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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: TWENTYSIX
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 29.12.2017
  • ISBN: 9783740735722
Enya Kummer

Julie

Am Ende ist Erinnern
Die siebzehnjährige Yva hat es schwer in ihrer Familie. Sie muss sich um ihren autistischen Bruder kümmern und das meiste im Haushalt erledigen, da ihre depressive Mutter dem allen nicht gewachsen ist. Der Vater ist schwer beschäftigter Jurist und verschließt vor den Problemen die Augen.
Dann ist da Yvas panische Angst vor Wasser, die sie mehr und mehr in Albträumen und im Alltag verfolgt.
Erschöpft von ihrem Leben begegnet ihr eines Tages Julie, die so ganz anders ist: selbstbewusst, gelassen, sehr direkt, aber auch liebevoll. Yva verfällt der neuen Freundin, hungert nach Begegnungen mit ihr.
Eines Tages sehen Yvas bester Schulfreund Janis und ihr Vater sie in merkwürdiger Kleidung durch die Stadt laufen. Yva verzweifelt, denn sie kann sich nicht erinnern. Nur noch in Julie sieht sie eine Hilfe. Mit Julie wird alles gut, denkt sie. Doch ist das wirklich so? Wer ist Julie, was sind das für Träume, die Yva plagen, was hat es mit den fehlenden Bildern im Fotoalbum auf sich? Was verheimlichen ihr die Eltern?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2018

Eine Mädchen, was an den psychischen Krankheiten ihrer Familie zu zerbrechen scheint

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Titel: Julie: Am Ende ist Erinnern
Autorin: Enya Kummer
Erscheinungsdatum: 29. Dezember 2017
Seitenanzahl: 336 Seiten


Im Roman „Julie: Am Ende ist Erinnern“ von Enya Kummer erfahren wir etwas über das ...

Titel: Julie: Am Ende ist Erinnern
Autorin: Enya Kummer
Erscheinungsdatum: 29. Dezember 2017
Seitenanzahl: 336 Seiten


Im Roman „Julie: Am Ende ist Erinnern“ von Enya Kummer erfahren wir etwas über das Leben der Familie Foit die in Hessen in Pfungstadt lebt. Besonders geht es um Yva die Tochter der Familie. Sie ist siebzehn Jahre alt und hat in ihrem Alter schon viel Verantwortung zu tragen. Da gibt es ihren kleinen, achtjährigen Bruder Paolo. Er ist Autist und bedarf eben doch oft etwas mehr Aufmerksamkeit und der Umgang mit ihm ist nicht so einfach. Oft muss Yva ihn beschäftigen oder versuchen sich so zusammenzureißen, dass sie ihn nicht verschreckt, denn dann zieht er sich in seine eigene kleine Welt zurück. Dann gibt es noch Yvas Mutter Hanna, die an Depressionen leidet und am Anfang des Buches in einer schwerdepressiven Phase zu stecken scheint. Sie ist komplett überfordert mit dem Jungen, schiebt ihn immer mehr an seine große Schwester ab, die aber eigentlich gerade im Abiturstress steckt und auch nebenbei noch für die Familie kocht und andere Dinge im Haushalt erledigt, die ihre Mutter nicht schafft. Ja, es gibt auch einen Vater, doch der muss die Familie allein versorgen, da seine Frau ihren Job aufgegeben hat, nachdem sie nach Pfungstadt gezogen sind. So ist er viel mit seinem Beruf als Jurist beschäftigt und bekommt oft nicht mit, wie das Leben mit Paolo ist und wie es Yva belastet. Er geht auch davon aus, dass Hanna funktionieren müsste und wenn schon nicht sie, dann doch bitte seine Tochter, denn so schwer kann es doch nicht sein. Er scheint auch den Schein nach außen hin wahren zu wollen, so will er sich keine Hilfe wegen Paolo suchen und auch sonst scheint er gerade Therapeuten sehr ablehnend gegenüber zu stehen.

Wir erfahren auf detaillierte Weise, wie es Yva mit der Sache geht, dass sie ein Mädchen ist, dass sich schuldig fühlt, wenn sie mal nicht so funktioniert, wie es von ihr erwartet wird und das sie eben sowohl zu Hause, als auch in der Schule funktionieren muss, denn das wird von ihr erwartet. Als ihr dann ganz plötzlich ein Mädchen in ihrem Alter über den Weg läuft, was so ganz anders ist, als sie selbst, begehrt sie langsam auf, denn sie kann und will einfach nicht mehr, was ja verständlich ist.
Was ein Fotoalbum damit zu tun hat und warum Yva sich manchmal nicht mehr daran erinnern kann, was sie am Tag davor gemacht hat, dass erfahren wir auf 336 interessanten Seiten aus der Sicht von Yva selbst, von ihrem Vater Michele und ihrem besten Freund Janis.

