Cover-Bild Leckerbissen
13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Festa Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Romantische Spannung
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 27.03.2018
  • ISBN: 9783865526229
Kitty Thomas

Leckerbissen

Thriller
»Heute entdeckte ich etwas Schönes und beschloss, es zu zerstören. Ich wollte sehen, wie es in meinen Händen zerbricht und zu meinen Füßen zerbröckelt. Ihr Name ist Emily Vargas.«

Emily wird in völliger Isolation gefangen gehalten. Als Teil seiner Konditionierungsmethoden weigert sich ihr Entführer, mit ihr zu sprechen, weil er weiß, wie sehr sich die selbstbewusste Frau nach menschlichem Kontakt sehnt …

»Kann ein so schöner Mann ein Monster sein?«

Was passiert, wenn alle Gefühle der Lust und des Schmerzes auf den Kopf gestellt werden? Wenn Peitschen Behagen verursachen und Essen zur Strafe wird?

»Der erste Tag meiner Gefangenschaft war wie eine Geburt – oder wie Sterben.«

Dies ist die Geschichte von Emily, von ihr selbst erzählt. Das ist keine kuschelige Liebesgeschichte. Es geht um echte Sklaverei.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2018

Toll geschrieben, erschreckend echt

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Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, vor allem die Lederoptik – egal wie sehr man das Buch beim lesen verbiegt, es gibt keine Leserillen :D Mein einziger Kritikpunkt kommt auch schon jetzt, denn ...

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, vor allem die Lederoptik – egal wie sehr man das Buch beim lesen verbiegt, es gibt keine Leserillen :D Mein einziger Kritikpunkt kommt auch schon jetzt, denn manche Kapitel waren mir ein bisschen zu lang. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei der Hauptteil von Emily selbst erzählt wird.

Die Handlung in diesem Buch ist wirklich harter Tobak und ich finde es genau richtig, wie die Autorin hier mit dem Thema umgegangen ist und das sie direkt zu Anfang in einem kleinen Statement explizit darauf hinweist, dass es hier nicht um Liebe geht und auch vor den harten Szenen warnt. Nachdem ich das gelesen hatte, musste ich erst einmal genau überlegen, ob ich das Buch wirklich lesen will und auch kann, denn ich reagiere etwas..''allergisch'' darauf, wenn das Thema Vergewaltigung, Missbrauch etc. verharmlost oder realitätsfern dargestellt wird – hier ist das aber zum Glück zu keinem Zeitpunkt der Fall gewesen. Man wird direkt in die Handlung geschmissen und auch wenn es nur wenig Dialog gibt, hat der Perspektivenwechsel dafür gesorgt, dass es dennoch spannend bleibt. Der Teil der von Emily selbst erzählt wird, ist unglaublich intensiv, man bekommt ihre Gefühle und ihre...''Verwandlung'' sehr gut mit. Der Verlauf war realistisch und gut nachvollziehbar, weil es hier nicht nur um das ''Eine'' geht, was man vor allem an den Genretypischen Szenen an sich merkt. Denn hier haben wir den Perspektivenwechsel, der es dem Leser ermöglicht zu den harten und grausamen Szenen einen gewissen Abstand zu gewinnen. Sie sind in der dritten Person geschrieben und das auch sehr distanziert, es wird nicht alles bis ins kleinste Detail beschrieben, es ist eher wie ein...Bericht. So sind die Szenen zwar immer noch erotisch, aber nicht das wichtigste in der Geschichte, denn das Hauptaugenmerk liegt eher auf dem Verlauf und den Folgen dieser Folter, wie sie Emily hier erfährt. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass die Autorin hier nichts romantisiert , dadurch konnte ich das Buch ernst nehmen und ich fand das Ende auch perfekt gewählt.

Emily hat mir sehr gut gefallen und es war auch sehr bedrückend sie auf ihrem Weg zu begleiten. Man ist die ganze Zeit über tief mit ihr Verbunden und dennoch bekommt man immer mal wieder den nötigen Abstand zu ihr und ihrer Qual. Hier gibt es keine Romantik. Der Entführer ist einfach nur krank und besessen. Ich bin auch sehr froh darüber, dass die Autorin nicht versucht hat ihn in irgendeiner Weise zu ''sympathisieren''. Emilys Verwandlung war schwer zu ertragen, aber leider ist sie auch nicht weit hergeholt, auch wenn man sich das selbst vielleicht kaum vorstellen kann. Für mich war Emily sehr realistisch dargestellt und an den Stellen, die man als Leser vielleicht nicht selbst nachvollziehen kann, wurde sie ausgezeichnet und nachvollziehbar erklärt.

