Cover-Bild Mauerpost
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: cbt
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 11.02.2019
  • ISBN: 9783570312537
Maike Dugaro, Anne-Ev Ustorf

Mauerpost

30 Jahre Mauerfall

Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2022

Mauerpost

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Inhalt:

Obwohl Julia und Ines nicht weit auseinanderwohnen, können sie sich nicht sehen, denn die Mauer ist zwischen den beiden. Nur dank Oma Ursel lernen sich die beiden durch Briefe kennen und stoßen ...

Inhalt:

Obwohl Julia und Ines nicht weit auseinanderwohnen, können sie sich nicht sehen, denn die Mauer ist zwischen den beiden. Nur dank Oma Ursel lernen sich die beiden durch Briefe kennen und stoßen dabei auf ein großes Familiengeheimnis.

Erster Satz:

Liebes Ines, es ist ein bisschen seltsam, jemanden zu schreiben, den man gar nicht kennt.

Meine Meinung:

Als das Buch bei mir ankam, habe ich mir sehr darüber gefreut und war sehr gespannt darauf, wie es von den beiden Autorinnen umgesetzt worden ist und ich würde nicht enttäuscht.

Das Cover finde ich wirklich sehr passend zu dem Buch, weil man beide Mädchen auf dem Cover abgebildet sieht und die Mauer, die sie beide trennt. Ich gehe davon aus das oben Ines abgebildet ist und unten Julia.

Der Schreibstil beider Autorinnen war sehr flüssig und angenehmen zu lesen, dass man in dem Buch sehr gut voran gekommen ist und die Seiten auch von allein nur so dahin geflogen sind.

Als Leser lernen wir auch die beiden Mädchen nur durch die Briefe kennen und man könnte meinen beide leben in zwei komplett unterschiedlichen Ländern, dabei wohnen beide in der gleichen Stadt nur getrennt durch diese Mauer.

Ines, die jüngere der beiden Mädchen ist auch die verrücktere von den beiden das liest man sehr deutlich aus ihren Erzählungen raus. Sie will gerne mal mit dem Kopf durch die Wand und kommt nicht wirklich mit ihrer Mutter klar, die damals aus der DDR geflohen ist. Da sie es auch nicht versteht warum ihre Mutter nicht über die Flucht reden möchte.

Julia, ist bei bestimmten Dingen schon deutlich vernünftiger obwohl ihre Situation um einiges schwerer ist wie bei Ines. Julia muss die Briefe von Ines verstecken und kann außer mit Oma Ursel mit niemanden über die Briefe reden.
Julia will trotzdem Ines helfen und begibt sich auf ihrer Seite der Stadt auf die Suche nach Informationen aus der Vergangenheit von Ines Mutter.

Beide Mädchen waren mir auch Anhieb auch sehr sympathisch genauso wie Oma Ursel, die Drahtzieherin des ganzen und natürlich nicht ganz ohne Hintergedanken wie es sich dann am Schluss rausgestellt hat.

Auch fand ich die Randcharakteren wie die Tante von Ines die als Brieftaube funktionierte, der Vater von Ines und dessen neue Freundin Sabine und auch Julias Freundin Tina die mit ihrer Familie aus der DDR flieht, wirklich sehr schön gestaltet und durch die Erzählungen der Mädchen wirken sie alles sehr realistisch.

Ich finde es sehr spannend zu lesen wie die zwei Mädchen sich von Anfang an vertrauen und immer mehr miteinander austauschen und wie unterschiedlich die beiden doch Leben. Auch bewundere ich Julia wirklich sehr für ihren Mut, dass sie trotz der drohenden Strafe Kontakt mit Ines hält und auch versucht ihr zu helfen, ihre Mutter besser zu verstehen.

Auch finde ich das man durch dieses Jugendbuch bestimmte Sachen besser verstehen kann wo damals in der DDR passiert sind und deshalb wäre es auch für mich ein Buch das man auch mal in der Schule lesen könnte und sich damit mal besser auseinander setzen könnte.

