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Veröffentlicht am 02.06.2025

Wer hat Shirley ermordet?

Beauty must die
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Zum Buch: Mae Tolliver muss für eine Straftat Sozialstunden ableisten. Da ihre Mutter mit der Erziehung völlig überfordert ist, leistet sie ihre Strafe in Tallahawney in Lousiana ab, dort wohnen ihre Großeltern. ...

Zum Buch: Mae Tolliver muss für eine Straftat Sozialstunden ableisten. Da ihre Mutter mit der Erziehung völlig überfordert ist, leistet sie ihre Strafe in Tallahawney in Lousiana ab, dort wohnen ihre Großeltern. Es ist ein kleines Nest mitten in den Sümpfen. Hier ticken die Uhren anders als in der Stadt, das merkt Mae gleich an ihrem ersten Tag. Sie ist froh, dass sie ihre alte Sandkastenfreundin Shirley um sich hat, die ihr alles zeigt. Doch dann ist Shirley plötzlich verschwunden und Mae kann nicht anders, als selber herumzuschnüffeln. Und gerät dabei selber in höchste Gefahr, denn im Sumpf regelt man die Dinge ganz anders, wie ihr schnell klar wird…

Meine Meinung: Die Geschichte ist schon spannend. Denn Shirley wird irgendwann tot aufgefunden. Mae findet durch ihre Schnüffelei auch heraus, dass Shirley einigen Leuten zuvor mächtig auf die Füße getreten ist. Während ihrer Sozialstunden, die sie in der hiesigen Bibliothek ableistet, lernt sie Nathan kennen und verliebt sich in ihn. Zusammen gehen sie ihren Spuren nach und davon gibt es in dem verschlafenen Örtchen einige…

Der Schreibstil liest sich flüssig und es wird abwechselnd aus Maes und Nathans Sicht erzählt. Auch die Handynachrichten lockern das ganze Buch noch einmal auf. Man merkt schon an der Sprache, dass es sich eher um einen Jugendroman handelt, nichtsdestotrotz finde ich die Geschichte sehr spannend. Es gibt einige Verdächtige, aber das Ende hat mich völlig überrascht! Das Ganze war also nicht vorhersehbar. Die kleine Romanze zwischen Nathan und Mae nimmt nicht so viel Raum ein, als dass es störend wäre.

Mein Fazit: Ich fand diesen Jugendroman ziemlich gut geschrieben und wurde von der Autorin sehr gut unterhalten. Ich konnte die Hitze und die stickige Luft im Sumpf regelrecht spüren, das spricht also sehr für ihren Schreibstil! Empfehlen würde ich das Buch jungen Lesern und solchen, die jung geblieben sind!

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Die kleinen Quälgeister geben einfach keine Ruhe...

Das Septemberhaus
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Zum Buch: Margaret und Hal haben sich endlich den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Es hat alles, was sie sich nur vorstellen konnten. Dass es in der Geschichte des Hauses einige Todesfälle gab, interessiert ...

Zum Buch: Margaret und Hal haben sich endlich den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Es hat alles, was sie sich nur vorstellen konnten. Dass es in der Geschichte des Hauses einige Todesfälle gab, interessiert die beiden nicht. Bis der September kam. Da geht es immer los und Margaret und Hal sind nicht mehr alleine in ihrem Haus. Im Oktober ist der Spuk dann wieder vorbei. Aber nun ja, jeder geht anders mit solchen Situationen um…

Meine Meinung: Schon gleich die ersten beiden Sätze haben mir den Weg gezeigt, wohin die Reise ungefähr geht: „Die Wände des Hauses bluteten wieder. Damit musste man natürlich rechnen, es war schließlich September.“ Und schon musste ich schmunzeln. Diese lockere Schreibweise zieht sich durch das ganze Buch und hat mich sehr amüsiert! Aber es ist natürlich auch eine Spukgeschichte und am Ende wird es auch richtig hässlich. Es ist also eine gute Mischung aus beidem, mit der die Autorin mich hier unterhalten hat.

