Cover-Bild Mühle mit Meerblick
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesromane
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 01.03.2019
  • ISBN: 9783956498503
Kim Henry

Mühle mit Meerblick

Ein altes Foto ist das Einzige, was Line von ihrer Mutter hat. Im Hintergrund zu sehen ist eine Mühle am Strand. Durch Zufall findet Line heraus, dass es sich um eine Aufnahme von der Ostseeinsel Strynø handelt. Kurz entschlossen reist sie dorthin, um ihre Wurzeln zu finden. Tatsächlich trifft sie auf eine Verwandte und wird mit offenen Armen empfangen. Zum ersten Mal erfährt Line so etwas wie Geborgenheit. Wie eine wärmende Decke umhüllt sie der Zauber des Eilands. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Adam, der zurückgezogen in der Mühle am Strand lebt …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2019

Ein wunderschönes Lesevergnügen

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Mühle mit Meerblick
von Kim Henry 


Caroline, kurz Line genannt, hat nie ein behütetes Zuhause kennengelernt. Sie wurde durch eine Reihe von Pflegefamilien gereicht, bis sie schließlich in einem Waisenhaus ...

Mühle mit Meerblick
von Kim Henry 


Caroline, kurz Line genannt, hat nie ein behütetes Zuhause kennengelernt. Sie wurde durch eine Reihe von Pflegefamilien gereicht, bis sie schließlich in einem Waisenhaus landete. Jetzt mit Mitte zwanzig bietet ihr ein Foto die Möglichkeit etwas über ihre Wurzeln heraus zu finden.
Kurzerhand reist sie nach Dänemark und findet dort tatsächlich Verwandtschaft.

Kim Henry hat mit diesem Roman eine bezaubernde Geschichte geschaffen.
Die Protagonisten sind allesamt sehr gut gelungen, detailliert beschrieben und auf eine hinreißende Weise mit Leben ausgestattet worden. Jeder einzelne Charakter konnte mich völlig überzeugen und hat seinen ganz besonderen Reiz und Platz im Buch. Glaubwürdig vollzogen die Hauptakteure eine nachhaltige Wandlung, der ich mühelos folgen konnte.
Ebenso ist das Setting brillant und traumhaft schön beschrieben.
Klar, intensiv und gründlich recherchiert so das ich vor meinem inneren Auge jedes Detail sehen konnte.
Imponiert hat mir die Tiefe die in diesen Zeilen steckt und die mich sehr berührt hat.
Auffallend fand ich auch die Gefühle, die man mit jedem einzelnen Wort lesen konnte, fabelhaft dargeboten und empatischen auf den Leser übertragen.
Der Schreibstil ist gewohnt durchgehend geschmeidig, gefühlvoll, und wunderbar im Fluss.
Fazit : Ein großartiger Roman der seinem Leser unvergesslich schöne Lesezeit schenkt und nachhaltig beeindruckt. In Kombination mit dem gelungenen Cover ein klarer fünf Sterne Roman.

Veröffentlicht am 15.03.2019

"Desto weiter ich reise, desto näher komme ich an mich heran." Andrew McCarthy

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Die Mittzwanzigerin Caroline „Line“ kommt mit ihrem Rucksack voller Habseligkeiten auf der dänischen Insel Strynø, denn auf einem Foto von ihrer Mutter ist eine alte Mühle abgebildet, die hier stehen soll. ...

