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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Gesund essen leichtgemacht und lecker

Maria Lohmanns Säure-Basen-Kochbuch
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Dem Ziel sich gesünder zu ernähren schließt sich relativ schnell die Frage nach dem Wie an. Denn je nach Quelle gilt ganz unterschiedliches als Gut oder Schlecht. Mit diesem Kochbuch habe ich mich zunächst ...

Dem Ziel sich gesünder zu ernähren schließt sich relativ schnell die Frage nach dem Wie an. Denn je nach Quelle gilt ganz unterschiedliches als Gut oder Schlecht. Mit diesem Kochbuch habe ich mich zunächst für eine medizinische Sicht auf die Säuren und Basen in unserem Körper entschieden. Der Einstieg wurde mir schon dadurch erleichtert, dass ich die Basics nicht googeln musste, sondern diese in einem eigenen Kapitel mit den wichtigsten Fragen und Antworten vorangestellt werden.
Nach dem beschriebenen Einstieg kommen viele wertvolle Hinweise, die die Umsetzung so leicht wie möglich machen. Neben Tipps fürs Kochen und Essen, bekommen die Leser eine Einkaufs- und Vorratsliste, sowie einen Test zur Selbsteinschätzung und einen Säure-Basen-Wochenplan und vieles mehr. Besonders der Test hat mir gut gefallen. Er liefert nicht nur eine Einordnung für jeden selbst, sondern vermittelt durch die Fragen zusätzliches Wissen, was auf den Säurehaushalt einwirkt. Das hat mir das Thema nochmal nähergebracht.
Anschließend geht es an die Rezepte, die unterteilt sind in die Mahlzeiten: Frühstücke und Getränke, Kleinigkeiten, Hauptgerichte sowie Desserts und Kuchen. Man könnte nun meinen, wir bekämen nun eine Ansammlung an gesunden, aber faden Gerichten präsentiert, aber weit gefehlt. Denn hier kommen wirklich leckere Ideen, die ich u großen Teilen sofort nachkochen wollte. Die Anleitungen sind leicht verständlich beschrieben und einfach nach zu kochen. Besonders gut fand ich, dass mit einer Stern-Symbolik der Basenwert angegeben wird, die Zubereitungszeit sowie die Portionsgröße abgeschätzt wird und wir zudem auch den Brennwert inkl. Nährstoffen je Portion ablesen können.
Gesund essen leichtgemacht, das kann ich nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Grandios, bunt, lecker und für jeden was dabei

Hauptsache Salat
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Ich liebe Salate in allen Formen und Farben. Doch wer nicht alleine lebt und einen Partner hat, der die eigene Salatliebe nicht teilt, wird mein Problem verstehen. Ich muss ganz schön viel Tricksen, mit ...

Ich liebe Salate in allen Formen und Farben. Doch wer nicht alleine lebt und einen Partner hat, der die eigene Salatliebe nicht teilt, wird mein Problem verstehen. Ich muss ganz schön viel Tricksen, mit neuen Ideen locken und den Salat immer mal wieder anders machen, damit wird beide gerne Salat essen. Ich betrachte dieses Buch ab sofort als meinen ganz persönlichen Mitstreiter.
In diesem Buch werden wahnsinnig viele Salatkreationen präsentiert mit allen möglichen und bisher für unmöglich gehaltenen Zutaten. Dieses Buch verdient eher den Namen vollumfassende Sammlung an allen möglichen Salatrezepten als den einfachen Titel Kochbuch, denn das wird ihm nicht gerecht. Und obwohl die Rezepte, die nach Jahreszeiten angeordnet sind, alle sehr kreativ sind, sind die Anleitungen doch leicht verständlich und gut nach zu kochen. Darauf bekommt man auch direkt Lust, denn die Bilder, die es zu jedem Gericht gibt, sind wirklich sehr ansprechend. Zusätzlich dazu gibt es verschiedene Exkurse zu einzelne Gemüsesorten, ausgefallenen Rezepten und Tipps und Tricks, sodass man ebenso wissen zu den Rezepten aufbauen kann. Besonders gut haben mir die Einstiegsseiten mit Informationen zu verschiedenen Essigsorten und Ölen gefallen.
Die Kreationen haben mich richtig inspiriert und auch wenn ich mal eine Zutat nicht mochte, habe ich diese frei weggelassen oder ersetzt oder mir manchmal auch nur eine Dressing-Idee von den Salaten geklaut. Dieses Buch hat meine Salatliebe auf eine neue Stufe gehoben und hilft dabei, ihn immer wieder neu in unser Essen einzubauen.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Eigentlich mag ich jedes Rezept aus diesem Buch

Fast & Tasty
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Fast und Tasty so heißt das neue Kochbuch vom bekannten Social Media-Koch Kitchenachim und es hält, was es verspricht! Wie ich auf dieses Kochbuch gekommen bin? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen, ...

