Cover-Bild Die Götter von Asgard
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Urban
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 01.03.2018
  • ISBN: 9783426522523
Liza Grimm

Die Götter von Asgard

Roman

Liza Grimms mitreißende Urban Fantasy-Saga für alle Fans von Marvels »Thor« oder den »Avengers«


Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das mögliche Ende Asgards. Stattdessen ergreift sie die Flucht. Und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft. Als sich auch noch Loki, Gott der Listen und Heimtücke, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray auf einer abenteuerliche Reise ins Reich der Götter und Riesen herausfinden, ob sie wirklich eine Heldin sein kann.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2018

Unterhaltsam, spannend, fantasievoll!

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Allgemeines:

Titel: Die Götter von Asgard
Autor: Liza Grimm
Verlag: Knaur (1. März 2018)
Genre: Fantasy
ISBN-10: 3426522527
ISBN-13: 978-3426522523
ASIN: B077CYKL2D
Seitenzahl: 304 Seiten
Preis: 10,99€ ...

Allgemeines:

Titel: Die Götter von Asgard
Autor: Liza Grimm
Verlag: Knaur (1. März 2018)
Genre: Fantasy
ISBN-10: 3426522527
ISBN-13: 978-3426522523
ASIN: B077CYKL2D
Seitenzahl: 304 Seiten
Preis: 10,99€ (Kindle-Edition)
12,99€ (Taschenbuch)



Inhalt:


"Heldentum besteht nicht nur daraus das Böse zu bekämpfen. Vor allem sollen Helden das Gute beschützen."


Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das mögliche Ende Asgards. Stattdessen ergreift sie die Flucht. Und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft. Als sich auch noch Loki, Gott der Listen und Heimtücke, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray auf einer abenteuerliche Reise ins Reich der Götter und Riesen herausfinden, ob sie wirklich eine Heldin sein kann.


Bewertung:


Ich bin auf die Geschichte durch den Verlagsnewsletter von Knaur aufmerksam geworden, war aber ein wenig verwirrt ob der geringen Länge der Geschichte, als das Buch angekommen ist. Der Klapptext kündigt ein Abenteuer in den verschiedenen Welten des nordischen Weltenbaumes an, aufgrund der knapp 300 Seiten war ich aber von Anfang an eher skeptisch. Was die Autorin schlussendlich aus der Geschichte gemacht hat, hat mich doch überrascht. Auf wenigen Seiten präsentiert sie uns ein originelles, spannendes Abenteuer einer jungen Heldin, die in einer fremden Welt mit ihren tiefsten Ängsten und Träumen konfrontiert wird und auf dem Weg nach Niflheimr lernt, an sich zu glauben. Auch wenn die Geschichte ihr Potential nicht ganz ausgenutzt hat, konnte sie mich überzeugen!


"Ich bin nicht mehr die, die ich war, als ich München verlassen haben. Aber ich weiß nicht, ob mir mein neues Ich gefällt." "Menschen verändern sich stetig", antwortete Thor, und Ray war überrascht, dass er das Gespräch mit ihr suchte. "Das macht euch so besonders"


Das Cover ist ganz in eiskalten Blau- und Weißtönen gehalten und entführt so gleich in die nordische Kälte von Niflheimr, der Welt der Eisriesen. Die glänzende Klinge und die verschneiten Knospen oder Beeren, die das Schwert auf zarten Ästen umranken runden das Bild ab und versetzen in eine sagenumwobene Stimmung. Dazu passt der dunkelblaue Titel mit den verschlungenen Linien ganz wunderbar, der sich durch die Größe der Buchstaben gut vom Grund abhebt, ohne aufdringlich zu wirken. Auch der Titel an sich passt gut zum Inhalt, einzig der Klapptext ist vom zeitlichen Ablauf ein wenig verwirrend. Insgesamt aber trotzdem eine stimmige und hübsche Gestaltung!


Erster Satz: "Trotz des lauten Schreis lief der Webstuhl weiter."