Die Mittzwanzigerin Caroline „Line“ kommt mit ihrem Rucksack voller Habseligkeiten auf der dänischen Insel Strynø, denn auf einem Foto von ihrer Mutter ist eine alte Mühle abgebildet, die hier stehen soll. Insgeheim erhofft sich Line Informationen über ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hat, stattdessen von einer Pflegefamilie in die nächste durchgereicht wurde, bis sie am Ende im Waisenhaus landete. Auf Strynø fällt Line mit ihrem rabenschwarzen Haar und der bunten Strähne sowie ihrem eigenwilligen Kleidungsstil sofort auf. Schnell steht sie vor ihrer Großmutter Louise, die sie herzlich bei sich aufnimmt, wenn sie sich einen Job sucht. Den hat sie auch bald als Aushilfe auf der Fähre gefunden und nebenbei jede Menge neuer Freunde in den kauzigen Inselbewohnern. An ihrem ersten Tag auf der Insel hat sie auch bereits Bekanntschaft mit dem „Insel-Ripper“ gemacht, der 16 Jahre ältere wortkarge Adam Steinbach ist Deutscher und ehemaliger Lehrer, der sich in der Mühle ein neues Zuhause eingerichtet hat. Anfangs sind Line und Adam noch auf Distanz, doch sie kommen sich schnell näher. Adam wird durch Line immer mehr in die Inselgemeinschaft aufgenommen. Doch Line will noch mehr…
Kim Henry hat mit dem Roman „Mühle mit Meerblick“ einen sehr unterhaltsamen und berührenden Roman vorgelegt. Der Erzählstil ist locker-flüssig und gefühlvoll, der Leser darf als unsichtbarer Gast an Lines Seite auf der kleinen dänischen Insel verweilen, Teil der Inselgemeinschaft werden und Lines Gedanken- und Gefühlswelt kennenlernen. Schnell fühlt man sich zwischen den zusammengeschweißten Inselbewohnern pudelwohl, trifft sich mal in der einen Küche, mal vor dem Gemischtwarenladen mit dem Insel-Trio oder bekommt Einlass in die wunderschön restaurierte Mühle, die innen einem Paradies gleich bis obenhin mit Büchern gefüllt ist. Hier geht jeder jedem zur Hand – der Spruch „geteiltes Leid ist halbes Leid“ stimmt hier wirklich. Besonders schön ist das Autorenduo das Problem der Legasthenie angegangen. Behutsam zeigen sie auf, dass man sich dessen nicht schämen muss, sondern dass dieses Problem ganz viele Menschen betrifft. Die Landschaftsbeschreibungen sind durch schöne Details wunderbar bildhaft, die Insel ersteht vor dem inneren Auge und man fühlt sich sofort heimisch, fühlt die Meeresbrise in den Haaren und den Salzgeruch in der Nase.
Die Charaktere sind liebevoll ausstaffiert, sie bestechen durch Individualität und Authentizität. Der Leser fühlt sich von Beginn an wohl mit den Insulanern und innerhalb ihrer Gemeinschaft. Line ist eine herzliche, offene und ehrliche junge Frau, die schon so einiges in ihrem Leben erlebt hat. Doch das hat ihren Optimismus nicht getrübt. Sie geht ohne Scheu auf die Menschen zu und trägt ihr Herz auf der Zunge, was ihr den Respekt und die Anerkennung der Einwohner sichert. Sie ist zielstrebig, allerdings wirkt sie manchmal auch etwas zaghaft, doch sie geht die Dinge an, die ihr wichtig sind. Adam wirkt zuerst wie ein Eigenbrötler, abgeschottet von allem und jedem lebt er schon seit Jahren auf der Insel, vor allem, um einen Schicksalsschlag zu verdauen. Doch mit Line weht frischer Wind in sein Leben, er taut auf, lässt die Menschen in sein Haus und in sein Herz. Die Veränderungen sowohl bei Line als auch bei Adam sind wunderschön zu beobachten. Aber auch die Inselbewohner, allen voran Oma Lou, das Insel-Trio oder auch Kaspar schleichen sich schnell in des Lesers Herz und machen den Abschied von Strynø wahrlich schwer.
„Mühle mit Meerblick“ ist ein rundum gelungener Roman über das Inselleben, die Gemeinschaft, die Liebe und das Suchen und Finden von Dingen, die man vielleicht nicht einmal auf dem Zettel hatte. Unterhaltsam und mit viel Herz sorgt das Buch für wunderschöne Lesestunden und hat dafür die absolute Leseempfehlung verdient!

Veröffentlicht am 01.03.2019

tolles Buch

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Das Cover passt perfekt. Der Schreibstil ist flüssig. Das ist sehr angenehm, da ist das Lesen ein Genuss. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen. ...

Das Cover passt perfekt. Der Schreibstil ist flüssig. Das ist sehr angenehm, da ist das Lesen ein Genuss. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Line hat ein Bild von ihrer Mutter wie sie hinter einer Mühle steht. Sie kam von einer Pflegefamilie zur nächsten. Sie fand heraus, dass die Mühle in Stryno steht, das ist eine Insel in Dänemark. Sie fuhr dorthin. Sie riss versehentlich einen Autospiegel ab, als sie auf der Fähre nach vorne wollte. Bei der Ankunft schüttete es. Das Auto dessen Spiegel sie runter Riess nahm sie mit. Der Mann heiß Adam erfuhr sie später von ihm und er wohnte in der Mühle, was sie noch nicht wusste. Er nahm sie mit bis zum Dorf. Dort suchte sie ein Zimmer und hoffte, dass sie bald was von ihrer Mutter erfuhr. Sie zeigte im Dorf das Foto her und jemand schickte sie zu Lou. Das war ihre Großmutter. Sie dachte öfters an Adam und was er so erlebt haben muss, dass er so verschlossen ist. Sie bekam einen Job auf der Fähre und da kam es dann raus, dass sie nicht richtig lesen konnte. Adam war ein geduldiger Lehrer und half ihr, dass Lesen zu lernen. Sein Herz hüpfte höher wenn er sie sah, obwohl er älter als sie war und umgekehrt auch. Aber keiner sagte etwas. Sie wusste, dass er schon Mal verheiratet war. Aber er war verschlossen wie eine Auster. Ob das gut gehen kann? Finden die Zwei überhaupt zusammen. Bleibt sie für immer auf der Insel? Holt euch schnell das Buch, denn es ist spitzenmäßig.


Veröffentlicht am 13.03.2019

Mühle mit Meerblick

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Inhalt:


Ein altes Foto ist das Einzige, was Line von ihrer Mutter hat. Im Hintergrund zu sehen ist eine Mühle am Strand. Durch Zufall findet Line heraus, dass es sich um eine Aufnahme von der Ostseeinsel ...

