Cover-Bild Hollow Kingdom
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Tor
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 27.05.2020
  • ISBN: 9783596705276
Kira Jane Buxton

Hollow Kingdom

Das Jahr der Krähe
Henning Ahrens (Übersetzer)

»Pets« meets »The Walking Dead« – ein tierisch gutes Romandebüt von Kira Jane Buxton.

Als Big Jim ein Auge aus dem Kopf springt und er aufhört, mit seinem Bloodhound Dennis spazieren zu gehen, ahnt die domestizierte Krähe S.T., dass irgendetwas nicht stimmt. Aber es kommt noch schlimmer: Ganz Seattle verwandelt sich binnen Kurzem in ein Trümmerfeld, Nachbarn wechseln in den Berserkermodus und bringen sich gegenseitig um, und sogar das Fernsehprogramm fällt aus. S.T. und Dennis beschließen, nach dem Ursprung der Katastrophe zu suchen, und begeben sich auf eine Odyssee durch die zerstörte Stadt ...

Für alle Leser*innen von Richard Adams, Matt Ruff, Emily St. John Mandel,Terry Pratchett und Helen MacDonald.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2020

derb, blutig, voller "Messages" und wird vermutlich polarisieren. Ein echtes Highlight!

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Ich weiß, die Beschreibung „Pets meets The walking dead“ wird nicht auf alle von euch eine nahezu magische Anziehungskraft aufweisen, ich persönlich war hin und weg und habe mir unheimlich viel von dieser ...

Ich weiß, die Beschreibung „Pets meets The walking dead“ wird nicht auf alle von euch eine nahezu magische Anziehungskraft aufweisen, ich persönlich war hin und weg und habe mir unheimlich viel von dieser Idee versprochen.

Wir beginnen damit S.T. kennenzulernen, eine handzahme Krähe, die zusammen mit dem Bluthund Dennis bei dem MoFo Big Jim lebt. „MoFo“ ist Big Jims Bezeichnung für seinesgleichen, eine Abkürzung eines doch recht uncharmanten englischen Schimpfwortes. Na, da kommt ihr doch bestimmt drauf ;) Doch aus heiterem Himmel – und das im wahrsten Sinne des Wortes – verliert Jim einen Augapfel und ist ab da nicht mehr der selbe. Und obwohl wir eigentlich die Geschichte über den Untergang der Menschheit geliefert bekommen sollten, begleiten wir natürlich hauptsächlich S.T. auf seiner abenteuerlichen Reise herauszufinden, was verdammt nochmal da vor sich geht. Warum ich fluche? Ja, das erkläre ich euch später noch genauer…

Vorab muss ich sagen, dass mir Stil und Ideenreichtum der Autorin wirklich richtig gut gefallen haben. Die Spannung setzt auf der ersten Seite gleich ein und verlässt den Leser eigentlich nie – zu oft kämpfen T.S. und Dennis ums blanke Überleben und begegnen dabei… Naja, belassen wir es mal bei „Kuriositäten“. Zwischenzeitlich erleben wir auch Gedanken über die aktuelle Lage aus anderen Sichten, zum Beispiel dürfen wir nun endlich, endlich erfahren, was Katzen WIRKLICH über uns denken (ich sage nur so viel: ich hab´s gewusst!) und dass Eichhörnchen eigentlich nichts anderes tun, als zu kopulieren.
Diese Zwischenkapitel sind sehr unterhaltsam, superkreativ und machen unheimlich viel Spaß!
Zeitgleich muss man jedoch dazu sagen, dass der Stil vermutlich nicht allen gefallen wird. S.T. ist schnoddrig und hat eine doch recht bildhafte Ausdrucksweise. An sich wäre das nicht schlimm, aber nutzt dafür oftmals eine etwas vulgärere Ausdrucksweise mit so manchem Kraftausdruck. Keine Ahnung, wie oft ich das landläufig gebräuchliche Wort für „Anus“ gelesen habe. Dazu kommen Tiere, die sich die Genitalien säubern, usw. An sich auch nicht schlimm, nur wurde das eben nicht ganz so harmlos umschrieben, wie ich es gerade getan habe ;)
Versteht mich nicht falsch, ich fand´s super, I like a lot!!!
Das Problem ist, dass die Geschichte auf der anderen Seite so viele schöne Messages rüberbringt . Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen in einer gefährlichen und todbringenden Welt – und zeitgleich ist sie sozialkritisch und nimmt die Menschheit im allgemeinen ziemlich streng unter die Lupe. Man kann sich vorstellen, dass das oftmals nicht sehr schmeichelhaft ist, oder? Ich habe oft gedacht, dass das Buch eine super Lektüre für Kinder/Jugendliche wäre. Auf der anderen Seite ist da aber eben die Ausdrucksweise, somit sind Kinder eigentlich erstmal raus.
Auf jeden Fall könnte ich mir vorstellen, dass die Meinungen auseinanderdriften werden. Ich find´s dennoch genial :D

