Register, das Zutaten und Rezepte zusammenfasst.

Für die junge Generation, die das Kochen und Backen für sich entdeckt und nicht einzig über Social Media, sondern auch oldschool mit Printbuch arbeiten möchte, das perfekte Buch. Ich bin vermutlich nicht mehr jung genug für einige der heute so beliebten Gerichte oder unflexibel. Ich gebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Das Geheimnis der Morde an Danny und Poppy

Die unsichtbare Hand
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Olivia Dumont ist Ghostwriterin. Aufgrund einer ehrlichen Aussage und dem unfassbaren Urteil, das ein Richter deshalb fällte, ist sie ins Abseits geraten. Da kommt von ihrer Agentin ein Auftrag, der sie ...

Olivia Dumont ist Ghostwriterin. Aufgrund einer ehrlichen Aussage und dem unfassbaren Urteil, das ein Richter deshalb fällte, ist sie ins Abseits geraten. Da kommt von ihrer Agentin ein Auftrag, der sie retten könnte. Doch Olivia möchte das Projekt ablehnen, denn der Auftrag kommt von Vincent Taylor, einem erfolgreichen Thriller-Autor. Niemand in ihrem Leben weiß, dass das ihr Vater ist. Olivia kann mit dem Verdacht der Einwohner von Ojai, dass ihr Vater 1975 in seiner Jugend seinen Bruder und seine Schwester ermordet hat, nicht umgehen. Aber genau darum dreht sich das Projekt. Vincent möchte endlich die Wahrheit ans Licht bringen, ist aber schwer krank und schafft das nicht mehr selbst. Doch das erfährt Olivia nicht sofort. Sie denkt, sie soll seinen letzten Roman fertigschreiben, da er es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst kann. Um ihre Schulden bei John Calder bezahlen zu können, nimmt sie den Auftrag, für den es eine fürstliche Bezahlung gibt, gezwungener Maßen an.

Die Bedingungen, die an den Auftrag gebunden sind, machen es Olivia sehr schwer, ihren Job zu machen. Doch sie hat eine Idee, wie sie ohne Vertragsbruch dennoch an Informationen kommt, die sie benötigt. Dies und die Rückblenden ins Jahr 1975, in denen Danny und Poppy zu Wort kommen, machen die Story sehr komplex und spannend. Das ist nach einem etwas zähen, langatmigen Start eine Wohltat und hält sich zum Glück bis zum Schluss.

Die Figuren sind gelungen gezeichnet. Die Charakterzüge kommen sehr gut zur Geltung und auch Krankheit wird zum Thema. Die Lewi-Körperchen-Demenz von Vincent hat zur Folge, dass er immer wieder Ausraster hat, Olivia mit ihrer Mutter verwechselt und keine Fragen beantworten kann. So hat es Olivia nicht wirklich leicht, das Buch zu schreiben und die Wahrheit herauszufinden. Der Leser ist genauso auf die Entdeckungen angewiesen, wie sie. Und davon gibt es wahrlich reichlich! Nicht alle sind so, wie man sie sich wünscht, aber das Ende ist rund, stimmig und aufschlussreich. Gerne hätte ich auf die Beziehungsprobleme von Olivia und die Verleumdungs-Sache verzichtet, denn sie tragen in keiner Weise zur Story bei und wirken mehr, wie Seitenfüller. Das hätte das Buch gar nicht nötig gehabt, zumal die Themenvielfalt, die wirklich interessant ist und auch die eine oder andere Spur legt, genug Stoff bietet.

Insgesamt ist es aber ein typisches Lucie Clark Buch und bis auf ein paar Abstriche konnte es mich gut unterhalten. Die drei Sprecher haben alle einen sehr guten Job gemacht. So konnte ich mir Olivia, Poppy und Vincent in seiner Jugend noch besser vorstellen. Von mir bekommt die Story vier Sterne, die Sprecher volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Bunt und fröhlich kochen

Fast & Tasty
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Social Media ist nichts für mich, daher gehen die meisten Influencer so lange an mir vorbei, bis ein Kochbuch von ihnen erscheint. So auch hier. Achim Oecal, genannt KitchenAchim, ist ein netter, sympathischer ...