Mich hat das Buch aus eigener Erfahrung heraus vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen, ich wollte wissen, wie das Mädchen mit der Überforderung umgeht, war oft von ihr überrascht und konnte mit ihr mitfühlen. Das Ende habe ich so nicht erwartet, also lasst euch entführen in eine Welt, die da draußen in jeder Familie so vorkommen kann. Denn oft geht es um Entscheidungen die wir treffen, die nicht nur für uns selbst Auswirkungen haben.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Ein wirklich ganz besonderes Buch, authentisch und echt

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Yva ist ein 17jähriges Mädchen, welches es im Leben echt schwer hat. Der Bruder ist Authist, die Mutter leidet unter Depressionen und der Vater ist ständig nur am arbeiten und verschließ vor den Problemen ...

Yva ist ein 17jähriges Mädchen, welches es im Leben echt schwer hat. Der Bruder ist Authist, die Mutter leidet unter Depressionen und der Vater ist ständig nur am arbeiten und verschließ vor den Problemen die Augen. Außerdem ist da die panische Angst von Yva vor Wasser. Diese Angst wird so schlimm, dass sie nicht nur ihren Träumen verfolgt, sonder auch am Tage. Zum Glück trifft sie eines Tages Julie. Sie ist alles, was Yva nicht ist. Selbstbewusst, gelassen und direkt. Als Yva sich nicht mehr erinnern kann, was sie gemacht hat, als ihr Vater und ihr bester Freund sie in merkwürdigen Klamotten durch die Stadt laufen gesehen haben, sieht sie nur noch Hilfe bei Julie. Aber kann sie ihr wikrlich helfen? und was sind das für Fotos im Album? Was hat es mit dieser panischen Angst vor Wasser aufsich?

Schon das Cover vermittelt die Gefühlswelt von Yva perfekt: Verzweifelt, düster, traurig und überfordert. Die Geschichte hat mich von der ersten Seiten an gepackt und auch nicht mehr losgelassen. Die Verzweiflung und Überforderung von Yva ist mit den Händen greifbar. Aber nicht nur das, sonder die ganze Situation ist so authentisch, dass ich beim Lesen schon öffters schlucken musste. Yva, die Mutter, der Burder, der Vater, Janis und auch Julie sind so eigenständige Charaktere, so perfekt in dieser Geschichte skizziert - besser hätte man es nicht machen können. Die Handlungen und Beweggründe sind logisch und absolut nachvollziehbar. Es ist wie eine Dominoschlange. Wenn man mal den ersten Stein umgeworfen hat, fallen alle anderen hintereinander ebenso. Genauso hat Enya Kummer diese Geschichte aufgebaut. Alles ergibt sich aus dem Vorhergegangenem.

Fazit:
Ein Buch, welches schwierige Themen sehr geschickt aufgreift und umsetzt. Sehr authentisch und echt. Eine Geschichte, die mir beim Lesen unter die Haut ging und die ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde.

Veröffentlicht am 24.05.2021

Nichts für instabile Leser

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Yva lebt mit ihrem autistischen Bruder, depressiven Mutter und überforderten Vater in Pfungstadt. In ihrem tristen Alltag lernt sie Julie kennen, die ihr mehr Halt gibt.

Ich hab früh gemerkt, dass etwas ...

Yva lebt mit ihrem autistischen Bruder, depressiven Mutter und überforderten Vater in Pfungstadt. In ihrem tristen Alltag lernt sie Julie kennen, die ihr mehr Halt gibt.

Ich hab früh gemerkt, dass etwas mit Julie nicht stimmt und früh gemerkt was Yvas Problem ist. Daher war das Ende keine allzu große Überraschung. Die kurzen Sätze und Kapitel haben für mich keine richtige Atmosphäre aufkommen lassen. Die Protas sind recht flach geblieben. Zum Schluss wurde es besser. Nur die wirkliche Wahrheit Yvas Vergangenheit und was ihr Vater allen Verschwiegen hat, hat mich erschüttert und welche Auswirkungen sein Handeln langfristig auf seine gesamte Familie hat.

Für psychisch instabile Leser nicht geeignet, da die negative Stimmung sehr runterziehen kann, die das Buch vermittelt. Die Grundstory ist gut.

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