Cover-Bild Der große Sommer
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 26.03.2021
  • ISBN: 9783832181536
Ewald Arenz

Der große Sommer

Roman
Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim gestrengen Großvater muss er lernen. Doch zum Glück gibt es Alma, Johann – und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird.
Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt Ewald Arenz von den Momenten, die uns für immer verändern.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2022

Die ersten Male der Jugend...

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Nachdem mir schon so oft von diesem Buch vorgeschwärmt wurde und Vergleiche zu Benedict Wells seinem Roman "Hard Land" gezogen wurden, musste ich einfach mal reinlesen und war direkt gefangen.

In der ...

Nachdem mir schon so oft von diesem Buch vorgeschwärmt wurde und Vergleiche zu Benedict Wells seinem Roman "Hard Land" gezogen wurden, musste ich einfach mal reinlesen und war direkt gefangen.

In der Geschichte geht es um Frieder, der seinen Sommer wohl nicht so verbringen wird wie geplant, denn statt Urlaub steht Lernen auf dem Programm, wenn es mit der Schule noch etwas werden soll. Dazu soll er zu seinem Großvater, vor dem alle Angst haben. Na das kann ja heiter werden. Wird es wirklich so schlimm wie befürchtet?

Das Besondere an dem Roman ist ganz klar, dass der Leser zurück in die Jugend versetzt wird, egal ob er eher oder später als Frieder groß geworden ist, denn die Themen und Probleme in dieser Zeit sind dann doch irgendwie dieselben. Auch wenn ich zu Beginn einige Taten der Jugendlichen als sehr albern empfand, so stellte ich doch bald beim Erinnern an eigene Erlebnisse fest, dass man genau solchen Mist eben auch gemacht hat und diesen nur gut verdrängt hat.

Ich mochte zudem, dass sich die Familie annähert und Geheimnisse ans Licht kommen, über die kaum gesprochen wird. Vor allem die Sache mit den Tagebüchern der Großmutter fand ich sehr interessant.

Und dann sind da eben auch die vielen ersten Male, die man eben nur als junger Mensch durchlebt und die einen später nicht mehr so erschüttern oder prägen wie bei diesem einen ersten Mal. Das hat mich sehr berührt, da man vieles davon viel zu schnell vergisst.

Bei dem vorliegenden Roman bekommt man wirklich einen großen Sommer serviert, wie er wirklich immer nur ein einziges Mal passiert, meist kurz nachdem man die Schule verlässt.

Und ich habe wieder etwas dazugelernt, was ich gern mag beim Lesen, denn nun weiß ich was Bossa Nova ist. Den Begriff hatte ich vorher noch nie gehört.

Fazit: Ein berührender Roman über das Erwachsenwerden, der mich gut unterhalten hat. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

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Veröffentlicht am 02.10.2021

Liebe, Leid und Freundschaft auf dem Weg zum Erwachsenwerden

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Der 16-jährige Friedrich Büchner muss am Ende der Sommerferien in die Nachprüfung. Statt mit seiner Familie in den Urlaub zu fahren, wird er zum Lernen zu seinem strengen Großvater ausquartiert.

Doch ...

Der 16-jährige Friedrich Büchner muss am Ende der Sommerferien in die Nachprüfung. Statt mit seiner Familie in den Urlaub zu fahren, wird er zum Lernen zu seinem strengen Großvater ausquartiert.

Doch der Sommer wird anders als erwartet. Friedrich lernt seine Großeltern von einer ganz neuen Seite kennen, er erlebt seine erste Liebe, aber auch Krankheit und Tod. Immer an seiner Seite seine Schwester Alma und sein bester Freund Johann. Gemeinsam erleben sie den Sommer ihres Lebens.

Meinung:

Nachdem mich Ewald Arenz Vorgängerroman "Alte Sorten" nicht wirklich erreichen konnte, ist das dem Autor mit diesem Buch viel besser gelungen. "Der grosse Sommer" ist ein gefühlvoller Roman über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Leid und Familie.

