Cover-Bild Zusammen werden wir leuchten
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 10.12.2015
  • ISBN: 9783733500764
Lisa Williamson

Zusammen werden wir leuchten

Angelika Eisold Viebig (Übersetzer)

Eine Geschichte über Freundschaft und Vertrauen – leichtfüßig, humorvoll und herzerwärmend

Es ist Davids vierzehnter Geburtstag und als er die Kerzen ausbläst, ist sein sehnlichster Wunsch … ein Mädchen zu sein. Das seinen Eltern zu beichten, steht auf seiner To-do-Liste für den Sommer – gaaaanz unten.
Bisher wissen nur seine Freunde Essie und Felix Bescheid, die bedingungslos zu ihm halten und mit denen er jede Peinlichkeit weglachen kann. Aber wird David jemals als Mädchen leben können? Und warum fasziniert ihn der geheimnisvolle Neue in der Schule so sehr?

Mutig, wichtig und mit Witz erzählt – ein Buch wie ein Leuchtfeuer!

»Eine Geschichte, die man in einem Rutsch liest, und die noch lange in einem nachklingt.« The Bookseller

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2020

Sehr einfühlsam erzählt, aber auch humorvoll

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Broschiert: 383 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (10. Dezember 2015)
ISBN-13: 978-3733500764
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The art of being normal
Übersetzung: Angelika ...

Broschiert: 383 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch (10. Dezember 2015)
ISBN-13: 978-3733500764
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The art of being normal
Übersetzung: Angelika Eisold Viebig
Preis: vergriffen
als E-Book erhältlich

Sehr einfühlsam erzählt, aber auch humorvoll

Inhalt:
David fühlt sich schon lange als Mädchen und ihr größter Wunsch ist es, als solches zu leben. Doch hat sie es bis jetzt nicht über sich gebracht, sich ihren Eltern anzuvertrauen. Nur ihre Freunde Felix und Essie wissen Bescheid. Alle drei sind die Außenseiter in ihrem Jahrgang und vor allem David muss sich ständig mit Pöbeleien und Mobbing herumschlagen.

Leo kommt als Neuer an Davids Schule. Der gutaussehende Bad Boy erobert die Mädchenherzen im Sturm, was aber gar nicht sein Ziel ist. Auch David ist von Leo in gewisser Weise fasziniert.

Meine Meinung:
Als lockerer Einstieg in die Transgender-Thematik eignet sich dieser Roman für Jugendliche sehr gut. Lisa Williamson versteht es hervorragend, die Hemmungen vor dem Outing darzustellen. Einfühlsam beschreibt sie die Ängste von David sowohl was das Outing betrifft als auch das Leben im anderen Geschlecht.

Auch Leo hat es nicht leicht. Er musste seine alte Schule verlassen. Über den Grund gibt es zahlreiche Gerüchte, die Leo alle in keinem guten Licht stehen lassen. Er lebt nicht nur in einem sozial benachteiligten Stadtviertel, sondern hat es auch mit seiner Patchworkfamilie nicht leicht.

Erzählt wird abwechselnd aus Davids und Leos Ich-Perspektive. So kommt man den beiden Protagonisten sehr nahe. Für mich waren ihre Handlungsweisen stets gut nachvollziehbar. Sie wirkten sehr authentisch auf mich.

Obwohl in diesem Jugendbuch etliche Problemfelder angesprochen werden, ist es sehr unterhaltsam geschrieben. Viele Szenen sind durch die lebendigen Dialoge richtig witzig und die beiden Protagonisten sowie auch ihre Freunde sehr liebeswert. Ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und sie gerne durch die Wirren ihrer besonderen Pubertät begleitet.

★★★★★

Veröffentlicht am 26.05.2017

Wundervolles Buch, das noch lange im Gedächtnis bleibt

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Das Buch "Zusammen werden wir leuchten" hat mich von Anfang an neugierig gemacht und von der ersten Seite an begeistert. Das Thema um Jugendliche (und natürlich anderen Menschen in jedem Alter), die sich ...

