Cover-Bild Die gefährliche Mrs. Miller
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 08.12.2020
  • ISBN: 9783746636160
Allison Dickson

Die gefährliche Mrs. Miller

Thriller
Ulrike Seeberger (Übersetzer)

Zwei Frauen beobachten sich.
Nur eine weiß, warum.

Phoebe Millers Ehe ist am Ende. Sie verlässt ihr Haus nur noch selten, doch ihr fällt auf, dass seit einer Weile ein alter, rostiger Wagen in ihrer Straße steht. Sie fühlt sich beobachtet, doch warum sollte jemand ausgerechnet sie ausspionieren? Eines Tages zieht nebenan eine neue Familie ein – mit dem achtzehnjährigen Jake, von dem Phoebe sich von Anfang an angezogen fühlt. Die beiden kommen einander näher, und Phoebe achtet nicht mehr auf das verdächtige Auto. Damit aber bringt sie sich in höchste Gefahr …

„Dieser Roman macht süchtig.“ BookPage

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2020

Eine aufregende Grundidee, dessen Umsetzung aber eher langatmig und teilweise verwirrend ist.

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Ich habe mich sehr über den Titel "Die gefährliche Mrs. Miller" von Allison Dickson gefreut, welcher mir freundlicherweise vom Aufbau Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar via Netgalley zur Verfügung ...

Ich habe mich sehr über den Titel "Die gefährliche Mrs. Miller" von Allison Dickson gefreut, welcher mir freundlicherweise vom Aufbau Verlag als kostenfreies Rezensionsexemplar via Netgalley zur Verfügung gestellt wurde. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle dafür, es versteht sich natürlich von selbst, dass meine Meinung zum Buch dadurch in keiner Weise beeinflusst wird.
Hierbei handelt es sich um den Debütroman der Autorin, der mich sowohl durch sein Cover, als auch durch den spannend klingenden Klappentext angelockt hat.

Die Geschichte handelt von der Protagonistin Phoebe Millers, einer unzufriedenen Ehefrau, die sich schon seit längerer Zeit beobachtet fühlt. Immer wieder steht ein bestimmtes Modell eines Autos in ihrer Straße, dessen Besitzer sie nicht kennt. Doch Phoebe hat keine Ahnung, warum gerade sie ausspioniert werden sollte. Bis sie sich auf eine Affäre mit dem neuen Nachbarnsjungen einlässt und sich die Dinge mehr und mehr zuspitzen...

Allison Dickson schreibt ihren Roman hauptsächlich aus der Sichtweise von Phoebe in der dritten Person im Präsenz, was mir einen guten Zugang zu ihr verschafft. So lerne ich die Hauptfigur mehr und mehr kennen und kann mich in mancher, aber nicht jeder Hinsicht in sie hinein versetzen. Immer mal wieder werden ihre Kapitel aber durch die Sichtweise des Beobachters unterbrochen, wodurch der Leser auch Einblicke in dessen Perspektive bekommt, das ist auf jeden Fall spannend und macht mich total neugierig. Denn diese Kapitel halten sich sehr kurz und werfen viele Fragen auf. Und dann gibt es noch einen großen Cut in der Geschichte, welche sich in zwei Teile aufsplittet. Ist der erste Teil noch ruhiger, nimmt der zweite ordentlich Fahrt auf, verwirrt mich an vielen Stellen allerdings auch. Nicht immer sind die Handlungsverläufe nachvollziehbar und scheinen auch relativ weit hergeholt. Dadurch entsteht eine gewisse Unglaubwürdigkeit. Durch das viele Hin und Her komme ich zudem manchmal auch bei den Figuren durcheinander, zu denen ich in Teil eins eigentlich einen recht guten Bezug aufgebaut habe. Dieser wird leider wieder etwas zunichte gemacht.

Die Grundidee finde ich auf jeden Fall toll und außergewöhnlich, doch die Umsetzung überzeugt mich nicht so ganz. Den Schreibstil finde ich solide, er lässt sich leicht "weglesen" und lässt somit über die ein oder andere Länge hinweg sehen. Die Kapitellänge hätte für meinen Geschmack dennoch noch etwas kürzer sein können. Der Spannungsbogen wird weitestgehend aufrecht erhalten, was dazu führt, dass ich das Buch zu Ende lesen möchte.