Ich wurde bei vielen Geschehnissen an meine eigene Jugend in den 80er Jahren erinnert, so dass es mir schon aus diesem Grund leicht fiel, mich mit den Charakteren und der Atmosphäre zu identifizieren. Darüber hinaus schafft es der emotionale und bildhafte Schreibstil seine Leser an die Handlung zu fesseln. Zusätzlich wird durch kleine Vorausschauen in die Zukunft ein raffinierter übergeordneter Spannungsbogen geschaffen.

Einen Punkt Abzug, da die Geschichte für mein persönliches Empfinden im zweiten Teil ein klein wenig überzogen war und mich das Ende nicht ganz zufrieden gestellt hat.

Fazit:

Lesenswerter emotionaler Roman über das Erwachsenwerden mit Erinnerungsfaktor an die eigene Jugend.

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Veröffentlicht am 10.07.2021

Schöne Coming-of-Age-Story

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Worum geht’s?
Dass Frieder sowohl in Mathe, als auch in Latein durch seine Abschlussprüfungen gerasselt ist, könnte ihm fast egal sein. Um doch noch versetzt zu werden, muss er aber in die Nachprüfung ...

Worum geht’s?
Dass Frieder sowohl in Mathe, als auch in Latein durch seine Abschlussprüfungen gerasselt ist, könnte ihm fast egal sein. Um doch noch versetzt zu werden, muss er aber in die Nachprüfung – und das heißt, dass der Familienurlaub für ihn in diesem Jahr flach fällt. Zu allem Übel wird er dann auch noch zu seinem strengen Großvater geschickt, um den Sommer damit zu verbringen, sich auf die Nachprüfungen vorzubereiten. Seine einzige Rettung aus diesem Albtraum sind da sein bester Freund Johann und Beate, das Mädchen, das er im Schwimmbad kennen gelernt hat und einfach nicht aus dem Kopf bekommt.


Meine Meinung
Mit Romanen tue ich mich hin und wieder mal ein wenig schwer, weshalb ich auch vor dem Lesen dieses Buches ein ganz kleines bisschen unsicher war, ob ich mich da wirklich dran wagen sollte. Die Neugierde hatte mich dann aber doch recht schnell gepackt, und was soll ich sagen – ich bin definitiv nicht traurig darüber, diese Geschichte in die Hand genommen zu haben.

Was hier zunächst einmal wirklich überzeugt, ist der unglaublich anschaulich gestaltete Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt und die Geschichte schön kurzweilig macht.

Auch die Charaktere fand ich äußerst ansprechend gestaltet, denn obwohl die realistisch gesehen so gar nicht meiner Generation entsprechen konnte ich mich doch ziemlich gut mit ihnen identifizieren und habe ihre Geschichten gerne verfolgt. Wirklich interessant fand ich dabei auch, wie authentisch sich mir die Gruppendynamik präsentiert hat – das habe ich nämlich schon lange nicht mehr so gelesen, was eine wirklich nette Überraschung an dieser Stelle war.

Ein wenig schwer getan habe ich mich dann aber tatsächlich eher mit dem Schluss des Buches, denn jetzt nach Beendigung der Geschichte fühlt sich das für mich irgendwie noch nicht so wirklich rund an, auch wenn ich nicht einmal genau benennen kann, was mich da eigentlich stört.

Insgesamt hatte ich beim Lesen aber auf jeden Fall viel Freude und habe Frieder und seine Freunde gerne durch ihren Sommer begleitet. Ein kleines bisschen hat mich das tatsächlich überrascht, auch wenn sich hier natürlich mal wieder die Vorzüge eines gelegentlichen Genrewechsels absolut treffend unter Beweis stellen.


Fazit
Ich bin fast schon ein wenig unerwartet begeistert von diesem Buch und kann die Geschichte auch Nicht-Romanfans empfehlen, die Lust auf große Gefühle, einen anschaulichen Schreibstil und interessante Charaktere haben.

Ich verteile dafür vier leicht beeindruckte Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 30.05.2021

Frieder

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Der große Sommer – Ewald Arenz

Das scheint das Jahr der Sommer-Bücher zu sein. Zumindest hab ich in den letzten Monaten einige davon gelesen und auch dieses hier konnte mich wieder in meine Jugend zurückversetzen ...