Fast und Tasty so heißt das neue Kochbuch vom bekannten Social Media-Koch Kitchenachim und es hält, was es verspricht! Wie ich auf dieses Kochbuch gekommen bin? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen, die sowohl ausgesprochen lecker sind als auch in der Zubereitung nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Schnell und lecker könnte also auch mein Küchen-Leitspruch und nicht nur der Titel dieses Kochbuchs sein.
Die größte Auszeichnung für ein gelesenes Kochbuch dürfte sein, wenn der Leser mindestens ein Gericht nachkocht. Ich würde die Regel aufstellen wollen je mehr Gerichte nachgekocht werden, desto gelungener das Kochbuch. Dann kann man dieses Kochbuch nur in den höchsten Tönen loben. Denn ich habe schon einiges nachgekocht und kann bestätigen, dass es sich immer an schnell und lecker hält. Es dürfte eigentlich für jeden etwas dabei sein aus den Kategorien Snacks, Salate, Gemüse, Fleisch und Fisch, Nudelgerichte sowie süße Kreationen.
Die Abwechslung ist wirklich echt und auch die Kreativität. Denn die Rezepte sind mal was Neues. Die Anleitungen dazu sind wirklich einfach und man weiß immer, auf wie viel Vorbereitungszeit und auf welche Portionsgrößen man sich einstellen muss. Dazu gibt es zu den meisten Rezepten noch einen Tipp, wie man sie variieren kann, sie zusätzlich aufpeppen kann und wie man sie kombinieren kann. Insbesondere letzteres macht es sehr einfach, wenn man neues kombinieren will. Ein zusätzliches Highlight sind natürlich die äußerst ansprechenden Bilder, die einem das Wasser direkt im Mund zusammenlaufen lassen.
Ich fand es einfach nur klasse und lege es jedem ans Herz, der den gleichen Küchenleitspruch lebt wie ich: Gerne schnell und lecker!

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Starke Frau wandert aus

Das Licht in den Wellen
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Ich mag historische Romane mit zwei Zeitperspektiven, wovon eine Zeitebene in der Jugend der Hauptperson spielt und eine im Hier und Jetzt, wenn die Protagonistin schon alt ist und auf ihr Leben zurückblickt. ...

Ich mag historische Romane mit zwei Zeitperspektiven, wovon eine Zeitebene in der Jugend der Hauptperson spielt und eine im Hier und Jetzt, wenn die Protagonistin schon alt ist und auf ihr Leben zurückblickt. Genau das ist in das Licht in den Wellen der Fall. Mit Inge Martensen, die kurz vor ihrem 100. Geburtstag steht, erleben wir nochmal ihre Jugend als Rückblick und im Hier und Jetzt eine Schiffsreise, die sie mit ihrer Ur-Enkelin macht, um noch einmal nach New York zu reisen.
Inge kommt von der kleinen Insel Föhr, die sie Anfang zwanzig kurz nach dem zweiten Weltkrieg Hals über Kopf in Richtung New York verlässt. Wir lernen sie als Jugendliche kurz nach diesem Entschluss kennen und können ihre beschwerlichen Anfänge in New York hautnah miterleben. Schön zu sehen ist auch, wie sie sich vom stillen Mädchen, dass sich seinem Schicksal ergibt, zu einer weltoffenen starken Frau entwickelt, die ihr Glück selbst in die Hand nimmt. Dass sie in dem Erzählstrang der Gegenwart genau so einen Schub auch für ihre Urenkelin plant, wird schnell deutlich. Denn Urenkelin Swantje ist sehr begabt in ihren Modeentwürfen und so schlägt Uroma Inge zwei Fliegen mit einer Klappe, als sie vorschlägt, noch einmal nach New York zu reisen, um die Plätze wiederzusehen, wo sie so glücklich war, und gleichzeitig ihrer Urenkelin die Türen zu einer Karriere zu eröffnen. Wir erleben damit gleich zweimal einen Neuanfang, auch wenn die historische Erzählschiene deutlich mehr Raum einnimmt.
Gerade die Anfänge von Inge in New York und wie sie sich durchgeschlagen hat, haben mir sehr, sehr gut gefallen. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt und wie sie glücklich wird. Natürlich gab es auch emotionale Momente, die ebenfalls sehr gut transportiert wurden. Insbesondere haben mir auch die Sätze auf Föhringer Platt sehr gefallen. Es hat das Leseerlebnis abgerundet und hat mich auch manchmal zum Schmunzeln gebracht, weil es sich für einen Nicht-Friesen doch stellenweise lustig anhört.
Lediglich die Ansprache der Personen fand ich zwischenzeitlich etwas verwirrend. So ist in allen historischen Kapiteln die Rede von Inge und Hauke. Dann folgt relativ in der Mitte ein Kapitel, was eher aus Toms Perspektive erzählt scheint, wo die beiden als Mom und Dad auftauchen. Danach geht es dann noch in die Bezeichnung auf Föhringer Platt und das bunt gemischt. Auch wenn es zu keiner Zeit so war, dass man die Personen gar nicht zuordnen konnte, wäre etwas mehr Durchgängigkeit besser für mich gewesen.
Ein tolles Leseerlebnis, was das Leben einer starken Frau zeichnet und gleichzeitig etwas darüber lernen lässt, wie Föhringer Auswanderer Mitte des 20.Jahrhunderts ihr Glück in New York gemacht haben.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Sehr intensive Emotionen und absolut gut geschrieben