Mit diesem Satz beginnt die Geschichte in einem kurzen Prolog. Als die Nornen den Goldenen Faden entdecken, der für das Auftauchen eines neuen Helden steht und laut einer alten Prophezeiung das Ende der bekannten Götterwelt einläuten wird, schlägt die ansonsten müßige Feierlaune in Asgard in Unruhe um. Tyr, ein Sohn des Allvater Odins soll wieder Ruhe in die Götterhallen bringen, indem er den neuen Helden auf der Erde findet und zur Beseitigung dem Schicksal überlässt. Die junge Architekturstudentin Ray weiß davon noch nichts und besonders heldenhaft fühlt sie sich schon gar nicht, so hat sie doch erst am Morgen eine entscheidende Prüfung vermasselt und muss wohl auch diesen Studiengang bald an den Nagel hängen. Als sie in ihrem Frust die junge, lebensfrohe Kára trifft, die ihr ein aufregendes Abenteuer verspricht, zieht die Studentin nur zu gerne mit ihr nach Berlin, um dem Leistungsdruck und dem Ärger ihrer Eltern zu entgehen. Doch als Kára ihr von einer mysteriösen Prophezeiung erzählt und ein geheimnisvoller Mann auftaucht, der behauptet der Gott Loki zu sein, muss sie sich eingestehen, dass sie mitten in einer neuen Welt voller Intrigen, Problemen, Gefahren gelandet ist und dies erst der Anfang einer langen Reise ist, die alles verändern soll...


„Der Glanz eines neuen goldenen Fadens, der den Webstuhl befällt,
besiegelt das Ende der bekannten Götterwelt.
Sobald der König der Riesen fällt,
beginnt das Ende der bekannten Götterwelt.
Wenn niemand das Heldentum gefangen hält,
ist es das Ende der bekannten Götterwelt.“


Das Setting wechselt während der Geschichte sehr schnell. Wir beginnen in München der unglücklichen Ray zu folgen, begleiten sie auf ihrer überstürzten Reise nach Berlin, verfolgen, wie sie angesichts der vielen seltsamen Umstände, mit denen sie dort konfrontiert wird, immer misstrauischer wird und schließlich von Loki mit nach Asgard genommen wird. Von dort aus begleiten wir sie auf einer Reise durch unterschiedliche Reiche des Weltenbaumes Yggdrasil und treffen auf etliche Figuren der nordischen Mythologie. So lernen wir die beiden bekanntesten Söhne Odins Tyr und Thor kennen, die hier um die Aufmerksamkeit des Göttervater Odins kämpfen. Dabei werden sowohl wichtige Legenden wie Thors Kampf mit der Midgardschlange oder Tyrs Bekämpfen des Fenriswolfes, bei dem er seine rechte Hand verliert oder der bevorstehende Weltuntergang, inklusive Tod der Götter, welchen sie Ragnarök nennen, angesprochen.


"Das Gras unter ihren Füßen war weich, und die Luft roch angenehm frisch. Dennoch war Ray sich nur zu deutlich der lauernden Gefahr bewusst, denn die intensiven Farben, die prunkvollen Gebäude und der unbeschreibliche Himmel erinnerten sie bei jedem Atemzug daran, dass sie in einer anderen Welt war. In einer Welt, in der eine falsche Handlung den Tod bedeuten konnte..."


Neben den Göttern treffen wir auf die Walküren, Odins Sendboten, Hexen, die drei Nornen, Nachtmahre, Zwerge, Elfen, Irrlichter, Nixen, Geister, Eisriesen und einen Höllenhund. Wer also glaubt es wird langweilig - vor irgendeinem übernatürlichen Wesen können die Protagonisten sich immer fürchten.
Da ich schon immer sehr interessiert in Mythologie war und mich vor allem die nordische fasziniert, musste ich das Buch natürlich unbedingt lesen. Und auch wenn vielleicht noch ein bisschen mehr Hintergrundinformationen und Beschreibungen hilfreich gewesen wären, finde ich die Art und Weise, wie die nordischen Sagen und Legenden hier aufgearbeitet wurden, wirklich super.


"Sie wollte nicht wie Anna sein. Sie war stärker, und genau das musste sie ihren Eltern beweisen. Immer wieder hatten sie ihr gesagt, dass sie zu eigenbrötlerisch war. Zu seltsam. Sie musste ihren Eltern zeigen, dass man, dass sie auch ganz alleine ihr Ziel erreichen konnte."