Da ich selbst eine Brieffreundin habe, hat es mich umso besser gefallen, dass das Buch wirklich komplett nur aus Briefen bestanden hat und dadurch auch mal wieder was anderes war.

Alles einem kann ich an diesem Buch wirklich nicht meckern und kann es wirklich jedem empfehlen der sich gerne mit dem Thema auseinandersetzen möchte.

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Veröffentlicht am 17.03.2019

Regt zum Nachdenken an ....

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Als Pflänzchen von jenseits der Mauer - sprich als Ossi - musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Zum Zeitpunkt des Mauerfalls war ich 4 Jahre alt, bin zwar zu DDR-Zeiten in den Kindergarten gegangen, ...

Als Pflänzchen von jenseits der Mauer - sprich als Ossi - musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Zum Zeitpunkt des Mauerfalls war ich 4 Jahre alt, bin zwar zu DDR-Zeiten in den Kindergarten gegangen, kann mich aber an diese Zeit kaum erinnern.

Vieles kenne ich also nur aus den Erzählungen meiner Familie. Umso gespannter war ich auf dieses Buch.

Ich wurde nicht enttäuscht, einige Dinge waren mir zuvor völlig unbekannt, anderes wurde mir ebenso erzählt ...

Der Schreibstil ist toll, man fliegt nur so durch das Buch. Es handelt sich durchweg um einen Briefkontakt zwischen Ines und Julia. Beide leben wenige Kilometer voneinander entfernt, "nur" getrennt durch die Mauer. Dennoch sind ihre Leben grundverschieden und sie müssen eine geheime Brieffreundschaft führen - ohne Hoffnung darauf, sich jemals treffen zu können ...

Vieles ist unfassbar beklemmend, das ganze Buch ist absolut berührend. Es stimmt nachdenklich - und auch wenn zu DDR-Zeiten sicher nicht alles schlecht war, überwiegt doch das Negative. Menschen wurden von ihren Freunden, ja sogar von ihren eigenen Familienmitgliedern bespitzelt und verraten, generell lebte man in einer dauerhaften Gefangenschaft. Mit Reisen war es ebenso dünn bestellt wie mit der Meinungsfreiheit ...

Dieses Buch zwingt einen förmlich sich einzugestehen, wie gut es einem doch eigentlich geht. Auch wenn heute bereits wieder die Meinungsfreiheit beschnitten wird (dies sollte uns wirklich zu denken geben)....
Es gilt dafür Sorge zu tragen, dass solche Zeiten nicht zurück kehren können.
Und es gilt, nicht zu vergessen, das es vor gar nicht langer Zeit ein geteiltes Deutschland gab. Vieles wird gerade jungen Menschen aus den alten Bundesländern derart nie erzählt - leider fehlt auch oftmals das Interesse.

Ich hoffe, dass es noch mehr Bücher dieser Art geben wird und denke, das dieses hier unbedingt gelesen gehört.

Veröffentlicht am 22.05.2019

Mauerpost

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Meine Meinung:



Julia und Ines sind Brieffreundinnen in einer Zeit wo es für beide nicht wirklich vorteilhaft ist, Kontakt mit einer Person von der anderen Seite zu haben. 1988 lebt Julia in der DDR ...

Meine Meinung:



Julia und Ines sind Brieffreundinnen in einer Zeit wo es für beide nicht wirklich vorteilhaft ist, Kontakt mit einer Person von der anderen Seite zu haben. 1988 lebt Julia in der DDR und Ines in der BRD, gemeinsam kommen sie einem großen Familien Geheimnis auf die Schliche, jedoch muss ihr Kontakt geheim bleiben da Julias Eltern keinen Westkontakt erlauben!




Eine wahnsinnig spannende Geschichte von zwei wunderbaren und mutigen Mädchen!Die beiden sind sehr sympathische und typische Teenager. Gemeinsam machen sie Entdeckungen die für beide nicht ohne Folgen bleibt!




