Cover-Bild Ab in die Küche!
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Westend
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Gesellschaft und Kultur, allgemein
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 02.03.2020
  • ISBN: 9783864892660
Franz Keller

Ab in die Küche!

Wie wir die Kontrolle über unsere Ernährung zurückgewinnen
"Küchengott auf Kriegspfad", titelte Der Spiegel zum Erscheinen seines Bestsellers Vom Einfachen das Beste, in dem Franz Keller die Geschichte seines Lebens mit einer scharfen Kritik an der Landwirtschafts- und Nahrungsmittelindustrie verknüpfte. Jetzt legt er nach. Denn bei vielen Gesprächen mit seinen Lesern, mit Erzeugern und Medizinern hat er festgestellt: Die Bevölkerung ist bereit für eine Agrar- und Lebensmittelwende, doch die Politik wird in Deutschland und der EU von den starken Lobbyinteressen ausgebremst. In seinem neuen Buch erklärt er, wie man mit guten Rohstoffen und einfachen Mitteln gesund und lecker kocht. Viele Geschichten und Anekdoten aus seiner bewegten Zeit als Sternekoch würzen dieses Buch, auf das alle Fans schon warten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2020

ein Buch das jeder lesen sollte, vor allem Kochmuffel

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Das es wichtig ist kochen zu können, lernen die meisten Menschen erst jetzt. Als erstes waren in den Supermärkten die Industrieprodukte weg und wenn man manchen Einkaufswagen sah, war man einfach nur verblüfft, ...

Das es wichtig ist kochen zu können, lernen die meisten Menschen erst jetzt. Als erstes waren in den Supermärkten die Industrieprodukte weg und wenn man manchen Einkaufswagen sah, war man einfach nur verblüfft, dass die meisten Menschen vor allem junge nicht einmal Nudel mit Tomatensoße kochen können.



Zurzeit fällt dies zwar enorm auf, aber ich stimme dem Sternkoch Franz Keller, welcher das Sachbuch „ab in die Küche“ geschrieben hat zu das man es schon in der Schule lernen sollte. Wer hat denn noch eine Mutter die kochen kann? Ich musste, Spaß hat es mir damals nicht gemacht, schon in jungen Jahren kochen lernen, weil meine Mama und meine Oma der Meinung waren, dass es jeder Mensch vor allem jede Frau können muss und man ja nicht auf die Industrieprodukte zugreifen soll. Bei uns war es sogar zu krass, dass es eine Zeit gab in der es bei uns als Süßigkeiten nur Schokolade aus dem Weltladen, aber nur selten und sonst nur selber gebackene Kekse und Kuchen gab. Geschadet hat es mir nicht. Doch vor allem für alle anderen dort draußen die nicht so aufgewachsen sind, ist dieses Buch wichtig und man muss es einfach lesen. Denn er beschreibt einfache Rezepte die meiner Meinung nach jeder können kann und auch jeder lernen sollte in seinem Buch.



Doch es geht ihm um viel mehr als um Rezepte. Ich wusste zwar schon einiges und wir haben vor einiger Zeit nach Krankheiten die wir uns nicht erklären konnten komplett auf Bio umgestellt und gehen nur einmal im Monat Essen, aber dennoch konnte er mich noch schockieren. Womit? Mit der Tatsache, dass uns Fleisch krank machen kann, wenn die Tiere schlecht gehalten werden. Die Tiere in Industriehaltungen haben nicht nur ein schlechtes Leben, sondern sie bekommen auch Medizin wie zum Beispiel Antibiotika. Dies führt dann bei uns Menschen dazu das uns dies nicht mehr hilft. Vor kurzem ist dies einem Bekannten von mir so gegangen, erst die zweite Sorte Antibiotika konnte ihm helfen. Doch so etwas wollen wir nicht erleben, oder?



Das war nur einer der Punkte die mich schockiert haben. Hättet ihr gedacht, dass unser Fleisch ins Ausland geht? Ich zum Beispiel habe dies nicht gedacht. Ich finde Franz Kellers Plan für die Bauern weniger aber in deutlich besserer Qualität herzustellen grandios. Gut wir sind aber auch bereit mehr für Fleisch zu zahlen als vielleicht andere. Dennoch kann ich dem Sternekoch nicht bei allem zustimmen, nur regional würde bei einer multikulturellen Familie nicht klappen. Wir kochen schwäbisch, italienisch, schlesisch aber auch gerne mal asiatisch und keiner von uns ist bereit darauf zu verzichten. Und auch wenn man krank ist klappt dies nicht, es gab vor zwei Jahren drei Monate da konnte meine Mama nur Kartoffeln, Eier und Bananen essen. Bei so wenig Unterschieden kommt es auf die Banane doch an.



