Cover-Bild Der gute König
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 02.08.2023
  • ISBN: 9783455016192
Leonhard Hieronymi

Der gute König

Ein Gewerbegebiet am Rande Frankfurts, die Villengrundstücke des Taunus zum Greifen nah: Hier arbeitet Fansi im Klempnerbetrieb von Hieronymus Bosch, der seine besten Zeiten hinter sich hat. Ein paar Hallen weiter lockt mit der Perugino AG ein metallverarbeitendes Unternehmen, dessen Mitarbeiter im Auftrag von Jeff Koons unter vollem körperlichen Einsatz denkwürdige Objekte erschaffen - Kunst, deren Weg in die Museen der Welt und die Lichthöfe der Reichen vorprogrammiert ist. Auch Fansi erliegt dem Reiz des Glanzes und begibt sich auf abenteuerliche Montagereise nach Paris. Leonhard Hieronymi entführt uns in eine aberwitzige Welt zwischen poliertem Edelstahl und Silikonfugen und stellt die Frage, wessen Arbeit wirklich zählt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2023

Fansi

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Leonhard Hieronymi ist mir zum ersten mal beim Bachmann-Wettbewerb 2020 aufgefallen, aber jetzt hab eich ihn das erste mal gelesen.
Icherzähler in Der gute König ist Fansi, der Abitur hat und als Handwerker ...

Leonhard Hieronymi ist mir zum ersten mal beim Bachmann-Wettbewerb 2020 aufgefallen, aber jetzt hab eich ihn das erste mal gelesen.
Icherzähler in Der gute König ist Fansi, der Abitur hat und als Handwerker arbeitet. Er ist der letzte Mitarbeiter seines leicht exzentrischen Chefs Hieronymus Bosch. Sie bilden ein Team, dass mich anfangs fatalerweise als Figuren aus Werner-Comics erinnern, aber später wird ihr Verhältnis als eng betrachtet. Fansi hält zu ihm, auch nachdem er schon gekündigt hatte.

Überhaupt erzählt das Buch viel von Beziehungen. Nicht nur Fansi und sein Chef sondern auch mit seinem Kumpel und seiner Freundin.
Hinzu kommen eine erstaunliche Einfälle. Teilweise lässt mich das Buch ratlos, aber es gab doch einige gute Momente, die das Buch rechtfertigen.

Veröffentlicht am 01.10.2023

Ödnis is real

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Ich hatte das Buch angefordert, weil es um Kunst geht und ich die Auseinandersetzung zwischen Kunst und Handwerk interesant fand. Letztlich ist es eine Satire, vor allem auf den Bereich Handwerk, die an ...

Ich hatte das Buch angefordert, weil es um Kunst geht und ich die Auseinandersetzung zwischen Kunst und Handwerk interesant fand. Letztlich ist es eine Satire, vor allem auf den Bereich Handwerk, die an vielen Stellen nicht mein Humor war.

Rezi enthält Spoiler

Worum geht es?

Badinstallateur Fransi lebt ein einfaches Leben in einer Kleinstadt. Sein Chef ist Alkoholiker, der Betrieb kurz vor der Schließung. Er hangelt sich von Saufgelagen zu Jobs bei reichen Menschen, zweifelt an sich, schafft es aber nicht, der Ödnis seines Daseins zu entfliehen. Ein Job für die Installation eines riesigen Kunstwerks Jeff Koons in Paris verspricht Abwechslung, ändert aber nichts.

Wie war hat mir das Buch gefallen?

Die Dramenkurve ist sehr flach. Über weite Strecken schildert das Buch das Arbeitsleben in der Kleinstadt. Es gibt einen Haupt- und ein paar Nebenhandlungsstränge sowie eine Lovestory, die aber nicht genügend Spannung erzeugen. Emotionen spürte ich kaum.

Das Buch lebt von Figuren, die irgendwie durchs Leben kommen und inmitten ihrer Unzufriedenheit resigniert haben. Wer Freude daran hat, dass ständig gesoffen und "gerotzt" wird, wird dieses Buch mögen.

Das Motiv, dass Kunst heutzutage überbewertet wird und sich der Sinn nicht immer erschließt, läuft sich schnell tot.

Interessant fand ich die Begriffe aus dem Handwerk. Mir war nicht immer klar, was gemeint war, aber ich hatte das Gefühl, dass der Autor wusste, worüber er schreibt.

Die Sprache im Buch ist überwiegend umgangssprachlich, ich fand's aber nicht störend.

Fazit

Das peppige Cover verspricht viel, letztlich fühlt man sich inmitten seitenlanger Schilderungen der Ödnis eher gelangweilt. Es gibt einige interessante Gedanken, aber mitgerissen hat es mich nicht. Wahrscheinlich, weil das Buch keinen Helden hat.

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