Cover-Bild Ich und Earl und das Mädchen
8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 09.11.2015
  • ISBN: 9783453270329
Jesse Andrews

Ich und Earl und das Mädchen

Roman
Ruth Keen (Übersetzer)

Ein etwas nerdiger Junge. Ein Mädchen, das stirbt. Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt

Greg ist siebzehn und hält sich am liebsten aus allem raus. Soziale Kontakte vermeidet er, wo immer es geht. Stattdessen dreht er mit seinem einzigen und ziemlich verpeilten Kumpel Earl verrückte Versionen von Filmklassikern. Bis seine Mutter ihn mehr oder weniger dazu zwingt, Zeit mit der unheilbar kranken Rachel zu verbringen. Greg ist alles andere als begeistert. Doch dann stellen er und Rachel überrascht – nahezu geschockt! – fest, dass sie einander wirklich mögen. Gregs ganzes Weltbild ändert sich. Doch den beiden läuft die Zeit davon …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2018

Rezension zu "Ich und Earl und das Mädchen"

1

Titel: Ich und Earl und das Mädchen
Autor: Jesse Andrews
Seitenanzahl: 300
Verlag: Heyne fliegt
ISBN: 078-3-453-27032-9


Inhalt

Der 17-jährige Greg hat für das neue Schuljahr den genialen Überlebensplan ...

Titel: Ich und Earl und das Mädchen
Autor: Jesse Andrews
Seitenanzahl: 300
Verlag: Heyne fliegt
ISBN: 078-3-453-27032-9


Inhalt



Der 17-jährige Greg hat für das neue Schuljahr den genialen Überlebensplan ausgetüftelt: Er hält sich einfach aus allem raus. Stattdessen dreht er mit seinem verpeilten Kumpel Earl verrückte
Versionen von Filmklassikern. Der Plan funktioniert genau acht Stunden lang. Dann zwingt ihn seine Mutter Zeit mit der unheilbar kranken Rachel zu verbringen. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es war...



Meine Meinung



Über dieses Buch habe ich schon viele geteilte Meinungen gehört, deshalb musste ich es auch unbedingt mal lesen, um mir eine eigene Meinung bilden zu können. Und nun muss ich feststellen, dass ich in mir selbst zwiegespalten bin, was dieses Buch betrifft. Kommen wir erst einmal zu den Dingen, die mir gefallen haben. Auch wenn viele Andere den Schreibstil kritisieren, empfand ich ihn als flüssig und angenehm, sodass ich schnell vorankam. Außerdem war es recht humorvoll geschrieben.. So entstand auch einer sehr leichte Atmosphäre anders als bei anderen Büchern über Krebs. Doch ich hatte das Gefühl, dass der Autor so sehr auf diese lockerer Atmosphäre geachtet hat, dass er keine Gefühle einbauen wollte. Denn obwohl es den ein oder anderen emotionalen Moment in diesem Buch gab, kam bei mir nichts an. Freude, Trauer... Gar nichts. Und da wären wir auch schon bei den Dingen, die mir nicht gefallen haben. Etwas störte mich, dass der Autor sehr häufig betont hat, wie schlecht dieses Buch ist, wie sinnlos einige Passagen. Man hätte dies auch verstanden, ohne die ständigen Hinweise. Ein kleines Problem hatte ich mit Earl, der mehr oder weniger mit Greg befreundet ist. Für mich passt irgendwie seine ganze Persönlichkeit nicht zusammen. Teilweise ist er ein lieber und netter Junge mit wirklich tiefgründigen Gedanken und dann wieder jemand, der sich prügelt und Wörter und Sätze benutzt, die wirklich nicht jugendfrei sind. Aus ihm bin ich einfach nicht schlau geworden.
Ich weiß immer noch nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Es war lustig und schnell zu lesen, aber Emotionen hat es bei mir keine geweckt und das obwohl ich schon sehr wenig Emotionalität in diesem Buch erwartet habe.


Veröffentlicht am 25.03.2017

Rezension

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Ich weiß zwar nicht, was ich bei diesem Buch erwartet hatte, aber laut meiner Vorstellung sollte ich zutiefst berührt sein und die ein oder andere Träne verlieren. Spätestens nach den Vorwort des "Autors" ...