Das Buch "Zusammen werden wir leuchten" hat mich von Anfang an neugierig gemacht und von der ersten Seite an begeistert. Das Thema um Jugendliche (und natürlich anderen Menschen in jedem Alter), die sich ihrer Sexualität bewusst werden müssen, ist wirklich wichtig, ist aber für sehr viele noch sehr mit Problemen behaftet. Dieses Buch beschreibt nun in einer witzigen, mutigen und vor allem ehrlichen und realistischen Art aus der Sicht eines Jugendlichen, wogegen David, unser Protagonist, sich wappnen muss, um zu sich selbst ehrlich zu sein und zu denen, die ihm nahe stehen. Seine Gedanken, wie er sich selbst fremd fühlt, wenn er in den Spiegel sieht und sein Körper sich mehr und mehr verändert und ihn verzweifeln lässt, weil es aus seiner Sicht nicht richtig erscheint, man kann es während des Lesens alles nachvollziehen und leidet oder freut sich mit ihm. Ich mochte David und Leo auf Anhieb, sie kommen so natürlich rüber, dass man sich mit ihnen gleich sehr wohl fühlt. Jeder von beiden hat sein Päckchen zu tragen, wobei beide feststellen müssen, dass geteiltes Leid, halbes Leid bedeuten kann. Ihre Reise, jeweils für sich allein oder auch gemeinsam, ist herzerwärmend und manchmal auch traurig, aber dann auch wieder wunderschön und mutig. Das Ende...oh mein Gott, ich hab mehr als eine Träne vergossen und war gleichzeitig so stolz auf David und Leo, und das nur beim Lesen an sich! Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

Veröffentlicht am 16.11.2017

Berührt tief und ist so wichtig.

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Meine Meinung: Schon in anderen Rezensionen habe ich euch angekündigt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Zusammen werden wir leuchten ist ein Buch über Transgender und die Tatsache, dass es davon ...

Meine Meinung: Schon in anderen Rezensionen habe ich euch angekündigt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Zusammen werden wir leuchten ist ein Buch über Transgender und die Tatsache, dass es davon nicht wirklich viele gibt, macht die Leistung, die Lisa Williamson hier erbracht hat, umso bemerkenswerter.

Schnell habe ich festgestellt, dass neben David auch Leo zur Hälfte des Buches zu Wort kommt. Das hat mich verwundert denn er taucht nur in einem kleinen Satz im Klappentext auf und zunächst war ich auch sehr verwundert, welche Bedeutung Leo in der Geschichte hat. Ich kann euch versichern, später wird es dem Leser bewusst aber eben erst später. Zu Beginn hatte ich immer das Gefühl, dass Leo mich mit seinen, auf den ersten Blick recht oberflächlichen, Problemen immer ein bisschen von David und dessen Lebenslage abbringt und mich immer aus der interessanten Problemstellung herausreißt. Das hat es mir anfangs sehr erschwert mich in die Geschichte einzufinden und ich habe für die erste Hälfte mindestens 5-mal so lange gebraucht, wie für den Rest des Buches.

Dabei kam ich sogar sehr gut in den Schreibstil der Autorin herein und freue mich schon auf weitere Bücher. Auch die beiden Jungs, David und Leo, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie haben mich mit ihren Problemen und der Art, wie sie mit diesen umgehen zutiefst beeindruckt und mehr als einmal musste ich mir vor Augen halten, dass sie erst Jugendliche sind. Sie machen während des Buches eine starke Entwicklung mit, die man als Leser sofort erkennt und die ich einfach unglaublich toll und wichtig finde. Die Nebencharaktere rahmen die beiden perfekt ein. Es gibt die besten Freunde, natürlich die Familien und auch einige Antagonisten. Allerdings musste ich feststellen, dass besonders die Schulszenen sehr stereotypisch und ja, eigentlich schon klischeehaft beschrieben wurden. Die Gruppenbildung in Außenseiter und It-Clique, einige Lehrertypen und auch sonst viele Schulabläufe. Für mich schien manches etwas überzogen und gerade bei dem Thema wirkte dieses Überziehen irgendwie falsch.

Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig ich es finde, dass es so viele Bücher mit LGTB-Themen gibt. Wir leben in einer Gesellschaft, in der keiner mehr als unnormal oder gar falsch angesehen werden sollte und so ist es besonders wichtig, Aufklärung in Form von Büchern zu leisten. Zusammen werden wir leuchten war tatsächlich eines der ersten Bücher, die ich mit dem Thema Transgender gesehen hat und ich finde es toll, dass auch etwas in diese Richtung getan/geschrieben wird. Das Buch beschäftigt sich sehr stark mit Davids Ängsten bezüglich des Coming Outs. Für ihn ist sein Geschlecht, nein, nicht das biologische, klar und somit steht er vor der großen Hürde, wie er es seinen Eltern sagen soll. Diesen Prozess verfolgen wir gespannt mit und gleichzeitig vieles, das drum herum entsteht. Tatsächlich muss ich aber schon einmal vorgreifen, dass er es erst am Ende schafft, allen davon zu berichten. Ich habe mir sehr gewünscht, dass das Ganze ein wenig früher passiert und wir noch einiges mehr über die ganzen Entwicklungen danach erfahren hätten. Aber ganz abgesehen davon hat Lisa Williamson mich mit ihren Worten zutiefst berührt und ein wichtiges Werk für die LGTB-Szene und deren Entwicklung geschaffen.

Bewertung: Trotz einiger kleiner Punkte und Details, die mir nicht zu hundert Prozent gefallen haben, hat mich Lisa Williamson mit Zusammen werden wir leuchten zutiefst berührt. Dieses wichtige Werk über Transgender überzeugt durch die tolle Wortwahl, liebenswerte Charaktere und generell einer tollen Entwicklung. Ich empfehle dieses Buch jedem und auch wirklich jedem. Egal, ob ihr zeitgenössische Literatur liebt oder nicht. Es darf in eurem Regal und vor allen Dingen in euren Herzen nicht fehlen. Ich vergebe 4,5 von 5 Füchschen, die ich allerdings wegen der Kritikpunkte auf 4 abrunden werde.

Veröffentlicht am 11.11.2016

Positive Repräsentation von transgender Personen.

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The Art of Being Normal war mein erstes Buch mit transgender Charakteren im Fokus und ich weiß nicht ob dies daran liegt, dass ich zuvor nie bewusst danach gesucht habe oder die Auswahl so gering ist.

Dennoch ...

The Art of Being Normal war mein erstes Buch mit transgender Charakteren im Fokus und ich weiß nicht ob dies daran liegt, dass ich zuvor nie bewusst danach gesucht habe oder die Auswahl so gering ist.

Dennoch war es super interessant ein LGBT+ Buch zu lesen, welches das T auch ernst nimmt.

So handelt dieses Buch von David, der biologisch als männlich zugewiesen wurde und seiner Identitätsfindung als Kate, ein Mädchen. Es handelt davon, dass sie den Mut dazu finden möchte, ihren Eltern endlich davon zu erzählen und ihre Umwandlung beginnen möchte.

Dabei behandelt dieses Buch neben Geschlecht und Sexualität auch ernste Themen wie mobbing, das Vertrauen inerhalb einer Familie, soziale Klassen und Depression, etc.

Während die Themen, mit denen unsere Hauptfiguren zu kämpfen haben, ernst sind, fühlt sich das Buch an sich allerdings nicht bedrückend an.

Es hat seine traurigen Momente, die einen zu Tränen rühren, aber man merkt das Lisa Williamson dieses Thema mit sehr viel Respekt behandelt und will, dass ihre Figuren sich komplex und real anfühlen und nicht wie die tragischen Wesen einer überspannten Schluchz-Drama.

Es ist voller tiefgründiger Gefühle, aber auch Lacher und Liebe. Dabei ist es aber eine sehr verantwortungsbewusste Geschichte, die Respekt verlangt und verstanden werden will.

Dabei bleibt sie aber dennoch eine leichte und süße Contemporary, was zum größten Teil Lisa Williamsons Schreibstil zu verdanken ist. Sie schreibt mit einer Leichtigkeit, die einen fesselt und gerne weiterlesen lässt.

Ein anderer Punkt, was dieses Buch sehr leicht fühlen lässt, ist unter anderem auch die Liebe und Akzeptanz von seitens Davids/Kates besten Freunden und später auch anderen Figuren.

The Art of Being Normal ist mein erstes Buch über dieses Thema und ich habe keine persönliche Erfahrung damit, also kann ich letztendlich nicht 100% darüber urteilen ob es mit dem Thema gut und politisch korrekt umgegangen ist, aber ich hatte zumindest das Gefühl.