Es geht eigentlich das ganze Buch darum, wo Hal ist. Die gemeinsame Tochter Katherine kann Hal nicht erreichen. Margaret weiß das natürlich. Doch dann kommt Katherine auf die verrückte Idee, ausgerechnet im September zu ihrer Mutter zu kommen, damit sie Hal gemeinsam suchen können. Entsetzen macht sich in Margaret breit. SIE kann mit den Symptomen des Hauses umgehen, aber Katherine? Wie wird sie auf die Haushälterin Fredricka reagieren, die die Angewohnheit hat, alles im Haus umzustellen? Oder auf Elias, der anfängt zu beißen, wenn man ihm zu nahekommt? Von dem Blut mal ganz zu schweigen… Das wird für Margaret der reinste Spießrutenlauf…

Wie gesagt, hat mir hier der Schreibstil total gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen, diese spookige Spukgeschichte witzig und humorvoll zu verpacken! Am Ende hat man sich selber richtig an alle Geister gewöhnt und könnte selber in dem Haus leben!

Mein Fazit: Mich hat diese humorvolle Gruselgeschichte voll abholen können und ich empfehle sie gerne weiter. Sie ist nicht so geschrieben, dass man im Dunkeln Angst bekäme, aber unterhaltsam ist sie auf alle Fälle!

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Und es war alles ganz anders...

Die unsichtbare Hand
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Zum Buch: Olivia Dumont , eine erfolgreiche Ghostwriterin, hat öffentlich einen Fehler begangen und nun droht ihr der finanzielle Ruin. Doch dann kommt endlich wieder ein Angebot herein. Sie soll die Memoiren ...

Zum Buch: Olivia Dumont , eine erfolgreiche Ghostwriterin, hat öffentlich einen Fehler begangen und nun droht ihr der finanzielle Ruin. Doch dann kommt endlich wieder ein Angebot herein. Sie soll die Memoiren für Vincent Taylor schreiben, der an einer Demenz erkrankt ist und nicht mehr lange zu leben hat. Was niemand weiß: Vincent ist Olivias Vater, der in seiner Jugend verdächtigt wurde, seine Geschwister brutal ermordet zu haben. Der Verdacht wurde nie ganz aus der Welt geschafft, dennoch hat er es als Schriftsteller zu großem Ruhm geschafft. Olivia will nicht wirklich, doch sie kann nicht ablehnen, zu viel steht auf dem Spiel. Außerdem will sie selber wissen, ob Vincent schuldig ist und so fängt sie an, in seiner Vergangenheit zu graben…

Meine Meinung: Das Buch liest sich ein wenig wie die alten Aufzeichnungen und Tagebücher von Vincent und seiner Schwester Poppy. Denn so nach und nach erfährt man, was damals geschehen ist. Olivia findet die alten Videoaufzeichnungen von Poppy, nachdem sie ein Vierteljahrhundert versteckt waren. Und so erfährt sie, wie die Beziehung zwischen den Geschwistern, aber auch zwischen ihren Eltern, die damals schon zusammen waren, wirklich war. Manchmal aufregend, manchmal aber auch schmerzhaft sind diese Erinnerungen für Olivia.

Auch die schwierige Beziehung zu ihrem Vater wird ihr nun klar. Sie versteht zumindest, warum er damals so war und warum er ihr nie der Vater sein konnte, der er hätte sein müssen. Denn das Vermächtnis ist wirklich groß.

Das Buch hat mir richtig Spaß gemacht! In den alten Erinnerungen zu wühlen und der Geschichte so nach und nach auf den Grund zu kommen, war spannend! Mit der Auflösung habe ich auch so nicht wirklich gerechnet, aber ich war sehr zufrieden!

Mein Fazit: Ein toller Spannungsroman, der mich wirklich fesseln konnte! Es ist wirklich ein spannendes Familiendrama, welches hier enthüllt wird und man kommt den Charakteren wirklich nahe. Tolles Buch, welches ich gerne empfehle!

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Alte Lügen und ein schlimmer Verrat rächen sich nun...

Eine von uns
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Zum Buch: Gina kann ihr Glück gar nicht fassen: nachdem es in ihrem Haus einen Brand gegeben hat, ist sie bei ihrer alten Schulfreundin Annie untergekommen, die sich derzeit auf einer längeren Reise befindet. ...

