Cover-Bild Die Stieftochter
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15,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 23.04.2021
  • ISBN: 9783423262255
Ildy Bach

Die Stieftochter

Thriller

Dem Mörder so nah

Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess’ Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas Mann und Tess’ Vater –  in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2021

Familiendrama, Intrigen und Spannung

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Der Prolog beginnt damit, daß Rebecca Sandmann mit blutbeflecktem Nachthemd auf einer Schaukel im Garten sitzt und nur sagt „Er liegt oben“. Damit meint sie ihren toten Ehemann. Sie beteuert zwar ihre ...

Der Prolog beginnt damit, daß Rebecca Sandmann mit blutbeflecktem Nachthemd auf einer Schaukel im Garten sitzt und nur sagt „Er liegt oben“. Damit meint sie ihren toten Ehemann. Sie beteuert zwar ihre Unschuld, wird aber verurteilt. Aktuell wird sie nach 11 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und kommt in ihr verlassenes Haus zurück. Gleich während der ersten Nacht wird sie überfallen und zwei Jungs finden sie am nächsten Tag. Nach einer Reanimation kommt sie ins Krankenhaus und liegt im Koma. Dort stellt sich heraus, daß sie für den Notfall eine Verfügung hinterlassen hat mit einer großen Überraschung. Sie hat ihre Stieftochter, Tess Gretzky mit der Aufgabe betraut, im Ernstfall ihre Interessen zu vertreten. Tess hat an jedem Todestag ihres Vaters einen Brief von ihr erhalten, die sie ungeöffnet vernichtet hat. Aber ausgerechnet in diesem Jahr ist dieser Brief ausgeblieben. Vielleicht, weil Rebecca entlassen wurde? Tess selbst zweifelt, ob sie diese Herausforderung annehmen soll. Sie ist als Analystin bei einer Bundesbehörde tätig und ihr Chef wünscht, daß sie die Betreuung übernimmt und auch den Mord an ihrem Vater neu aufrollt. Er verspricht ihr, daß sie jegliche Unterstützung von ihm erhält. Was sie dabei im Laufe der Zeit – auch über ihre „gut situierte“ Familie - herausfindet ist unglaublich und stellt alle bisherigen Erkenntnisse auf den Kopf. Denn wenn es Rebecca tatsächlich nicht war, muß es einen anderen Täter geben, der frei herumläuft. Mehr Details verrate ich nicht.

Parallel dazu gibt es einen zweiten Strang, der erst am Ende Zusammenhänge erkennen läßt, für mich aber nicht zwingend notwendig gewesen wäre.


Es war mein erstes Buch der Autorin und gleich vorneweg - das Cover paßte sehr gut zur Story, diese einsame, düstere Villa stellt die Situation sehr gut dar. Von der ersten Seite an wird man in die Geschichte hinein katapultiert, der Schreibstil ist spannend und die Story läßt den Leser nicht mehr los. Man konnte sehr gut mit rätseln, wurde aber doch stets überrascht, was noch alles zu Tage kam. Tess als Figur blieb mit ihrem Beruf für mich etwas nebulös und ich mußte mich auch fragen, weshalb ihr Chef sich eingemischt hat, ihr alte Unterlagen zukommen läßt und so interessiert an den neuerlichen Ermittlungen zum Fall war. Menschlich hingegen fand ich ihr Verhalten, die Briefe nicht zu öffnen und auch zu zweifeln, ob sie die Vertretung von Rebecca überhaupt übernehmen soll/will bzw., ob sie der Sache gewachsen ist. Der Rest der Familie fällt auch nicht als Sympathieträger auf – weder die Mutter mit ihrem Snobismus, noch Bruder oder Schwester. Über das Ende und manche Auflösungsdetails darüber könnte man diskutieren.


Von mir bekommt der Thriller trotz alle Kritik eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.04.2021

Familiäre Abgründe

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Die Stiefmutter von Tess wird nach ihrer Haft entlassen und kehrt in das Haus zurück, in dem sie einst ihren Mann ermordet haben soll. Doch sie hat immer ihre Unschuld beteuert, aber alle Indizien sprachen ...

Die Stiefmutter von Tess wird nach ihrer Haft entlassen und kehrt in das Haus zurück, in dem sie einst ihren Mann ermordet haben soll. Doch sie hat immer ihre Unschuld beteuert, aber alle Indizien sprachen gegen sie. Kurz nach ihrer Rückkehr wird sie überfallen und schwer verletzt. Sie liegt im Koma im Krankenhaus, und sie hatte in einer Verfügung für so einen Fall ihre Stieftochter Tess bevollmächtigt, all ihre Angelegenheiten für sie zu regeln.
Tess übernimmt diese Aufgabe nur widerwillig, sie hatte zu Rebecca, ihrer Stiefmutter, keinen Kontakt gehabt. Auch Briefe, die sie jährlich aus dem Gefängnis erhalten hatte, hat sie ungelesen in den Müll geworfen. Aber als sogar ihr Arbeitgeber ihr rät, sich der Vergangenheit zu stellen, willigt sie schließlich ein. Schon bald stößt sie auf einige Ungereimtheiten in dem Fall, und sie beginnt zu ermitteln.