Passion Project
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Bennet lebt in New York. Doch von dem schillernden bunten Leben, das man mit dieser Stadt assoziiert, ist bei ihr nichts zu spüren. Sie wohnt dort, um über den Verlust ihrer verstorbenen Jugendliebe hinweg ...

Bennet lebt in New York. Doch von dem schillernden bunten Leben, das man mit dieser Stadt assoziiert, ist bei ihr nichts zu spüren. Sie wohnt dort, um über den Verlust ihrer verstorbenen Jugendliebe hinweg zu kommen. Denn eigentlich war es Sams Traum, den Bennet nun anstatt ihm lebt. Als ihre Freundin sie zu einem Date mit einem Fremden überredet, lernt Bennet Henry kennen. Dieser erkennt schnell, dass die traurige Fremde etwas braucht, dass ihr Leben bereichert. So werden die beiden Freunde und Henry macht sich mit Bennet auf die Suche nach etwas, das ihre Begeisterung und Leidenschaft weckt. Schnell fühlen sich die Unternehmungen als Freunde für Bennet eher nach Dates an und es entwickeln sich Gefühle. Bei diesen Emotionen muss sich Bennet die Frage stellen, ob sie ich wirklich bereit fühlt für eine neue Liebe. Ist sie schon über den Tod von Sam hinweg?
Beim Klappentext hatte ich zuerst vermutet, dass hinter dem Ausdruck Verlust der ersten Liebe steckt, dass sich Bennets Exfreund von ihr getrennt hat und sie deshalb traurig ist. Dass Sam aber gestorben ist, finde ich durchaus erwähnenswert, weil das für mich eine andere Art von Traurigkeit ist. Da die Emotionen wirklich gut transportiert werden und man sie hautnah nachfühlen kann, ist dieses Buch vielleicht nicht für jeden etwas.
Ich fand es wahnsinnig authentisch und grandios gelungen, wie echt sich Bennets Emotionen angefühlt haben. Sie vegetiert anfangs mehr als das sie lebt und man kann sie durch Henry bei einer wahnsinnigen Wandlung beobachten. Denn er weckt ihre Lebensgeister und das nicht ganz platt, indem er dafür sorgt, dass sie sich in ihn verliebt. Er versucht stattdessen durch viele Unternehmungen, ihr dabei zu helfen, herauszufinden, wofür sie brennt und zeigt ihr so wieder die schönen Seiten des Lebens. Das fand ich total schön und tiefgründig. Es zeigt ganz subtil, dass es niemanden braucht, der einen glücklich macht, sondern es viel mehr an jedem selbst liegt, etwas zu finden, dass die eigene Leidenschaft weckt.
Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Roman nicht zu kurz. Die Chemie zwischen Henry und Bennet stimmt einfach, es knistert gewaltig und ich mag, wie sie miteinander umgehen. Denn es fühlt sich einfach sehr real an, wie sie miteinander witzeln, sich gegenseitig aufziehen, aber auch ernste Gespräche führen und einander ernst nehmen. Es war einfach ein mega schönes Leseerlebnis, was ich so intensiv gar nicht erwartet hatte!

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