"Die gefährliche Mrs. Miller" ist eher ein skurriles Drama, ich würde den Roman nicht unbedingt zum Genre Thriller einordnen. Lange frage ich mich bei der Geschichte, wer hier wirklich gut und böse ist und befinde mich in einem wirklichen Verwirrspiel der Autorin. Auf Blut und physische Gewalt wird hier verzichtet, das Buch geht wenn eher auf die Psyche.
Ich wurde insgesamt solide unterhalten und vergebe 3 Sterne, aber keine unbedingte Lese- und Kaufmpfehlung ***

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Veröffentlicht am 20.12.2020

Thriller ist hier das falsche Wort

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In einem noblen Vorort von Chicago lebt Phoebe Miller mit ihrem Ehemann ein recht konfortables Leben aufgrund einer Erbschaft ihres Vaters, jedoch verlässt sie schon seit geraumer Zeit kaum noch das Haus. ...

In einem noblen Vorort von Chicago lebt Phoebe Miller mit ihrem Ehemann ein recht konfortables Leben aufgrund einer Erbschaft ihres Vaters, jedoch verlässt sie schon seit geraumer Zeit kaum noch das Haus. Ihre Ehe ist nicht mehr das Gelbe vom Ei, zudem hat Phoebe das Gefühl, als würde sie ausspioniert. Die alte Rostlaube, die sie in letzter Zeit ständig in der Straße sieht, kommt ihr verdächtig vor. Dann zieht nebenan auch noch eine neue Familie ein, deren 18-jähriger Sohn Jake Phoebe gefällt und sich schon bald eine kleine Affäre mit ihm gönnt, wobei sie den alten Wagen völlig vergisst, was ihr zum Verhängnis werden könnte...

Allison Dickson hat mit „Die gefährliche Mrs. Miller“ einen unterhaltsamen Thriller vorgelegt, der den Leser aufgrund seiner Erzählweise einige Male aufs Glatteis führt. Der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin lässt den Leser schnell an Phoebes Seite gleiten, die in Ich-Form ihre Geschichte zum Besten gibt. Unterbrochen wird Phoebes Sichtweise von Einschüben einer unbekannten Person, die sich ebenfalls nach und nach offenbart als eine unbekannte Beobachterin . Phoebes Selbstisolation kommt nicht von ungefähr und hängt wohl auch maßgeblich vom Treiben ihres Vaters ab. Je mehr man als Leser erfährt, umso mehr ist man hin und her gerissen zwischen Abscheu und Faszination, das gilt auch für die mysteriöse Unbekannte, die Phoebes Leben immer mehr aus den Fugen bringt. Dabei bedient sich die Autorin so einiger überraschender Wendungen, die den Leser die gesamte bisherige Situation immer wieder neu rekapitulieren lassen, wenn auch manches etwas zu aufgesetzt und unglaubwürdig wirkt. Der Autorin gelingt es leider erst in der zweiten Romanhälfte, mit knapp dosierten Informationen die Spannung zu steigern, während sie dem Leser Einblick in Phoebes Vergangenheit sowie deren Gefühls- und Gedankenwelt gewährt. Das ist für einen Thriller allerdings etwas zu wenig.

Die Charaktere sind recht nett ausgestaltet, besitzen Ecken und Kanten und offenbaren erst im Verlauf der Geschichte ihr wahres Gesicht. Der Leser nimmt dauerhaft die Position des Beobachters ein, denn ein Gefühl der Nähe will leider nicht aufkommen. Phoebe vermittelt den Eindruck einer freundlichen und ehrlichen Frau, die sich von ihren Ängsten beherrschen lässt. Ihr Ehemann beweist eine Menge Geduld mit ihr, vor allem aber ist er um ihr Wohl besorgt. Auch die neuen Nachbarn sind nette Leute, deren Sohn Jake ist noch ein junger Kerl, der noch gar nicht richtig weiß, was er will und wie ihm geschieht. Als Leser sollte man mit seinen Sympathien vorsichtig umgehen, denn nichts ist, wie es scheint.

