Cover-Bild Wo vielleicht das Leben wartet
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 591
  • Ersterscheinung: 16.08.2022
  • ISBN: 9783351038984
Gusel Jachina

Wo vielleicht das Leben wartet

Roman
Helmut Ettinger (Übersetzer)

Ein Sieg der Menschlichkeit in aussichtsloser Lage  

Kasan 1923: Im Wolgagebiet herrscht große Hungersnot. Dejew, ein ehemaliger Soldat auf der Seite der Roten, soll fünfhundert elternlose Kinder mit einem Zug nach Samarkand schaffen, um sie vor dem sicheren Hungertod zu retten. Aber es fehlt an allem für den Transport: Proviant, Kleidung, Heizmaterial für die Lokomotive, Medikamente. Ein Roadmovie durch ein total zerrüttetes Land beginnt, in dem in weiten Teilen immer noch der Bürgerkrieg wütet. Dejew, der selbst ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt, scheut kein Wagnis und keine Gefahr, um die Kinder ins Land des Brotes und der Wunderbeere Weintraube zu bringen.  

Eine ungeschminkte Auseinandersetzung mit einem düsteren Kapitel der Sowjetgeschichte und ein Roman der starken Emotionen. 

»Gusel Jachina ist eine der bedeutendsten Autorinnen der russischen Gegenwartsliteratur.« Ljudmila Ulitzkaja

»Der Roman ‚Wo vielleicht das Leben wartet‘ wurde noch vor seinem Erscheinen (in Russland) zu einem wichtigen Bestandteil der Diskussion über die dunklen Seiten der eigenen Vergangenheit.« Gorki Media

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2022

brillanter Roman

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Meinung

Eine Beschreibung der Reise eines Transportzuges von Kasan in das gelobte Land Samarkand, mit 500 Kindern, hungernd, krank, verlassen als Kollateralschaden nach dem Bürgerkrieg in Russland.
Der ...

Meinung

Eine Beschreibung der Reise eines Transportzuges von Kasan in das gelobte Land Samarkand, mit 500 Kindern, hungernd, krank, verlassen als Kollateralschaden nach dem Bürgerkrieg in Russland.
Der Roman beschreibt brutal das Leiden der verlassenen Kinder und den Kampf ums Überleben in dem Rettungszug,
Wie die Arche Noah fährt er anderthalb Monate durch ganz Russland und erlebt biblische Abenteuer.
Die Handlung spielt während der schrecklichen Hungersnot in den 1920er Jahren.
Deev, der für den Transport der Kinder nach Samarkand verantwortlich ist, versucht, seine Verbrechen in den Kriegen, an denen er teilgenommen hat, zu sühnen.

Fazit:

Guzel Jahina hat ihren dritten Roman geschrieben, der sie zu den meistgelesenen Schriftstellerinnen der Gegenwart zählt,
Ihr Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen und ich empfehle es sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Eine unglaubliche Reise, auf der Suche nach Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit.

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Kasan 1923: Ein Zug macht sich auf den Weg nach Samarkand. An Bord befinden sich fünfhundert Kinder, elternlos, von Krieg und Hungersnot gebeutelt, ausgemergelt und krank. Dejew wagt das Unmögliche, um ...

Kasan 1923: Ein Zug macht sich auf den Weg nach Samarkand. An Bord befinden sich fünfhundert Kinder, elternlos, von Krieg und Hungersnot gebeutelt, ausgemergelt und krank. Dejew wagt das Unmögliche, um sie vor dem sicheren Hungertod zu retten. Ohne Proviant, Kleidung, Heizmaterial für die Lokomotive und ohne Medikamente fährt er los, einer ungewissen Zukunft entgegen.

Puh, „Wo vielleicht das Leben wartet“ von Gusel Jachina ist harte Kost. So ein wichtiges und spannendes Thema, aber eben auch schwer verdaulich. Nicht nur die teils dramatischen Ereignisse während der Zugfahrt und der Rückblenden, auch die extremen Längen im Buch, waren für mich eine Herausforderung. Es gibt Momente, die sind so großartig geschrieben, dass sie Jahreshighlight-Qualität haben. Und dann gibt es wieder so extreme Längen, dass man den Roman am liebsten abbrechen würde. Aber es lohnt sich, durchzuhalten. Auch wenn ich mich an vielen Stellen echt gequält habe, bin ich froh über dieses Buch gestolpert zu sein. Es ist erschreckend, verstörend, dramatisch, tragisch und traurig, aber es schenkt auch die Hoffnung, dass selbst in den ausweglosesten Situationen, in den dunkelsten Zeiten, irgendwo noch Menschlichkeit auf einen wartet.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Eine Reise ums Überleben

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Die russische Schriftstellerin Gusel Jachina ist in Kasan geboren.

Wo vielleicht das Leben wartet ist ein besonderes Buch.
Dia Autorin hat in Archiven und anderer Lektüre recherchiert. !920 bis 1923 ...



Die russische Schriftstellerin Gusel Jachina ist in Kasan geboren.

Wo vielleicht das Leben wartet ist ein besonderes Buch.
Dia Autorin hat in Archiven und anderer Lektüre recherchiert. !920 bis 1923 war in Russland eine schlimme Hungersnot. Was muss in Eltern vorgehen, wenn sie ihre Kinder vor dem Kinderheim aussetzen.

Ein Zug soll 500 Kinder aus den Kinderheimen nach Samarkand bringen, damit sie nicht mehr hungern und frieren müssen.

Der Lokomotivführer kämpft für jedes Kind.
In Kasan im Wolgagebiet soll die Reise starten.

Gusel Jachina bringt diese Geschichte zu einer großen Sache. Nach dem Roman Die Wolgakinder ist das wieder ein Blick in die Armut.
Teilweise ist es ein dramatisches Leseerlebnis.