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Veröffentlicht am 24.05.2018

Faszinierend, vielfältig, mitreißend und absolut überraschend

Iskari - Der Sturm naht
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"Die alten Helden wurden Namsara genannt, nach einem geliebten Gott, sagte er. Also sollte sie Iskari genannt werden, nach einer tödlichen Göttin."

Inhalt:
Als kleines Kind lockte Asha einst Kozu herbei, ...

"Die alten Helden wurden Namsara genannt, nach einem geliebten Gott, sagte er. Also sollte sie Iskari genannt werden, nach einer tödlichen Göttin."

Inhalt:
Als kleines Kind lockte Asha einst Kozu herbei, den mächtigsten aller Drachen. Er gab vor, ihr Freund zu sein, doch dann flog er auf und vernichtete mit seinen mörderischen Flammen Ashas Heimatstadt. Um die unverzeihliche Schuld, die sie damit auf sich geladen hat, zu sühnen, ist sie eine Iskari geworden, eine Drachentöterin – die beste und mutigste. Doch ihre größte Prüfung steht noch bevor. Denn ihr Vater, der König, stellt ihr ein schreckliches Ultimatum. Entweder befreit sie das Land endgültig von Kozu – oder sie muss den ihr verhassten Jarek heiraten. Aber Kozu ist unbesiegbar, der Kampf mit ihm selbst für eine Iskari viel zu schwer. Doch Asha ist nicht allein, denn plötzlich stellt sich jemand an ihre Seite. Jemand, der sie noch nicht einmal ansehen dürfte: Torwin, der geheimnisvolle Sklave Jareks … (Quelle: amazon)

Cover:
Das Cover ist wunderschön. Es glänzt und schimmert im Licht und fühlt sich auch wunderschön an. Die Metallic Effekte sind perfekt gelungen!

Meine Meinung:
Der Einstieg ist super gelungen. Die Geschichte beginnt in der Wüste, in der Asha nach einem Drachen sucht, um ihn zu töten - was ihr auch gelingt. Man lernt direkt ihre Cousine Safira kennen. Leider wird Asha beim Kampf gegen den Drachen verbrannt und braucht schnelle Versorgung, als sie wieder nachhause zurückkehrt. Dabei hilft ihr ein junger Mann - der Sklave ihres Verlobten Jarek. Den Sklaven ist es verboten, die Draksor anzuschauen oder zu berühren. Vor Asha fürchtet sich ohnehin jeder, da sie die Iskari ist. Doch Torwin hilft ihr bei der Versorgung ihrer Wunde, fässt und sieht sie dabei an. Von da an war klar, dass er ein besonderer Charakter ist und auch Asha merkt dies. Er spielt im gesamten Buch eine sehr wichtige Rolle.

"Wieder verblüffte sie die Sanftheit seines Blickes. Er vereinnahmte sie nicht, wie es Jarek tat. Und er fürchtete sie nicht wie der aller anderen. Der Blick des Sklaven war zart und federleicht."

Asha ist eine tolle, starke Protagonistin. Aufgrund ihrer Vergangenheit und ihrer Narben - sowohl innerlich als auch äußerlich - lässt sie kaum jemanden an sich heran. Dennoch setzt sie sich fürsorglich für ihre Cousine ein, die dem Volk der Sklaven angehört und daher häufiger schlecht behandelt wird. Später kümmert sie sich auch um den Sklaven Torwin, die Beziehung zwischen den beiden war wirklich schön. Durch die Kälte von Asha war diese nicht zu dramatisch, sondern genau richtig und passend für die Geschichte.
Ihr Bruder Dax und Safira sind Charaktere, die man sich nur als Freunde wünschen kann.
Man fiebert mit den Charakteren mit und wünscht anderen hingegen nur das Schlimmste.
Insgesamt sind alle Figuren fantastisch gestaltet gewesen.

