Intensiv, gefühlvoll und verträumt
Pure PromiseErste Gedanken: Der Auftakt des Evergreen Empires hatte mich damals ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Die Mulberry-Mansion-Reihe ist eine meiner liebsten und obwohl „Delicate Dream“ atmosphärisch ...
Erste Gedanken: Der Auftakt des Evergreen Empires hatte mich damals ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Die Mulberry-Mansion-Reihe ist eine meiner liebsten und obwohl „Delicate Dream“ atmosphärisch und schön war, so fehlte mir irgendwie etwas, um an der Geschichte emotional zu hängen. Doch mit „Pure Promise“ ist der Autorin wieder ein wunderschöner Roman gelungen, den ich nur empfehlen kann.
Das Cover: Die etwas gedeckteren Farben passen unglaublich gut zu unserer Protagonistin. Auch dieses erinnert wieder an die Aufmachung eines Flakons und finde ich ansprechend.
Die Handlung: Marigold wird in ihrem Leben oft übergangen. Als dann auch noch ihr Bruder ihr den Job im Parfüm-Imperium ihrer Familie verwehrt, weiß sich Marigold nicht mehr zu helfen, außer mit einem: Drama in Form von Benedict Midville. Sie möchte eine Fake-Beziehung mit dem Sohn des größten Konkurrenten der Firma ihrer Eltern eingehen, bis sie endlich Odells Aufmerksamkeit bekommt. Beide versprechen sich keine Gefühle füreinander zu entwickeln, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto aufrichtiger wird alles.
Meine Meinung: Ich habe erst ein Jahr nach Beenden von Band 1 zum Folgeband gegriffen, weil ich immer noch sehr zwiegespaltene Gefühle zu diesem hatte. Doch die vielen positiven Rezensionen (in denen Leser:innen ähnlich fühlten wie ich mit dem Auftakt) und eine gute Freundin überzeugten mich letztendlich doch, dem Buch eine Chance zu geben. Und es war die richtige Entscheidung! Der Anfang war doch ein wenig holprig und ich brauchte mindestens einhundert Seiten, bis ich das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte – danach konnte ich nicht mehr aufhören. Marigold und Benedicts Geschichte ist unglaublich intensiv. Es ist keine Geschichte, bei der ich mühelos durch die Seiten fliege, sondern ich finde, dass die Lesenden sich hier ein wenig Zeit nehmen müssen. Es lohnt sich aber sehr! „Pure Promise“ ist genau das: echt und ein aufrichtiges Versprechen auf eine berührende Geschichte, die mich auch nach einigen Wochen nicht ganz loslässt. Dennoch hatte ich auch hier das Gefühl, dass dem Buch 50 Seiten weniger nicht geschadet hätten. Aber abseits dessen denke ich noch gerne an die Geschichte der beiden zurück!
Die Charaktere: Marigold war für mich bereits im Auftakt ein unglaublich spannender Charakter. Bereits da war ihr Schmerz, den sie in Form von Skandalen und Aufmerksamkeit versuchte auszudrücken spürbar. In diesem Band wird erst richtig beleuchtet, wie missverstanden und alleine sie doch ist und das war nicht nur in wenigen Momenten schmerzhaft. Ich mochte sie unglaublich gerne und habe sehr bei ihr mitgefühlt. Bei Benedict habe ich jedoch ein wenig länger gebraucht, da die Lesenden gemeinsam mit Marigold recht lange seine aufgesetzte Maske sehen, aber erst nach und nach abnehmen. Beide zusammen waren wirklich unglaublich berührend und ich mochte unglaublich, wie sich ihre Beziehung ganz langsam und behutsam entwickelt!
Fazit: Eine intensive Geschichte, die mich wieder viel mehr an die Mulberry Mansion erinnert. Ich vergebe hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung! Was ich ebenfalls empfehlen kann, sind Merits wunderschönen Buchplaylisten beim Lesen zu hören – dadurch wurde alles noch viel atmosphärischer für mich!