Cover-Bild Flügelschatten
Band 1 der Reihe "Flügelschatten"
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Drachenmond Verlag GmbH
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 21.09.2020
  • ISBN: 9783959915519
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Carolin Herrmann

Flügelschatten

Augen aus Dunkelheit
„Wenn du Gefahr witterst – verstecke dich. Wenn du in die Enge getrieben wirst – sei bereit für den Angriff. Du brauchst keine Waffen, du bist schneller als sie. Stärker. Besser.“

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, Erinnerungen zu haben. Nicht bloß diese Visionen, die mich überkommen und mir einen kurzen Blick in die Vergangenheit schenken. Wie es wäre, nicht von dieser Gier nach Blut angetrieben zu werden, oder wie es wäre, eine von ihnen zu sein – ohne die eingerissenen Flügel aus Haut und Knochen und ohne violette Augen voller Finsternis. Vor allem frage ich mich, wie es wäre, jemandem zu vertrauen. Celdon vielleicht. Aber genau er hat mir gesagt, dass es in Zeiten wie diesen niemanden gibt, dem man trauen kann.
Die Mauern aus Eis, die ich um mich errichtet habe, er schlägt Risse in sie und ich weiß nicht, ob ich das zulassen darf. Was ist, wenn er hinter sie blickt und das Monster sieht, das in mir schlummert?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2020

eine ganz tolle Geschichte

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Ohne Erinnerungen an ihr bisheriges Leben wacht Bree mitten im Wald auf. Ganz auf sich allein gestellt, schlägt sie sich durch, sie gehört weder zu den Menschen noch zu den Elfen. Außerdem hat sie Flügel, ...

Ohne Erinnerungen an ihr bisheriges Leben wacht Bree mitten im Wald auf. Ganz auf sich allein gestellt, schlägt sie sich durch, sie gehört weder zu den Menschen noch zu den Elfen. Außerdem hat sie Flügel, kann aber nicht damit fliegen, denn einer davon ist beschädigt. Auf ihrer Suche nach Antworten findet sie Unterschlupf bei dem Elfen Elijah. Hier lernt sie Celdon, den sie einerseits faszinierend findet, der sie aber andererseits auch sehr oft provoziert. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Azael machen, von dem sich Bree Antworten auf viele ihrer Fragen erhofft, kommen sich die beiden näher. Aber als Bree endlich Antworten erhält ist das für alle ein Schock.

Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer Dilogie. Die Autorin konnte mich bereits mit ersten Buch, Das Mädchen, das die Träume webt, überzeugen, deshalb wollte ich diese neue Reihe von ihr unbedingt lesen.

Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Bree. Den Namen bekommt sie übrigens erst später im Verlauf der Handlung. Zuerst ist sie völlig alleine und auf sich selbst gestellt. Die Autorin erzählt weniger über die Welt, in der die Handlung spielt, es geht in erster Linie um die Charakterentwicklung von Bree und natürlich um die Suche nach Antworten zu ihrer wahren Identität.

Bree ist anders als die anderen Charaktere, sie umgibt ein Geheimnis, das gelöst werden muss. Sie ist stark und zerbrechlich gleichzeitig, was ich eine interessante Mischung fand. Ich mochte sie sehr, sie war mir sehr sympathisch. Die Romanze nimmt eine große Rolle in der Handlung ein, ist aber nie zu kitschig oder überladen.

Am Ende wird das Geheimnis um Bree gelüftet, aber dann ist der 1. Teil auch schon zu Ende. Mich konnte dieses Buch auf jeden Fall völlig überzeugen und ich vergebe die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Toller Auftakt

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Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

„Wenn du Gefahr witterst – verstecke dich. Wenn du in die Enge getrieben wirst – sei bereit für den Angriff. Du brauchst keine Waffen, du bist schneller ...

Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

„Wenn du Gefahr witterst – verstecke dich. Wenn du in die Enge getrieben wirst – sei bereit für den Angriff. Du brauchst keine Waffen, du bist schneller als sie. Stärker. Besser.“

Manchmal frage ich mich, wie es wäre, Erinnerungen zu haben. Nicht bloß diese Visionen, die mich überkommen und mir einen kurzen Blick in die Vergangenheit schenken. Wie es wäre, nicht von dieser Gier nach Blut angetrieben zu werden, oder wie es wäre, eine von ihnen zu sein – ohne die eingerissenen Flügel aus Haut und Knochen und ohne violette Augen voller Finsternis. Vor allem frage ich mich, wie es wäre, jemandem zu vertrauen. Celdon vielleicht. Aber genau er hat mir gesagt, dass es in Zeiten wie diesen niemanden gibt, dem man trauen kann.
Die Mauern aus Eis, die ich um mich errichtet habe, er schlägt Risse in sie und ich weiß nicht, ob ich das zulassen darf. Was ist, wenn er hinter sie blickt und das Monster sieht, das in mir schlummert?
Quelle: drachenmond.de



Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Es ist Winter und bitterkalt.

Das Cover gefällt mir richtig gut, da es die Farben von den Augen der Hauptperson aufgreift und auch ansonsten zum Inhalt passt. Der Wald spielt auch in dem Buch eine Rolle und ich finde es sehr stimmig.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gut zu lesen. Zuerst war ich aber verwirrt, als ich plötzlich aus der Ich-Perspektive von einem anderen Charakter gelesen habe, aber es wurde immer recht schnell klar, von wem man gerade liest. Insgesamt gibt es 3 Perspektiven, wobei eine davon nur selten vorkommt. Abgesehen davon fand ich den Stil super.

Zu Beginn lernt man ein Mädchen kennen, das sich an nichts erinnert. Sie wacht im Wald auf und schlägt sich solange durch, bis sie bei einem ihr bekannt vorkommenden Mann unterkommt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen. Man weiß ebenso wenig wie die Protagonistin selbst, sie hat nichteinmal einen Namen. Somit lernt man mit ihr zusammen, aber bis es so weit ist, vergeht einige Zeit und ich muss sagen, dass ich alles, bis sie zur Villa kam, halbwegs langweilig fand. Sie lebte eben so dahin, hat Menschen entdeckt und ist vor ihnen geflohen, aber im Grunde passierte hier nicht viel und ich hätte mir gewunschen, dass die Story einfach ein bisschen schneller voran schreitet. Man erfährt nicht viel über die Welt und auch sonst nichts, das waren also knapp 100 Seiten, die nicht so spannend waren, wie ich finde.

Danach bekommt man auch nur wenig Info, das meiste erfährt man erst im letzten Drittel des Buches. Nachdem das Mädchen in der Villa ankommt passiert auch nicht viel, aber man lernt zusammen mit ihr, was eigentlich genau da abgeht. Die Infos kommen immer in kleinen Häppchen und man muss manchmal ziemlich lange warten, aber dieser Teil des Buches hat mir schon wesentlich besser gefallen. Das kann auch daran liegen, dass andere Menschen vorkamen und sich Gespräche entwickelt haben.

Unsere Hauptfigur fand ich ganz ok. Zuerst wirkte sie eben recht desorientiert, was nicht verwunderlich ist, mit der Zeit hat sie aber an Selbstbewusstsein dazugewonnen und sich auch den stärkeren Jungs in den Weg gestellt. Hin und wieder verstand ich ihre Gefühlsschwankungen nicht ganz, aber das ist eher ein kleiner Punkt. Insgesamt mochte ich sie doch. Celdon hingegen war mir zuerst sehr unsympathisch, auch wenn klar war, dass er der männliche Protagonist werden wird und man noch mehr von ihm lesen wird, mochte ich ihn einfach nicht. Ich glaube er wurde extra so gemacht, damit man ihn als Leser zuerst nicht mag, aber bei mir hat das nur bewirkt, dass ich mir später schwer getan habe, den fiesen Celdon mit dem netten Celdon in Einklang zu bringen.

Alle anderen Charaktere waren nebensächlich und haben bei mir auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie waren eben da, waren ganz nett und ich mochte die meisten, aber ich wüsste jetzt keinen, der eine besondere Erwähnung wert wäre.

WIe schon erwähnt gibt es in dem Buch drei Perspektiven. Die Dritte ist jene von dem Händler, der im ersten Teil des Buches auf das Mädchen trifft. Von ihm gibt es nur wenige Kapitel und sie dienen eher zum Verständnis der Welt und zur Aufrechterhaltung der Spannung, denn bei diesen Kapiteln passiert immer war und ich habe die echt gern gelesen. Sie bilden einen guten Kontrast zum Rest der Geschichte.