"Sie starrte ihren Bruder an. Dax war schon immer unbekümmert heroisch gewesen. Sie waren wie Namsara und Iskari - er der weichherzige Held und Asha die Zerstörerin."

Mit einem wunderschönen, bildhaften Schreibstil wird der Leser durch Ashas Welt geführt, die viele Geheimnisse verbirgt, die nach und nach aufgedeckt werden. Dazu werden einige Kapitel mit einer Geschichte aus der Vergangenheit eingeleitet und so lernt man auch einige der alten Geschichten kennen, die verboten wurden. Denn diese sind gefährlich: sie locken Drachen an und machen sie stärker. Jeder, der sie erzählt, wird krank und stirbt an den tödlichen Folgen.
Nur Asha können sie komischerweise nichts anhaben und daher nutzt sie diese häufiger, um Drachen zu sich zu locken um sie anschließend zu erlegen.
Durch diese Geschichten werden dem Leser interessante Hintergrundinfos geliefert, die für ein besseres Verständnis der Welt sorgen.

"Jetzt beugte er sich vor. »Es ist meine Pflicht, dich vor Gefahren zu schützen, Iskari.«Die Wut färbte alles in ihrem Blickfeld rot. Verstand er denn nicht? »Ich bin die Gefahr!«, sagte sie."

Die Spannung baut sich eher langsam auf bis zu einem Punkt, an dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Das Ende war absolut unvorhersehbar, aber sehr zufriedenstellend. Ich bin gespannt, wie es mit Asha und ihren Freunden weitergeht.

Fazit:
Faszinierend, vielfältig, mitreißend und absolut überraschend. Es treten Wendungen ein, die ich so nie vorausgeahnt hätte. Die Drachen haben eine schöne Rolle im Buch - sie sind ohnehin meine liebsten Fabelwesen. Die Charaktere überzeugen alle auf ihre eigene Art. Alles in allem eine wunderschöne Fantasygeschichte mit einer berührenden Liebesgeschichte und nur zu empfehlen!

Veröffentlicht am 24.05.2018

Wunderschöner New Adult Roman mit Tiefgang

Berühre mich. Nicht.
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"Ich habe keine Angst. Die Angst ist nicht real!" - Inneres Mantra von Sage

"Mein Innerstes vibrierte nervös, aber ich musste der Sache eine Chance geben. Andernfalls würde meine Angst gewinnen, und ich ...

"Ich habe keine Angst. Die Angst ist nicht real!" - Inneres Mantra von Sage

"Mein Innerstes vibrierte nervös, aber ich musste der Sache eine Chance geben. Andernfalls würde meine Angst gewinnen, und ich durfte nicht zulassen, dass meine Vergangenheit meine Zukunft boykottierte."

Inhalt:
Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts - kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ... (Quelle: amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist mal etwas anderes als ein Paar, wie man es oft bei New Adult Büchern hat. Die Schrift ist sehr hübsch und das Rautenmuster gefällt mir in Kombination mit den hübschen Blumen richtig gut.

Meine Meinung:
Ich bin immer skeptisch bei gehypden Büchern und versuche, mit nicht allzu hohen Erwartungen an das Buch ranzugehen, denn dann ist die Chance sehr groß, dass man enttäuscht wird. Bei diesem Buch wusste ich nicht so genau, was mich erwartet, da ich mir vorher keine Rezensionen durchgelesen und den Klappentext nur überflogen habe. Und ich wurde überrascht.

Sage ist eine sehr spezielle Protagonistin, denn sie hat soziale Ängste. Sie ist am liebsten alleine, mag keine Partys und andere größere Menschenansammlungen und scheut Berührungen durch andere. Dennoch findet sie recht schnell eine Freundin: April - durch sie beginnt Sages und Lucas Geschichte.


"Meine Angstzustände glichen einer Partie russischen Roulettes, begleitet von dem Glauben, dass jeder Moment der letzte sein könnte. Die Nerven waren zum Zerreißen gespannt."