Eine sehr spannende Geschichte, die sehr kurzen Kapitel halten den Spannungsbogen bis zu Schluss aufrecht. Etwas verwirrend war für mich der zweite Handlungsstrang um einen mysteriösen Doktor, die Verbindung wird erst ganz zum Schluss erläutert. Den Schluss selbst fand ich dann doch etwas zu konstruiert, was aber der Spannung keinen Abbruch tat. Auf jeden Fall lesenswert!

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Veröffentlicht am 29.04.2021

Ein sehr rätselhafter Thriller

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Stiefmutter Becca liegt im Koma, nachdem sie, direkt am ersten Tag ihrer Entlassung, in ihrem Haus niedergeschlagen wurde. Ihrer Stieftochter Tess, die sich schon seit Jahren aus dem Familiendrama der ...

Stiefmutter Becca liegt im Koma, nachdem sie, direkt am ersten Tag ihrer Entlassung, in ihrem Haus niedergeschlagen wurde. Ihrer Stieftochter Tess, die sich schon seit Jahren aus dem Familiendrama der Gretzkys zurückgezogen hat, hat Becca eine Vollmacht ausgestellt, sie in allen Belangen zu vertreten, sollte sie dazu nicht in der Lage sein. Auch beruflich wird Tess, aus deren Sicht in erster Linie erzählt wird, die Pistole auf die Brust gesetzt: Sie soll dieses "Problem" in ihrer Familiengeschichte ausräumen, das ihre Karriere bei einer geheimen Institution behindert. Widerwillig beginnt sie, an der Oberfläche zu kratzen, bis sie auf erste Ungereimtheiten stößt und sie selbst die Neugier packt.

Anfangs ist es etwas schwierig, die vielen Namen und Familienverhältnisse zuzuordnen. Es wird dann aber relativ schnell deutlich, dass in der Familie niemand etwas für "die Stiefmutter" Becca übrig hat, die eine 11-jährige Haft für den Mord an ihrem Mann Alexander Gretzky abgesessen hat. Im ganzen Dorf als Mörderin verschrien, überrascht der Angriff auf sie wenig. Doch mit dem Graben nach Informationen, kommen immer mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht, und Tess fängt an, an dem Tathergang von vor 11 Jahren zu zweifeln.

Zitat Pos. 1218:
»Bist du tatsächlich das Monster, das wir alle in dir sehen? Oder bist du das Gegenteil? Bist du das Opfer in dieser mysteriösen Geschichte?«

Ildy Bach schafft damit eine geheimnisvolle Atmosphäre, in der man die vielen Lügen und Intrigen, die hinter diesem Mord an ihrem Vater stehen, ahnt, und hält damit die Spannung konstant hoch. In einer weiteren Perspektive geht es um einen jungen Rumänen. Ein Zusammenhang mit der ursprünglichen Story war mir bis zum Ende nicht klar, sorgte aber zusätzlich für aufregende Unterhaltung und konnte auch emotional berühren.

Tess kommt der Wahrheit um den Mord an ihrem Vater dann recht nahe und es wird gefährlicher für sie, als sie ahnt. Und endlich verbinden sich auch die verschiedenen Perspektiven.

Zitat Pos. 4239:
Vor ein paar Tagen war noch alles in bester Ordnung, dachte sie bitter. Und dann zieht irgendein bescheuerter Anwalt irgendeine bescheuerte Vollmacht aus dem Ärmel, und plötzlich gerät alles aus den Fugen!

Das Ende ist insgesamt logisch, doch nahmen mir die weiteren Perspektiven im Nachhinein zu viel Raum, für ihre tatsächliche Bedeutung in der Hauptgeschichte, ein.

Persönliches Fazit: Ein sehr rätselhafter Thriller, der mich durchweg gut unterhalten konnte. Einzig das Ende selbst konnte meine Erwartungen nicht gänzlich erfüllen. Trotzdem lohnt sich dieses Buch für alle, die gerne eine spannende und inhaltlich verzwickte Lektüre lesen möchten.

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Veröffentlicht am 25.04.2021

Familiendrama, Verrat und Intrigen

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Es ist Herbst. Es stürmt. In der Notzentrale geht ein Anruf ein. Rebecca Gretzky ist in der Leitung und meldet einen Notfall. Als die Polizei ankommt, finden sie Rebecca total verwirrt auf. Ihr Mann liegt ...

