Cover-Bild Alles über Heather
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inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 22.01.2019
  • ISBN: 9783499291463
Matthew Weiner

Alles über Heather

Bernhard Robben (Übersetzer)

Mark und Karen Breakstone haben spät geheiratet und ein einziges Kind: Heather. Die kleine Familie lebt ihr von materiellen Sorgen freies Leben in Manhattan, doch das Dreieck ist labil. Heather, das von allen vergötterte Mamakind, wendet sich mit der Pubertät von der Mutter ab. Und die erträgt das nicht.
Parallel erzählt Weiner das Schicksal von Bobby Klasky, Kind einer drogensüchtigen Prostituierten, geboren in die Hölle hinein. Früh landet er im Gefängnis, wo ihm der letzte Rest von Menschlichkeit abhandenkommt. Als sich die beiden Geschichten kreuzen, ist die Katastrophe unvermeidlich. Im Mittelpunkt steht, ohne es zu wissen, Heather.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2018

Das etwas andere Buch

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Der Autor hat ein schlichtes Cover gewählt. Dieses drückt für mich, wenn man den Inhalt gelesen hat, aber alles aus. Zwei Augen die dich ansehen und die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Es geht hier ...

Der Autor hat ein schlichtes Cover gewählt. Dieses drückt für mich, wenn man den Inhalt gelesen hat, aber alles aus. Zwei Augen die dich ansehen und die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Es geht hier einmal um Heather und auf der anderen Seite um Bobby. In dem Buch gibt es nur ganz wenig persönliche Rede. Dennoch erfährt man alles über Heather und Bobby was man wissen muss. Heather ist ein total wohlbehütetes Kind. Sie wird von ihrer Mutter regelrecht umklammert. Ihre Mutter opfert alles für ihre süße, kleine, liebevolle und zuvorkommende Tochter. Ihr Vater ist da nicht anders. Doch Heathers Mutter setzt immer noch einen drauf.

Bobby ist das genaue Gegenteil von Heather. Er ist rebellisch, wächst nicht wohlbehütet auf und weiß nicht so recht was er mit seinem Leben anfangen soll.

Das Buch hat zwar nur 144 Seiten und es wird hauptsächlich nur erzählt und sehr wenig gesprochen, doch genau das macht dieses Buch aus. Irgendwann treffen diese beiden Welten aufeinander und es wird meiner Meinung nach richtig interessant.

Veröffentlicht am 31.05.2020

Wenn unsere Psyche mal eine Geschichte erzählt

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Manchmal muss es kein spektakuläres Abenteuer oder eine magische Welt sein, welches uns Leser an ein Buch fesselt. Ab und an braucht es noch nicht einmal detaillierte Person. So wie bei „Alles Heather“, ...

Manchmal muss es kein spektakuläres Abenteuer oder eine magische Welt sein, welches uns Leser an ein Buch fesselt. Ab und an braucht es noch nicht einmal detaillierte Person. So wie bei „Alles Heather“, bei welcher besonders eines im Vordergrund steht, unsere Psyche.

Dabei erzählt die Geschichte, wie sich Mark und Karen kennenlernen, welche Hürden sie im Leben meistern müssen und wie sie schließlich nicht nur heiraten, sondern auch eine Tochter bekommen. Klingt doch recht harmonisch, würde man sagen. Doch dies ist eben nur die oberflächliche Wahrnehmung. Während man die Beiden begleitet erfährt man neben Dingen wie Job, Hobbys und dem Leben, eben aber auch wie sie über sich und andere denken. Und da gab es wirklich einiges zu erzählen.

Besonders als ihre Tochter Heather geboren wird, beginnt die psychologische Fahrt erst so richtig. Nun ist neben ihnen noch ein kleines Wesen da, welches zudem nicht nur unglaublich schön ist, sondern auch sehr klug und weise. Gerade Karen verfällt immer mehr ihrer Tochter und entwickelt so nach und nach eine rechte Obsession. Nur sie darf Zeit mit ihrer Tochter verbringen, niemand sonst. Mark ist anfangs dagegen machtlos, doch er hat eh andere Probleme. Doch was sagt Heather? Ab einem gewissen Alter durfte man nun auch ihre Gedankengänge mitverfolgen, welche nicht weniger spannend waren, als die ihrer Eltern.

Doch dann war da noch Bobby, dessen Geschichte weitaus weniger schön zu erlesen war. Drogen, Diebstahl und Misshandlung prägten sein Leben und erschufen einen jungen Mann der ein äußerst schwieriges Verhältnis zu Frauen aufbaute. Er sah sie als willige Wesen, welche selbst nicht wüssten, was sie wollen, weswegen er dies übernahm. So erging es ihm auch bei Heather, welche aber diesmal nicht ganz so leicht zu bekommen war. Doch wie ein Weg ist, ist auch ein Wille.