Der Schreibstil ist leicht verständlich und das Glossar hilft bei manchen Wörtern weiter. Ebenso ist eine Karte von Berlin abgebildet, somit kann man die Wege der beiden Nachvollziehen. Dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre in jeder Schule sein! Es ist perfekt für junge Leute die etwas über die Geschichte lernen sollten!

Veröffentlicht am 13.05.2019

Erschütternd!

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Beschreibung:
Die 15 Jahre alte Julia lebt 1988 im Osten von Berlin, direkt an der Mauer. Durch ihre Nachbarin „Oma Ursel“ entwickelt sie eine innige Brieffreundschaft mit deren 13 jährigen Enkelin Ines, ...

Beschreibung:


Die 15 Jahre alte Julia lebt 1988 im Osten von Berlin, direkt an der Mauer. Durch ihre Nachbarin „Oma Ursel“ entwickelt sie eine innige Brieffreundschaft mit deren 13 jährigen Enkelin Ines, welche im Westen von Berlin lebt. Weder Julias Vater, noch Ines Mutter dulden diese Freundschaft, weshalb beide alles dafür tun, dass diese geheim bleibt, denn neben den üblichen Alltagsproblemen von Jugendlichen, kommen die beiden Mädchen einem Geheimnis auf die Spur. Dem Grund, weshalb Ines Mutter nichts mehr mit dem Staat zu tun haben möchte, aus dem sie einst floh – und noch viel mehr.

Meinung:


Das Buch ist komplett in Briefform verfasst. Einerseits käme dies vermutlich glaubwürdiger rüber, wenn man mehr auf die direkte Rede verzichtet hätte – denn wer kann sich schon etliche Dialoge im Detail merken?! Auf der anderen Seite, durfte ich bei Jugendbüchern in Tagebuch- oder Briefform feststellen, dass dies häufiger vor kommt. Schließlich ist so das Lesen und Aufnehmen des Geschehenen für den jugendlichen Leser einfacher, weswegen ich gar nicht meckern möchte – es jedoch auch nicht unerwähnt lassen möchte.

Die Briefe zwischen den beiden Mädchen fand ich meist recht unterhaltsam, doch aufgrund der Hintergründe machte sich gelegentlich auch ein beklemmendes Gefühl breit. Wer all dies nicht mit erlebt hat, kann es nur schwer nachvollziehen wie es damals war, aber mir geht es trotz allem immer wieder unter die Haut. Heute finde ich es schon extrem schwer, wenn man seine Meinung – egal wie diese ausfällt – laut auszusprechen, denn es gibt immer einen, der einen falsch oder gar nicht versteht. Dennoch sind die Konsequenzen dafür weniger weit reichend wie damals. In dieser Zeit musste man stets damit rechnen, dass man womöglich noch im Gefängnis landete. Da interessierte es keinen ob es ein Missverständnis war oder nicht. Da der Vater von Julia zu allem Übel auch noch Polizist in der DDR war, macht es die Sache nicht wirklich einfacher.
Ihr merkt, ich konnte mich recht gut in die Geschichte und die Charaktere versetzen - auch ohne eigene Erfahrungswerte. Habe des öfteren mit gebangt und Fingernägel gekaut. Dieses Buch zeigt sehr gut auf, was damals alles schief lief.

Sehr informativ ist außerdem das beigefügte Glossar sowie die Geschichte Berlins. Vieles weiß man vielleicht noch aus dem Geschichtsunterricht und bei anderen Anekdoten denk man sich einfach nur: Wer hätte das gedacht. Der Schreibstil war im allgemeinen einfach und jugendlich – authentisch zur damaligen Zeit. Entsprechend schnell rauschte ich auch über die Seiten. Zudem wird es irgendwann sogar so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Man entwickelt seine ganz eigene Theorie zu dem großen – im Klappentext angepriesenen – Familiengeheimnis und möchte entsprechend dran bleiben um es zu lüften.

Entsprechend gut gefiel mir auch das Buch, da ich alles geboten bekam. Geschichte, Unterhaltung und Spannung. Zwar fehlte die Schoki und der Tee, aber die hat ja der typische Bücherwurm sowieso irgendwo gebunkert.

