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Chiralu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Schöne Winter-Romance mit Abzügen

One Date to Gold
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Winterkulisse, Fake Dating, Grumpy vs. Sunshine - jep, das klang vielversprechend und ich bin froh, dass ich aufgrund des Covers auf das Buch aufmerksam geworden bin, denn sonst wäre es wohl an mir vorbeigegangen. ...

Winterkulisse, Fake Dating, Grumpy vs. Sunshine - jep, das klang vielversprechend und ich bin froh, dass ich aufgrund des Covers auf das Buch aufmerksam geworden bin, denn sonst wäre es wohl an mir vorbeigegangen. Zwar entspricht das Cover nicht 100%ig meinem Geschmack, aber es hat meine Aufmerksamkeit gewonnen und darum geht es ja. Außerdem passt die Optik einfach perfekt zu der Story.

"One Date to Gold" ist ein tolles Buch für die aktuelle Winterzeit, denn das Winterfeeling wird dort perfekt vermittelt und ich konnte beim Lesen quasi den Schnee unter meinen Füßen knirschen hören. Doch leider brachte die Liebesgeschichte zwischen Amie und Hunter mein Herz nicht zum Schmelzen und es blieb bei "Eiszeit"...

Aber fangen wir von vorne an. Die Protagonisten Amie und Hunter fand ich beide sympathisch, aber gleichzeitig war es mir zu viel "Ballast", was beide jeweils mitbrachten. Ich glaube, ich hätte es besser gefunden, wenn es nur ein Trauma gegeben hätte, auf das mehr Fokus gesetzt worden wäre. Stattdessen wurden viele Themen angerissen, die aber zum Teil sehr oberflächlich geblieben sind. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Charaktere auch eher oberflächlich blieben und ehrlich gesagt hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Hunter hat zum Beispiel seine Gründe für seine distanzierte Art, doch als Amie kam, warf er quasi alles von heut auf morgen über Bord. Das war, meiner Meinung nach, leider nicht ganz so überzeugend - denn kann man Charakterzüge so plötzlich so stark ändern?

Auch hätte ich mir mehr "Fake Dating" gewünscht, denn die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt sich so schnell, dass es eigentlich eher wenig mit Fake Dating zu tun hatte.

Generell war die Story zwischendurch sehr unaufregend und zum Ende empfand ich es sogar bedauerlicherweise sehr langatmig, was super schade ist, denn der Anfang hat mir unfassbar gut gefallen.

Besonders gut fand ich auch, wie dargestellt wurde, unter was für einen Druck Hochleistungssportler stehen und was das für eine psychische Belastung das ist. Ganz besonders loben möchte ich auch, dass die teils unfaire und sexistische Behandlung von Frauen im Sport aufgegriffen wurde - ein absolut wichtiges Thema, das hier dank der Autorin Aufmerksamkeit bekommen hat.

Das Buch hatte viele schöne Momente, doch leider konnte es mich letztendlich nicht komplett überzeugen.

Veröffentlicht am 15.07.2025

Hohe Erwartungen, doch leider fehlte es (mir) an großen Emotionen und Tiefe

Variation – Für immer oder nie
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Ein Buch von Rebecca Yarros kann nur ein Highlight sein und ich freute mich dementsprechend sehr auf "Variaton". Die Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, hatten alle gemeinsam, dass man sich darin ...

Ein Buch von Rebecca Yarros kann nur ein Highlight sein und ich freute mich dementsprechend sehr auf "Variaton". Die Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, hatten alle gemeinsam, dass man sich darin verlieren konnte, die Hauptcharakter unfassbar viel Tiefe erhielten, die Gefühle greifbar waren und teils wirklich überraschende Ereignisse geschahen, bei denen ich nicht nur einmal ein Tränchen verdrückte, weil ich so sehr in der Geschichte eingetaucht war.

Ja, ich gebe zu: Meine Ansprüche waren wirklich sehr hoch. Doch leider konnte die Autorin diese dieses Mal nicht so recht erfüllen.

"Variation" handelt von Allie, der Ballerina, und Hudson, dem Rettungsschwimmer. Die beiden lernten sich vor Jahren als Jugendliche kennen, als Hudson Allie und ihre Schwester aus dem Wasser rettete. Aus dieser Begegnung entwickelte sich ein tiefes Band und sie wurden beste Freunde. Doch nach einem Autounfall, bei der Allies Schwester Lina starb, verschwand Hudson einfach aus ihrem Leben.

Nun, Jahre später, trifft Allie wieder auf ihren ehemals besten Freund, nachdem sie aufgrund einer schweren Ballettverletzung zurück an eben jenen Ort gekehrt war, um sich dort zu erholen. Die Begegnung der beiden wurde von Hudsons Nichte eingefädelt, die auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern ist.

Bereits zu Beginn ist klar, dass das auf eine Liebesgeschichte hinauslaufen wird. Doch bedauerlicherweise fehlten mir hier die tiefen Gefühle. Es wirkt zu sehr gewollt und gestellt, zu wenig echt und authentisch. Auch fiel es mir schwer Hudsons Handlungen nachzuvollziehen, denn er sagte gefühlt zu allem "ja" und tat einfach alles, um es ihr recht zu machen. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht kritisieren, dass er sie auf Händen trägt, sondern den Umfang dessen, das war mir einfach viel zu viel.

