Cover-Bild Mundus Perditus
3,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Eisermann Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Romantische Spannung
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Ersterscheinung: 24.08.2018
  • ISBN: 9783961730094
Carmen Gerstenberger

Mundus Perditus

Die vergessene Welt
Nicht jedes Märchen sollte wahr werden …

In der Innenstadt von New Rise City taucht aus dem Nichts ein mysteriöser Wald auf, der alles Leben vernichtet. Die Polizistin Vernita wagt sich am Einsatzort entgegen der Vorschrift in das unheimliche Dickicht, denn etwas darin scheint sie anzulocken. Plötzlich steht sie einem Mädchen mit rotem Umhang gegenüber, das sich als Rotkäppchen ausgibt. Bevor Vernita verstehen kann, was vor sich geht, wird sie angegriffen und erwacht erst drei Tage später wieder im Krankenhaus.
New Rise City hat sich in der Zwischenzeit in einen leibhaftigen Albtraum verwandelt. Menschen sterben auf grausame und brutale Weise, unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, die alle in Verbindung mit Märchenfiguren stehen. In diesem Chaos trifft sie auf Ruiz, einen Wächter aus der vergessenen Welt, und erfährt schließlich Unglaubliches – Dämonen existieren wirklich und Vernita ist die Einzige, die sie aufhalten kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2018

sehr spannend

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Mitten in der Innenstadt von New Rise City taucht ein riesiger Wald auf und niemand weiß woher dieser kommt. Wie sich herausstellt, hat jemand versehentlich das Tor zu einer anderen Welt geöffnet, eine ...

Mitten in der Innenstadt von New Rise City taucht ein riesiger Wald auf und niemand weiß woher dieser kommt. Wie sich herausstellt, hat jemand versehentlich das Tor zu einer anderen Welt geöffnet, eine Welt, in der Dämonen gefangen waren. Diese Dämonen jagen jetzt in der Gestalt von Märchenfiguren die Menschen und töten sie. So kommt es, dass auf einmal Hänsel und Gretel jagt auf Seelen machen oder Rotkäppchen Herzen sucht. Die Polizistin Vernita ist eine der ersten, die diesen Wald betritt und das Geheimnis lüftet. Jetzt kämpft sie gemeinsam mit ihren neuen Verbündeten gegen die Dämonen, denn sie ist die letzte Hüterin und die Einzige, die die Dämonen besiegen.

Man wird am Anfang der Geschichte direkt in die Handlung geworfen und es beginnt sehr rasant und voller Aktion. Das bleibt fast die ganze Zeit über und die Autorin gönnt ihren Charakteren erst einmal keine Ruhe. Das hat mir sehr gut gefallen und ich war direkt sehr gefesselt von der Geschichte. Die Welt, in die der Leser hier entführt wird, ist düster es geht recht brutal zu. Es handelt sich hier auf jeden Fall nicht um ein Jugendbuch, sondern um eins für Erwachsene. Die Autorin lässt ihre Bösewichte als Märchenfiguren erscheinen, was mich vom Prinzip her an die Serie Grimm erinnert hat.

Hauptfigur ist Vernita, eine seht taffe und selbstbewusste junge Frau. Mir persönlich war sie manchmal etwas zu frech, ich hätte mir von ihr zwischendurch gerne eine etwas weichere Seite gewünscht. Insgesamt kommt für meinen Geschmack das Zwischenmenschliche etwas zu kurz. Nicht nur wegen der nur angedeuteten Liebesgeschichte, auch fehlt es mir manchmal an der Interaktion zwischen den Charakteren. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

Insgesamt wurde ich aber sehr gut unterhalten und vergebe 4 von 5 Punkten.

Veröffentlicht am 04.01.2019

Mundus Perditus. Die vergessene Welt

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Vernita ist Polizistin aus Leidenschaft und bei ihren Einsätzen in New Rise City immer mit Feuer und Flamme dabei. So lässt sie es sich nicht nehmen, den Vorschriften zuwider zu handeln, als in der Innenstadt ...