Sages Handlungen und Gedanken sind für mich gut nachvollziehbar, ich kann mich gut mit ihr identifizieren. Sie ist ein sehr liebevoller und treuer Charakter, der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ihre Vergangenheit wird im Laufe der Geschichte immer näher beleuchtet und aufgedeckt. Sages Entwicklungen sind sehr langsam und es gibt auch immer mal wieder einen Rückschritt, aber das ist bei so einem Trauma vollkommen normal und macht die Geschichte authentisch.
Luca ist mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen. Anfangs wirkt er wie ein Bad-Boy, aber man entdeckt schnell, dass hinter der harten Schale ein weicher Kern steckt und lernt auch seine verletzliche Seite kennen. Er studiert Bibliothekswesen und ist ein absoluter Buch- und Listennerd, was ihn umso sympathischer macht. Seine Liebsten bedeuten ihm alles und so tut er auch alles für sie.
April ist eine sehr verlässliche und liebevolle Person und daher eine sehr gute Freundin für Sage. Die beiden harmonieren sehr gut zusammen.


"Luca und ich? Niemals. (...) Jemand, der gerade erst anfing, für einen Marathon zu trainieren, rannte auch nicht gleich vierzig Meilen. Zuerst kamen fünf, dann zehn, dann fünfzehn und, wenn man ausdauernd genug war, erreichte man vielleicht irgendwann einmal die vierzig Meilen. Luca war die Fünfzigmeilenmarke."


Sages und Lucas Geschichte ist sehr emotional und absolut herzzereißend. Ich habe die ganze Zeit über gehofft, dass schnell alles gut wird für Sage. Man steckt in einem Gefühlschaos aus Liebe, Bauchkribbeln, Wut, Trauer und Angst.

Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht von Sage erzählt, was sinnvoll ist, da man ihre Gefühls-und Gedankenwelt sowie ihre Ängste sehr gut kennenlernt. Allerdings hätte mich das ein oder andere Mal auch die Sicht von Luca sehr interessiert. Der Schreibstil ist sehr schön und fesselnd, ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durch.


„Wieso wollt ihr mir helfen? Wir kennen uns erst seit ein paar Wochen.“
„Seit wann wird Freundschaft durch Zeit definiert?“


Der Cliffhänger am Ende ist gemein und ich bin auch der Meinung, dass er etwas übertrieben ist. Aber ich möchte nicht spoilern. Ich kann den 2. Band kaum mehr abwarten, ich möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Fazit:
Wow wow wow. Ich liebe das Buch! Die Charaktere sind mir allesamt ans Herz gewachsen und die Geschichte hat mich sehr berührt. Sie hat so viel Tiefgang und ist bis zur letzten Seite spannend. Unbedingt lesen!!

Veröffentlicht am 24.05.2018

Sehr fesselnder Auftakt mit Jahreshighlight Potenzial!

Palace of Glass - Die Wächterin
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„Ich habe ein Märchenschloss gefunden. Und in dem Märchenschloss wohnt sogar ein Prinz. Zu schade, dass er mich hinrichten lassen würde, wenn er wüsste, was ich bin.“

Inhalt:
Stellen Sie sich vor…

London ...

„Ich habe ein Märchenschloss gefunden. Und in dem Märchenschloss wohnt sogar ein Prinz. Zu schade, dass er mich hinrichten lassen würde, wenn er wüsste, was ich bin.“

Inhalt:
Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.

Cover:
Das Cover ist sehr hübsch und passend zur Geschichte. Besonders gut gefällt mir das rote Seidenband, was eine zentrale Rolle im Buch spielt und sich auch auf den anderen Covern der Trilogie wiederfindet. Das Buch schimmert sehr schön im Licht.