Mir war es an manchen Stellen doch ein klein wenig kitschig und langsam, aber ich habe es gern gelesen und denke, es ist eine gute, kurze und süße Contemporary, die Menschen in den Vordergrund rückt, die in unseren Medien nicht viel und nicht unbedingt positive Repräsentation erhalten.

Wenn man sich für das Thema interessiert und vielleicht nicht so viel darüber weiß, würde ich dieses Buch empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das Buch war witzig und traurig und neben der Geschlechterfrage sind auch Freundschaft und Mobbing wichtige Themen.

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Inhalt:
David hat ein großes Problem: Er steckt im falschen Körper. Seit er bei einer Schulaufgabe mit acht Jahren gesagt hat er möchte ein Mädchen werden, hackt ein Junge namens Harry auf ihm herum. ...

Inhalt:
David hat ein großes Problem: Er steckt im falschen Körper. Seit er bei einer Schulaufgabe mit acht Jahren gesagt hat er möchte ein Mädchen werden, hackt ein Junge namens Harry auf ihm herum.
Harry hat ihm auch den Namen "Freak" verpasst.
Jetzt ist David vierzehn und sein Wunsch wird immer größer. Obwohl er zwei liebe Freunde hat, fühlt er sich allein und unverstanden. Dann kommt ein Neuer an die Schule und David beginnt sich für ihn zu interessieren.

Meine Meinung:
David wächst wohlbehütet mit seiner elfjährigen Schwester bei seinen Eltern auf. Er geht auf eine gute Schule und hat Freunde die hinter ihm stehen und wissen was er sich wünscht.
Felix und Essie sind ein Paar und es gab einige Momente in denen David das Gefühl hatte, er wäre das 5. Rad am Wagen.
Am Anfang ist nur David mit seinem Wunsch ein Mädchen zu sein der Hauptprotagonist.
Er verzweifelt, weil er wächst und seine Füße auch gewachsen sind. Seine größte Angst ist wohl so groß zu werden wie sein Vater.
Man merkt wie sehr er unter der Situation leidet, denn wenn er allein ist zieht er sich Mädchensachen an. Er hat sogar eine Mädchenperücke.
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Gefühl für einen Menschen, gerade für einen jungen ziemlich schwierig sein muss, denn unsere Gesellschaft scheint für Menschen die "anders" sind noch nicht bereit zu sein. Ich befürchte nur, dass sie es nie sein wird.
Für mich ist vor allem Davids Meinung interessant, denn er ist sich von Anfang an sicher, dass er ein Mädchen im falschen Körper ist. Er liebt einen Jungen, sagt aber, dass er nicht schwul ist.
Als Leo neu an die Schule kommt wird David neugierig.
Irgendetwas an ihm ist interessant und das liegt nicht nur an seinen Augen.
Das Buch wird dann abwechselnd aus Davids und Leos Sicht erzählt.
Leo gibt sich kühl und unnahbar. Ich fand es lustig, wie sich die Schüler ihre eigenen Geschichten über Leo gesponnen haben und wie gemein gefährlich er dargestellt wurde.
Eigentlich wollte er ganz für sich bleiben, aber wie es das Schicksal wollte haben David und Leo ziemlich viel miteinander zu tun.
Die Autorin hat hier zwei junge Leute ausgewählt, die aus extrem unterschiedlichen Schichten stammen.
Leo wächst ohne Vater auf und hat eine Mutter die wie ein Schlot raucht. Er hat auch noch zwei Schwestern.
Bei ihnen zuhause gibt es fast nie etwas essbares im Kühlschrank und die Mutter bringt öfter mal neue Männer mit nach hause und vergrault sie dann.
Leo hat ein großes Geheimnis das er auf jeden fall für sich behalten will, denn als beim letzten Mal jemand davon erfuhr ist er fast zusammen gebrochen.
Ich fand die Geschichte gut, denn vor allem das Thema wurde in Jugendbücher noch nicht (oft) aufgegriffen.

Fazit:
Das Buch war witzig und traurig und neben der Geschlechterfrage sind auch Freundschaft und Mobbing wichtige Themen.