Leider ließ dies den Charakter auch recht schwach und nicht gut ausgearbeitet wirken. Hier hätte ich mir mehr Persönlichkeit gewünscht. Der abwechselnde Perspektivwechsel zwischen Allie und Hudson war da auf jeden Fall eine gute Idee, um sich besser in die jeweilige Person fühlen zu können, und ich mochte dies beim Lesen sehr, aber letztendlich wurde mir zu sehr an der Oberfläche gekratzt.

Allie hingegen fand ich da schon überzeugender und konnte mit ihr immer wieder sympathisieren. Ihre Beweggründe waren verständlich und vor allem der Druck, dem sie aufgrund der ganzen Ballett-Thematik ausgesetzt war, konnte man wirklich nachempfinden. Es gab mehrere Momente, wo ich sie am liebsten einfach in den Arm genommen hätte und schockiert war, was hinter den Ballett-Kulissen Alltag ist. Hinzu kommt der furchtbare Unfall, der Verlust einer ihrer Schwestern, der enorme Leistungsdruck durch die eigene Mutter - uff!

Während sich die Liebesgeschichte zum Teil ziemlich in die Länge zog und man es hier definitiv um einige aufs und abs hätte kürzen können, fand ich die Nebenstory, wer Junipers leibliche Eltern sind, sehr interessant. Ja, die Familiengeheimnisse (man könnte schon Familiendramen sagen) haben mich auf jeden Fall in ihren Bann gezogen, genauso die Abgründe im Ballett, die, wie oben schon erwähnt, wirklich toll ausgearbeitet waren.

Letztendlich kann ich hier aber nur 3 von 5 Sterne vergeben, da mir die Funken und Emotionen fehlten, Hudson mich nicht richtig überzeugen konnte und es schlussendlich einfach stellenweise sehr zäh war.

Schade, denn eigentlich schafft es die Autorin mich immer voll in ihren Bann zu ziehen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2025

Sexy Mafia-Story - teils spannend, teils mit fehlender Tiefe

Ruthless Creatures
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Das Buch „Ruthless Creatures“ hat mich aufgrund seines düsteren, geheimnisvollen Covers angesprochen und der Klappentext klang vielversprechend.

Natalies Verlobter verschwand spurlos am Tag ihrer Hochzeit ...

Das Buch „Ruthless Creatures“ hat mich aufgrund seines düsteren, geheimnisvollen Covers angesprochen und der Klappentext klang vielversprechend.

Natalies Verlobter verschwand spurlos am Tag ihrer Hochzeit und mit ihm verschwand Natalies Lebensfreude. Auch nach fünf Jahren pausierte ihr Leben und sie steckt nach wie vor in ihrer Trauer fest. Dies wurde von der Autorin so gut dargestellt, dass die Trauer wirklich fühlbar ist und ich direkt mit Natalie mitlitt. Das führte dazu, dass mir Natalie schnell sympathisch war und ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.

Doch als plötzlich der mysteriöse Fremde namens Kage in der Stadt auftauchte, der dann auch noch kurzzeitig ihr Nachbar sein sollte, konnte ich die plötzlich entstehende Spannung zwischen den beiden Charakteren nicht mehr so richtig nachvollziehen. Ich gebe zu, dass Kage wirklich interessant dargestellt wurde und dass das Bad Boy Image anziehend sein kann, aber die Entwicklung der Beziehung der beiden Charaktere zueinander ging mir viel zu schnell. Natalie wirkte zuvor wie jemand, der Null Komma Null Interesse an anderen Männern hatte und die mit ihrem verschwundenen Verlobten nach wie vor nicht abschließen konnte. Das war so überzeugend dargestellt und dann soll sie von 0 auf 100 in wenigen Sekunden in Flammen stehen vor Leidenschaft?

Ich weiß ja nicht. Das konnte mich nicht überzeugen. Ich konnte es nicht nachempfinden und mitfühlen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es sich ein klitzekleines bisschen langsamer entwickelt und die Gefühle besser ausgearbeitet werden.

Auch hätte ich mir gewünscht, dass die Mafia Story noch mehr Tiefe erhalten hätte, denn hey, die war wirklich spannend. Stattdessen geriet sie öfters mal in den Hintergrund und stattdessen rückte der Spice in den Vordergrund und nahm sehr viel Raum ein. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel Spice und teils zu plump, aber dennoch war es gut geschrieben – traf nur nicht meinen persönlichen Geschmack.

Der Mafia Part hat mich hingegen sehr gefesselt und auch, wenn einige Situationen sehr vorhersehbar waren, hat mich die Enthüllung des Verschwindens ihres Verlobten wirklich überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mich das Buch zwar nicht vollständig überzeugen konnte, aber mich dennoch teils gut unterhalten hat. Der hohe Spice Anteil gehört vermutlich einfach zu diesem Genre dazu, weshalb ich hierfür keine Punkte abziehe – das Genre kann ja nichts dafür, dass es nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht. Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe gewünscht, sei es bei dem Beziehungsaufbau zwischen Natalia und Kage oder der Mafia Story.