Was die Konstruktion der Handlung angeht, so ist sie manchmal ein wenig unstringent. Auch wenn die Geschichte wirklich spannend und ereignisreich verläuft und auch an Vielseitigkeit einiges zu bieten hat, steuert der Plot nicht wirklich auf einen Höhepunkt zu und viele Handlungsstränge und Entwicklungen werden zu kurz und unrund abgewürgt. Auf 300 Seiten ist wohl nicht zu erwarten, dass wir seitenlange Aktionszenen und tiefgründige Hintergrundgeschichten aufgetischt bekommen, letzten Endes hätte man hier noch mehr Potential ausschöpfen können. Nichts desto trotz begleitet man Ray sehr gerne auf ihrer Reise, bei der sie mit jeder Herausforderung und Erfahrung mehr zur prophezeiten Heldin wird. Die liebevollen Ideen und die viele Stärke, die Ray an den Tag legt, wenn sie sich immer wieder ihrer Angst stellt und lernt, an sich selbst zu glauben, trösten dann gut über einige Wiederholungen und kleinere Fragwürdigkeiten hinweg.


"Am liebsten wäre sie geflohen, aber etwas in ihr fing an zu glühen. Die Art, wie Kára sie ansah, war Ray vollkommen fremd. Ihre neue Freundin glaubte wirklich daran, dass Ray diesen Kampf gewinnen konnte. Eine Walküre, die schon unzählige Schlachten geschlagen und Helden gesehen hatte, glaubte daran, dass Ray einen Riesen besiegen konnte. Es war das erste Mal, dass jemand wirklich an die glaubte und es war die einzige Chance, um ihr Leben zu retten."


Protagonistin ist hier eindeutig Ray, die aus personaler Erzählperspektive erzählt, sodass wir ihre Gedanken und Gefühle erfahren können. An einigen Stellen schweift der Erzählstrang zwar von ihr ab zu anderen Charakteren, bei diesen bleibt die Erzählhaltung jedoch relativ neutral, was eine gewisse Distanz schafft. Auch wenn wir nicht besonders viel von Ray erfahren, hat sie mir als junge Protagonistin, die es nicht schafft, ihr Leben in den Griff zu bekommen und ihre eigenen Träume zu verwirklichen, gut gefallen. Erst einmal scheint es undenkbar, dass das planlose und naive Mädchen, dass unter ihrer perfekten Schwester leidet, eine Heldin wird, doch mit Hilfe von ihren Freunden, der Walküre Kára und Tyr, dem Gott des Kampfes und Sieges, schafft sie es in der anderen Welt vom hilflosen Spielball der Götter zur Heldin zu werden. Auch wenn sie manchmal Dinge tut, die man nicht wirklich nachvollziehen kann, fand ich sie in ihrer Rolle sehr authentisch.
Auch wenn die anderen Charaktere mehr Rahmenfiguren bleiben, die zwar hübsch und hilfreich sind, jedoch während der Handlung recht farblos und blass bleiben, war ich mit der Charakterdarstellung der Geschichte soweit zufrieden.


"Die farbigen Wirbel aus Sternenglanz erinnerten sie nur entfernt an die billigen Schwarz-Weiß-Kopien aus dem Erdkundeunterricht. Kein Foto der Welt hätte sie auf die gewaltige und atemberaubende Schönheit dieses Himmelszeltes vorbereiten können. Galaxien. Unzählige. Sie schienen zum Greifen nah."


Interessant ist dann noch der Schreibstil, der gleichzeitig locker, humorvoll und modern ist, dabei jedoch nicht auf die Beschreibungen verzichtet, die notwendig sind, um uns die verschiedenen bereisten Welten und getroffenen Wesen vor Augen zu führen. Mit schwungvollem Elan schlägt Liza Grimm ein flottes Tempo an, gerade am Ende hätte ich mir für die Geschichte jedoch gewünscht, dass sie sich ein wenig mehr Zeit nimmt.

In meinen Augen ist da Potential für eine Fortsetzung, die es aber erstmal nicht geben wird. Die Autorin verrät aber in einem ihrer YouTube-Videos, dass sie gerade dabei ist, an einem Prequel zu arbeiten. Würde mich freuen!


"Trotz der Gefahren war sie froh, diesen Weg gegangen zu sein, dessen wurde sie sich jetzt bewusst Sie fühlte sich innerlich stärker, und auch wenn ihre Knie blutverkrustet waren und sie sich vor der bevorstehenden Aufgabe fürchtete, wusste sie doch, dass es sich gelohnt hatte. Was sie in den letzten Tagen erlebt hatte, konnte ihr niemand mehr nehmen. Ihr Selbstbewusstsein, ihre Erkenntnisse, ihre Entscheidungen - mit alldem war wir gewachsen, und sie wusste, dass sie mehr gesehen hatte als alle anderen Menschen Midgards."