Ich tu mir bei diesem Buch sehr schwer es zu bewerten, da mir, nach den ersten 100 Seiten, wirklich alles sehr gut gefallen hat. Hin und wieder gab es zwar Kleinigkeiten, die nicht so toll waren und manche Stellen hätten auch kürzer sein können, aber insgesamt mochte ich die Geschichte dann doch sehr. Besonders die Erzählungen von dem Land und auch die kurzen Erinnerungen, die immer eingebaut wurden, haben mir gefallen. Das Mädchen hat nämlich immer wieder kurze Schübe und sieht Szenen aus ihrer Vergangenheit. Man kann damit nicht viel anfangen, bis am Ende alles aufgeklärt wird.

Das Ende selbst war sehr gut geschrieben, aber es fühlte sich dann an, als würde ein langer Prolog enden. Irgendwas hat da einfach noch gefehlt, aber ich werde den zweiten Band auf jeden Fall lesen und freue mich schon drauf.

Fazit:

Der Großteil des Buches hat mir richtig gut gefallen, einzig am Anfang hatte ich einiges auszusetzen und das Ende hätte man auch noch anders machen können. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und ich fand die Geschichte des Mädchens echt gut. Die Liebesgeschichte war ebenso nicht aufdringlich, sowas mag ich besonders. Ich freue mich schon auf Band zwei, dieser Teil bekommt 4 Sterne von mir, da mich das Buch insgesamt doch unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 03.11.2022

Interessante Idee mit einigen Längen

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Die ersten Seiten von Flügelschatten haben mich dazu verleitet, es einfach auf gut Glück mitzunehmen. Und ich hatte den richtigen Riecher: Es ist ein „Ich lese das ganze Buch in einem Rutsch“-Buch. Nach ...

Die ersten Seiten von Flügelschatten haben mich dazu verleitet, es einfach auf gut Glück mitzunehmen. Und ich hatte den richtigen Riecher: Es ist ein „Ich lese das ganze Buch in einem Rutsch“-Buch. Nach dem Prolog wurde meine Vorfreude jedoch etwas gedämpft. Seitenlang wird die Gefühlswelt der Protagonistin, deren Name hier nicht genannt werden kann, um spoilerfrei zu bleiben, beleuchtet. Eine Stimme im Kopf, Instinkte, denen egal ist, ob sie sich daran erinnert, wer sie ist, und die Neuentdeckung der Welt waren zunächst spannend und haben die Hilflosigkeit gut widergespiegelt, etwas kurzer hätte es für mich aber ausfallen können. Ich finde allerdings auch Herr der Ringe langatmig, und nicht wenige vergöttern die Bücher gerade wegen der Längen.

Danach nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Wir treffen auf weitere Charaktere, erleben, wie die Protagonistin ohne Namen Anschluss findet und den Fragen, die sie quälen, langsam auf den Grund geht. Es passt zur Geschichte, dass sich die Ereignisse nicht überstürzen, manchmal hätte ich mir dennoch mehr Tempo gewünscht. Geduld ist eine Tugend, aber nicht unbedingt meine.
Selbstverständlich gibt es auch eine zarte Liebesgeschichte, aber keine, die die Geschichte überschattet. Hierbei hat mir gut gefallen, dass sie sich langsam entwickelt und die zuvor präsentierten Charaktereigenschaften nicht einfach über den Haufen geworfen werden, nur weil ein wohlproportionierter Mann auf der Bildfläche erscheint.

Und weil wir alle Bücher schon einmal nach ihrem Aussehen beurteilt haben: Die Kapitelzierden, die auch den Wechsel der Erzählperspektiven anzeigen, sind – wie das Cover – wunderschön gestaltet. Zum vollständigen Glück hätte mir nur noch eine Karte gefehlt, um einen besseren Überblick zu bekommen. Allerdings passt es zur Situation der Protagonistin, dass auch wir uns nicht direkt auskennen.

Insgesamt hat mir Flügelschatten wirklich gut gefallen. Ein paar Ideen, wie es weitergehen könnte, habe ich schon. Bin gespannt, was sich bewahrheitet!

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