Das Highlight war für mich dann das Ende, da man buchstäblich von Glücksgefühlen überschüttet wird. Vielleicht könnte man sagen: Ende gut, alles gut. Doch das fände ich dann schon extrem weit her geholt, denn aus meiner Sicht wiegt dieses Geheimnis so schwer, dass man es nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen kann. Hier sind der Fantasie des Lesers keine Grenzen gesetzt was im verlauf der Zukunft noch passieren könnte, da die Geschichte dies nicht mehr preis gibt. Dennoch konnte ich das Buch, mehr oder weniger, beruhigt zuschlagen, wenn auch – wie so oft – erschüttert von den damaligen Zuständen.

Fazit:


Ein schönes Jugendbuch, das einem die prekäre Situation von Ost- und Westdeutschland vor Augen führt, aber dennoch unterhaltsam und spannend geschrieben sowie gestaltet ist.

Veröffentlicht am 08.04.2019

schönes Buch mit wichtiger Thematik

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„Es war die Stasi, die mich einspannen wollte. Ich fühlte mich, als hätte mir jemand einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf gegossen.“
- S. 99

Rezension
{spoilerfrei}

Cover
Das Cover passt durch die ...

„Es war die Stasi, die mich einspannen wollte. Ich fühlte mich, als hätte mir jemand einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf gegossen.“
- S. 99

Rezension
{spoilerfrei}

Cover
Das Cover passt durch die Aufteilung in zwei Bilder gut zum Inhalt des Buches, da es die beiden Seiten der Mauer, aber auch die zwei Mädchen darstellt.
Das eine Mädchen wirkt für mich irgendwie zu „modern“, da hätte ich mir ein Bild gewünscht, dass etwas altmodischer aussieht.
4 /5 Sterne

Inhalt
Das Buch beginnt mit dem ersten Kontakt zwischen den zwei Mädchen und zuerst passiert nicht sonderlich viel. Ines und Julia erzählen über ihre Leben und als LeserIn kann man sich genauer vorstellen, wie das Leben vor dem Mauerfall sowohl in Westberlin, als auch in der DDR war. Man kann sich ihre Familien, ihre Wohnungen und Häuser gut vorstellen und sich in die zwei Mädchen so hineinversetzen.
Im Laufe der Zeit gibt es bestimmte Themen, die eine zentralere Rolle spielen, wie z.B. das Familiengeheimnis, durch das es auch richtig spannend wird.
Eine sehr schöne Idee, die bis auf kleine Ausnahmen recht mitreißend gestaltet ist und, wie ich finde, wichtig ist, damit auch die jüngere Generation sich mit dieser Zeit Deutschlands beschäftigt.
4 /5 Sterne

Schreibstil
Das Buch besteht aus Briefen, die sich Julia und Ines schreiben. Diese Art ist zu Beginn natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, da dadurch auch Randinformationen thematisiert werden, die für den eigentlichen Verlauf keine wirkliche Rolle spielen. Allerdings hat dies auch eine positive Seite, da der/die LeserIn sich so noch besser in die Leben der zwei Mädchen hineinfühlen kann.
Gerade zum Ende hin wird es spannender und man ist gespannt, wie es ausgeht, auch wenn das alles sehr schnell zu gehen scheint und ich mich so manches Mal gefragt habe, ob dieser Schreibstil, besonders Julias, wirklich altersgerecht ist. Ab und zu wirkte es für mich jünger als 15/16. Ines wirkte viel reifer und natürlich kann es auch tatsächlich so sein, dass eine 13/14 Jährige älter wirkt.
3,5 /5 Sterne


Fazit
Ein schönes Buch, das auch wichtig ist, damit Kinder und Jugendliche nicht nur in der Schule von dieser Thematik hören, sondern zwei Mädchen kennenlernen, deren Leben durch die Mauer beeinträchtigt wurde. Der Roman bringt einem das Thema definitiv näher und hat zudem noch einen spannenden Plot.