Der große Sommer – Ewald Arenz

Das scheint das Jahr der Sommer-Bücher zu sein. Zumindest hab ich in den letzten Monaten einige davon gelesen und auch dieses hier konnte mich wieder in meine Jugend zurückversetzen und ehrlich begeistern.

Es sieht nicht gut aus für Frieder. Um das Schuljahr doch noch zu bestehen, muss er in Mathe und Latein in die Nachprüfung. Das bedeutet, die Familie fährt ohne ihn in den Urlaub. Frieder ist zum Lernen beim gestrengen Großvater verdonnert. Tolle Aussichten. Und doch wird es am Ende ein toller Sommer. Denn er hat seine Schwester Alma und den besten Freund Johann, außerdem das Mädchen Beate, das er im Bad kennenlernt. Auch der Großvater mit seiner spröden Art entpuppt sich als ganz in Ordnung. Es passiert viel in diesen sechs Wochen. Frieder lernt die Liebe kennen und den Tod – und noch vieles mehr. Ein typischer coming-of-age-Roman eben. Aber schön.

Ewald Arenz hatte mich mit seinem unaufgeregten Schreibstil bereits ab der ersten Seite. Ich saß mit Frieder und Johann im Klassenzimmer. Es ist die Rückgabe des letzten, alles entscheidenden Tests – eine Sechs in Latein. Und wer kennt es nicht, dieses bange Gefühl aus der eigenen Schulzeit. Es war alles wieder da. Frieder ist ein ganz gewöhnlicher Jugendlicher mit ganz normalen Sorgen und Problemen. Herr Arenz hat ganz offensichtlich ein Gefühl dafür und versetzt seine Leser unmittelbar zurück in die eigene Jugend.

Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen und sehr genossen. Trotz allen Lobes gibt es von mir aber dennoch nur 4 Sterne. Zum Einen, weil der Erzählstil sowohl plottechnisch als auch sprachlich etwas raffinierter hätte sein können. Zum Anderen, weil gerade in diesem Jahr ein Buch mit ganz ähnlichen Themen erschienen ist, das mich noch deutlich mehr begeistern konnte: Hard Land von Benedikt Wells.

Nichts destotrotz – eine große Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 17.05.2021

So leicht und luftig wie ein Sommertag

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… erscheint Ewald Arenz´ neuer Roman „Der große Sommer“. Einen Sommer lang begleiten wir seinen Protagonisten Friedrich, der sich unter Aufsicht seiner Großeltern auf die Nachprüfung in Mathematik und ...

… erscheint Ewald Arenz´ neuer Roman „Der große Sommer“. Einen Sommer lang begleiten wir seinen Protagonisten Friedrich, der sich unter Aufsicht seiner Großeltern auf die Nachprüfung in Mathematik und Latein vorbereiten muss, um nach den Ferien doch noch versetzt zu werden. Friedrich, sechzehn Jahre alt und frisch verliebt, verbringt die verbleibende freie Zeit mit seinem Schulfreund Johann, Schwester Alma und Beate, seiner ersten Liebe - bis Johanns Vater plötzlich stirbt und sich alles für die vier Freunde ändert…
Auf einfühlsame Art schildert Arenz die kleinen und großen Probleme eines Jungen in der Pubertät. Er empfindet seine Gefühle nach, ohne dabei kitschig zu werden, beschreibt die Hochs und Tiefs, d
enen Friedrich ausgesetzt ist, und an die sich bestimmt auch jeder von uns erinnern kann. Überhaupt gelingt es dem Autor, alle Sinne des Lesers anzusprechen: der Geruch von frisch gemähtem Gras, flirrendes Licht in den Bäumen und das Rufen der Mauersegler - Eindrücke eines herrlichen Sommertages. Bei aller Leichtigkeit und Frische seiner Geschichte geht Arenz auch ernste, tiefgehende psychische Probleme an, welche die Freundschaft der vier Jugendlichen belasten. und fast zerbrechen lassen. Doch Optimismus und Lebensfreude überwiegen und lassen den Roman harmonisch ausklingen.

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