Cover-Bild City on Fire
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 1080
  • Ersterscheinung: 10.03.2016
  • ISBN: 9783100022431
Garth Risk Hallberg

City on Fire

Roman
Tobias Schnettler (Übersetzer)

Von Garth Risk Hallberg - der neuen Stimme der amerikanischen Gegenwartsliteratur – der große, überwältigende Roman über New York City

New York City, Neujahr 1977. Ein Schneesturm zieht über die Stadt, Feuerwerk erleuchtet den Himmel und im Central Park fallen Schüsse. Die Ereignisse der Nacht bringen eine Gruppe unvergesslicher Figuren zusammen: Die schwerreichen Erben William und Regan Hamilton-Sweeney, Mercer, der am großen amerikanischen Roman schreibt, die Punk-Kids Sam und Charlie aus der Vorstadt, den besessenen Magazin-Reporter Richard und den Cop Larry. Sie alle leben und lieben hier, in der großen Stadt, die bankrott und gefährlich ist und zugleich vor Energie platzt. Als dann am 13. Juli 1977 die Lichter ausgehen, gerät New York City in den Ausnahmezustand – und nach dem Stromausfall ist kein Leben wie zuvor. Ein großer Roman über Liebe, Betrug und Vergebung, über Kunst, Wahrheit und Rock’n’Roll mitten in New York City - kunstvoll, überbordend, außergewöhnlich.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2017

City on Fire

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Garth Risk Hallberg beschreibt in seinem famosen Buch “City on Fire” Momentaufnahmen von fünf Menschen in New York im Jahr 1977. Ein Schneesturm tobt über New York, die Feuerwerke erhellen die Metropole ...

Garth Risk Hallberg beschreibt in seinem famosen Buch “City on Fire” Momentaufnahmen von fünf Menschen in New York im Jahr 1977. Ein Schneesturm tobt über New York, die Feuerwerke erhellen die Metropole und im Central Park fallen Schüsse – dies alles geschieht in der Neujahrsnacht des Jahres 1977. Diese Ereignisse bringen die reichen Erben William und Regan Hamilton Sweeney, die aus der Vorstadt stammenden Punk-Kids Sam und Charlie, den afroamerikanischen Lehrer Mercer, der seit längerem versucht seinen ersten großen Roman zu schreiben, sowie den Reporter Richard und den älteren Polizisten Larry zusammen.

Der erste Satz im Prolog:

“In New York kann man sich alles bringen lassen.”

Und im ersten Teil des Buches, dass die Zeit von Dezember 1976-Januar 1977 abdeckt, lautet der erste Satz:

“Ein Weihnachtsbaum kam die Eleventh Avenue herauf.”

Aufhänger der Geschichte sind die Schüsse auf eine junge Frau sind, dennoch der Debütroman City on Fire von Garth Risk Hallberg kein Krimi oder Thriller. Die beschriebenen Menschen in dem Buch scheinen in irgendeiner Art und Weise mit der jungen Frau bekannt zu sein und alles scheint irgendwie eine Rolle zu spielen. Die Figuren stammen allesamt aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, sie haben alle Träume, sie haben alle eine eigene Geschichte. Wie Charlie, der aus der Vorstadt stammt und dort behütet aufwächst, bis er ein Mädchen namens Sam kennenlernt und durch sie in Kontakt zur Punkszene kommt. Sam – die eigentlich Samantha heißt, studiert Photographie und ist Herausgeberin eines Magazins, das Punks und Musik zum Thema hat. Im Buch findet sich – was ich wundervoll fand – ein Abdruck dieses Magazins. Es finden sich weitere Grafiken im Buch, die jeweils zu den Stellen des Buches passen und sehr hochwertig und ansprechend gestaltet sind – sehr toll!

Dann gibt es noch die beiden reichen Erben William und Regan. William lebt mit seinem Freund Mercer zusammen. In vergangenen Zeiten war er Mitglied einer Punkband namens Ex Post Facto, die von den beiden oben genannten Personen Sam und Charlie sehr bewundert wird. So hängt alles irgendwie miteinander … Der Roman ist wie ein Spinnennetz, je mehr man liest umso mehr sieht man wie alles zusammenhängt, miteinander verwebt ist. Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen Exkurse in die Musik-, Kunst- und Literaturgeschichte – der Autor scheint ein belesener und sehr interessierter Mensch zu sein.

Die zahlreichen Rückblenden im Leben der Personen des Buches helfen, die Entwicklung derer zu verstehen. Es blieb keine Frage offen und die Geschichte und die Personen sind so geschickt miteinander verknüpft, dass es nie langweilig, das Buch zu lesen. Er erzählt auch nicht chronologisch, so dass die Geschichte nie vorhersehbar ist, sondern auch mit einigen Überraschungen aufwartet – supergenial!