„Die gefährliche Mrs. Miller“ ist ein kurzweiliges Krimiintermezzo, von Thriller kann hier keine Rede sein. Für zwischendurch ganz nett, aufgrund von stellenweise fehlendem Spannungsbogen gibt es aber nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 11.12.2020

nicht überzeugend

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Zu Beginn lernen wir Phoebe und Wyatt kennen, deren Ehe am Ende angelangt zu sein scheint. Während er allerdings noch versucht, eine Lösung zu finden, um ihre Liebe zu retten, scheint Phoebe mit dem Thema ...

Zu Beginn lernen wir Phoebe und Wyatt kennen, deren Ehe am Ende angelangt zu sein scheint. Während er allerdings noch versucht, eine Lösung zu finden, um ihre Liebe zu retten, scheint Phoebe mit dem Thema durch zu sein. Gut für sie beide, dass sie keine Kinder haben, denkt sie sich.

Zitat Pos. 336: "Sie steht nicht auf und geht ins Haus, um dem Krach zu entkommen. Das Wissen, dass sie ihm jederzeit, wenn sie möchte, entfliehen kann, ist bereits befreiend genug. Im Gegensatz zu der Person, die sich da drüben um die kleinen steuerlich absetzbaren Wesen kümmern muss, kann sie machen, was sie will."

Und diese kleine Textpassage sagt auch schon einiges über Phoebes Charakter aus. Sie wirkt kühl, distanziert, sarkastisch. Wenn man allerdings zwischen den Zeilen liest, merkt man früher oder später, dass jemand nicht grundlos so wird, sondern dass Dinge in der Vergangenheit geschehen sind, die maßgeblich dazu beitrugen. Manchmal empfand ich Phoebe gegenüber sogar Mitleid. Meistens jedoch verdrehte ich wegen ihr die Augen.

Da sie unsere Hauptprotagonistin ist, wird primär aus ihrer Sicht erzählt. Hier hätte die Autorin meiner Meinung nach ruhig weniger ins Detail gehen brauchen, denn oft verliert sie sich in Erklärungen und Ausschweifungen, die dann etliche Passagen zäh wie Kaugummi machen. Da muss man sich dann ordentlich durchquälen und selbst bei Laune halten. Schafft man das, wird man mit einer Wendung belohnt, die ich so nicht kommen sah. Die zwar für mich etwas drüber war, nicht ganz ausgereift vielleicht, jedoch für den ein oder anderen Leser sicher einen Adrenalinkick bereithält. Genau dieser Twist wird nämlich von englischsprachigen Rezensenten bis in den Himmel gelobt. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wie gesagt, mir war das hin und wieder zu unrealistisch. Insbesondere im zweiten Akt, als die zweite Mrs Miller ins Spiel kommt. Hier überschlagen sich die Ereignisse, die meiner Meinung nach im wirklichen Leben so nicht passieren würden. Einzig das Geplänkel zwischen den Charakteren, ihr düsteres Ping-Pong-Spielen, das gegenseitige Beschatten fand ich wirklich spannend und aufregend.

Der Schreibstil ist zeitgemäß und angenehm. Keine unnötigen Floskeln oder holprige Formulierungen. Lediglich die erwähnten Ausschweifungen minderten den Lesefluss.

Fazit: Eine gute Grundidee, aus der man noch mehr hätte rausholen können. Dennoch schlage ich vor, dass man sich selbst ein Bild davon macht, denn wie gesagt gibt es zahlreiche sehr positive Stimmen zu diesem Buch ... und nur weil mir die Story nicht so gefiel, heißt das ja nicht, dass das auch für euch Leser dort draußen gilt.

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Veröffentlicht am 21.01.2021

Zu konstruiert

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In der Ehe von Phoebe Miller läuft es schon länger nicht mehr gut. Sie zieht sich immer mehr vom Leben zurück und verlässt das Haus nur noch selten. Doch ein alter rostiger Wage fällt ihr dann doch auf. ...

