Cover-Bild Der Sommer der Wünsche
Band 6 der Reihe "Blossom-Street-Serie"
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 02.07.2018
  • ISBN: 9783956498176
Debbie Macomber

Der Sommer der Wünsche

Anita Sprungk (Übersetzer)

Es ist Sommer in der Blossom Street, und in Lydias Wollladen »A Good Yarn« findet ein neuer Strickkurs statt. Abbie ist eine der Teilnehmerinnen und sie weiß, erst wenn sie die Liebe überwindet, die zerbrochen vor ihr liegt, kann sie nach vorn schauen und wieder glücklich werden. Wie beim Stricken muss sie erst mit dem Vergangenen abschließen, bevor sie neu beginnen kann. Doch die Nadel lässt sich mit jeder Masche leichter führen, bis schließlich der letzte Faden vernäht ist. Und Abbie spürt: Gemeinsam mit Freunden kann sie alles schaffen.

»Wenn es darum geht, einen ganz besonderen Ort und unvergessliche, integre Charaktere zu schaffen, kann niemand Debbie Macomber das Wasser reichen.« BookPage

»Debbie Macomber schafft es ohne Anstrengung, dass jedes Buch der Blossom-Street-Serie einzigartig und erfrischend ist.«
Library Journal

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2018

Seichte Unterhaltung, kann leider nicht mit dem Vorgänger-Band mithalten

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Inhaltsangabe (Klappentext):

"Lydia ist glücklich. Jeden Morgen genießt sie es aufs Neue, ihren Wollladen in der Blossom Street zu öffnen. Dann strömt das Aroma der frischen Croissants aus dem Café und ...

Inhaltsangabe (Klappentext):

"Lydia ist glücklich. Jeden Morgen genießt sie es aufs Neue, ihren Wollladen in der Blossom Street zu öffnen. Dann strömt das Aroma der frischen Croissants aus dem Café und der Duft der unterschiedlichsten Blüten aus Suzannahs Blumenladen zu ihr herüber. Sie winkt Anne Marie zu, wenn diese die Tür zu ihrer Buchhandlung öffnet, und fühlt sich zu Hause. Und jetzt endlich wird auch Lydias größter Wunsch in Erfüllung gehen: Sie wird ein Kind bekommen! Sie geht ihren neuen Strickkurs jetzt voller Elan an und hilft ihren Schülern bei ihren Vorhaben: Etwas abzuschließen, um neu zu beginnen."

Als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug, hatte ich gerade den Vorgänger-Band der Blossom Street Reihe ("Eine Schachtel voller Glück", der gleichzeitig auch mein erster Band dieser Reihe war) gelesen und war noch ganz beschwipst vom Leserausch - bei so einem tollen Vorgänger konnte es ja auch in "Der Sommer der Wünsche" nur sensationell weitergehen...dachte ich. Am besten lässt es sich, glaube ich, so beschreiben: ich bin froh, dass dieses nicht mein erster Band der Blossom Street Reihe war, sonst hätte ich eher wenig Interesse an den anderen Werken gehabt. Schade!

Es geht um mehrere Charaktere, unter Anderem auch "die üblichen Verdächtigen", die auch in den anderen Werken der Reihe eine Rolle spielen. Ich weiß, dass dies Teil einer Buchreihe ist - wiederkehrende Charaktere - und damit habe ich auch kein Problem; im Gegenteil: im Vorgängerband wird z.B. Lydia nur am Rande erwähnt und ich hatte mich gefreut, nun mehr über sie zu erfahren. Leider wirkt es, als wäre auf Krampf eine neue Geschichte herbeigezogen worden, die eben in der Blossom Street zu spielen hatte. Die Charaktere sind (und es tut mir leid, dass ich mich ständig auf den Vorgängerband beziehen muss, aber der Kontrast ist einfach zu extrem) ungewöhnlich oberflächlich skizziert; trotz teilweise ernster (lebensnaher) Themen wirkt alles sehr oberflächlich runtergeschrieben, man erlebt keinen Tiefgang und lernt die einzelnen Charaktere zwar kennen aber nicht so sehr mögen wie im Vorgängerband. Dass die Entwicklung der Geschichte (gerade bei Lydias Familiensituation oder Anne Maries Bekanntschaft mit einem gutaussehenden Fremden) letztendlich absehbar war, lasse ich mal außen vor - solange etwas mit Herz beschrieben ist, stört mich das offensichtlich zu erwartende Ende überhaupt nicht. Habe ich mir beim Vorgängerband noch gewünscht, der Roman hätte mehr Seiten, weil ich nicht aufhören wollte zu lesen, ertappte ich mich hier, dass ich versucht war, einfach ein paar Seiten zu überfliegen, weil ich nur noch fertig werden wollte. Aus Pflichtbewusstsein und Hoffnung (vielleicht streckte ja genau in diesen Seiten der große Twist, eine unerwartete Offenbahrung etc.) zwang ich mich dann regelrecht zum Weiterlesen.