Zum Buch: Gina kann ihr Glück gar nicht fassen: nachdem es in ihrem Haus einen Brand gegeben hat, ist sie bei ihrer alten Schulfreundin Annie untergekommen, die sich derzeit auf einer längeren Reise befindet. Sie ist froh, dass sie für sich und ihre Familie ein so schönes Dach über dem Kopf hat, bis ihr eigenes Heim wieder aufgebaut ist. Am nächsten Tag steht plötzlich Mary vor der Tür, die Haushälterin von Annie. Warum hat sie Gina nichts davon erzählt? Aber Annie versichert ihr am Telefon, dass sie vollstes Vertrauen in Mary hat. Doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge im Haus…

Meine Meinung: Das war ja mal eine positive Überraschung! Ich muss sagen, dass ich von der ersten bis zur letzten Seite das Buch kaum aus der Hand legen konnte! Gina ist einem gleich sympathisch und man merkt als Leser auch schnell, dass Mary irgendetwas mit Ginas Vergangenheit zu tun hat. Abwechselnd erzählen Mary und Gina, was in ihren Köpfen vorgeht. Und genauso findet man dann auch heraus, was früher passiert ist. Denn Gina, Annie, Laurie und Sara waren als Jugendliche unzertrennlich. Zumindest die meisten von ihnen. Denn es gibt durchaus Geheimnisse, auch wenn es die nicht hätte geben dürfen.

Zum Ende hin wird die Geschichte von der Autorin dann ein wenig übertrieben, genauso, wie ich das Happy End nicht so gut fand. Deshalb ziehe ich einen Stern ab. Aber ansonsten bin ich wirklich nur so durch die Geschichte gerauscht und wollte unbedingt herausfinden, was damals geschehen ist und wer wirklich die Schuld daran trägt.

Mein Fazit: Eine spannende Story über Freundschaften, erste Liebe, aber auch Lügen und Verrat. Der flüssige Erzählstil hat mich durch das Buch getragen und ich empfehle die Geschichte gerne weiter!

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Beklemmende und düstere Atmosphäre!

Kretin
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Zum Buch: Im Sommer 2006 ereignen sich in dem kleinen Dorf Gröbenried brutale Morde. Dem Ermittler Joshua Krabbe und seiner Kollegin Elva Tillström fallen Parallelen auf zu Morden von 1936. Damals hieß ...

Zum Buch: Im Sommer 2006 ereignen sich in dem kleinen Dorf Gröbenried brutale Morde. Dem Ermittler Joshua Krabbe und seiner Kollegin Elva Tillström fallen Parallelen auf zu Morden von 1936. Damals hieß es, der Kretin sei es gewesen. Ist das Böse zurück, oder war es nie wirklich weg? Joshua und Elva werden in einen finsteren Sog hineingezogen…

Meine Meinung: Hier fand ich besonders die Kapitel von 1936-1941 interessant, in denen von Benno Gruber erzählt wird. Er wird in den Krieg eingezogen und kommt scheinbar nicht zurück. Seine Tagebuchaufzeichnungen sind verschwunden. Hier lernen wir Benno wirklich kennen. In der Gegenwart erfährt Joshua einiges von Egon Huber, dessen Frau Anna 1938 plötzlich verschwunden und nie wiederaufgetaucht ist. Egon hatte immer schon Benno im Verdacht, aber in dem Dorf wird alles vertuscht und verschwiegen. Als Joshua auf dem richtigen Weg ist, ist es schon fast zu spät.

Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen. Besonders die Atmosphäre wird hier gut eingefangen. Einmal auf der Flucht während des Krieges, aber auch in dem Dörfchen, wo man ständig das Gefühl hat, Augen im Nacken zu spüren. Genau das ist es, was diesen Thriller ausmacht! Von der Auflösung war ich dann wirklich überrascht.

Mein Fazit: Eine düstere Geschichte in einer beklemmenden Atmosphäre ist der Autorin hier gelungen! Ich vergebe hierfür 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

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