Obwohl ich manchmal gedacht habe, dass die Fantasie der Autorin stellenweise ein bisschen über das Ziel hinausschießt, finde ich S.T. und die anderen Charaktere, Wendungen und Ideen absolut scharf!
Ich habe stellenweise richtig lauthals gelacht, aber auch so geheult, dass mein Mann schon ganz nervös wurde. Für mich ist „Hollow Kingdom“ definitiv phänomenale Unterhaltung und ein deutliches Highlight!

Veröffentlicht am 16.07.2020

Einfach mal anders

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S. T. (kurz für Shit Turd) ist eine zahme Krähe, die im Hause des MoFo (wofür das steht, müsst ihr einfach selber nachlesen) Big Jim und dessen Hund Dennis lebt. Er fühlt sich hier rundum wohl, doch dann ...

S. T. (kurz für Shit Turd) ist eine zahme Krähe, die im Hause des MoFo (wofür das steht, müsst ihr einfach selber nachlesen) Big Jim und dessen Hund Dennis lebt. Er fühlt sich hier rundum wohl, doch dann passiert eines Tages merkwürdiges mit Big Jim. Nicht nur, dass er so ziemlich an allem sein Interesse verliert, nein, auch sein Auge befindet sich nicht mehr an der gleichen Stelle wie zuvor. Aber nicht nur Big Jim verhält sich merkwürdig, auch alle anderen MoFos sind nicht mehr Herr ihrer Sinne und scheinen nicht nur sich gegenseitig, sondern auch die Tiere in ihrer Nähe zu verspeisen. S. T. beschließt, gemeinsam mit Dennis, dem Rätsel auf die Spur zu kommen.
Meine Meinung
Dieses giftig grüne Cover ist ja schon ein Hingucker, aber hier war ich vor allem nach dem Satz “Pets meet The Walking Dead” war ich mehr als neugierig.
Bevor ihr dieses Buch lest, vergesst einfach, es mit irgendetwas, was ihr kennt zu vergleichen, denn allein die Perspektive der Krähe S.T. ist schon etwas ganz anderes, als ich bisher gelesen habe. Dabei schreibt Kira Jane Buxton sehr flüssig, sehr direkt und ja auch recht umgangssprachlich, denn S.T. hat sich bei Big Jim die Sprache abgeschaut und die ist schlicht und einfach rotzig. Nichts desto Trotz musste ich bei dem Gelesenen mehr als einmal laut lachen, dabei hat Kira Jane Buxton ein ganz eigene Art, auch die ein oder andere Gesellschaftskritik mit einzubauen. Mir fällt es tatsächlich etwas schwer, dafür die passenden Worte zu finden. Stellt euch vor, Tiere beurteilen menschliches Verhalten und inwieweit das gut für unsere Spezies ist?
Mit einem wirklich sagenhaften Ideenreichtum schildert die Autorin die langsam untergehende Welt der Menschen. Na ja, es ist ja auch einfach die Perspektive einer Krähe und man nimmt diese der Autorin in ihrer Darstellung tatsächlich ab. Dabei ist die Handlung nicht nur rotzig frech und locker, sondern auch sehr spannend beschrieben und wir beobachten hier nicht nur die lebenden Toten, sondern auch einige Szenen aus der Tierwelt und auch diese sind absolut bildhaft und deutlich beschrieben.
Neben S. T. bekommen wir auch immer wieder die Ereignisse aus anderen Perspektiven geschildert. Mit kleineren Kapiteln zwischendurch können wir unter anderem einen Pudel beobachten und dürfen nun erfahren, was unsere Samtpfoten von ihren menschlichen Dienern wirklich halten. Auch das fand ich alles äußerst amüsant und abwechslungsreich.
Wie erwähnt führt uns Krähe S.T. durch die Handlung und das in der Ich-Perspektive. S.T. bezeichnet sich selbst als Ehren-MoFo, d. h. er fühlt sich tatsächlich ein wenig menschlich und dabei passt er tatsächlich auf seinen Hundefreund Dennis auf. S. T. hofft auf seiner Reise, ein Medikament für Big Jim zu finden und es ist wirklich spannend, welche Wege er dazu findet. Sprechende Bäume und zwitschernde Vögel säumen den Weg der beiden Reisenden.
Mein Fazit
Ich könnte tatsächlich noch so einiges über die Geschichte schreiben, denn sie ist abwechslungsreich, bildhaft, aber auch rotzig frech. Trotzdem beobachten wir hier eine tiefe Freundschaft zwischen S. T. und Dennis und insgesamt hat das Buch so einige Botschaften für uns MoFos. Wer sich auf dieses Buch einlassen kann, findet definitiv mal etwas anderes.