Es ist Herbst. Es stürmt. In der Notzentrale geht ein Anruf ein. Rebecca Gretzky ist in der Leitung und meldet einen Notfall. Als die Polizei ankommt, finden sie Rebecca total verwirrt auf. Ihr Mann liegt tot in der Villa. Rebecca wird trotzdem des Mordes beschuldigt und landet im Gefängnis. Jahre später geschieht wieder ein Verbrechen in der Villa. Diesmal ist Rebecca das Opfer. Warum ist sie in die Villa zurückgekehrt? Und wer hat diese Tat begangen? Die Tochter von Rebecca namens Tess fängt in der Vergangenheit an zu graben. Dabei stößt sie auf ein Netz voller Intrigen und Lügen.

Der Thriller „Die Stieftochter“ war der Thriller im April, auf welchen ich sehnsüchtig gewartet habe.
Besonders das düstere Cover hat mich inspiriert! Der Thriller ist für mich im Allgemeinen eine gute Mischung aus Familiendrama, Psychospielchen sowie Ermittlungsarbeit. Dabei dominiert aber eindeutig der Familienaspekt, wodurch man sagen kann, dass eventuell „Hardcore-Thriller-Fans“ an manchen Stellen enttäuscht werden können. Man merkt, dass je weiter man liest, desto mehr ist die Geschichte auf Verrat und Intrigen aufgebaut. Und das war spannend! Mich hat es total gefesselt, da man nie wusste, was wirklich wahr und was falsch ist. Keiner Person konnte ich so richtig trauen und das fand ich toll! Auch die Protagonistin fand ich in ihrer Gestaltung nicht all zu transparent. Obwohl man ihr ganz nah ist, da man ihre Ängste und Sorgen total mitverfolgen konnte, fand ich sie in einzelnen Situationen recht komisch. Sie handelte einfach dann unlogisch. Die zweite Perspektive, die einer kriminellen Bande, passte zu diesem Buch sehr gut, da man auch erst zum Schluss des Thrillers größtenteils den Zusammenhang erfahren hat. Jedoch muss ich sagen, dass am Ende einzelne Wissenslücken entstanden sind. In diesem Fall bietet aber das Buch viel Platz zur individuellen Interpretation.
Vom Spannungsverlauf her ist auffällig, dass das Buch in der Mitte spannungstechnisch einbricht, sich aber dann zum Ende hin, enorm steigert. Besonders im Finale verspürte ich die Thrillerelemente, die mir in der Mitte des Buches so wahnsinnig gefehlt haben. Vom Schreibstil her ist das Buch ganz gut. Recht kurze Kapitel lassen sich im Buch verorten, aber mir fehlte es total, dass ich bei diesem Buch nicht in so einen Leseflow gekommen bin.

Fazit: Trotz einigen Schwächen garantiert der Thriller „Die Stieftochter“ viele spannende Lesestunden. Leser*in, welche gerne Thriller mit einem Hauch an Familiendrama sowie Spionage bevorzugen, werden bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen!

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Veröffentlicht am 17.07.2021

spannender Thriller

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Inhalt:
Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess' Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas ...

Inhalt:
Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess' Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas Mann und Tess' Vater – in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?

Meinung:
Das Cover von „Die Stieftochter“ von Ildy Bach passt hervorragend zur Story, denn es strahlt schon eine richtige Thriller-Atmosphäre aus und auch das Herrenhaus passt perfekt.
Erzählt wurde aus verschiedenen Sichten der 3. Person, meistens aber aus Tess Sicht. Unterteilt war es in zwei Handlungsstränge, die für mich zuerst scheinbar nichts miteinander zu tun hatten, zum Schluss aber doch verknüpft waren. Kurz vor dem Ende kam noch ein dritter Handlungsstrang dazu, der sich nur um Tess drehte. Am Anfang war das beim Lesen alles etwas verworren. Es wäre schön gewesen, wenn die Kapitel mit Namen betitelt gewesen wären, denn ich wusste nicht immer direkt, wessen PoV gerade erzählt wurde. So stockte ich etwas im Lesefluss. Ansonsten war der Schreibstil harmonisch und gut zu lesen.
Die Charaktere hatten viel Tiefgang. Tess aber auch ihre Stiefmutter waren mir von Anfang an sympathisch, obwohl sie ja verurteilt war und als die Böse galt.
Der Spannungsbogen stieg nach einer kurzen Anfangsphase stetig an und blieb dann auf allen Handlungsebenen konstant oben, weil man halt wissen wollte, was alles zu bedeuten hat.
Auch an der Aufklärung am Ende hat mir nichts gefehlt.

Fazit:
Nachdem ich etwas holprig in das Buch gestartet bin, wurde es ein sehr spannender Thriller.

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