Meiner Meinung nach ist die Autorin mit diesem Thema hier genau richtig umgegangen. Zwar ist es auf der einen Seite erotisch, aber auch erschreckend realistisch und auch mahnend. Hier wird nichts schön geredet und die Story ist auch nichts für schwache Nerven – aber man wird auch nicht dazu gezwungen sich direkt auf den Missbrauch einzulassen, da die Autorin den Erzählstil hier sehr passend gewählt hat.

Veröffentlicht am 14.04.2018

Heftig, aber grandios

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Die Geschichte von Emily hatte mich schon bei der Trigger Warnung, die besagte das es nicht darum geht eine Vergewaltigung gut zu heißen und das dieses Buch keine Anleitung für BDSM Spielchen sei. Es ist ...

Die Geschichte von Emily hatte mich schon bei der Trigger Warnung, die besagte das es nicht darum geht eine Vergewaltigung gut zu heißen und das dieses Buch keine Anleitung für BDSM Spielchen sei. Es ist reine Fiktion, eine grausam schöne Geschichte aus dem Kopf der Autorin. Beängstigend gut geschrieben und mit einem nicht zu leugnenden Suchtpotenzial.
Die sexuellen Akte sind nicht brutal - sie sind verstörend zärtlich. So wie das Monster verstörend schön ist, verführerisch und voller Versprechen die nicht als Schall und Rauch sind.
Die Wendung zum Ende, bei der wir auch mehr über den Täter erfahren hat mir als Leser das Gefühl gegeben Emily noch besser zu verstehen. Noch mehr in ihren Kopf zu blicken, der so verwirrt zwischen Angst und Sehnsucht hin und her springt.

Veröffentlicht am 23.04.2019

Nichts für schwache Nerven!

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Trotz der wenigen Seiten erlebt man eine mitreißende Geschichte, die furchterregender nicht sein kann. Ich habe schon oft Entführungsgeschichten gelesen, aber noch keine, die so erschreckend, angsterfühlend ...

Trotz der wenigen Seiten erlebt man eine mitreißende Geschichte, die furchterregender nicht sein kann. Ich habe schon oft Entführungsgeschichten gelesen, aber noch keine, die so erschreckend, angsterfühlend und echt ist. In dem Buch geht es um echte Sklaverei und wer meint, dass in dem Buch eine Liebesgeschichte vorkommt, ist hier eindeutig falsch. Denn „Leckerbissen“ ist keine Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte, die mich wirklich geschockt und in die wahre Welt eines Entführungsopfers und des Entführers entführt hat. Die junge Frau namens Emily wird eines Tages entführt und wacht in einer verlassenen Zelle auf. Ihr Entführer lässt sich erst nach gefühlten Stunden blicken. Doch anstatt gleich Gewalt anzuwenden, füttert er sie und streichelt Emily liebevoll. Damit hätte sie nicht gerechnet. Tagelang widerholt sich diese Prozedur und Emily weiß immer noch nicht, was dieser Mann eigentlich von ihr will. Auf der einen Seite ist er nett zu ihr, aber oftmals zeigt er ihr auch die kalte Schulter. Sie ahnt, dass dieses Verhalten seinerseits alles zu einem kranken Spiel gehört, aber wird sie mitspielen? Denn eines ist ihr klar: Er will sie.

Man merkt während des Lesens, wie sehr sich Emily verändert. Ihr Entführer schafft es tatsächlich die selbstwusste junge Frau zu brechen und sie zu einem willigen Menschen zu machen. Dieser Vorgang wird so explizit geschildert, dass man meinen könnte, man sei live dabei. Am Anfang ist Emily die starke und unabhängige Frau, die ihren eigenen Willen hat, aber schon bald formt er sie zu einer Puppe, die ihm willig ist. Einer Puppe, die nie wieder von ihrem Entführer loskommt. Emilys Gedankengänge und Gefühle werden sehr stark zum Ausdruck gebracht und man kann sich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen. Sie selbst ist mir anfangs sehr sympathisch gewesen, aber als sie sich immer mehr von sich selbst entfremdet hat, konnte ich keine Sympathie mehr aufbringen. Auf der einen Seite kann ich ihr Verhalten zwar nachvollziehen, aber auf der anderen Seite geht mir ihre Willenlosigkeit nicht in den Kopf. Aber ich glaube, so etwas kann man erst nachvollziehen, wenn man wirklich in so einer Lange ist. Ihr Entführer, der auch zum Ende noch immer ein geheimnisvoller junger Mann bleibt, ist und bleibt einfach nur mysteriös. Er ist ein Rätsel, das man einfach nicht knacken kann. Doch dafür sind sein Verhalten und sein Charakter umso spannender, denn auch er hat einiges zu verbergen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich möchte eindeutig noch mehr von Kitty Thomas lesen. Ihre Geschichten sind zwar angsterschreckend, aber umso spannender und intensiver.