Mich hat sehr die Geschichte von seinem Bullen Olympus berührt. Gut fand ich auch die Idee mit den Folgegerichten, dies hätte ich letztes Jahr wo ich vier Wochen allein war wirklich gut gebrauchen können. Auch die Idee mit der Hochschule der nachhaltigen Kochkultur hat mir sehr gefallen, denn wie viele Köche schlecht ausgebildet werden hat mich dann doch sehr negativ überrascht. Auch der Ausflug wie die Nahrung uns bei Krankheiten helfen kann hat mir sehr gefallen. Sehr überrascht hat mich übrigens die Tatsache, dass es nicht möglich ist zu überleben, wenn alle von uns Vegetarier und Veganer werden, da wir auf der Welt einfach nicht genug Ackerland haben.



Ich lege das Buch „ab in die Küche“ von Franz Keller, welches 240 Seiten umfasst und am 02.03.2020 im Westend Verlag erschienen ist jedem ans Herzen. Leute die gerne kochen sollten es lesen, aber hauptsächlich jene die nicht gerne Zeit in der Küche verbringen sprich kochen. Ein Buch was wirklich jeder lesen sollte.

Veröffentlicht am 11.03.2020

Ein aufrüttelndes und überzeugendes Buch des Sternekochs über unser Essverhalten und die Massentierhaltung

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Im Westend Verlag erscheint das Sachbuch "Ab in die Küche!" von Sternekoch Franz Keller.

Billigfleisch überschwemmt den Markt, Fast-Food-Läden haben immer noch einen regen Zulauf. Franz Keller bringt ...

Im Westend Verlag erscheint das Sachbuch "Ab in die Küche!" von Sternekoch Franz Keller.

Billigfleisch überschwemmt den Markt, Fast-Food-Läden haben immer noch einen regen Zulauf. Franz Keller bringt in diesem Buch überzeugende Argumente, warum der Konsument wieder selbst kochen und was er bei seiner Ernährung beachten sollte, um wieder ein natürliches Gleichgewicht in der Natur erreichen zu können. Die Bevölkerung ist bereit für eine Agrar- und Lebensmittelwende, doch die Politik wird in Deutschland und der EU von den starken Lobbyinteressen ausgebremst.


Gesund und lecker Kochen kann man mit guten Rohstoffen und einfachen Mitteln, man muss es nur wollen und die Gründe dafür verstehen.

Franz Keller erklärt in diesem Buch sehr überzeugend seine Kritikpunkte an der Landwirtschafts- und Nahrungsmittelindustrie. Das nicht alle Probleme in der Landwirtschaft mit Geld geregelt werden können, liegt klar auf der Hand. Hier muss ein Wechsel stattfinden, das Umdenken weg von Billigfleisch und hin zu angemessener Tierhaltung, mit Preisen, die die Verbraucher durchaus bereit sind zu zahlen.


Wenn schon Sterneköche auf den Irrsinn unserer Nahrungsmittelindustrie hinweisen und der Landwirtschaft die rote Karten zeigen, ist der Punkt gekommen, wo nicht nur die Politik umdenken und handeln muss, sondern auch der Verbraucher. Denn die Kaufkraft der Verbraucher regelt auch den Markt. Dessen sollte sich jeder einzelne von uns bewusst sein.

Wie in vielen Haushalten mangelt es an Zeit für ausgiebige Kochvorgänge, doch das muss nicht sein. Mit einer gebündelten Vorbereitung verschiedener Grundlagen in der Küche kann man einige Schritte für mehrere Tage vorbereiten und muss nur noch kleine Arbeitsgänge einsetzen.

Brühen, gekochte Gemüse und Fleisch kann man in größeren Mengen vorbereiten, konservieren und die nächsten Tage darauf zurückgreifen. Schon unsere Großmütter waren solche Kochvorgänge gewohnt, wir müssen uns nur darauf zurückbesinnen.