In der Ehe von Phoebe Miller läuft es schon länger nicht mehr gut. Sie zieht sich immer mehr vom Leben zurück und verlässt das Haus nur noch selten. Doch ein alter rostiger Wage fällt ihr dann doch auf. Sie fühlt sich kontrolliert. Aber warum sollte sie jemand ausspionieren? Als nebenan die Familie Napier ein. Zu dem achtzehnjährigen Jake fühlt sich Phoebe schnell hingezogen. Während die beiden sich näherkommen, vergisst sie das Auto. Doch das bringt sie in Gefahr.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich schön flüssig lesen, aber die Story an sich konnte mich nicht wirklich packen. Das Buch ist als Thriller eingestuft, doch mir fehlte einfach der Thrill. Ich habe schon lange keinen „Thriller“ mehr gelesen, der mich so wenig begeistert hat.
Von den beteiligten Personen war mir niemand sympathisch. Ich Konnte das Verhalten von Phoebe einfach nicht nachvollziehen. Auch wenn sie sich unmöglich gegenüber ihrem Ehemann Wyatt verhält, so tut auch er Dinge, die ich nicht gut finde. Mit der neuen Nachbarsfamilie kommt zwar etwas Bewegung in die Geschichte, aber dann passieren für mich Dinge, die ich einfach unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen empfinde. Allerdings kann ich hier nicht näher darauf eingehen, da ich sonst spoilern würde.
Auch wenn es einige Wendungen gab, blieb vieles doch vorhersehbar. Außerdem gab es im mittleren Teil des Buches ziemliche Längen.
Zu konstruiert, zu wenig Thrill – kurz: ich hatte anderes erwartet und bin enttäuscht.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Wirkt sehr konstruiert und hat keinen Thrill

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„Die gefährliche Mrs. Miller“ ist ein Thriller von Allison Dickson, der 2020 beim AUFBAU Verlag erschienen ist. Im Fokus steht das Leben von Phoebe Miller, einer jungen und reichen Frau deren Ehe am Ende ...

„Die gefährliche Mrs. Miller“ ist ein Thriller von Allison Dickson, der 2020 beim AUFBAU Verlag erschienen ist. Im Fokus steht das Leben von Phoebe Miller, einer jungen und reichen Frau deren Ehe am Ende ist und die nicht viel mit sich anzufangen weiß. Eines Tages bemerkt sie einen alten rostigen Wagen an der Straße. Augenscheinlich wird sie beobachtet, aber warum? Als eines Tages eine neue Familie nebenan einzieht, inklusive des 18-Jährigen Jakes von dem sich Phoebe angezogen fühlt, ist das Chaos perfekt.
Ich habe bisher noch nie ein Buch von Allison Dickson gelesen und war daher neugierig auf die Autorin. Zudem hatte ich mal wieder Lust auf einen richtig guten Thriller. Der Klappentext hat sich genau richtig angehört. Das Gefühl beobachtet zu werden gehört bei mir zu den Themen, die ich echt beunruhigend finde und wo mir die Haare zu Berge stehen.
Vom Schreibstil her ist das Buch angenehm geschrieben. Man kommt schnell im trostlosen Leben von Phoebe an und kommt flüssig durch die Seiten. Das erste Drittel des Buches fand ich recht spannend. Ich fand Phoebe als Charakter interessant (wenn auch nicht gerade sympathisch) und möchte die kurzen Intermezzos aus Sicht des Beobachters aus dem Auto. Ich fand es klasse beide Blickwinkel einnehmen zu können. Die Beziehung zwischen Phoebe und Jake fand ich stellenweise nicht so nachvollziehbar, da Jake mir für einen 18-Jährigen zu forsch rüberkam. Aber vielleicht kenne ich einfach die falschen 18-Jährigen.
Nach dem ersten Drittel kam es dann zu einer Wendung, die ich nicht erwartet habe, aber leider auch überhaupt gar nicht plausibel fand. Damit hat sich die Geschichte extrem von dem entfernt, was ich aufgrund des Titels und Klappentextes erwartet habe. Zudem waren der Plot und auch weitere Handlungsstränge einfach nicht nachvollziehbar. Kein Mensch handelt so. Irgendwie wirkten die anderen 2/3 des Buches komplett an den Haaren herbeigezogen und konstruiert. Leider kann ich nichts genaueres schreiben ohne zu spoilern, jedoch kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. Für mich hat die Geschichte keinen wirklichen Sinn ergeben und ist auch alles andere als ein Thriller. Vielleicht eher eine Art Drama.
In Summe war ich von dem Buch enttäuscht und habe zwischen 2-3 Sternen gehadert. 3 Sterne, weil ich glaube, dass Allison Dickson eine gute Autorin ist (Schreibstil), aber die Story war aus meiner Sicht für den Eimer. Ich gebe dem Buch damit 2 Sterne (auch wenn es mir echt Leid tut).

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