Veröffentlicht am 09.12.2018

Eine gelungene Geschichte mit Bezug auf den Stockholm-Sydrom

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Meinung

Leckerbissen ist mein aller erstes Buch in dem Genre Dark Romance und auch mein erstes Buch vom Festa Verlag. Ich kam nie auf die Idee ein solches Buch zu lesen, da ich nie wusste, was auf mich ...

Meinung

Leckerbissen ist mein aller erstes Buch in dem Genre Dark Romance und auch mein erstes Buch vom Festa Verlag. Ich kam nie auf die Idee ein solches Buch zu lesen, da ich nie wusste, was auf mich zukommen würde und ob mir die Thematik überhaupt zusagt. Nachdem ich durch Instagram immer mehr vom Festa Verlag gesehen, gehört und gelesen habe, schlich ich eine geraume Zeit um zwei Bücher vom Verlag herum. Zum einen Leckerbissen und zum anderen Tears of Tess. Dank dem Verlag habe ich mir einen Ruck gegeben und mit Leckerbissen angefangen.

Vorweg ist zu sagen, dass die Autorin auf der ersten Seite direkt erwähnt, dass sie Handlungen an andere ohne deren Einverständnis in keinster Weise befürwortet, was ich sehr wichtig finde! Denn auch wenn Autoren sich spezielle Genre bedienen, so heißt es noch lange nicht, dass sie das was sie geschrieben haben auch selbst erleben wollen.

In Leckerbissen geht es um eine schlaue, extrovertierte und selbstbewusste Motivationsrednerin, die viel Kontakt mit ihren Mitmenschen hat bis sie eines Tages von einem fremden Mann entführt wird, dazu verdammt eine Entscheidung zu treffen: Sein perverses Spiel mitspielen und seine Sklavin sein oder sich gegen ihn auflehnen und versuchen zu fliehen.

Egal wie sie sich entscheidet, eine fatale Folge folgt der nächsten.

Gleich am Anfang befindet man sich mit der Protagonistin in einem dunklen Raum. Ohne große Ausschweifung wird man mit der Tatsache der sofortigen Entführung konfrontiert, was ich sehr gut finde.

Er beginnt sie nach und nach zu konditionieren und zu brechen. Jeder von uns kennt das Stockholm Syndrom. Hier spielt die Erkrankung eine fundamentale Rolle. Hinzu kommen Verhaltenskonditionierungen und das Vermitteln psychischer Gewalt durch Entnahme von Stimulationen. Diese ganzen Punkte machen die Geschichte interessant. Durch die durchdachte Vorgehensweise des männlichen Protagonisten, wird die ganze Situation viel authentischer.

Ich habe bisher schon einige Romane mit der Thematik Stockholm-Syndrom gelesen und Leckerbissen ist wohl eines der interessantesten Interpretation in die Richtung Erotik. Die Gefühlsregungen, Gedankengänge, Ängste und Zweifel der Protagonistin Emily ist so menschlich, das es authentisch wirkt. Ihre Emotionen sind intensiv spür- und greifbar. Auch wenn sie weiß was richtig oder falsch ist, so kann man als Leser deutlich ihre stetige Leugnung, Akzeptanz und letzen Endes Veränderung erkennen. Ihre Persönlichkeit wird immer blasser. Sie wird nach und nach eine andere Person. Und trotz der Perversität des Entführers, kann ich Emilys Vorgehensweise vollkommen nachvollziehen. In Fängen eines Entführers siegen nun mal die Instinkte.