Fazit:

Unterhaltsam, spannend, fantasievoll:
Eine aufregende Geschichte einer jungen Heldin, die in einer fremden Welt mit ihren tiefsten Ängsten und Träumen konfrontiert wird und auf dem Weg nach Niflheimr lernt, an sich zu glauben.

Veröffentlicht am 02.06.2019

…so viel Potential, aber doch wohl nur eine Kurzgeschichte. ...

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Immer wieder schwärme ich für mythologische Geschichten, daher habe ich mir diese mit sehr viel Liebe ausgesucht.
Der Titel hatte schon ganz meine Aufmerksamkeit erlangt, dazu noch das verspielte Cover, ...

Immer wieder schwärme ich für mythologische Geschichten, daher habe ich mir diese mit sehr viel Liebe ausgesucht.
Der Titel hatte schon ganz meine Aufmerksamkeit erlangt, dazu noch das verspielte Cover, schon war ich an Bor und gespannt was mich erwartet.

Ich muss gestehen der Prolog hatte mich gefangen und sehr neugierig auf mehr gemacht, die Geschichte an sich war auch recht gut durchdacht, leider aber für meine Bedürfnisse zu kurz gehalten.
Die Charaktere hatten soviel Potential, soviel Platz für Stärken und Schwächen, dies wurde aber kaum aufgegriffen.
Dies schmälert dann natürlich das Gesamtbild und ließ mich etwas in der Schwebe zurück.
Der Gedanke und Beschreibung der Entstehung eines Helden war wiederum kreativ aber ausbaufähig.

Der Schreibstil der Autorin ist gefühlvoll und aktionistisch als auch locker und leicht zu gleich.

Im großen und ganzen leider etwas enttäuschend, daher bleibe ich nur recht unterhaltend zurück.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an die Autorin.
Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt.

DieGöttervonAsgard

LizaGrimm

Knaur

werbung

Veröffentlicht am 02.10.2018

War in Ordnung aber man hätte so viel mehr draus machen können

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Ray soll eine Prophezeiung erfüllen die über das Schicksal von ganz Asgard entscheiden soll. Doch sie weiß nicht einmal, dass die Wesen aus der nordischen Mythologie tatsächlich existieren. Erst als sie ...

Ray soll eine Prophezeiung erfüllen die über das Schicksal von ganz Asgard entscheiden soll. Doch sie weiß nicht einmal, dass die Wesen aus der nordischen Mythologie tatsächlich existieren. Erst als sie wirklich in eine andere Welt entführt wird, wird ihr klar, dass die Erde nicht das einzig auf dieser Welt ist.

Was die mythischen Geschichten angeht ist das Buch super. Man bekommt Einblick in die nordiswche Mythologie und erlebt ein Abenteuer dort. Doch auch, wenn einigermaßen viel passiert in diesem Buch, ist es an manchen Stellen extrem langweilig. An vielen Stellen hätte man einfach so viel mehr einbauen können, sodass das ganze Potenzial leider verschenkt wurde.

Veröffentlicht am 22.04.2018

Eine neue Heldin für Asgard?

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Rachel "Ray" ist eine junge münchener Studentin, die grad dabei ist, den Glauben an ihre Fähigkeiten zu verlieren. Zeitgleich wird sie jedoch von den Nornen, den nordischen Schicksalsgöttinnen, als neue ...

Rachel "Ray" ist eine junge münchener Studentin, die grad dabei ist, den Glauben an ihre Fähigkeiten zu verlieren. Zeitgleich wird sie jedoch von den Nornen, den nordischen Schicksalsgöttinnen, als neue Heldin erkannt, was laut einer Prophezeiung nicht ohne Folgen für Asgard bleiben soll. Und so machen sich mehrere Bewohner Asgards auf die Suche nach Ray, um sie ins Reich der Götter und Helden zu bringen. Doch nicht jeder ist ihr wohlgesonnen...
Ich fand die Idee sehr erfrischend, dass sich mehrere Götter wie Thor, Tyr und Loki um Ray bemühen und man erstmal nicht weiß, welche Hintergedanken die Götter jeweils haben. Bei ihrer Reise durch die Welten des Weltenbaums begegnen wir zudem weiteren Wesen der nordischen Mythologie, welche mehr oder minder gefährlich sind.
Zu Beginn zog sich der Roman für meinen Geschmack etwas zu sehr wie ein zäher Kaugummi, Spannung wollte erst aufkommen, als Loki ins Spiel kam. Von da an war der Roman doch sehr unterhaltsam und ich konnte beobachten, wie Ray nach und nach selbstbewusster wurde und ihrer Aufgabe, eine Heldentat zu vollbringen, mit wachsendem Mut entgegensah. Ein paar mehr spannende Szenen hätten dem Roman jedoch auch hierbei gut getan. Der Schluss fiel mir leider wieder etwas zu abrupt aus und ließ mich enttäuscht zurück. Schade, der Roman hätte etwas aufgepeppt werden können, das Potential wäre vorhanden.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Die Götter von Asgard - Liza Grimm