Social Media ist nichts für mich, daher gehen die meisten Influencer so lange an mir vorbei, bis ein Kochbuch von ihnen erscheint. So auch hier. Achim Oecal, genannt KitchenAchim, ist ein netter, sympathischer junger Mann, dem man die Liebe zum Kochen schnell anmerkt. Hier wird eindeutig mit viel Liebe und Spaß gekocht. Er lässt den Leser erst einmal an seiner Küchenphilosophie teilhaben, den Vorratsschrank checken und hält eine kleine Lobrede auf Ofengerichte.

Die Kapitel Snack Attack; Super Salads; Veggie Vibes; Meat & Beat; Pasta Power; Sweet Sensations bieten abwechslungsreiche Rezepte, bei denen für jeden etwas dabei sein sollte. Es sind moderne Gerichte aus zum Großteil gut erhältlichen Zutaten, aber hin und wieder auch mit Fertigprodukten, wie z.B. Fertigteig. Die eine oder andere etwas ausgefallenere Zutat wird auch verwendet, sollte aber im Asia-Laden, im türkischen Lebensmittelladen oder italienischem Feinkostladen zu bekommen sein.

Der Aufbau der Rezepte ist recht klassisch, allerdings wurde auf Absätze zwischen den Arbeitsschritten verzichtet. Diese sind durch gelbe Punkte getrennt. Das sieht vielleicht chic aus, ist für mich aber beim Nacharbeiten etwas unbequem und nicht sehr übersichtlich. Dafür gibt es fast immer einen Tipp, einen Topping-Vorschlag, eine Variante, einen Pimp-Vorschlag, ein kleines Zusatzrezept, eine Idee, wie die Speise in ein Dinner passt. Leider fehlt hin und wieder ein Foto zum Gericht und das stört mich wirklich sehr. Wenn ich nicht sehe, wie es werden soll oder kann, mag ich es nicht nachkochen. Dass KitchenAchim auf vielen der Fotos zu sehen ist, wirkt zum Glück nicht selbstdarstellerisch, sondern sympathisch. Das klappt nicht bei vielen Menschen!

Die Angaben zu den Zubereitungszeiten erscheinen mir sehr schwer einzuhalten. Vielleicht bin ich auch einfach nur langsamer? Die Garzeiten passen für meinen Geschmack dann wieder. Wer Wert auf Nährwertangaben legt, wird leider enttäuscht. Mir fehlen sie aber nicht wirklich. Die Rezepte sind meist für zwei oder vier Personen ausgelegt. Das steht immer dabei.

Die Vorspeisen bzw. Snacks sind ein bisschen flippig und sowohl fürs Auge, als auch für den Gaumen. Dass ich weder Schwein, Oliven noch Avocados essen mag, ist ja mein persönliches Problem. Die Salate entsprechen den bunten Mixen, die aktuell angesagt sind und haben mit den Blattsalaten wenig bis gar nichts zu tun. Sie sind eben echt modern. Schöne Kombinationen, aber für mich fast alle ein bisschen zu abgehoben. Bei den vegetarischen Gerichten finde ich die meisten Rezepte, die zu mir und meinem Geschmack passen. Als Flexitarier gefallen mir auch die Fleischgerichte recht gut. Gleich das griechische Zitronenhähnchen mit Ofenkartoffeln hat mich für sich gewonnen. Auch die Pasta-Rezepte finde ich ansprechend. Bei den Süßspeisen bin ich wieder zwiegespalten und finde nicht viel für mich. Doch all dies ist sehr subjektiv und kann bei jedem anders ausfallen. Sehr schön finde ich, dass es neben dem Rezept-Register auch ein Zutaten-Register gibt.

Insgesamt halte ich persönlich das Buch ideal für Kochfans in den Zwanzigern. Für jeden Tag sind die Rezepte meiner Meinung nach zu abgehoben und doch auch in Punkto Zutaten zu aufwändig. Wirklich schwierig sind sie nicht, aber keinesfalls alltagstauglich, weil ich für fast jedes Gericht erst noch einkaufen gehen muss. Von mir von daher vier Sterne.

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