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Veröffentlicht am 09.08.2025

Nächstenliebe und Freundschaft

Tage wie Buchstabensuppe
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Hast du in deinem bisherigen Leben aus reiner Nächstenliebe einem obdachlosen Menschen geholfen?

Um genau diese Form der Nächstenliebe geht es in Elisabeth Büchles herzerwärmender und zugleich spannender ...

Hast du in deinem bisherigen Leben aus reiner Nächstenliebe einem obdachlosen Menschen geholfen?

Um genau diese Form der Nächstenliebe geht es in Elisabeth Büchles herzerwärmender und zugleich spannender Geschichte – erzählt in einem leichten, flüssigen Schreibstil. Die Protagonisten wirken authentisch und sind einem sofort sympathisch. Landschaft und Umgebung werden so detailreich und bildhaft beschrieben, dass man den Wunsch verspürt, diesen Ort selbst einmal zu besuchen.

Als Leser wird man in ein kleines Städtchen in Bayern entführt. Dort begleitet man Kayla, ihre Mitbewohner in einer WG sowie deren Freundeskreis, die ihr schnell ans Herz wachsen – und auch dem Leser. Gleich zu Beginn begegnet sie einer obdachlosen Frau und empfindet tiefes Mitgefühl. Die Frau nennt sich Lio – und ab diesem Moment entfaltet Elisabeth Büchle eine Geschichte über echte, bedingungslose Nächstenliebe, wie man ihr im wirklichen Leben nur selten begegnet.

Lio lässt nicht erkennen, wer sie wirklich ist. Dabei stellt sich bald die Frage: Weiß sie es selbst nicht mehr – oder möchte sie ihre Identität nicht preisgeben? Für Kayla und ihre Mitbewohner wird sie rasch zu einer Art Ersatz-Oma. Trotz ihrer kognitiven Einschränkungen hat sie überraschend klare Momente, in denen sie den jungen Leuten gute Ratschläge gibt und ihnen hilft, ihr Leben zu ordnen oder wieder in den Griff zu bekommen.

Trotz des ernsten Themas des Vergessens ist das Buch voller Wärme, Leichtigkeit und leiser Heiterkeit. Ich habe es sehr gern gelesen und mit Kayla und ihren Freunden mitgefiebert, ob sie Lios wahren Namen und ihre Geschichte herausfinden würden.

Es war schön, in diesem Buch verweilen zu dürfen. Besonders gern würde ich erfahren, wie es mit den anderen Figuren – Andi, Mia, Theo und der jungen alleinerziehenden Frau – weitergeht. Jeder von ihnen trägt sein eigenes Päckchen, und ich würde sie gern lesend dabei begleiten, wie sie ihre Herausforderungen bewältigen.

Ein berührendes Buch, das mir sehr gefallen hat – ich empfehle es von Herzen weiter.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Die Arbeit der Erweckung in der Schweiz

Sein Wort auf den Lippen
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In diesem Buch nimmt die Autorin ihre Leser mit auf eine Reise in ihre Heimat, die Schweiz. Claudia Dahinden erzählt eine berührende und eindrucksvolle Geschichte rund um die Entstehung der Heilserweckung ...

In diesem Buch nimmt die Autorin ihre Leser mit auf eine Reise in ihre Heimat, die Schweiz. Claudia Dahinden erzählt eine berührende und eindrucksvolle Geschichte rund um die Entstehung der Heilserweckung – und zeigt dabei, was es bedeutet, mit Leidenschaft und Hingabe für den Glauben zu leben. Der Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen und zugleich fesselnd. Die Geschichte war für mich sehr bildhaft dargestellt und weckte den Wunsch, die Schweiz – insbesondere Bern – einmal selbst zu besuchen.