Fazit: Ein 1000 Seiten starker Wälzer, der sich lohnt! Auch wenn es am Anfang etwas zäh ist, lohnt sich das dranbleiben an der Geschichte. Lasst euch auch nicht von den vielen Protagonisten und deren Schicksal entmutigen oder verunsichern. Es ist ein Buch, das langsam kommt, aber dann geballt wie ein Feuerball das Interesse in Brand setzt – ich war on fire – total! Auch lohnenswert: Die vielen genialen Beschreibungen der Metropole New York! Im Buch liegt auch ein Lesezeichen, auf dem die verschiedenen Personen aufgeführt sind, damit man nicht den Überblick verliert – traumhaft!

Veröffentlicht am 03.11.2016

Ein monumentales Meisterwerk

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Wie soll man diesen Roman beschreiben?
Nahezu unmöglich die richtigen Worte zu finden.
Hier kreuzen sich im New York City der 60/70 er Jahren etliche Leben und Geschichten und verweben sich zu einem ...

Wie soll man diesen Roman beschreiben?
Nahezu unmöglich die richtigen Worte zu finden.
Hier kreuzen sich im New York City der 60/70 er Jahren etliche Leben und Geschichten und verweben sich zu einem komplexen Meisterwerk der besonderen Art. Die Sprache derer der Autor sich bedient ist einerseits so klar und andererseits so komplex und differenziert das es eine wahre Freude ist dieses tausend Seiten starke Meisterwerk zu verschlingen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

"City on Fire" - ein gradioser Großstadtroman

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Die siebzehnjährige Punkerin Samantha Cicciaro wird in der Silvesternacht des Jahres 1976 von einem Unbekannten im New Yorker Central Park niedergeschossen. Ein afroamerikanischer Lehrer findet die Schwerverletzte ...

Die siebzehnjährige Punkerin Samantha Cicciaro wird in der Silvesternacht des Jahres 1976 von einem Unbekannten im New Yorker Central Park niedergeschossen. Ein afroamerikanischer Lehrer findet die Schwerverletzte und sorgt dafür, dass sie in ein Krankenhaus kommt. Doch nicht nur er ist in dieser ereignisreichen Nacht in der schneebedeckten Metropole unterwegs. Auch sein Freund William, dessen Schwester Regan und ihr Ex-Mann Keith begehen die Jahreswende im Herzen der Stadt. Und dann sind da noch Sams bester Freund Charlie, ihr Vater Carmin, der Deputy Inspector Larry Pulaski und eine Handvoll weiterer Personen, die mehr oder weniger mit dem Verbrechen an der minderjährigen Verfasserin eines Underground-Magazins in Verbindung stehen. Doch das Schicksal von Sam ist nur ein kleines Teil in einem enormen Gefüge. Denn jeder der Figuren in diesem Roman hat seine eigene Geschichte, die von den Auswirkungen eines zunehmenden moralischen Verfalls geprägt ist und die während des legendären Stromausfalls im Juli 1977 seinen Höhepunkt erreicht.

„City on Fire“ ist ein Roman, der sich trotz eines beachtlichen Umfangs vor allem durch seine Realitätsnähe und die in ihm verwendeten sehr plastischen Figuren wunderbar liest. Bildliche Beschreibungen, viel Atmosphäre und die spürbare Verdorbenheit einer vom Bankrott bedrohten Stadt nehmen den Leser gefangen und lassen ihn nicht mehr ruhen, bis er weiß, wie sich das Schicksal letztendlich entscheidet. Dieses allerdings hat es nicht gut mit der maroden Weltmetropole gemeint und sie im Sommer des Jahres 1977 mit einem verheerenden Stromausfall in ihren Grundfesten erschüttert. Eine Katastrophe, die, genau wie die sieben Monate davor, aus der Sicht verschiedener Figuren heraus geschildert wird, deren Wege sich irgendwann kreuzen. Dabei ist es egal, ob der schwule Lehrer auf das schwer verletzte Punkermädchen trifft oder mit Williams Vater das Oberhaupt einer schwerreichen Bankiersfamilie verhaftet wird. Es gibt nur eine Handlung, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, während verschieden Familiengeschichten einen guten Einblick in unvergleichbare Milieus gewähren. Ergänzt wird das mit viel Leben und geschichtlichen Details untersetzte Handlungsgeflecht durch einige Bilder, handgeschriebene Briefe, Teile eines Punkmagazins oder auch E-Mails, die das Gefühl dieser Zeit neu aufleben lassen.

Fazit:
„City on Fire“ ist ein fulminanter Roman, der einen fantastischen Blick in die Schattenseiten einer Weltmetropole wagt und in das Leben von Menschen, die hier zu Hause sind. Ein geschichtlicher Rückblick, der verbunden mit schicksalhaften Ereignissen hervorragend unterhält.


Veröffentlicht am 15.09.2016

Unvergessliches Highlight!

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City on Fire

Garth Risk Hallberg

In der Silvesternacht 1976 fallen Schüsse im New Yorker Central Park. Der junge, afro-amerikanische Lehrer Mercer Goodman findet wenig später eine schwer verletzte Punkerin ...