Der Schreibstil an sich ist okay, aber leidet deutlich an der Oberflächlichkeit der zusammengestückelten Geschichten - in Temperaturangaben würde ich sagen "lau". Ich war alles in allem ein wenig enttäuscht, da die Stories der einzelnen Charaktere wirklich viel Potential gehabt hätten - das kann die Autorin deutlich besser. Vielleicht wäre es nicht schlecht gewesen, das Ganze um eine Storyline zu verringern und sich dann mehr auf die verbleibenden Einzelgeschichten zu konzentrieren. Immerhin sind die Blossom Street und ihre Geschäfte, vor allem das Wollgeschäft, einladend und detailiert beschrieben. Würde diese Straße tatsächlich existieren, wäre ich sicher versucht, dort entlangzubummeln. Das farbenfrohe Cover ist auch schön gelungen und passt gut zum Thema Stricken. Fazit: ganz okay, nicht der beste Blossom Street Band und definitiv nicht als Einstiegswerk in die Reihe geeignet (- der Vorgänger, den ich gar nicht genug preisen kann, allerdings schon -). Ich unterteile meine Bücher immer in die Kategorien "WOW, muss ich unbedingt behalten, werde ich immer wieder lesen" und "War okay, hat man mal gelesen, muss aber nicht wieder sein" - in diesem Fall fällt das Werk in letztere Kategorie. Es war okay, aber ich kann mir nicht vorstellen, es je ein zweites Mal zu lesen.

Veröffentlicht am 04.08.2018

Nicht der beste Band der Reihe, aber wie immer unterhaltsam

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"Der Sommer der Wünsche", Band 6 der Blossom Street Reihe, konzentriert sich diesmal wieder auf Lydia, unsere Hauptprotagonistin aus Band 1, die mit ihrem kleinen Wolllädchen "A Good Yarn" und den Strickkursen ...

"Der Sommer der Wünsche", Band 6 der Blossom Street Reihe, konzentriert sich diesmal wieder auf Lydia, unsere Hauptprotagonistin aus Band 1, die mit ihrem kleinen Wolllädchen "A Good Yarn" und den Strickkursen immer wieder die zentrale Figur der Reihe darstellt. Hat man die Vorgängerbände gelesen, fühlt man sich schnell wieder in der Blossom Street in Seattle wohl und freut sich auf Begegnungen mit alten Bekannten.

In allen Geschichten wird die Überwindung von Schicksalschlägen thematisiert. So steht diesmal der neue Strickkurs in Lydias Wollparadies unter dem Thema "Altes hinter sich lassen" - egal ob man sich einer Sucht oder Probleme stellen will.
Alix, die wir schon aus den Vorgängerbänden kennen und im Café gegenüber arbeitet, ist die erste Kursteilnehmerin. Sie möchte sich das Rauchen abgewöhnen, weil sie ein Baby plant. Sie gesellt sich zu den neuen Strickbegeisterten Phoebe und Bryan, genannt Hutch.
Phoebe hat sich von ihrem Verlobten Clark getrennt, der sie mehrmals betrogen hat. Dieser versucht sie jedoch weiterhin zu manipulieren und setzt dabei auch verbotene Mittel ein.
Bryan ist Geschäftmann und hat den Strickkurs von seinem Arzt zur Entspannung verschrieben bekommen, da er völlig überarbeitet ist und sein Gesundheitscheck nicht sehr gut ausgefallen ist. Er hat viel zu früh die Schokoladenmanufaktur seines Vaters übernommen, nachdem dieser plötzlich verstorben ist. Im Moment bereitet ihm noch zusätzlich eine Klage gegen die Firma Kopfzerbrechen.
Lydia hingegen stellt sich einer neuen Aufgabe. Sie möchte ein Baby adoptieren, nachdem sie selbst keine eigenen Kinder mehr bekommen kann. Anne-Marie aus dem Buchladen "Blossom Street Books", die Adoptivmuutter der kleinen Ellen, ist ihr dabei eine große Hilfe und stellt den Kontakt zu ihrer damaligen Vermittlerin her. Doch statt dem erhofften Baby kommt erstmal die 12-jährige Casey als Pflegekind zu Lydia, Brad und Codey.
Aber auch Anne-Marie und ihre Adoptivtochter Ellen sind wieder mit dabei. Die Vergangenheit holt die Beiden ein und Anne-Marie sieht sich nicht nur einer neuer Herausforderung gegenüber stehen, sondern entdeckt, dass sie nach dem Tod ihres Mannes wieder frei für die Liebe ist.