Vernita ist Polizistin aus Leidenschaft und bei ihren Einsätzen in New Rise City immer mit Feuer und Flamme dabei. So lässt sie es sich nicht nehmen, den Vorschriften zuwider zu handeln, als in der Innenstadt blitzartig ein rätselhafter Wald auftaucht, in dem viele Menschen zu Tode kommen. Vor allem auch, weil da eine schmeichelnde, sanfte Stimme inmitten des finsteren Dickichts Vernita magisch anlockt.

Ist das Mädchen mit dem roten Umhang, das plötzlich vor ihr steht, wirklich Rotkäppchen? Eine märchenhafte Begegnung scheint es jedenfalls nicht zu werden. Ohne Gelegenheit zu bekommen, Licht ins Dunkel zu bringen, wird Vernita angegriffen und erfährt bei ihrem Erwachen im Krankenhaus drei Tage später, welch unbegreiflicher, doch realer Albtraum ihre Heimatstadt gerade heimsucht. New Rise City versinkt im Chaos, denn „Rotkäppchens“ Anwesenheit bedeutet nur den Anfang eines schauderhaften und entsetzlichen Geschehens, bei dem die Menschen reihenweise sterben.

Ist Vernita tatsächlich die einzige Option der Menschen, dem tödlichen Unheil zu entgehen, wie Ruiz, ein Wächter aus einer anderen Dimension es darstellt? Schließlich ist es inzwischen offensichtlich, dass es Dämonen aus eben jener vergessenen Welt sind, die New Rise City überrennen...


In "Mundus Perditus. Die vergessene Welt" steigt Carmen Gerstenberger ohne viel Federlesen in die Handlung ein und konfrontiert ihre sympathische und energische Heldin Vernita mit schier Unglaublichem: Sie soll die einzige, die letzte Hüterin sein, die die Bewohner von New Rise City retten kann.

Ohne ein paar hilfreiche Begleiter sieht das Ganze allerdings nicht erfolgsversprechend aus. Außerdem muss Vernita zunächst einmal initiiert werden, um als Hüterin ihre Aufgaben erfüllen zu können, wie ihr Ruiz und sein schuppenartiger Dämonengefährte Marno (einer von den Guten) deutlich erklären. Aber Vernita ist keine Frau, die lamentiert und mit ihrem Schicksal hadert, sondern eine verunftbegabte Person. Schließlich hat sie sich auch in der von Männern dominierten Arbeitswelt behauptet und keine Schwäche gezeigt. Nebenbei bemerkt ist die Zeit knapp, auch für zielorientierte Fragen, das findet sich alles schon.

Die Geschichte, in der anfangs scharf gesetzte Schnitte im Erzählfluss mit schnellen Wendungen und aktionsreichen Ereignisse einhergehen, funktioniert über weite Strecken gut, verstrickt sich jedoch im Verlauf in Längen und Wiederholungen, während Carmen Gerstenberger nicht an detaillierten und bebilderten Schilderungen der Leichen, ekligen Körperflüssigkeiten, Grausamkeiten und Kämpfe spart. Kaum hat die Hüterin einen Dämon erledigt, taucht das nächste Geschöpf auf. Soweit Vernita erneut in Blut und Schleim „duscht“ und darüber schimpft, ist das durchaus zum Schmunzeln, gleichwohl nicht sehr variantenreich.

Die Autorin setzt dem ansonsten düsteren und bluttriefenden Handlungsablauf zur Auflockerung viele heitere Momente entgegen. Besonders die zwischen Vernitas Kollegen Jares und Gangsterboss Alvarez verbal ablaufenden Streitereien gepaart mit flippigen Sprüchen sorgen für frisch und fröhliche Kurzweil. Und auch Marno fällt mit spitzfindigen und teilweise scharfzüngigen Kommentaren auf, wenn er nicht das Weite sucht und sich aus allem heraushält. Ruiz letzten Endes darf das tun, wofür ein Wächter eben da ist und nebenbei auch seinen Charme spielen lassen.