City on Fire

Garth Risk Hallberg

In der Silvesternacht 1976 fallen Schüsse im New Yorker Central Park. Der junge, afro-amerikanische Lehrer Mercer Goodman findet wenig später eine schwer verletzte Punkerin und ruft die Polizei. Der Schneesturm, der New York in dieser Nacht heimsucht, verdeckt wichtige Spuren und so gerät Mercer selbst in den Verdacht, etwas mit den Schüssen zu tun zu haben. Deputy Inspector Larry Pulaski
ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sich bei der Lösung dieses Falls die unterschiedlichsten Lebenswege kreuzen werden. Seine Ermittlungen werden ihn nicht nur zu den schwerreichen Hamilton-Sweeneys, sondern auch tief in die Punk-Szene führen. Außerdem wird er dabei auf seinen alten Freund, den Reporter Richard Groskoph, treffen, den Feuerwerker und Vater des Opfers, Carmine Cicciaro, und die Sozialistin Jenny Nguyen. Das Leben all dieser Menschen wird von den mysteriösen Schüssen beeinflusst. Als dann am 13. Juli die Stadt durch einen großen Stromausfall in Dunkelheit versinkt, spitzen sich die Ereignisse zu....

Der Einstieg in den umfangreichen Roman gelingt relativ mühelos und wird durch ein Lesezeichen, auf dem die Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander aufgeführt sind, enorm erleichtert. Das Geschehen wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dadurch bekommt man einen guten Überblick über die gesamte Handlung. Die Charaktere werden sehr ausführlich eingeführt. Nach und nach erfährt man dadurch einiges und kann ihre Gedanken und Handlungen besser nachvollziehen.

Die Wege der unterschiedlichen Protagonisten kreuzen sich immer wieder und es ist wirklich erstaunlich, wie gut die Handlung ineinander greift. Obwohl die Frage, was mit dem Punk-Girl im Park passiert ist und wer dafür verantwortlich ist, sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht, bleiben auch die Nebenhandlungen interessant. Denn diese verbinden sich schlüssig miteinander und runden die Erzählung ab. Man hat auch nicht das Gefühl, dass es hier nur um die Aufklärung der Schüsse geht, denn in diesem Roman gibt es viel mehr zu entdecken.

Die New Yorker Atmosphäre wirkt unheimlich lebendig und man kann den damaligen Zeitgeist beim Lesen förmlich spüren. Dadurch wirkt das Geschehen intensiv und mitreißend. Obwohl der Roman ja ziemlich umfangreich ist, liest er sich quasi von allein. Rückblenden, handgeschriebene Briefe, E-Mails und auch Auszüge aus einem Punkmagazin, ermöglichen einen umfassenden Rundumblick, liefern Hintergrundinformationen und lockern die Handlung ein wenig auf.

Mir persönlich hat dieser Roman sehr gut gefallen. Ich war überrascht, wie schnell ich in die Handlung eintauchen und das Buch innerhalb weniger Tage beenden konnte. Das lag an der fesselnden Erzählung, den vielschichtigen Charakteren und der unglaublich lebensechten Atmosphäre, die ich beim Lesen förmlich spüren konnte. Die Erzählkunst, den Leser solange bei der Stange zu halten, ohne dabei Langeweile aufkommen zu lassen und alle Handlungsfäden am Ende schlüssig miteinander zu verbinden, hat mich maßlos beeindruckt. "City on Fire" ist ein unvergessliches Highlight, das von mit alle fünf Bewertungssterne erhält!

Veröffentlicht am 15.09.2016

The Big Apple

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New York, Jahreswechsel 76/77: auf der einen Seite eine Party der High Society. Auf der anderen Seite ein ermordeter Teenie im Central Park. Dazwischen… jede Menge Lebenslinien und Schicksale, die in den ...

New York, Jahreswechsel 76/77: auf der einen Seite eine Party der High Society. Auf der anderen Seite ein ermordeter Teenie im Central Park. Dazwischen… jede Menge Lebenslinien und Schicksale, die in den darauffolgenden Monaten immer wieder ihre Wege kreuzen werden.

Hallberg hat sich eine tolle Stadt ausgesucht, zu einer Zeit als der Big Apple doch nicht ganz so big war, die Stadt in finanziellen und noch ganz anderen Nöten steckte. Er fängt den Zeitgeist sehr gut ein, beleuchtet sämtliche Gesellschaftsschichten. Verschiedene Blickwinkel, Sprünge in der Zeit, Zeitungsausschnitte, Emails, Briefe und Protokolle. Garth Risk Hallberg lässt keinen Kniff aus um den Roman flüssig und abwechslungsreich zu gestalten. Trotzdem (und ich lese sehr gerne langsame, raumgreifende Geschichten) hatte die Story für mich unnötige Längen, konnte mich einfach nicht wirklich fesseln. Die verschiedenen Charaktere sind durchaus interessant, menschlich und man verfolgt ihr Schicksal mit Anteilnahme; aber völlig gefesselt hat mich die Handlung nicht, manche Stränge fand ich einfach fade und blass. Hallbergs Erzählstil tröstet da durchaus über weite Durststrecken hinweg, letztendlich fehlte mir jedoch das berühmte I-Tüpfelchen. Ein Großstadtroman, bei dem ich mich manchmal fragte, ob er für den Autor nicht etwas zu groß war.