Wie in allen Geschichten rund um die Blossom Street und ihre Bewohner, wird jedes Kapitel einer Figur gewidmet. Wechselweise wird aus der Sicht der jeweiligen Charaktere erzählt. Diese sind sehr lebendig und facettenreich dargestellt. Debbie Macomber beherrscht die Beschreibung ihrer Figuren wirklich meisterhaft.

Das Stricken nimmt diesmal nicht wirklich viel Raum ein. Obwohl die Bücher leichte Lektüre zum Entspannen sind, war diesmal die Geschichte sehr vorherhsehbar. Bis auf eine kleine Überraschung traf alles genauso ein, wie ich schon zu Beginn des Buches vermutet hatte. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr Überraschungsmomente und Wendungen gewünscht.
Auch die Punkte rund um die beiden Adoptionen bzw. Pflegestellen war mir zu lasch und konstruiert. Als Anne-Marie Probleme bekommt, denkt sie nicht einmal daran bei der Behörde nachzufragen. Auch Lydia nimmt alles als gegeben hin. Das war mir eindeutig zu viel Blick durch die rosarote Brille....

Nicht unbedingt der beste Band der Reihe und leider sehr, sehr vorhersehbar. Trotzdem wieder unterhaltsam und für Freunde der Blossom Street trotzallem nett zu lesen. Perfekt für die momentanen heißen Temperaturen, bei denen es schwer fällt nachzudenken und einfach zum Entspannen.

Veröffentlicht am 25.07.2018

Wenn alle Wünsche in Erfüllung gehen

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„Die Idee für den neuen Strickkurs stammte von Margaret. „Stricken, um loszulassen“, so nannte sie den Kurs, und ihre Vorschlag gefiel mir ausgezeichnet. Seit der Eröffnung des Wollgeschäfts vor fünf Jahren ...

„Die Idee für den neuen Strickkurs stammte von Margaret. „Stricken, um loszulassen“, so nannte sie den Kurs, und ihre Vorschlag gefiel mir ausgezeichnet. Seit der Eröffnung des Wollgeschäfts vor fünf Jahren war mir aufgefallen, wie viele unterschiedliche Motive meine Kunden – vor allem Frauen, aber auch ein paar Männer – veranlassten, stricken lernen zu wollen.“

Für mich gehört das Stricken zwar eigentlich eher in den Winter, wenn es kalt und draußen ungemütlich ist, aber „Der Sommer der Wünsche“ klang einfach nach einer wunderschönen Sommerlektüre. In ihr geht es um Lydia, die in ihrem Wollgeschäft einen neuen Strickkurs anbietet. Die Kursteilnehmer sollen einen Schal stricken, um über Probleme hinweg zu kommen oder Süchte hinter sich zu lassen. Insgesamt melden sich drei Teilnehmer aus den verschiedensten Gründen zu diesem Kurs an.

Auch wenn im Klappentext vor allem Lydia erwähnt wird, ist sie nicht unbedingt die Hauptperson. Insgesamt wird das Buch aus fünf verschiedenen Sichten erzählt: Lydias, der der drei Kursteilnehmer und aus Anne Maries (einer Freundin von Lydia). Jedes Kapitel ist aus jeweils einer Sicht geschrieben und mit jedem Kapitel wechseln sich auch die Perspektiven. So wird es nicht langweilig und der Leser erfährt zeitnah, wie es in dem jeweiligen Handlungsstrang weiter geht.