Ich weiß zwar nicht, was ich bei diesem Buch erwartet hatte, aber laut meiner Vorstellung sollte ich zutiefst berührt sein und die ein oder andere Träne verlieren. Spätestens nach den Vorwort des "Autors" wurde mir klar, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden und es sich in eine komplett andere Richtung entwickelt, wie gedacht. Es muss nicht unbedingt negativ sein. Nein, im Gegenteil ich war überrascht und habe diese Art wirklich sehr genossen, in der sich das Buch entwickelt hat. Es erzählt nicht unbedingt diese bekannte Geschichte, bei der sich die Protagonisten trotz des bald anstehenden und unvermeidlichen Tod in einander verlieben und der Abschied schwer und herzzerrreißend ist. Fasst das nicht falsch auf, aber der Autor ist schlicht weg einfach realistisch und scheut nicht davor, die Realität knallhart auszudrücken. Zum Beispiel produzieren Earl und Greg zusammen Filme, die, da sie über nicht sonderlich viel Budget verfügen, ehr nicht so gut sind. Sie kommen nicht groß damit raus, gewinnen keinen Preis oder sowas. Sie sind einfach zu schlecht gefilmt dafür. Seit langem habe ich kein so realistisches Buch gelesen, bei dem der Autor nur die Tatsachen schön reden will.

Wie euch oben bestimmt schon aufgefallen ist, habe ich "Autor" in Ausrufezeichen gesetzt. Es ist nämlich so: Der wahre Autor, Jesse Andrews, hat selbstverständlich dieses Buch auch selber geschrieben, allerdings lässt er es so aussehen, als hätte es Greg im Nachhinein geschrieben, weil er nun keine Filme er dreht. Das fällt zum einen an der jugendlichen Sprache auf, in der es geschrieben ist. Zum anderen ist der Inhalt auch so gestrickt. Zu Beginn erzählt er zum Beispiel, er würde nun keine Filme mehr drehen und stattdessen ein Buch schreiben. Mir war an dieser Stelle selbst noch nicht bewusst, dass es Greg ist, der die Rolle des Autors übernimmt und dachte, der wahre Autor hätte früher Filme gedreht. Erst im Nachhinein wurde es mir klar. Das ist glaube ich der Punkt, der mich am Meisten an diesem Buch begeistert hat.

Generell nimmt der Autor sich selbst nicht ernst und macht sich manchmal selbst schlechter, als er ist. Manchmal gibt es auch Einschübe in der Geschichte, bei denen er sich entschuldigt, dass geschrieben zu haben. Ich finde, dass das sehr untypisch ist und es dieses Buch nur noch einzigartiger ist, als es eigentlich schon ist. Durch die witzige Schreibweise, die ebenfalls lustigen Charaktere und die lockere Art, wie er es schreibt, macht dieses Buch zu einem, was man innerhalb eines Tages durchlesen kann. (Was ich auch gemacht habe...) Die Art, in der das Buch geschrieben wurde, variiert sehr stark. Manchmal ist es ein normaler Blocktext, wie bei jedem anderen Buch, manchmal eine Aufzählung von Antwortmöglichkeiten und manchmal auch einfach eine Art Drama mit Regieanweisung, was natürlich super zu der Tatsache passt, dass dieses Buch sich auf Gregs und Earls Liebe zu Filmen stützt. Außerdem ist dieses Buch meiner Meinung nach für wirklich jeden etwas und begeistert bestimmt auch Nichtleser, genauso wie Lesedrachen.

Besonders als lustig empfand ich die Art von Greg, wie er sich einen Plan ausdenkt, um auf der High-School klarzukommen. Er möchte sich mit jeder Gruppe anfreunden, aber zu keiner dazugehören. Leider muss er auch Opfer dafür bringen, da er keine festen Freunde hat, abgesehen von Earl, der aber ehr so etwas wie ein Arbeitskollege ist. Als er dann von deiner Mutter dazu gezwungen wurde, mit Rachel Zeit zu verbringen, da diese an Leukämie erkrankt ist und sie so etwas wie "befreundet" waren als Kinder. Anfangs ist das Greg einfach zuwider, aber mit der Zeit freunden sie sich an und verbringen viel Zeit miteinander, denn Rachels Tod kommt schneller als ihnen lieb ist. Dabei hat er gerade sowas, wie einen Freund/in gefunden!