Inhalt:


Ein altes Foto ist das Einzige, was Line von ihrer Mutter hat. Im Hintergrund zu sehen ist eine Mühle am Strand. Durch Zufall findet Line heraus, dass es sich um eine Aufnahme von der Ostseeinsel Strynø handelt. Kurz entschlossen reist sie dorthin, um ihre Wurzeln zu finden. Tatsächlich trifft sie auf eine Verwandte und wird mit offenen Armen empfangen. Zum ersten Mal erfährt Line so etwas wie Geborgenheit. Wie eine wärmende Decke umhüllt sie der Zauber des Eilands. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Adam, der zurückgezogen in der Mühle am Strand lebt …

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker und leicht, schnell und flüssig zu lesen. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen.

Die Handlung und deren Verlauf haben mir gut gefallen. Ebenso das Setting, das sehr detailliert und anschaulich beschrieben ist. Ich hatte ein deutliches Bild vor Augen und konnte mich gut auf die dänische Insel träumen.

Ein schöner Liebesroman, der ans Herz geht. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Leben, über Bücher und das Lesen. Facettenreich und abwechslungsreich.

Line ist auf der Suche nach ihren Wurzeln und findet in dem verschlossenen Adam ihre Liebe. Beide haben Geheimnisse und eine Vergangenheit, die belastet und zu Problemen führt.

Eine schöne Geschichte über Mut, Vertrauen, Liebe und Freundschaft, die mir ein paar angenehme und unterhaltsame Lesestunden beschert hat.

Fazit:

Ein schöner Liebesroman vor einem traumhaften Setting.

Veröffentlicht am 18.03.2019

Ein Wohlfühlroman für Büchermenschen – und solche, die es werden wollen

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„Line Henriksen hatte sich verliebt. […] Nicht ein Mann mit schönen Augen und tollen Bauchmuskeln war ihr zum Verhängnis geworden, sondern eine Insel mit Schafen und Kühen […] und Menschen, die sie bei ...

„Line Henriksen hatte sich verliebt. […] Nicht ein Mann mit schönen Augen und tollen Bauchmuskeln war ihr zum Verhängnis geworden, sondern eine Insel mit Schafen und Kühen […] und Menschen, die sie bei sich aufgenommen hatten, als hätten sie auf sie gewartet.“ (S. 65/E-book) Dieses Zitat sagt schon viel über das Buch, denn es geht hier tatsächlich darum, anzukommen und seinen Lebensmittelpunkt zu finden. Ich denke ich verrate nicht zuviel, wenn ich ankündige, dass nicht nur Line in diesem Buch ihr Zuhause findet.

Ihre Geschichte ist aber nicht nur geprägt von der Sehnsucht nach Heimat, die sie als Pflegekind schon seit ihrer Kindheit mit sich herumträgt, sondern auch von einem anderen großen Thema: Legasthenie. Lines Schwäche führt zunächst dazu, dass sie sich ausschließlich über dieses Thema definiert und damit natürlich kaum Selbstwertgefühl hat. Da braucht es erst einen behutsamen und einfühlsamen Menschen, der ihr Buchstaben näherbringt und ihr zeigt, dass sie auch mit ihrem Handicap ein vollwertiger Mensch ist. Dass dieses Thema im Buch eine große Rolle spielt, hat mich überrascht – im positiven Sinn, denn so bekommt der Roman mehr Tiefe.

Eine weitere Überraschung war, dass es auch sehr viel um Bücher und das Verständnis für Literatur geht. Es werden so einige Klassiker in Bezug genommen – ich als „Büchermensch“ habe mich deshalb besonders wohl gefühlt mit dieser Geschichte.

Auch wenn sie mich nicht ganz hundertprozentig überzeugt hat – Schwächen hatte sie meines Erachtens darin, dass Lines Briefe (ziemlich am Ende des Romans) sehr eloquent geschrieben waren, obwohl die junge Frau noch immer mit Schwierigkeiten (insbesondere mit langen, komplizierten Worten) zu kämpfen hatte. Doch recht viele davon fanden sich in den Briefen. Das erschien mir nicht ganz schlüssig.

Außerdem hätte ich gern mehr über Lines Mutter Karla erfahren. Das Verschwinden von Karla wurde im Buch öfters angesprochen, aber niemand – weder Karlas Mutter (Lines Großmutter Lou) noch Line selbst entwickeln Ambitionen, ihren Verbleib zu klären. So zog sich die Geschichte um Lines Geburt zwar durch das gesamte Buch, aber es bleibt für mich am Ende als loser Faden hängen… schade.

Insgesamt fand ich das Buch wirklich lesenswert und sympathisch – und es hat mir ein noch ein wunderschönes Zitat beschert, das ich mir merken werde: „Doch der, der liest, lebt tausend Leben, und er kann jeden Tag von Neuem entscheiden, was er sein will.“ (S. 88/E-book)