Jede Person hat eigene Probleme und Schwierigkeiten. Lydia möchte gerne ein Kleinkind adoptieren, bekommt jedoch zur nächst einen Teenager als Pflegekind. Ann Marie hat schon ein Kind adoptiert, das jedoch den biologischen Vater kennenlernen möchte. Eine Kursteilnehmerin möchte mit dem Rauchen aufhören bevor sie schwanger wird und die anderen beiden Kursteilnehmer sind auf der Suche nach dem Partner fürs Leben. Durch die verschiedenen Thematiken ist das Buch ebenfalls abwechslungsreich und zeitgleich emotional. Wer kein Fan des Strickens ist, wird sich auch nicht langweilen, da das Stricken an sich sowie der Strickkurs keinen großen Raum einnehmen.

Mir hat persönlich Lydias Handlungsstrang am besten gefallen, jedoch fand ist sehr schade, dass bereits nach den ersten Kapiteln für mich klar war, wie das Buch enden wird. Es gab lediglich eine kleine Überraschung, aber ansonsten sind bei mir alle Vermutungen auch so eingetroffen. Das fand ich schade, da ich mir eine etwas weniger vorhersehbare Geschichte gewünscht hätte. Am Ende gehen alle Wünsche in Erfüllung und es gibt ein extremst, rosarotes und kitschiges Happy End. Das Ende war mir etwas zu dick aufgetragen und dadurch auch zu unrealistisch.

Das Buch ist gut geschrieben und ein schöner Roman für den Sommerurlaub. Es fesselt den Leser und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Trotz dem ziemlich kitschigem Ende ein super Wohlfühlroman mit viel Gefühl!

Veröffentlicht am 19.07.2018

Friede, Freude, Eierkuchen

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Zwei Dinge verlockten mich, dieses Buch zu lesen: Zum einen, weil das Stricken neben dem Lesen meine zweite große Leidenschaft ist, und zum anderen, weil ich von der Autorin bislang noch nichts gelesen ...


Zwei Dinge verlockten mich, dieses Buch zu lesen: Zum einen, weil das Stricken neben dem Lesen meine zweite große Leidenschaft ist, und zum anderen, weil ich von der Autorin bislang noch nichts gelesen hatte und die Blossom-Street-Reihe gerne kennenlernen wollte.

In Lydias Wolladen „A Good Yarn“ wird ein neuer Strickkurs angeboten, und zwar unter dem Thema „Loslassen“. Und so finden sich 4 Frauen und 1 Mann mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Erwartungen zusammen. Mehr muss man im Grunde zum Inhalt vorweg gar nicht wissen.

Debbie Macomber hat eine seltsame Erzählweise gewählt: Da ist die Ich-Erzählerin Lydia, die Besitzerin des Wollladens. Und da sind die anderen vier Protagonisten, über die in wechselnden Kapiteln berichtet wird, aber nicht aus Sicht der Ich-Erzählerin, sondern aus Blick der Autorin. Schon dadurch wirkt das Buch für mich konstruiert. So als habe die Autorin aus ihrem Notizen-Fundus einzelne Entwürfe hervorgeholt und mit Gewalt miteinander zwangsverknüpft, im Strickkurs und im erzählten Geschehen. Dieses Zusammenwerfen von irgendwann Geschriebenem führt leider auch zu Textwiederholungen und unlogischen Handlungsabläufen. Insgesamt wirkt die Sprache recht altbacken, wenig lebendig und das Romangeschehen insgesamt vorhersehbar. Stricken als roter Faden wird allzu gewollt-gewaltsam über die Kapitel gelegt. An keiner einzigen Stelle im Buch wird die Strick- oder Wollleidenschaft nachvollziehbar, spürbar, fühlbar geschildert, sondern das Stricken wird genauso konstruiert wie die Personen als vermeintlich verbindendes Thema ohne jegliche Bedeutung eingestreut. Und natürlich endet das Buch für alle in Friede, Freude, Eierkuchen.

Fazit: Das Buch ist nett zu lesen, wenn man den kritischen Verstand ausschaltet und sich auf leicht altmodische Weise unterhalten lassen möchte.