Wie oben schon erwähnt ist dieses Buch anders, als ich erwartet hätte. Es gibt überraschend wenig Trauer, Drama und Herzschmerz. An manchen Stellen ist es ehr gefühlslos und plump. Allerdings kann diese kleine Macke durch die ganzen anderen positiven Punkte teilweise wieder gut gemacht werden.


Fazit:

Es ist wirklich anders, als ich erwartet hätte. Statt Trauer kommt überraschenderweise viel Humor vor. Und das gerade bei einem so ersten Thema. Es könnte von manchen als negativ empfunden werden, allerdings werte ich dies als einfach einzigartig. Durch abwechslungsreiche Schreibformen, jugendlichen Humor und trotzdem spannenden Hintergrund macht es das Buch zu einem, das von jedem als gut befunden werden kann.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine weitere Krebsgeschichte, die jedoch nicht wirklich überzeugen kann

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Worum es geht:
Der 17- jährige Greg Gaines hat eine Taktik zum Überleben an der Highschool: Bloß nicht auffallen! Deshalb hält er sich, so gut es geht, aus allem raus.
Sein einziger Freund ist der zynische ...

Worum es geht:
Der 17- jährige Greg Gaines hat eine Taktik zum Überleben an der Highschool: Bloß nicht auffallen! Deshalb hält er sich, so gut es geht, aus allem raus.
Sein einziger Freund ist der zynische Earl, obwohl "Freundschaft" es nicht wirklich trifft.
Die beiden arbeiten eher zusammen an einem Greg und Earl haben diese Filme je gesehen.
Doch dann erkrankt seine Mitschülern Rachel an Leukämie - und ausgerechnet Greg soll sich um sie "kümmern". Und ausgerechnet Rachel wir Greg's und Earl's erster und einziger Fan.
Bald werden sie Freunde und gemeinsam mit Earl dreht Greg einen Film für Rachel - um sich von ihr zu verabschieden.

Was ich über ... denke:

...die Geschichte...:
Von Anfang an ist klar, dass es sich hier nicht um eine rührselige Krebsgeschichte handelt und die bekommt man auch wirklich nicht.
So wirklich begeistert bin ich davon allerdings nicht.
Der Protagonist, der die Geschichte auch erzählt, steht so sehr im Vordergrund, dass einiges anderes für mich irgendwie verloren geht, grade das was Rachel und ihre Krankheit angeht.

... die Charaktere....:
Greg geht mir manchmal ziemlich auf die Nerven. Er macht sich selbst und das was er tut ständig runter. Zum Teil kann ich das so ein bisschen als sein Wesenszug verstehen, aber er macht das so oft und so lange, dass es mich nur noch genervt hat.
Außerdem hab ich das Gefühl, dass er einfach zu sehr auf sich und seine Gefühle fixiert ist, was zwar an vielen Stellen sehr interessant ist, aber manchmal einfach zu viel wird.
Earl ist unglaublich zynisch, ständig schlecht gelaunt und nicht wirklich eine Figur, die ich mag. Zwischen drin erfährt man immer mal wieder etwas, wodurch man ihn besser verstehen kann, aber nciht so weit, dass man mit ihm mitfühlt.
Rachel ist ein süßes, nettes Mädchen, dass jedoch, wie man schnell merkt, keine Kämpferin ist. Sie kann ich eindeutig noch am besten verstehen.

Was mir am meisten gefällt:
Das Buch sit durch Dialoge, Listen etc. sehr interessant und abwechslungsreich gestalltet, dadurch konnte ich es recht schnell lesen.