Veröffentlicht am 17.02.2021

Gewöhnungsbedürftig aber genial

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Wie erzählt man eine Geschichte aus Sicht einer Krähe? In diesem Falle ist es die Krähe S.T., die wie ein Haustier zusammen mit dem Bluthund Dennis bei Big Jim lebt. S.T. ist allerdings keine normale Krähe: ...

Wie erzählt man eine Geschichte aus Sicht einer Krähe? In diesem Falle ist es die Krähe S.T., die wie ein Haustier zusammen mit dem Bluthund Dennis bei Big Jim lebt. S.T. ist allerdings keine normale Krähe: sie hat sprechen gelernt und überhaupt fühlt sie sich inzwischen eher als Mensch denn als Tier. Doch eines Tages ändert sich das beschauliche Leben, als sich die Menschen in Zombies verwandeln. Von nun an muss sich S.T. mit Dennis alleine durchschlagen, und bald findet S.T. seine Mission: anderen Haustieren zu helfen, die in den verlassenen Häusern eingesperrt sind. Bald finden S.T. und Dennis auch Unterstützung durch andere Tiere, und S.T. muss sich die Frage stellen, ob sie tief in sich drin nicht doch immer eine Krähe geblieben ist.

Es hat eine Weile gedauert, sich an die Sichtweise und Sprache von S.T. zu gewöhnen. Der derbe Humor war oft passend, manchmal aber auch so überzogen, dass er einfach nur nervte. Die ganze Geschichte war aber so ungewöhnlich und anders, dass es mit jedem Moment etwas neues zu entdecken und erfahren gab. Das war durchaus anstrengend, wirkte manchmal schon überbemüht und erforderte mit jeder Zeile und jedem Satz die volle Aufmerksamkeit, um ja kein Detail oder eine versteckte Bedeutung zu verpassen. Am Ende wird man aber mit einem unvergleichlichen Leseerlebnis belohnt und dem Gefühl, an etwas besonderem teilgehabt zu haben.

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Veröffentlicht am 01.08.2020

Pets meets The Walking Dead

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Im Fantasy- und Endzeitroman „Hollow Kingdom“ steht die Welt vor dem Abgrund und ganz Seattle verwandelt sich ein Trümmerfeld, Menschen bringen sich gegenseitig um und das Fernsehprogramm fällt aus. Als ...