Franz Keller erklärt sehr überzeugend, welche Lebensweisen wir im Umgang mit unseren Nahrungsmitteln überdenken müssen und welchen Weg wir sinnvollerweise einschlagen sollen. Die Tierhaltung und -verwertung läuft auf Billigware hinaus. Das muss sich ändern, dann werden auch die Güllemengen wieder sinken und die Preise zwar höher werden, aber das muss uns gutes Essen wert sein. Denn zusätzlich zu den günstigen Preisen muss man ehrlicherweise auch die Kosten für die Umweltsünden aufaddieren. Langfristig gerechnet ist die Umweltbelastung teurer als kurzfristige Preisanstiege für Biofleisch und Bioprodukte.

Dank seiner anekdotenreichen Geschichten und seiner direkten Sprache mit erschlagenden Argumenten, erkennt man schnell, was die industrielle Lebensmittelproduktion mit diversen Zusatzstoffen für unsere Ernährung bedeutet und was wir damit letztendlich unserer Gesundheit und unserer Umwelt antun. Erschreckend ehrlich stellt Keller die Diagnose, dass wir krank werden, wenn wir weiter so essen wie bisher.

Im Rezeptteil finden sich viele schmackhafte Grundgerichte, die vielfältig sind und die man gut nachkochen kann.

"Tomatensugo mit Basilikum und Pinienkernen"

"Gerstenrisotto mit Gemüsewürfeln und geräucherter Forelle"

Die Graupe ist das europäische Superfood statt Chia oder Quinoa.

"Kartoffelgratin mit Zuccinistreifen und geröstetem Wirsing"

"Kartoffelrösti mit griechischem Joghurt und Seeteufel"

"Kartoffelsalat"

"Gerösteter Rosenkohl mit Alblinsen"


Die Herstellung von eigenen Brühen ist Franz Keller sehr wichtig. Diese Grundlage ermöglicht es, mit Gemüsen später die besten Kochergebnisse zu erzielen. Wie man diese herstellt, erfahren wir im Buch.

Reste von Lebensmitteln machen einen horrenden Anteil an unserem Müll aus, da muss sich ändern. Denn aus Resten lassen sich manchmal die besten Gerichte zaubern, weil man die Zusammenstellung nur einmal ändert. Überhaupt macht selbst Kochen richtig Spaß, nur so wissen wir, welche Produkte wir verwenden und damit auch zu uns nehmen. Je weniger Inhaltsstoffe ein Produkt hat, umso ursprünglicher und unverarbeiteter ist es. Das muss uns klar sein, wenn wir etwas kaufen.



Einige Geschichten aus Kellers Leben lockern dieses Sachbuch auf und sorgen für unterhaltsame und interessante Fakten. Er erzählt gerne, so scheint es und bringt diese Anekdoten auch gern unters Volk. Das Kochen wurde Keller schon in die Wiege gelegt, seine Mutter war die erste Sterneköchin Deutschlands, dankbar erzählt er von ihr und seiner Großmutter Mathilde. In seinem Restaurant trafen sich auch Politiker wie A. Merkel und W. Putin und Keller macht deutlich, wie ein gemeinsames Essen auf Menschen wirken kann.



Zum Ende des Buches nimmt er die sogenannte Bauernmilliarde aufs Korn. Wie man das Geld sinnvoll einsetzen könnte, dazu hat er eine Meinung und stellt ein Gedankenmodell vor. Was wäre, wenn Deutschland aus der Massentierhaltung ausstiege?

Statt Billigware sollte mehr Wert auf Qualität gelegt werden, dann kann die Landwirtschaft gesunden. Viele negative Beispiele gibt es bereits im Anbau von Avocado und mit Quinoa, dort wird in manchen Ländern mit allen Mitteln die Produktion angetrieben, am Ende wird abgeholzt, das Trinkwasser verschwendet und den Einheimischen die Lebensgrundlage für ihre Rohstoffe genommen.



Ab in die Küche! setzt eine klare Botschaft gegen die Lebensmittelindustrie und gegen die Massentierhaltung. Wir haben die Kontrolle über unsere Ernährung, wenn wir selbst kochen und manche Dinge überdenken. Ein wichtiges Buch, welches sich auch unsere Politiker für Ernährung und Landwirtschaft mal durchlesen sollten.

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