Cover-Bild In tödlicher Stille (Ein Alice-Quentin-Thriller 5)
10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 06.04.2018
  • ISBN: 9783548289267
Kate Rhodes

In tödlicher Stille (Ein Alice-Quentin-Thriller 5)

Kriminalroman
Corinna Rodewald (Übersetzer)

Die Psychologin und der stumme Zeuge

Beim Joggen im Park werden Clare Riordan und ihr Sohn Mikey entführt. Der zehnjährige Junge kann sich befreien, aber seine Mutter ist spurlos verschwunden. Die Londoner Polizei versucht vergeblich, Mikey zu befragen, um Clare zu finden – ihr einziger Zeuge ist verstummt. Nur Kriminalpsychologin Alice Quentin könnte es mit ihrer einfühlsamen Art gelingen, langsam das Vertrauen des Jungen zu gewinnen. Doch die Zeit drängt: Eine Blutspur deutet darauf hin, dass Clare nicht mehr lange leben wird.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2018

Ein tragischer Hintergrund ...

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Im fünften Teil der spannenden Reihe geht es um eine Ärztin, die morgens beim Joggen mit ihrem Sohn entführt wird. Ihrem Sohn Mikey gelingt es jedoch, sich aus dem Auto der Entführer zu befreien, er wird ...

Im fünften Teil der spannenden Reihe geht es um eine Ärztin, die morgens beim Joggen mit ihrem Sohn entführt wird. Ihrem Sohn Mikey gelingt es jedoch, sich aus dem Auto der Entführer zu befreien, er wird in die Obhut der Polizei genommen.
Alice Quentin ist Kriminalpsychologin und hat bereits viel Erfahrung mit traumatisierten Kindern sammeln können. Sie bekommt die schwere Aufgabe, irgendwie zu Mikey vorzudringen, um an wichtige Informationen zu gelangen, doch dieser ist fast völlig verstummt und total verstört.
Währenddessen ermittelt ihr Freund Don Burns mit seinem Team in alle möglichen Richtungen. Aber es ist wieder Alice, die endlich einen gemeinsamen Nenner findet: es gibt weitere Opfer und alle haben irgendwie medizinisch mit Blut zu tun. Weitere Spuren führen schließlich zu einem großen Skandal in der Vergangenheit: tausenden Patienten wurden verseuchte Blutkonserven verabreicht, durch die sie an HIV, Hepatitis oder anderem erkrankten.

Der Krimi ist in weiten Teilen geprägt von der titelgebenden Stille, denn Alice muss mit Mikey so behutsam umgehen, dass viel Geduld vonnöten ist. Aber auch Action und viel Blut sind Bestandteil der Story, die ich sehr fesselnd und spannend fand. Tolle, lebendige Charaktere, die ich schon in den Vorgängerbänden lieb gewonnen habe und ein wunderbarer Schreibstil sorgen für beste Leseunterhaltung.

Besonders berührend fand ich, dass es den Blutskandal, den Kate Rhodes in den Mittelpunkt dieses Buches gestellt hat, wirklich gab. Sie schreibt darüber am Ende der Geschichte und erklärt, dass sie selbst bzw. ihr Mann davon betroffen waren. Diese Vermischung aus Realität und Fiktion finde ich immer sehr mitreißend.

Veröffentlicht am 28.04.2018

Nervenkitzel

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Clare Riodan ist mit ihrem elfjährigen Sohn Mikey auf einer Joggingtour, als sie plötzlich überfallen und entführt werden. Doch Mikey kann den Kidnappern entkommen und ist seitdem dermaßen traumatisiert, ...