Veröffentlicht am 19.02.2025

Magie trifft auf Ägypten - interessant, aber manchmal etwas zäh

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Ich habe mich sehr auf diese Slow Burn Romance gefreut und bin voller Erwartungen in die Welt von Inez Olivera eingetaucht.

Hier hat mich eine starke Protagonistin erwartet, die selbstständiger war, als ...

Ich habe mich sehr auf diese Slow Burn Romance gefreut und bin voller Erwartungen in die Welt von Inez Olivera eingetaucht.

Hier hat mich eine starke Protagonistin erwartet, die selbstständiger war, als es zu ihrer Zeit wohl üblich war. Ihre Willensstärke zeichnete Inez im ganzen Buch aus, auch wenn sie deshalb hin und wieder ziemlich unüberlegt handelte. Trotz allem, oder vielleicht auch genau aus diesem Grund, hab ich mit ihr sehr sympathisiert.

Mit ihrem Aufpasser Whit bin ich hingegen leider nicht sonderlich warm geworden. Während der Charakter von Inez so toll ausgearbeitet wurde, wirkte Whit für mich eher flach und seine Persönlichkeit nur oberflächlich angekratzt. Man erfährt wirklich wenig von ihm, was ihn vermutlich interessant und mysteriös wirken lassen soll (gerade auch im Bezug darauf, dass er scheinbar einige Geheimnisse mit sich trägt), aber das machte ihn für mich auch nicht richtig greifbar. Das fand ich schade, da ich aus diesem Grund auch die sich langsam aufbauende Beziehung zwischen Inez und Whit nicht wirklich mitfühlen konnte.

Die Mischung aus Ägypten, etwas Magie und vielen Geheimnissen fand ich jedoch gelungen und das Buch hielt so einige Wendungen bereit, die mich überrascht und gefesselt haben. Zwischendurch gab es jedoch auch immer Phasen, die sich inhaltlich ziemlich in die Länge gezogen haben. Der Schreibstil hingegen war durchgängig sehr angenehm und flüssig zu lesen und mir gefiel die vielen, bildlichen Beschreibungen, sodass ich problemlos in diese Zeit und Welt abtauchen konnte.

Das Ende hat mich mit einem Fragezeichen zurückgelassen, sodass ich trotz des ein oder anderen Kritikpunktes auch den zweiten Teil lesen werde. Schließlich möchte ich unbedingt die Auflösung wissen und bin gespannt, wie es weitergeht. Auch erhoffe ich mir, dass Whit im nächsten Teil mehr Tiefe erhält, denn ich könnte mir vorstellen, dass er auch ein Charakter ist, der uns Leser noch voll überzeugen kann.

Veröffentlicht am 23.12.2024

Leider nicht komplett überzeugend...

Dich hatte ich nicht auf der Gästeliste
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Aufgrund des Klappentextes und vor allem des Buchtitels habe ich etwas anderes erwartet. Die Hochzeit von Livs Bruder und ihrer besten Freundin war eigentlich nur eine Randhandlung und nicht, wie ich erwartet ...

Aufgrund des Klappentextes und vor allem des Buchtitels habe ich etwas anderes erwartet. Die Hochzeit von Livs Bruder und ihrer besten Freundin war eigentlich nur eine Randhandlung und nicht, wie ich erwartet hatte, die Hauptkulisse. Dementsprechend passt der Titel meiner Meinung leider nicht wirklich.

Die Story an sich hat jedoch sehr viel Potenzial, nur bedauerlicherweise war es mir an vielen Stellen zu langatmig. Es gab viele Wiederholungen und die beiden Hauptcharaktere Liv und Arran traten oft auf der Stelle. Mir fehlte hier etwas Dynamik und Schwung und man hätte den Inhalt vermutlich auch auf 300 Seiten (statt 474) reduzieren können.

Trotz allem fand ich Liv und Arran sympathisch und, wie oben bereits erwähnt, finde ich die Idee des Buches eigentlich gelungen. Denn manchmal wird aus Freundschaft Verliebtheit oder gar Liebe. Ein Thema, das wohl viele von uns kennen. Jedoch haben Liv und Arran das Problem, dass Arrans bester Freund Livs Bruder ist - eine Situation, die vielleicht nicht ganz so einfach ist, schließlich findet man so genug Argumente, warum das alles gar keine gute Idee ist.

Auch fand ich es toll, dass das Thema "toxische Beziehungen" aufgegriffen wurde und als Liv sich gegen ihren Vater behauptete, jubelte ich innerlich.

Dadurch, dass das Buch jedoch sehr zähe Momente aufweist, kann ich es nur bedingt weiterempfehlen. Als gemütliche, leichte und unaufgeregte Abendlektüre kann man bestimmt zu dem Buch greifen, aber es schafft es leider nicht auf meine "must read"-Empfehlungsliste. Dass dies bereits Teil 2 ist, wusste ich übrigens nicht. Man konnte das Buch auch problemlos ohne Teil 1 lesen und verstehen.