Was ich an dem Buch sehr interessant finde, ist der Schreibstil von Kitty Thomas. Es wird zwar überwiegend aus der Sicht von Emily geschrieben, aber bei den sexuellen Szenen distanziert sie sich davon, indem sie aus der Sicht einer dritten Person schreibt, um zu untermauern, dass die Protagonistin solche Akten eigentlich nicht möchte. Dadurch entsteht eine klare Linie zwischen der Geschichte einer isolierten Frau von menschlichem Kontakt und der Außenwelt, sowie der sexuelle Akt an sich durch den Entführer.

Was mir jedoch am Buch gefehlt hat bzw. ich mir gewünscht hätte, wäre ein Sichtwechsel, damit man auch was vom männlichen Protagonisten erfährt. Auch wenn gegen Ende nach und nach aufgedeckt wurde, wieso er es getan hat und wieso er so vorgegangen ist, so hätte ich mir die Erzählung der Geschichte auch aus seiner Sicht gewünscht, auch wenn es nur alle paar Kapitel wäre.

Ansonsten finde ich das Buch wirklich toll und auch wenn das Genre sehr dunkel und düster ist, so hat es was prickelndes und faszinierendes. Es wird definitiv nicht mein letztes Buch von Kitty Thomas sein.

Im übrigen ist der Festa Verlag ein Verlag, welcher sich auf dieses Genre spezialisiert hat (vielleicht sogar der einzige Verlag bisher?).

Fazit

Leckerbissen ist kein Buch für junge Leser! Aber wenn man älter ist, Dark Romance mag, so ist es definitiv ein zu empfehlendes Buch. Es behandelt das Thema Stockholm-Syndrom, Verhaltenskonditionierung und die Unterstreichung einer Machtposition. Es geht um ein durchdachtes Spiel, welches euch mit einem beengeten Gefühl zurück lassen kann, aber dafür lohnt es sich zu lesen, denn was ihr desweiteren dazu bekommt ist eine vollkommen andere Sichtweise auf die Erkrankung.

Veröffentlicht am 07.12.2018

Wow !

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Inhalt:
»Heute entdeckte ich etwas Schönes und beschloss, es zu zerstören. Ich wollte sehen, wie es in meinen Händen zerbricht und zu meinen Füßen zerbröckelt. Ihr Name ist Emily Vargas.«
Emily wird in ...

Inhalt:
»Heute entdeckte ich etwas Schönes und beschloss, es zu zerstören. Ich wollte sehen, wie es in meinen Händen zerbricht und zu meinen Füßen zerbröckelt. Ihr Name ist Emily Vargas.«
Emily wird in völliger Isolation gefangen gehalten. Als Teil seiner Konditionierungsmethoden weigert sich ihr Entführer, mit ihr zu sprechen, weil er weiß, wie sehr sich die selbstbewusste Frau nach menschlichem Kontakt sehnt...
»Kann ein so schöner Mann ein Monster sein?«
Was passiert, wenn alle Gefühle der Lust und des Schmerzes auf den Kopf gestellt werden? Wenn Peitschen Behagen verursachen und Essen zur Strafe wird?
»Der erste Tag meiner Gefangenschaft war wie eine Geburt - oder wie Sterben.«
Dies ist die Geschichte von Emily, von ihr selbst erzählt. Das ist keine kuschelige Liebesgeschichte. Es geht um echte Sklaverei.
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Meine Meinung:
Ok, fangen wir an:
Diese Geschichte ist krank, verstörend, emotional, fesselnd. Moralisch gesehen total daneben. Und trotzdem empfand ich „Leckerbissen“ als toll !
Protagonistin Emily wird entführt und in völliger Isolation eingekerkert. Überraschenderweise verhält sie sich ruhig, als sie das erste mal auf ihren Entführer trifft.
Von Angst geführt, lässt sie sich von ihm versklaven und doch, fühlt sie sich ohne ihn leer und einsam.
„Leckerbissen“ ist ein reines Psychospiel und erzählt eine Geschichte, die das Stockholm Syndrom veranschaulicht. Der Schreibstil war wundervoll und obwohl das Buch „nur“ 224 Seiten hat, war jede Seite inhaltlich total stark.
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Kleiner Tipp am Rande:
Lest das Buch bloß nicht, wenn ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid. Jemand könnte in euer Buch schielen und glaubt mir, wenn ich sage, dass ihr das gewiss nicht möchtet. ?
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Fazit:
Ein Buch aus dem Genre Dark Romance, mit der Spannung eines Thrillers und der Angst einflößenden Kulisse eines Horrorfilms !