Was mir nicht gefällt:
Greg ging mir leider zum Teil ziemlich auf die Nerven. Außerdem konnte ich mich in keine der Figuren wirklich hineinversetzten, was ich wirklich schade finde.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Das Buch war nicht wirklich schlecht, zählt aber auch defenitiv nicht zu den Büchern, die ich absolut liebe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ich musste mich durchkämpfen

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Ich kann nicht genau beschreiben, was ich von diesem Buch erwartet hatte, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, aber auf alle Fälle etwas ganz anderes.

Die Geschichte ist eine Art Niederschrift von ...

Ich kann nicht genau beschreiben, was ich von diesem Buch erwartet hatte, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, aber auf alle Fälle etwas ganz anderes.

Die Geschichte ist eine Art Niederschrift von Greg Gaines, dem 17jährigen Highschool-Schüler. Er beschreibt sein Leben, seinen Alltag, seine Schulumgebung. Seine Pläne, sich aus allem herauszuhalten. Seine Freundschaft zu Earl, dem Jungen mit einer (nie auftauchenden) alkohlkranken Mutter und um es vorsichtig auszudrücken zwielichtigen Brüdern aufwächst, nimmt viel Raum in dem Buch ein, genau wie die Filme, die die beiden nachdrehen oder es einfach nur versuchen. Dann wird ihre Klassenkameradin Rachel krank und Gregs Mutter zwingt ihn, sie zu besuchen.

Die Stilmittel in dem Buch verändern sich laufend. Da gibt es eine Art Tagebucheintrag, wie eine Nachzählung, da gibt es Filmsequenzen, da gibt es pure Unterhaltungen, die zitiert werden, das lockert das alles etwas auf. Dennoch ist gerade der erste Teil mir dermaßen schwer gefallen zu lesen, vielleicht einfach deshalb, weil ich weder mit der Sprache und auch mit den Gedanken des Protagonisten so gar nicht zurecht kam. Vielleicht weil ich einfach nicht das passende Alter habe ? Ich weiß es nicht. Das ganze hat mich jedenfalls eher abgeschreckt.
Ich habe aber durchgehalten und habe das ganze Buch gelesen. Im zweiten Teil, als Rachel immer kränker geworden ist, hat sich auch die Sprache und die Gedanken von Greg verändert, genauso, wie man als Leser durchaus zugeben muss, dass ein (leichter, aber spürbarer) Wandel beim Protagonisten stattgefunden hat. Dennoch hat das für mich nicht ausgereicht, um das Buch positiv bewerten zu können.

Fazit:
Wer hier ein Buch der Art "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erwartet, der liegt daneben. Dennoch war es eine origenelle Version, die mich aber in seiner Gesamtheit nicht überzeugen konnte.
1,5 Sterne - großzügig aufgerundet

Veröffentlicht am 15.09.2016

Geht unsensibel mit einem wichtigen Thema um

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Und das ist ein Teil der Hintergrundgeschichte von mir und Earl. Er wird später wahrscheinlich noch von Bedeutung sein, obwohl, wer weiß das schon so genau. Ich fasse es nicht, dass ihr immer noch dabei ...

Und das ist ein Teil der Hintergrundgeschichte von mir und Earl. Er wird später wahrscheinlich noch von Bedeutung sein, obwohl, wer weiß das schon so genau. Ich fasse es nicht, dass ihr immer noch dabei seid, das hier zu lesen. Am besten, ihr haut euch gleich mal selber ein paar rein, nur um die unsäglich bescheuerte Erfahrung, die dieses Buch darstellt, vollkommen zu machen.
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INHALT:
Greg ist ein relativ normaler 17-jähriger, wenn man mal davon absieht, dass er sich in panischen Momenten gern tot stellt und mit seinem besten Freund Earl absurd-schlechte Filme dreht. Doch im neuen Schuljahr, als er endlich denkt, dass alles gut und er als Oberstufenschüler anerkannt wird, kommt ihm seine Mutter dazwischen: Denn diese zwingt ihn dazu, etwas mit Rachel zu unternehmen, einer ehemaligen Freundin, die an Leukämie erkrankt ist. Greg wehrt sich mit Händen und Füßen, gibt sich dann aber doch geschlagen. Und so verbringt er mit ihr und Earl einige aberwitzige Wochen.