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in einem dystopischen London im Jahr 2054. Viele Häuser sind aus Glas, haben weiße Vorhänge und kein Türschloss mehr, damit niemand etwas verstecken kann und nichts verborgen bleibt. Nackte Haut zu zeigen ist verboten, Berührungen tabu und Handschuhe sowie ein Kummerbund sind Pflicht. Es gibt getrennte Gehspuren für Fußgänger, damit man sich nicht aus Versehen berühren kann. Theater und Romane sind verboten, denn damit könnte man Menschen emotional berühren. Und diese Regeln existieren, weil es "Magdalenas" gibt, die durch bloße Berührungen die Gedanken anderer lesen und manipulieren können. Magdalenas sind verboten und werden gejagt. Die Protagonistin Rea Emris ist eine.
Das World-Building finde ich klasse. C.E. Bernard hat hier eine ganz tolle Welt geschaffen, die ein wenig an vergangene Zeiten erinnert, da die Menschen Massen an Stoffen tragen, damit kein Zentimeter Haut zu sehen ist.


"Keinerlei Berührung. So lautet das oberste Gebot, das uns von Kindesbeinen an eingebläut wird, die einzige Regel, die wirklich von Bedeutung ist. Trage stets deine Handschuhe. Ich werde diese Regel jetzt brechen"


Rea versucht ihre "Geist- und Hautgier" bei Straßenkämpfen zu befriedigen, denn dort gibt es keine Regeln. Sie ist eine sehr starke Frau, die mit ihrer Sucht nach menschlichem Kontakt zu kämpfen hat. Hierbei wurde das rote Seidenband zu einem großen Symbol. Was es damit genau auf sich hat, solltet ihr aber selbst herausfinden. Sie ist furchtlos und tut alles um ihre Liebsten zu beschützen. Rea ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Die Nebenfiguren sind auch sehr gut gelungen. Reas Bruder ist eine sehr liebevolle Figur. Der Prinz ist ein toller Mann, Blanc und Ninon waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Allerdings sind sie alle sehr schlecht durchschaubar gewesen, weshalb es viele Überraschungen und unerwartete Wendungen in der Geschichte gab.
Wohingegen es in anderen Punkten relativ vorhersehbar war (die Liebesgeschichte).


"Kaum etwas zeugt mehr von Mut, als Gefühle für einen anderen Menschen zuzulassen."


Das Ganze ist wunderbar geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Es war durchweg spannend und man fiebert mit Rea Emris mit. Die Geschichte hat mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.
Das Buch endet mit einem spannenden und atemberaubenden Finale und lässt einen mit einem Cliffhänger zurück, der Lust auf mehr macht.

Fazit:
Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen. Eine sehr originelle Geschichte mit Romantik, viel Spannung und tollen Charakteren. Das wird definitiv eines meiner Jahreshighlights!

Veröffentlicht am 25.07.2025

Sommer, Yachttrip und jede Menge Geheimnisse

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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Ein sehr spannender Locked-Room-YA-Thriller, der die Geschichte rückwärts erzählt. Wir starten mit dem Morgen nach Giselles Verschwinden und arbeiten uns Kapitel für Kapitel bis zum ersten Tag der Reise ...

Ein sehr spannender Locked-Room-YA-Thriller, der die Geschichte rückwärts erzählt. Wir starten mit dem Morgen nach Giselles Verschwinden und arbeiten uns Kapitel für Kapitel bis zum ersten Tag der Reise vor. Erzählt wird aus Maggies Perspektive, aufgelockert durch Tagebucheinträge von Giselle und Befragungsprotokolle der Polizei, was das Ganze noch fesselnder macht. Man fliegt nur so durch die Seiten!

Das Setting ist großartig: ein sommerlicher Yacht-Trip, auf dem sich nach und nach immer mehr Geheimnisse, Lügen und Intrigen entwirren. Jedes der Mädels hat etwas zu verbergen und am Ende führt alles zusammen. Das war großartig! Man konnte beim Lesen super Miträtseln. Besonders spannend war, wie viele Details man durch die rückwärts erzählte Handlung entdecken konnte – man muss etwas aufmerksamer lesen, wird aber dafür belohnt.
Es gibt einige spannende Plottwists und das Ende habe ich so definitiv auch nicht vorhergesehen.