Im Fantasy- und Endzeitroman „Hollow Kingdom“ steht die Welt vor dem Abgrund und ganz Seattle verwandelt sich ein Trümmerfeld, Menschen bringen sich gegenseitig um und das Fernsehprogramm fällt aus. Als dann noch Big Jim ein Auge aus dem Kopf springt und er aufgehört mit seinem Bloodhound Dennis spazieren zu gehen, merkt die Krähe S.T. das etwas nicht stimmt. Die Krähe S.T. beschließt mit Dennis die Ursache für die Katastrophe herauszufinden und begibt sich auf einen Marsch durch das zerstörte Seattle. Eine Reise beginnt…auf der Suche nach einem Medikament…
„Pets meets The Walking Dead“? Das hörte sich auf jeden Fall interessant an. Man steigt als Leser sehr einfach in dieses Buch ein und macht sich vor allem mit der Hauptfigur, der Krähe namens S.T. bekannt. Diese erschien mir sehr außergewöhnlich, da sie auch geprägt durch Big Jim, eine schlichte umgangssprachliche Sprache mit Witz und Humor aufweist. Aus diesem Grund musste ich des Öfteren im Buch lachen. Die Reise durch das zerstörte Seattle war im trotz einigen langatmigen Situationen, sehr interessant. Dabei begegnet die Krähe mit Dennis vielen verschiedenen Tieren, die auf ihre Art und Weise speziell sind. Nebenbei kritisiert die Krähe mit tollen bildhaften Beschreibungen das menschliche Verhalten, was auf den ersten Blick sehr absurd erscheint. Schön fand ich, dass abseits der Haupthandlung einzelne Kapitel von weiteren Tieren (Pudel, Eisbär…) eingefügt worden sind, wodurch das Buch im Ganzen total locker und abwechslungsreich im Aufbau war. Trotz der Lockerheit vermittelt das Buch wichtige Botschaften an den Leser und bezieht sich auf gegenwärtige Problematiken der Gesellschaft wie das Konsumverhalten oder den leichtsinnigen Umgang mit den Medien.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich seit langem kein derartig humorvolles und lustiges Buch gelesen habe. Die Stimmung sowie der Stil sind locker und trotz dieser Lockerheit werden in diesem Buch tiefgründiger Themen wie echte Freundschaft oder Vertrauen aufgegriffen.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Traurig

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Zum Inhalt:
Shit Turd (kurz S.T.) ist eine zahme Krähe in Seattle, die gemeinsam mit ihrem Hausgenossen Dennis, einem Bluthund, vor ihrem Herrchen fliehen muss, als dieses von einem weltumspannenden Virus ...

Zum Inhalt:
Shit Turd (kurz S.T.) ist eine zahme Krähe in Seattle, die gemeinsam mit ihrem Hausgenossen Dennis, einem Bluthund, vor ihrem Herrchen fliehen muss, als dieses von einem weltumspannenden Virus getroffen wird, welches sämtliche Menschen zu Untoten mutieren lässt. Zuerst hofft S.T. noch, gesunde MoFos (kurz für Motherfucker) zu finden, nach einigen Fehlschlägen startet er eine neue Mission: Die Rettung eingeschlossener Haustiere mit dem Wissen, dass er sich durch sein Zusammenleben mit den Menschen angeeignet hat und mit Hilfe von Dennis, der sich als ein dummes, aber williges Werkzeug zeigt. Auf seiner Reise trifft er auf andere Tiere – einige feindlich, einige freundlich – und auf das, was von den Menschen übrig bleibt.

Mein Eindruck:
Es gibt ein paar witzige Momente in diesem Buch, - ganz klar überwiegt jedoch Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit. Bei „The Walking Dead“ gibt es wenigstens ein paar Überlebende der Apokalypse, hier mutiert die gesamte Menschheit durch einen Virus – ausgelöst durch unsere Techniksucht - und das ist tatsächlich gerade in der heutigen Zeit schwer verdaulich. So fällt dann auch die Rezension schwer. Die Autorin hat viele gut geschriebene Momente in ihrem Buch, insbesondere die Protagonistin ist ihr äußerst liebenswert und sehr „menschlich“ gelungen. Wenn sie ihr früheres Leben beschreibt und wie sie die Macken der MoFos auf sich selbst übertragen hat (übrigens etwas, was vielen Haustieren gemein ist), kommt man gar nicht umhin, sich darüber zu amüsieren. Doch das sind nur kurze Blitzer, in der Hauptsache wird gekämpft: Gegen die Umstände, mutierte MoFos, andere Tiere – bis aufs Blut und zum Teil bis zum Tod. Dagegen helfen auch nicht die Größe der Gemeinschaft vieler Tiere, die sich zum Schluss zusammenfinden und gemeinsam trauern, kämpfen, arbeiten und der kleine Silberstreif am Ende, - in der Hauptsache ist es traurig. Sehr traurig.

Mein Fazit:
Ein gutes Buch, eine gute Geschichte, kein Mutmacher