Ein Manko ist leider, dass es trotz vorhandener Emotionen an einer tiefgreifenden Intensität fehlt. Deshalb schwächelt auch die eingebaute Liebesgeschichte, die wegen der Dämonenjagd gar nicht richtig zum Zuge kommt.

Zwar überzeugt "Mundus Perditus. Die vergessene Welt" nicht in der Gesamtheit, bietet ungeachtet der Schwächen aber einigen Unterhaltswert.

Veröffentlicht am 18.09.2018

Märchenwald mal anders...

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INHALT:
Als in New Rise City das absolute Chaos ausbricht wollte Vernita gerade nichts anderes als mit ihren besten Freundinnen einen Kaffee zu trinken. Doch ein mysteriöser Wald, der aus dem Nichts hervor ...

INHALT:
Als in New Rise City das absolute Chaos ausbricht wollte Vernita gerade nichts anderes als mit ihren besten Freundinnen einen Kaffee zu trinken. Doch ein mysteriöser Wald, der aus dem Nichts hervor bricht, einen ganzen Teil der Stadt einnimmt und alles Leben darin vernichtet ist schwer zu übergehen. In ihrer Berufung als Polizistin kommt sie an den Einsatzort und wird wie magisch von dem grünen Dickicht angezogen. Entgegen der Vorschrift wandern ihre Füße über das weiche Moos immer weiter hinein und ihre Augen entdecken ein kleines Mädchen im roten Umhang – Rotkäppchen!
Als sie 3 Tage später im Krankenhaus erwacht ist ihre Stadt nicht mehr wieder zu erkennen. Wie in einem leibhaftigen Albtraum sterben Menschen auf grausame und unerklärliche Weise. In diesem Chaos trifft sie auf Ruiz, einen Wächter aus einer anderen Welt, der ihr unglaubliches offenbart: Dämonen existieren wirklich und Vernita ist die Einzige, die sie aufhalten kann…


EIGENE MEINUNG:
Wirklich wie magisch angezogen hat mich zuallererst das Cover des Buches. Es ist rund um die goldene Schrift des Titels in vielen verschiedenen Blautönen gehalten. Im unteren Bereich sieht man den tiefen Wald und darin einige märchenhaft anmutende Gebäude. Am oberen Bildende befinden sich New Rise Citys Wolkenkratzer um die sich nun Pflanzen ranken und die von fliegenden Wesen bevölkert werden. Der Himmel scheint in eine Art Zwielicht getaucht zu sein und ist hinterlegt mit filigraner Handschrift. Nach Beendigung des Buches kann ich sagen, dass alles wunderbar zum Inhalt passt und auf viele verschiedene Szenen der Geschichte verweist!

Die Grundidee des Buches konnte mich schnell für sich einnehmen. Ein geheimnisvoller, magischer Wald, der plötzlich in einer unserer Großstädte auftaucht und Märchenfiguren mit sich bringt – toll! Die Geschichte rund um diese Begebenheit wird dem Leser schnell klar – Teile davon durchschaut/erfährt er allerdings schneller als die Hauptprotagonistin. Mir persönlich ist es immer etwas lieber, wenn man dergleichen gemeinsam entdeckt!