Im Mittelpunkt steht Charlotte. Kurz nach ihrem Geburtstag erfährt sie etwas, das eigentlich nicht für ihre Ohren bestimmt war. Als sich die Gelegenheit ergibt, ihren Patenonkel in Bern zu besuchen, ergreift sie die Chance. Dort eröffnet sich ihr eine ganz neue Welt. Sie findet zu Gott – und begegnet einer Art von Liebe, die ihr bisher völlig fremd war. Bei und mit Gott fühlt sie sich zum ersten Mal verstanden und angenommen – genauso, wie sie ist: Genug.

Ich finde, Claudia Dahinden ist es sehr gut gelungen, die Atmosphäre in den damaligen Entstehungsgemeinden lebendig und authentisch wiederzugeben. Dabei habe ich Parallelen zu manchen konservativen Gemeinden von heute erkannt. Besonders schön fand ich, dass der Glaube im Buch eine zentrale Rolle spielt, ohne dabei aufdringlich oder missionarisch zu wirken. Stattdessen ist er informativ und einfühlsam in die Handlung eingebettet.

Auch die Rolle der Frau in der damaligen Zeit wird thematisiert – Frauen hatten in den Gemeinden kein Mitspracherecht und durften nicht predigen. Der Gedanke, dass Frauen predigen können oder sollten, ist für mich persönlich ungewohnt, da ich anders geprägt bin. Dennoch mochte ich es, dass die Hauptfigur für ihren Glauben brannte und den Wunsch hatte, ihn mit anderen zu teilen – unabhängig vom Gesellschaftsstand.

Ein starkes Buch, das ich mit großer Freude gelesen habe und von Herzen gern weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Familiengeheimnisse

Was wir für wahr gehalten haben
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Michelles Buch „Jede Nacht hat ihre Sterne“ aus dem letzten Jahr hatte mich bereits begeistert – doch dieses neue Werk hat mich regelrecht gefesselt. Ich konnte kaum aufhören zu lesen.

Mit einem einfühlsamen ...

Michelles Buch „Jede Nacht hat ihre Sterne“ aus dem letzten Jahr hatte mich bereits begeistert – doch dieses neue Werk hat mich regelrecht gefesselt. Ich konnte kaum aufhören zu lesen.

Mit einem einfühlsamen und packenden Schreibstil erzählt Michelle eine bewegende Familiengeschichte voller Geheimnisse. Die Handlung wechselt zwischen den Perspektiven von Mattie, Ava und Gunther. Besonders gelungen finde ich, wie der christliche Aspekt dezent und unaufdringlich in den Handlungsverlauf integriert ist.

Im Jahr 1969 begleiten wir Mattie, die in ihr Elternhaus zurückkehrt, weil ihre Mutter schwer erkrankt ist. Mattie ist einst vor tiefer Trauer geflohen – anfangs wirkte sie auf mich wie ein trotziges Kind, dem man sein Lieblingsspielzeug genommen hat. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter, wird reflektierter und mir zunehmend sympathisch.

Ava und Gunther lernen wir ab dem Jahr 1941 kennen. Ava ist eine junge Witwe, die ihren Mann durch den japanischen Angriff auf Pearl Harbor verloren hat. Gunther ist ein deutscher Medizinstudent. Beide Figuren waren mir auf Anhieb sympathisch – besonders Gunther weckte viel Mitgefühl in mir. Auch Ava tat mir leid: Ihre Mutter ist in meinen Augen ein echtes Schwiegermonster.

Was mir dieses Buch besonders mitgegeben hat: Jeder Mensch trauert auf seine eigene Weise. Für manche Entscheidungen und Verhaltensweisen der Eltern gibt es oft tiefere Gründe. Und: Über Vergangenes zu schweigen, ist selten der richtige Weg.

Früh kam in mir der Verdacht auf, welche Verbindung zwischen Mattie und Ava bestehen könnte – doch Gunthers Rolle in der Geschichte war für mich ein echter Überraschungsmoment. Wer Bücher mit unerwarteten Wendungen liebt, wird an diesem Roman große Freude haben.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Lernen von Frauen der Bibel

60 Andachten, inspiriert durch Frauen der Bibel
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Letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit, ein Buch über zehn Frauen der Bibel zu lesen – und ich war sehr angetan davon. Es hat mich begeistert, wie viel man durch diese Frauen lernen kann und wie vieles ...

Letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit, ein Buch über zehn Frauen der Bibel zu lesen – und ich war sehr angetan davon. Es hat mich begeistert, wie viel man durch diese Frauen lernen kann und wie vieles sich auf das eigene Leben übertragen lässt. Das war für mich ein willkommener Anlass, bei Brunnen ein Andachtsbuch zu genau diesem Thema anzufragen.

Ich muss zugeben: Ich wurde nicht enttäuscht. Seit zwei Wochen begleitet mich das Buch in meiner stillen Zeit, und ich konnte bereits einiges für mich mitnehmen.

Die Andachten sind kurz gehalten. Bereits die Überschrift verrät, um welche Frau der Bibel es jeweils geht. Es folgt ein passender Bibelvers aus der entsprechenden Geschichte, danach eine kurze Andacht, in der auf die Frau eingegangen und ihr Handeln beschrieben wird. Anschließend wird ein Bogen ins Heute geschlagen – manchmal fühlt es sich an, als wäre mein eigenes Leben gemeint. Den Abschluss bildet ein kurzer Impuls mit Anregungen für eigene Notizen oder Fragen zum Weiterdenken.

Ich finde, dieses Andachtsbuch bereichert meine stille Zeit und schenkt mir Gedanken, über die ich möglicherweise nie nachgedacht hätte. Wer sich gern von biblischen Frauen inspirieren lässt, dem empfehle ich dieses Buch von Herzen.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Groll und die Macht die Vergebung

Wenn wir wieder Schwestern sind
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In einem wunderbaren und bildreichen Schreibstil wird dem Leser eine fesselnde Geschichte über die Anfänge der Berliner Mission in China erzählt. Man wird völlig in das Jahrhundert und in die Geschichte ...

In einem wunderbaren und bildreichen Schreibstil wird dem Leser eine fesselnde Geschichte über die Anfänge der Berliner Mission in China erzählt. Man wird völlig in das Jahrhundert und in die Geschichte hineingezogen. Einmal mit dem Lesen begonnen, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Den Protagonistinnen Sofie und Grete begegnet man bereits im ersten Band Auf der anderen Seite des Sturmes. Dort sind sie noch Kleinkinder – im aktuellen Buch Wenn wir wieder Schwestern sind sind sie inzwischen erwachsen.

Rebekka erhält einen Brief der Berliner Mission mit der Bitte, Sofie ihre Tochter als Braut für einen jungen Missionar nach China zu entsenden. Doch sie hat zwei Töchter, Grete ist ihre Stieftochter und diese fühlt sich Sofie in vielem unterlegen und eifert ihr ständig nach. Wo immer sie kann, versucht sie, diese auszubooten. Sofie hingegen gibt in vielen Situationen um des Friedens willen nach.
Sofie hat nur wenige Tage bis ein Gesandter der Mission kommen wird um ihre Antwort zu holen. Als sie sich zu einer Entscheidung durch gerungen hat, fährt sie nicht allein nach China. Grete begleitet und dort eskaliert die Rivalität der beiden schließlich vollends …

Gertraud gelingt es auf beeindruckende Weise, die schwesterliche Rivalität darzustellen. Die Gewissensbisse von Grete, den Kampf von Sofie ob sie vergeben soll oder nicht. In den inneren Glaubenskampf, den beide jungen Frauen durchleben, konnte ich mich sehr gut hineinversetzen.

Ich bin von diesem Roman regelrecht verzaubert. Gertraud hat auf wunderbare Weise tiefgreifende Themen hineingewoben – so sehr, dass mir die Worte fehlen.
Es geht um Neid, Zorn und Verbitterung, aber auch um Vergebung, Versöhnung und das Vertrauen in Gott, der unser Leben führt.

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