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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Hat mich nicht mitgerissen

Else
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Mich hat die Geschichte nicht überzeugen können. Die Erzählung auf unterschiedlichen Zeitebenen mag ich generell gern, aber hier blieb mir Else dadurch fremd, weil sie im Urlaub mit ihrer Enkelin so anders ...

Mich hat die Geschichte nicht überzeugen können. Die Erzählung auf unterschiedlichen Zeitebenen mag ich generell gern, aber hier blieb mir Else dadurch fremd, weil sie im Urlaub mit ihrer Enkelin so anders agiert als in den Kapiteln aus der Vergangenheit. Das war bis zum Schluss für mich nicht wirklich nachvollziehbar, da sie zu Hause anscheinend weiterhin die "brave Hausfrau" war.

An manchen Stellen war es mir etwas zu langatmig und manche Dinge (z.B. Essen am Buffet einstecken) wurden mir zu oft wiederholt. Die Filme habe ich irgendwann nicht mehr angesehen, weil dadurch immer der Lesfluss unterbrochen wurde. Man bekommt aber einen guten Einblick in das Leben der Frauen in der damaligen Zeit und es ist erschreckend, wie wenig Macht die Frauen hatten und nur "schmückendes Beiwerk" sein sollten.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Suche nach der Wahrheit

Das Mädchen im gelben Tanzstundenkleid
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Henny folgt der Aufforderung ihrer Nachbarin und will herausfinden, welches Unrecht geschehen ist. Als Historikerin sieht sie sich auf einem guten Weg. Aber der Standesbeamte durchschaut ihr konstruiertes ...

Henny folgt der Aufforderung ihrer Nachbarin und will herausfinden, welches Unrecht geschehen ist. Als Historikerin sieht sie sich auf einem guten Weg. Aber der Standesbeamte durchschaut ihr konstruiertes Thema für die Forschungsarbeit. Sie bekommt von ihm trotzdem Tipps, wo sie mit der Suche starten kann. Überraschend taucht er dann dort ebenfalls auf. Das war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Obwohl Daniel sie nicht kennt, will er Henny unterstützen. Zwischen den beiden kommt es immer wieder zu schwierigen Situationen, in denen einer von beiden beleidigt ist. Das hat mich auf Dauer genervt und dass er immer alles abblockt, fand ich merkwürdig und dachte deshalb, er kennt Esthers Geschichte, weil seine Familie darin verwickelt ist.

Die Recherche ist erfolgreich und sie finden Tagebücher von Esther. Die fand ich teilweise sehr berührend und sie haben einen guten Einblick gegeben, wie es für ein jüdisches Mädchen bzw. ihre Familie gewesen ist.

Die Auflösung hat mich am Ende nicht ganz überzeugt. Ich glaube nicht, dass es keine andere Handlungsmöglichkeiten gab und jemand so ein Geheimnis so lange hüten würde.

Das Buch ist gut zu lesen und stellenweise spannend, aber Henny und Daniel bzw. ihr Verhalten fand ich oft anstrengend und nicht nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Zu durcheinander

Mit dir steht die Welt nicht still
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Die wahre Geschichte des Paares ist sehr berührend. Das Buch ist aber eher distanziert. Man kommt nicht wirklich nah an die Personen heran. Das liegt vielleicht auch daran, dass ihre Geschichte nicht chronologisch ...

Die wahre Geschichte des Paares ist sehr berührend. Das Buch ist aber eher distanziert. Man kommt nicht wirklich nah an die Personen heran. Das liegt vielleicht auch daran, dass ihre Geschichte nicht chronologisch erzählt wird. Immer wieder springt die Autorin in den Zeiten hin und her. Mir ist es schwer gefallen, dabei immer den Überblick zu behalten. Außerdem werden viele Personen am Rande erwähnt, die für die Geschichte keine Rolle spielen und mich verwirrt haben.

Erschreckend sind die Erlebnisse der beiden in den Kriegsjahren und direkt danach. Aber auch hier wird nie ausführlich erzählt, sondern es werden nur kurze Einblicke gewährt. Deutlich wird aber, wie schwer es für die Überlebenden gewesen sei muss.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Alltag einer Familie mit Migrationshintergrund?

»Mama, bitte lern Deutsch«
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Der Autor erzählt Episoden aus dem Leben seiner Familie. Er zeigt dabei auf, wie weit verbreitet der Alltagsrassismus noch ist. Der Förderunterricht in der Schule besteht nur aus Arbeitsblättern ohne irgendwelche ...

Der Autor erzählt Episoden aus dem Leben seiner Familie. Er zeigt dabei auf, wie weit verbreitet der Alltagsrassismus noch ist. Der Förderunterricht in der Schule besteht nur aus Arbeitsblättern ohne irgendwelche Erklärungen oder Hilfestellungen. Ich bin mir sicher, dass dies in vielen Schulen anders ist. Andere Situationen wird es dagegen noch sehr häufig gehen. Beim Lesen habe ich gedacht, dass das Leben einer Familie mir Migrationshintergrund vor 40 Jahren beschrieben wird, weil ich angenommen hatte, dass die Situation inzwischen anders sei. Da kommt es aber vielleicht auch arauf an, wo man lebt.

Die Situationen sind sehr anschaulich und eindrücklich beschrieben. Die Sprache war mir aber stellenweise zu salopp und manchmal auch zu respektlos (er beschreibt z.B. seine Schwester sähe aus wie ein Kondom).

Es wäre gut und wichtig, dass viele Menschen dieses Buch lesen und hinterfragen, ob sie im Alltag rassistisch sind.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Etwas zäh

Wo wir uns treffen
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Mich hat das Buch nicht so richtig überzeugt. Ich fand die meisten Charaktere und ihr Verhalten etwas schwierig. Innerhalb der Familie fehlt der Zusammenhalt und jeder scheint nur um sich selbst zu kreisen ...

Mich hat das Buch nicht so richtig überzeugt. Ich fand die meisten Charaktere und ihr Verhalten etwas schwierig. Innerhalb der Familie fehlt der Zusammenhalt und jeder scheint nur um sich selbst zu kreisen und zu erwarten, dass die anderen sie in den Mittelpunkt stellen. Zusammenhalt ist erst ganz am Ende spürbar. Der Weg bis dahin war mir zu lang und manche Gespräche sehr anstrengend. Der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen. Manchmal gab es Wörter, die mir unbekannt waren. An manchen Stellen gab es unnötige Ausschweifungen und Wiederholungen. Für mich war auch nicht ganz nachvollziehbar, warum Isa den Brief geschickt hat und Clara sich in die Geschichte der Familie vertieft hat und ihre Ergebnisse unbedingt vor Ort präsentieren musste.

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