Clare Riodan ist mit ihrem elfjährigen Sohn Mikey auf einer Joggingtour, als sie plötzlich überfallen und entführt werden. Doch Mikey kann den Kidnappern entkommen und ist seitdem dermaßen traumatisiert, so dass er kein Wort mehr von sich gibt und völlig erstarrt ist. Um Informationen über die Entführer zu bekommen und vor allem den Aufenthaltsort von Clare herauszufinden, schaltet die Polizei die Kriminalpsychologin Dr. Alice Quentin ein, die sich des jungen Mikey annehmen und ihn behutsam zum Reden bringen soll. Jede Minute zählt, denn es werden weitere Menschen entführt oder müssen sterben und die Polizei tappt immer noch im Dunkeln…
Kate Rhodes hat mit ihrem Buch „In tödlicher Stille“ einen sehr spannenden und unterhaltsamen Psychothriller und einen weiteren Teil ihrer Serie um Don Burns und Alice Quentin vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Handlung entwickelt von Beginn an einen Sog, dem sich der Leser nur schwer entziehen kann. Der Spannungsbogen wurde von der ersten Seite an gespannt und steigert sich während der Geschichte immer weiter. Durch geschickt Wendungen und falsch gelegte Spuren lässt die Autorin die Spannungskurve immer mehr in die Höhe schnellen und der Leser muss erneut umdenken und sich anhand der Sachlage neu orientieren. Auch die umfangreiche polizeiliche Ermittlungsarbeit wird von der Autorin sehr real beschrieben, der Leser bekommt das Gefühl, hautnah bei der Spurensuche dabei zu sein. Die psychologische Arbeit gerade mit „kleinen“ Zeugen wird hier sehr gut thematisiert und zeigt auf, wie schwierig es ist, das Vertrauen eines kindlichen Opfers zu gewinnen, damit dieses zur Aufklärung beiträgt.
Die Charaktere sind gut ausgestaltet und wirken individuell und lebendig. In Bezug auf die Vorgängerbände zeigen sie eine weitere Entwicklung. Alice Quentin ist eine sympathische Psychologin, die mit viel Feingefühl und sanfter Überzeugung das Vertrauen der ihr anvertrauten Patienten gewinnt. Sie kann sich in die Opfer hineinfühlen und gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Gleichzeitig muss sie versuchen, die Opfer wieder ans normale Leben heranzuführen. Privat ist Alice in Don Burns verliebt und macht doch immer wieder Rückschritte. Don Burns ist ein sehr offener und direkter Mann, der sich in die Fälle verbeißt und sich nicht entmutigen lässt, die Schuldigen zu finden. Mikey ist ein elfjähriger Junge, der einer Katastrophe gerade noch entgangen ist, jedoch durch die Ereignisse so verängstigt und gequält ist, dass er sich in sich selbst verschlossen hat und kaum einen Außenstehenden an sich heranlässt.
„In tödlicher Stille“ ist ein rasanter und fesselnder Thriller, der Gänsehautfeeling erzeugt und mit viel Spannung und guten Charakteren überzeugen kann. Eine Leseempfehlung für alle Fans von Spannungsliteratur!

Veröffentlicht am 26.04.2018

Leser braucht langen Atem

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Beim Joggen werden Clare Riodan und ihr elfjährige Sohn Mikey gekidnappt. Während Mikey fliehen kann, bleibt Clare verschwunden. Wer hat die beiden entführt? Wo wird Clare versteckt? Lebt sie überhaupt ...

Beim Joggen werden Clare Riodan und ihr elfjährige Sohn Mikey gekidnappt. Während Mikey fliehen kann, bleibt Clare verschwunden. Wer hat die beiden entführt? Wo wird Clare versteckt? Lebt sie überhaupt noch?
Mikey steht durch die Tat so traumatisiert, dass er nicht mehr spricht und sich völlig in sich selbst zurückgezogen hat. Darum wird Kriminalpsychologin Dr. Alice Quentin hinzugezogen und soll versuchen Mikeys Vertrauen zu gewinnen und ihm gegen sein Trauma zu helfen.
Auch in diesem Fall arbeiten Alice Quentin und Don Burns gemeinsam an dem neuen Fall. Nachdem ich zuvor „Eismädchen“ gelesen habe, was mir ausgesprochen gut gefallen hat, fand ich diesen Krimi streckenweise recht langatmig. An einigen Stellen ist die Handlungsweise von Alice in meinen Augen recht unprofessionell aus beruflicher Sicht. Großen Raum nehmen auch die Beschreibungen von Alices Zweifeln bezüglich ihrer Liebe zu Don, ihrer Bindungsängste ein. Das tat der Spannung beim Lesen nicht gut.
Besser gelungen fand ich dagegen, dass die Autorin das Täterpaar immer nur mit der Mann oder die Frau bezeichnet hat. Da kann der Leser lange rätseln, wer hinter dem Ganzen steckt. Ich hatte jedenfalls bis fast zum Schluss seine Ahnung.
Von mir erhält dieser Krimi 3,5 Lese-Sterne.