Die vier Mädchen sind ehrlich gesagt nicht besonders sympathisch, aber genau das macht sie so interessant. Sie sind vielschichtig, voller Widersprüche und sehr glaubwürdig in ihrer Rolle als privilegierte Teenagerinnen, die gelernt haben, mit Charme und Manipulation durchs Leben zu kommen. Jede von ihnen trägt ihre eigenen Verletzungen und Geheimnisse mit sich herum, was die Dynamik innerhalb der Gruppe richtig explosiv macht. Gerade diese Mischung aus Oberflächlichkeit, verletztem Stolz und tief sitzenden Konflikten sorgt dafür, dass man beim Lesen ständig zwischen Misstrauen und Verständnis schwankt. Ich brauche in einem Thriller keine klassische Sympathieträgerin, solange die Charaktere greifbar sind und die Spannung stimmt, bin ich dabei.

Würde ich das Buch empfehlen?
Ja! Vor allem, wenn ihr Lust auf einen schnell wegzulesenden, spannenden YA-Thriller mit ungewöhnlichem Erzählstil, einem atmosphärischen Setting und vielen Geheimnissen und Intrigen habt.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

So spannend!

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
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Wow! Das war richtig gut.

Die Erzählperspektive fand ich besonders spannend: Die Geschichte wird ausschließlich aus Robyns Sicht erzählt, die in ihrem Rollstuhl in der Wohnung ihrer Großtante festsitzt. ...

Wow! Das war richtig gut.

Die Erzählperspektive fand ich besonders spannend: Die Geschichte wird ausschließlich aus Robyns Sicht erzählt, die in ihrem Rollstuhl in der Wohnung ihrer Großtante festsitzt. Dadurch erlebt man das mysteriöse Hotel Ambrosia nur von außen – Robyn selbst setzt nie einen Fuß hinein. Trotzdem hatte ich durch die Gedächtnisprotokolle und Berichte von AJ das Gefühl mittendrin zu sein. Das war sehr clever gemacht und hat sich auch richtig dynamisch gelesen.
Naheliegend wäre gewesen, AJs Perspektive zusätzlich einzubauen, aber dass bewusst darauf verzichtet wurde, hat die Geschichte für mich nur noch spannender gemacht.

Ich liebe AJs provokante Art und seinen Humor – das war so erfrischend! Ich habe jede Szene genossen, in der Robyn mit ihm in Kontakt stand.
Robyn selbst ist ein bisschen schwierig, was aber auch an ihrer Krankheit liegt. Sie wird schnell müde und schläft an manchen spannenden Stellen einfach ein – das klingt erst mal nervig, macht es aber tatsächlich noch interessanter.
Ich fand es richtig stark, wie verbissen sie diesen Fall aufklären will und wie sie über ihre eigenen Grenzen hinausgeht, um die Wahrheit herauszufinden. Sie ist ein beeindruckendes, starkes Mädchen – wirklich bewundernswert.

Ich liebe auch die ganzen True-Crime-Assoziationen! Als Fan war das Buch ein purer Genuss. Das Hotel Ambrosia erinnert sehr an das Cecil Hotel, und einige der dort lebenden Bewohner:innen haben ähnliche düstere Vibes. Der Crime-Fall rund um das Verschwinden ihrer Freundin war super spannend, aber auch die vielen Nebenfiguren und Geheimnisse wurden richtig gut verwoben – das Ganze fügt sich perfekt zusammen.
Am Schluss gab es einige große Plottwists – den einen oder anderen hatte ich zwar im Gefühl, aber es blieb bis zum Ende richtig spannend.
An manchen Stellen hat sich die Geschichte etwas gezogen, aber insgesamt konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Fazit: Wer YA-Thriller mit düsterem Setting, True-Crime-Vibes und einer cleveren Perspektive mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

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