MEINE MEINUNG:

SCHREIBSTIL
Ich weigere mich, Jesse Andrews hingerotzte Sätze als "Schreibstil" anzuerkennen. Das ist kein Stil, das ist keine Art und Weise, das ist einfach ein nervig-umgangssprachliches und völlig unglaubwürdiges Wirrwarr an sinnfreien Sätzen und endlosen Beschreibungen. Ab und zu wechselt der Autor in einigen keinem Muster folgenden Szenen in die Dialogform, obwohl Greg die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, was sich einem folglich also nie erschließt. Hinzu kommt das ewige Ansprechen des Lesers, um ihm mitzuteilen, man möge doch das schreckliche Buch nun weglegen, was man darauffolgend dann auch des Öfteren tun möchte.

CHARAKTERE
Aber bei den Figuren wird es noch schlimmer: Greg ist wahrscheinlich der unausstehlichste Protagonist, der mir je untergekommen ist. Er hält sich selbst für sehr intelligent und gewitzt, denkt aber permanent in Schubladen, objektiviert jede heiße Frau als Sexobjekt und gibt nur Blödsinn von sich. Dass er das selbst merkt, macht es nicht besser. Earl kann nicht viel mehr punkten: Mit widerlichen Äußerungen und einer kranken Aggressivität bringt er einen schnell gegen sich auf - immerhin zeigt er Rachel gegenüber aber wenigstens einen Hauch des Mitgefühls. Diese selbst ist okay, ganz niedlich in ihrer Art, oft und viel zu lachen, aber was sie an den Kerlen findet, bleibt einem schleierhaft. Der Rest ist Beiwerk und besteht aus Stereotypen oder wird diskriminiert, ist also nicht weiter nennenswert.

STORY
Eine Geschichte ist im Grunde nicht vorhanden. Es geht irgendwie lose um Gregs und Earls Filme, um Gregs Masterplan, um in der Highschool nicht aufzufallen, und das sterbende Mädchen, natürlich. Aber das alles wird immer und immer wieder durchbrochen von Gregs schier endlosen Ausführungen zu a) den Cliquen seiner Schule und wie sehr er zu keiner gehören will b) seinem Kumpel Earl und wie sie sich die Zeit vertreiben c) den Brüsten irgendwelcher Mädchen d) seinen dämlichen Aussagen gegenüber Rachel/setze beliebigen Frauennamen ein. Man kann auch zusammenfassend sagen: Es geschieht die meiste Zeit über nichts. Und wenn doch, bekommt man davon im Halbschlaf dann auch nichts mehr mit.

UMSETZUNG
Ich bin normal nicht so gemein, denn jedes Werk verdient seine Leser. Aber nicht, wenn meiner Meinung nach mit einem solchen Thema so unsäglich rücksichtslos umgegangen wird. Natürlich muss nicht jedes Buch über Krebs eine poetische Liebesgeschichte à la John Green sein, denn seien wir mal ehrlich, so metaphorisch spricht auch kein Jugendlicher. Aber ein Buch über Krebs muss meiner Meinung nach wenigstens auch ein bisschen sensibel sein, denn es ist ein hartes Thema, eine schwere Krankheit und ein entsetzlicher Leidensweg für die Betroffenen. Doch hier wirkt die Leukämie von Rachel nur wie Beiwerk, etwas, um dem Ganzen den Stempel "Für Fans von John Green" aufdrücken zu können, und das stimmt ganz einfach nicht. Wie Greg selbst schreibt, er lernt aus der Geschichte nichts - obwohl da ein Mädchen stirbt. Das Ganze sollte wohl ein Versuch sein, dem Ganzen die Ernsthaftigkeit zu nehmen, aber die achtlose Weise ist mir einfach unangenehm aufgestoßen.

FAZIT:
"Ich und Earl und das Mädchen" kann ich gerade Fans von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" auf keinen Fall empfehlen, denn Greg ist ein so mieser Protagonist, dass ihn das Schicksal des sterbenden Mädchens herzlich wenig interessiert. Unsensibel, unlustig und unglaublich langweilig haut Jesse Andrews da seine Geschichte raus. Dafür mag ich nicht mehr als 1 Punkt vergeben.