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Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das ...

Was sagt man zu jemandem, der behauptet, einen vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen? Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára über eine Prophezeiung und das mögliche Ende Asgards. Stattdessen ergreift sie die Flucht. Und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft. Als sich auch noch Loki, Gott der Listen und Heimtücke, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray auf einer abenteuerliche Reise ins Reich der Götter und Riesen herausfinden, ob sie wirklich eine Heldin sein kann.
(Klappentext)


Vor "Die Götter von Asgard" hatte ich noch kein Buch gelesen, indem es um die nordische Mythologie geht, war daher sehr gespannt darauf.
Ray ist dazu bestimmt eine Heldin zu werden, doch das will der Gottvater Odin unbedingt verhindern, weil es laut einer Prophezeihung das Ende der bekannten Götterwelt bedeuten soll.
Zitat : "»Wir sahen«, begannen sie wie aus einem Mund zu sprechen, »einen goldenen Faden, gesponnen aus Heldenmut. Ein junges Menschenmädchen, das den Weg zu sich selbst noch nicht gefunden, aber bald finden wird. Ihr Faden war lange unscheinbar, aber jetzt, da sie fast erwachsen ist, schimmert ihr Heldentum unter der Oberfläche und wird bald erwachen.«"
So schickt er seinen Sohn Tyr los, um sie zu finden und später zu töten. Die Walküre Kára möchte Ray helfen und sucht sie in ihrer Welt auf. Ray glaubt ihrer neuen Freundin aber nicht, flüchtet und läuft dem Gott Loki in die Arme und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Die nordische Mythologie hat mir gleich gut gefallen, ich fand es cool, dass Götter wie Odin, Thor oder Loki als Charaktere vorgestellt wurden und dass man mehr über die verschiedenen Welten und ihre Bewohner, z.B. Asgard oder Svartalfheim, erfahren hat.
Leider hatte ich relativ schnell ein ziemlich großes Problem mit dem Buch, denn keiner der Charaktere war mir sympathisch, was ich sehr schade fand. Weder die Protagonistin, die mutig wirken soll, aber eher naiv, stur und beeinflussbar war, noch die Nebencharaktere, mit denen Ray auf ihrer Reise zur Heldin zu tun hatte. Kára mochte ich nicht wirklich und auch für Tyr oder Thor konnte ich keine Sympathie aufbringen.
Zitat : "Ray seufzte und fuhr sich mit einer Hand durch die langen Haare. Am liebsten wäre sie geflohen, aber etwas in ihr fing an zu glühen. Die Art, wie Kára sie ansah, war Ray vollkommen fremd. Ihre neue Freundin glaubte wirklich daran, dass Ray diesen Kampf gewinnen konnte."
Ray war für mich auch charakterlich deutlich zu blass, im Vordergrund stehen ihre Zukunftsprobleme, ihr mangelndes Glaube an sich selbst und ihr Rolle als zukünftige Heldin. Sie liebt Musik, aber ich hätte es gut gefunden, mehr über sie zu erfahren.
Auch wenn mich die Charaktere nicht richtig begeistern konnten, fand die Handlung gut gelungen und überzeugend. Die Liebesgeschichten waren dabei aber nicht ganz so meins, die eine war für mich zu kurz thematisiert und die andere passierte ein wenig zu schnell und wirkte ein bisschen unauthentisch.
Das Buch ließ sich flüssig lesen und ich konnte mir die Geschichte schön bildlich vorstellen.

Fazit :
Die Handlung und die Umsetzung der nordischen Mythologie hat mir gut gefallen, aber mir war leider keiner der Charaktere sympathisch und ein paar kleinere Dinge haben mich gestört.