Am Ende war das Buch einfach mal eine Geisterbahnfahrt durch das menschliche Gehirn. Von A wie Angst bis Z wie Zweifel durchlebte man wirklich jede Emotion oder Gefühlsregung. Dabei zeigte es deutlich zu welchen Handlungen wir fähig sind, wenn uns die Emotionen einmal komplett überrennen. Aufgeteilt auf 4 unterschiedliche Personen, Geschlechter und Altersklassen ein durchaus interessantes aber auch erschreckendes Bild.

Gerade weil die Psyche eine große Rolle spielte und es neben Tätigkeiten wie Ausflüge, Schule oder Arbeit kaum nennenswerte Tätigkeiten gab, war der Sprachstil auch daran angepasst. Er war sehr sprunghaft, manchmal etwas holprig, da mitten im Text die Person gewechselt wurde, aber trotzdem sehr angenehm. Einmal aufgeschlagen konnte ich es meist nicht so schnell weglegen, da ich einfach wissen wollte wie es weiterging.

Leider war dann gerade das Ende für mich etwas unausgereift und zu voreilig beendet. Für mich hätte die Geschichte gerne noch ein paar Seiten weitergehen können, da für mich so einfach ein Abschluss fehlte. Besonders da das Buch mit einer geballten Emotionsbombe endete, hätte ich gerne gewusst wie sie das Leben danach weiterlebten. So fühlte es sich unvollständig an und das ist wirklich schade.

Ich möchte für dieses Buch eine Triggerwarnung aussprechen, da es nicht nur Gewalt gegen Frauen enthält, sondern auch einen sehr starken Einblick in die menschliche Psyche. Hier sollte man in einem guten Gemütszustand sein. Wer dies hat, dem dürfte sich eine ehrliche und sehr emotionale Geschichte eröffnen, welche fasziniert und beängstigt.

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Schnelles Vergnügen

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„Heather, the totality“ ist geschrieben von Matthew Weiner und ist auch im deutschen unter dem Titel „Alles über Heather“ im Rowohlt Verlag, im Jahr 2019 erschienen.

Warum ich mir dieses Buch ausgesucht ...

„Heather, the totality“ ist geschrieben von Matthew Weiner und ist auch im deutschen unter dem Titel „Alles über Heather“ im Rowohlt Verlag, im Jahr 2019 erschienen.

Warum ich mir dieses Buch ausgesucht habe? – Ganz einfach: Ich habe es in der Mayerschen für 1€ auf dem Wühltisch entdeckt… Ich hatte von dem Autor zuvor noch nie etwas gehört gehabt, aber der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Zusätzlich dazu, ist der Autor, der Schöpfer der Serie „Mad Men“ und die habe ich schlichtweg geliebt. Also dachte ich mir – go for it!

Das Buch ist in der englischen Ausgabe in einem wunderschönen Hardcover Format erschienen und hat einen großartigen, durchsichtig-goldenen Schutzumschlag, welcher ein Gesicht verdeckt (vermutlich das von Heather). Was es mit der Geschichte auf sich hat? Auch wenn das Buch sehr schlank wirkt und mit seinen 138 Seiten nicht wirklich lang ist, ist der Inhalt umso größer. In wenigen Worten (und dies auch oft ohne die Hilfe von Dialogen), erzählt Matthew Weiner dem Leser eine ganze Menge. Karen und Mark sind ein etwas merkwürdiges Paar, aber zunächst hofft man als Leser, dass die beiden die wahre Liebe ineinander gefunden haben. Als jedoch ihre Tochter Heather zur Welt kommt, dreht sich alles nur noch um das Mädchen und es geht nicht mehr nur um Karen und Mark. Es geht darum, dass die beiden hart arbeiten, um so Heathers Zuneigung zu gewinnen und in einem manischen Wettbewerb zu einander stehen. Aber ist wirklich Heather wirklich das bezaubernde, unbefleckte Kind, für das es gehalten wird? Sie ist ihr Ein und Alles und sie würden alles tun, um sie als ihre „Sonne“ zu erhalten.

Ich habe den doch sehr spärlichen Schreibstil und die verschlüsselten Hinweise, welche Karen und Mark besser zu verstehen geben, sehr genossen. Insgesamt ist „Heather, the totality“ eine faszinierende Lektüre, welche mehr Fragen stellt als beantwortet werden. Es hat mir fast genauso viel Spaß gemacht, über das Buch nachzudenken, wie es eigentlich zu lesen, auch wenn es leider ziemlich schnell gelesen ist und es den Charakteren teilweise an Sympathie und Tiefe fehlt.

Veröffentlicht am 05.09.2018

Ich fands schlecht!

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Ich fand dieses Buch so schlecht das ich es weg geworfen und in der Mitte abgebrochen habe.
Dieses Buch kann ich wegen des Inhaltes einfach nicht weiter empfehlen !

Ich fand dieses Buch so schlecht das ich es weg geworfen und in der Mitte abgebrochen habe.
Dieses Buch kann ich wegen des Inhaltes einfach nicht weiter empfehlen !