Cover-Bild Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Luchterhand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 29.04.2014
  • ISBN: 9783630874326
Dimitri Verhulst

Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

Roman
Rainer Kersten (Übersetzer)

Scheint gar nicht so leicht, in Würde zu altern!

Es muss doch noch mehr geben als eine langweilige, vorgezeichnete Existenz ins Grab hinein, eine lieblose Ehe, die einem jede Selbstachtung raubt, und Kinder, die einem fremd sind – sagt sich der gut siebzigjährige Désiré Cordier eines schönen Tages. Und beschließt, einen auf dement zu machen. Die Rolle des senilen Vergesslichen spielt er so gut, dass ihn die Familie schließlich ins Pflegeheim bringt, wo er endlich frei zu sein meint …

»Das Leben schien schneller zu verlaufen als die Gedanken, und bevor er einen Entschluss gefasst hatte, war er ein alter Mann.« Als Désiré Cordier klar wird, dass dieser Satz auf ihn zutrifft, versucht er in letzter Minute, das Ruder herumzureißen. Andere verkaufen ihre gesamte Existenz auf e-bay, für sagenhafte zwei Millionen Dollar (wie ihm sein alter Boule-Freund erzählt), und er möchte seines nicht mal geschenkt. Immer hat er nur klein beigegeben, wenn seiner Frau Moniek etwas an ihm nicht passte, und jetzt, da der Verkauf ihres Hauses und ein Umzug in eine kleine Wohnung bevorstehen, bekommt er Panik. Wie soll er seiner dominanten Frau da noch ausweichen, ohne Garten und Keller? Und so entwirft er eine ungewöhnliche Strategie: Er gibt vor, an Demenz zu erkranken – was dem ehemaligen Bibliothekar nicht nur ein diebisches Vergnügen bereitet, sondern auch erstaunlich gut gelingt. Schon bald landet er in dem Pflegeheim »Winterlicht«, zusammen mit anderen Dementen und überforderten Pflegern, wo er neben haarsträubenden Missständen auch so manche Überraschung entdeckt – einen Strategen im Geiste, einen ehemaligen Nazi und eine alte Jugendliebe …
Dimitri Verhulst, der gefeierte Bestsellerautor aus Flandern, dem niederländischsprachigen Belgien, greift in seinem neuen Roman ein höchst aktuelles Thema auf und zeigt voll Komik und Esprit und mit herzzerreißender Schonungslosigkeit, dass es gar nicht so einfach ist, in Würde zu altern.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Sumsi1990 in einem Regal.
  • Sumsi1990 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Bibliothekar, der lieber dement...

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Vorweg muss ich sagen, dass ich wahnsinnig gerne Dimitri Verhulst lesen, diese Lektüre aber bei mir schon einige Zeit her ist, sodass ich Erinnerungslücken zu entschuldigen erbitte.

Dieser Roman handelt ...

Vorweg muss ich sagen, dass ich wahnsinnig gerne Dimitri Verhulst lesen, diese Lektüre aber bei mir schon einige Zeit her ist, sodass ich Erinnerungslücken zu entschuldigen erbitte.

Dieser Roman handelt von dem alternden Bibliothekar Desire, welcher mit seinem Leben unzufrieden ist, in seiner Ehe nicht mehr glücklich ist und seinen Ausweg darin sucht, dement zu spielen. Es ist ein pardoxes Buch, da man sich eine solche Situation nicht vorstellen, aber nachfühlen kann.

Wie gesagt, ich lesen Verhulst extrem gerne und war somit auch von diesem Roman alles andere als enttäuscht. Sein Schreibstil und sein Humor sind einmalig und ich kann diesen Autor nur jedem ans Herz legen.