Vernita an sich hat es mir über das Buch hinweg relativ schwer gemacht Zugang zu ihr zu finden. Mal wird sie als eher einsam und rein für ihre Arbeit bzw. ihre Kollegen lebend beschrieben. Dann lernen wir sie mit 2 Freundinnen kennen. Einmal ist sie total abgebrüht und kampfeslustig, dann wieder völlig unsicher, wenn es um einen Mann geht. Ich konnte mir hier bis zum Schluss kein stimmiges Bild machen und fand die Figur nicht ganz ausgereift, wenn auch nicht wirklich unsympathisch. Ihr Können ist ihr, für mein Gefühl, auch zu „einfach“ zugeflogen. Mir fehlte eine realistische und nachvollziehbare Entwicklung.
Ruiz ist eher schweigsam und passt doch gut ins Geschehen. Allerdings erfährt man auch nicht zu viel über ihn. Gerade sein Wissen über die Magie hätte ich noch spannend gefunden!
Marno – ein kleines Wesen welches zu Ruiz gehört – ist eine Sache für sich! Ich möchte nicht zu viel verraten, aber sein Witz hat mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert und die Geschichte aufgelockert.
Jares, als Vernitas Kollege, war mir hingegen relativ egal. Um ihn herum wird viel der Geschichte aufgebaut, weil er Ver viel bedeutet. Ich hätte ihn tatsächlich ohne mit der Wimper zu zucken dem spannenden Verlauf der Geschichte geopfert! Klingt gemein, aber ich weiß bis zum Schluss nicht wirklich etwas über ihn und so hatte er für mich wenig Bedeutung.
Alvarez hingegen – ein Gangsterboss aus New Rise City – war toll! :D Er hatte Humor, über ihn hat man zumindest Ansatzweise etwas erfahren und er war mit seiner „beruflichen Tätigkeit“ der Charakter, der für mich am meisten Hintergrund hatte! Leider haben sich auch hier die Witze/Sprüche zum Teil zu sehr wiederholt, so dass sie ihren Charme etwas verloren haben.

Die Geschichte selbst war, wie bereits erwähnt, von der Grundidee her wirklich toll, aber sie ließ für mich zu wenig Zeit für die Charakterentwicklung. Man lief von einem Kampf zum nächsten und am schlimmsten war es, wenn man dachte es geht vorwärts nur um dann wieder 3 Schritte zurück machen zu müssen. Die Bösewichter der Geschichte waren mir teilweise leider in der Art wie sie besiegt wurden zu gleichförmig gestaltet. Insgesamt fühlte es sich durchwegs an als würde man Stationen abarbeiten denen sich das Zwischenmenschliche leider etwas unterordnen musste.
Ganz am Rande gibt es eine feine Liebesgeschichte, die allerdings nicht zu ausgeprägt ist.

Auch der Schreibstil hat es mir – gerade zu Beginn – nicht ganz leicht gemacht. Die Sätze sind teilweise sehr lang und verschachtelt. Die Formulierungen sind teilweise nicht ganz rund (z. B. "Möglicherweise war dafür auch die unsägliche Hitze schuld,...") und einige kleine Rechtschreibfehler haben sich eingeschlichen. Dafür mochte ich die Kapitelüberschriften sehr, die es einem ermöglichen zu rätseln, was einem im nächsten Abschnitt wohl erwarten wird! Außergewöhnlich ist dazu, dass es im Buch mehrere kleine Zeichnungen gibt die auftretende Charaktere darstellen. Mir gefällt es, dass man so eine noch genauere Vorstellung von Figuren bekommt und solche Dinge bereichern Büchern in meinen Augen sehr. Leider fand ich sie hier von der Gestaltung her weniger professionell oder ansprechend. Am liebsten mochte ich die ersten Szenen in denen der magische Wald und Rotkäppchen beschrieben wurde. Da war ich noch voll im Geschehen!

Das Ende hat einen schönen Showdown, bei dem mir aber leider abermals die Beschreibungen der Magie zu kurz kamen. Die letzte Szene aber konnte mich dann wieder etwas versöhnlich stimmen. Zum Schluss sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass es im Buch durchaus gewalttätig und blutig her geht!

FAZIT:
Eine tolle Grundidee, der es an Fantasie, Magie und Gewalt nicht fehlt, die für mich aber ausbaufähig ist. Mich konnten nicht alle Charaktere überzeugen und ich hätte gerne mehr über ihre Hintergründe erfahren um sie als wichtig/stimmig zu empfinden. Die Aneinanderreihung von Kämpfen/zurückgelegten Wegen hätte durch mehr magische Hintergrundinformationen und Charakterentwicklung dazu gewonnen.