Ein wenig skurril, ein wenig satirisch, vergnüglich
ENEMY – Stunde der WahrheitEher kein Ökothriller, obwohl es natürlich um ein ernstes Thema geht. Aber so wie die Thematik dargestellt ist, wo alle Argumente auf allen Seiten sehr ins Absurde gezogen, jegliche Klischees bedient, ...
Eher kein Ökothriller, obwohl es natürlich um ein ernstes Thema geht. Aber so wie die Thematik dargestellt ist, wo alle Argumente auf allen Seiten sehr ins Absurde gezogen, jegliche Klischees bedient, Motivationen auch schon mal ins Lächerliche gezogen werden und ein Auftragskiller nach dem nächsten eine höchst unglückliche Figur abgeben: Das ist eher Unterhaltung auf satirischem Niveau. Das Gerüst ist im Prinzip einfach: Hier ein Energiekonzern, der ein Kohlevorkommen in einem Naturreservat rücksichtslos ausbeuten will, nur der Gewinnorientierung verpflichtet und alle Umweltaspekte ignorierend. Auf der anderen Umweltschutzgruppen, die versuchen, genügend Stimmen zu sammeln, um die Genehmigung des Abbaus zu verhindern, die sich aber der Zwecklosigkeit von Demonstrationen sehr bewusst sind und verzweifelt nach überzeugenden Wegen suchen. Was dann aber in diesem Gerüst mit Leben erfüllt wird, gibt zum Kichern Anlass. Da begeben sich gleich mehrere Personen auf die Suche nach Auftragskillern. Ein Teil der Pläne gerät in BKA-Hände, dort in die von Karla Beneventi, die versucht, herauszufinden, wer und was konkret im Ziel welchen Killers steht und den Plan vereiteln will. Nur glaubt ihr in ihren eigenen Reihen so niemand. Was die jeweiligen Seiten tun, um ihre Ziele zu erreichen, welchen Missverständnissen sie unterliegen, in welchem Maße aneinander vorbeigeredet wird, wie absurd manche Argumente daherkommen und welche skurrilen Handlungen begangen werden, das alles macht die Lektüre recht vergnüglich. Der ernste Hintergrund tritt vor all dem in denselben.