Cover-Bild Rubinrotes Herz, eisblaue See
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Knaur Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 01.12.2011
  • ISBN: 9783426509562
Morgan Callan Rogers

Rubinrotes Herz, eisblaue See

Roman
Claudia Feldmann (Übersetzer)

Ein Fischerdorf in Maine in den sechziger Jahren. Hier lebt die junge Florine geborgen bei ihren Eltern und Großeltern – bis ihre geliebte Mutter Carlie von einem Tag auf den anderen verschwindet. Auf einmal ist für Florine nichts mehr wie vorher, alle Nachforschungen führen ins Nichts, und die Frage, ob Carlie tot ist oder freiwillig ihr Zuhause verließ, wird Florine in den nächsten Jahren nicht mehr loslassen. Dass das Leben um sie herum weitergeht, empfindet sie als Zumutung: Ihr Vater nähert sich seiner Jugendliebe wieder an, ihre Großmutter altert zusehends, und ihr bester Freund interessiert sich nur noch für seine neue Freundin. Anrührend und schlagfertig erzählt Florine vom Erwachsenwerden und davon, was es heißt, sich selbst treu zu bleiben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2017

Wunderschön

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Florine erlebt eine schöne Kindheit in einem kleinen Dorf an der Küste Maines. Ihre Eltern und ihre Großmutter behüten sie und sie hat in Bud, Glen und Dottie gute Freunde. Florines Leben ändert sich schlagartig, ...

Florine erlebt eine schöne Kindheit in einem kleinen Dorf an der Küste Maines. Ihre Eltern und ihre Großmutter behüten sie und sie hat in Bud, Glen und Dottie gute Freunde. Florines Leben ändert sich schlagartig, als ihre Mutter spurlos verschwindet. Verzweifelt wartet sie Tag für Tag, ob Carlie zurück kommt, aber sie bleibt verschwunden. Florines Vater flüchtet sich in den Alkohol und später nimmt er sich eine neue Frau, mit der Florine gar nicht einverstanden ist. Kurz entschlossen zieht sie zu ihrer Großmutter und macht von dort aus ihrer Stiefmutter das Leben schwer. Mit den Jahren wird aus Florine eine junge Frau, aber bis es soweit ist, hat sie noch einige Kämpfe zu bestehen. Der schlimmste Kampf aber ist mit sich selbst.

Das Buch begleitet ein Kind auf dem Weg zur jungen Frau. Der Weg ist lang. Zuerst unbeschwert, dann traurig und einsam, später wütend und trotzig. Bei allem, was Florine anstellt, kann man ihr aber nicht böse sein, denn man spürt immer ihre Einsamkeit und die Sehnsucht nach ihrer Mutter. Im Buch gibt es immer wieder Stellen, wo man die Luft anhält und darauf wartet, daß das Verschwinden von Florines Mutter aufgeklärt wird. Doch die Spannung bleibt bis zum Schluß erhalten. So wirft auch das Ende viele Fragen auf, die nicht beantwortet werden. Ich habe gehört, daß es einen zweiten Teil gibt. Den werde ich mir dann schnell besorgen, damit ich erfahre, wie es mit Florine weitergeht.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Gefühlvoller Roman

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Das Buch zu bewerten fällt mir sehr schwer, da sich beim Lesen herausgestellt hat, dass es sich nicht um die Art von Geschichte handelt die ich erwartet hatte und dass sich die Art des Buches von bereits ...

Das Buch zu bewerten fällt mir sehr schwer, da sich beim Lesen herausgestellt hat, dass es sich nicht um die Art von Geschichte handelt die ich erwartet hatte und dass sich die Art des Buches von bereits gelesenen Geschichten stark abhebt. In diesem Roman begleiten wir die Protagonisten Florine über viele Jahre hinweg und erfahren wie sich ihre Trauer und die Art und Weise wie sie mit dem Verlust ihrer Mutter umgeht mit der Zeit verändert. Ich hatte vor dem Lesen des Buches eine zum einen berührende Geschichte, aber auch einen deutlich größeren Spannungsanteil erwartet. Der Schwerpunkt des Buches liegt jedoch auf der Entwicklung der Protagonistin und die Höhen und Tiefen die sie während dessen durchlebt.

Sehr gut gefallen hat mir die Art des realistischen in der Geschichte, wodurch man das Verhalten der Protagonisten nachvollziehen konnte und mit ihr gelitten hat, auch wenn diese sich teilweise sehr unangebracht verhalten hat. Auch die Botschaft von Freundschaft und Liebe die das Buch vermittelt war sehr schön und berührend.

Bezüglich der Charaktere bin ich mir noch immer unschlüssig ob ich diese nun sympathisch fand oder nicht. Trotz der berührenden Geschichte hatte ich die meiste Zeit des Buches das Gefühl zu den Protagonisten keinen Zugang zu finden und das Geschehen immer etwas distanziert zu betrachten, was möglicherweise dem Schreibstil und dem langen Handlungs-Zeitraum geschuldet ist.
Nichts desto trotz ist Florines Geschichte sehr bewegend und auch der Schreibstil größtenteils flüssig lesbar, auch der Schauplatz der Geschichte ist sehr schön und das Lebensgefühl dieses Ortes wird von der Autorin gut beschrieben. Mir persönlich hätte das Buch jedoch wahrscheinlich noch besser gefallen, wenn ich mich mit den Charakteren besser identifizieren hätte können.

Veröffentlicht am 27.10.2020

Die Trauer, das Leben und das Meer

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Florine wächst in einem kleinen Fischerdorf an der Küste Maines auf, in einfachen Verhältnisses aber mit zwei liebenden Eltern und einer liebevollen Großmutter. Doch ihre glückliche Kindheit findet ein ...

Florine wächst in einem kleinen Fischerdorf an der Küste Maines auf, in einfachen Verhältnisses aber mit zwei liebenden Eltern und einer liebevollen Großmutter. Doch ihre glückliche Kindheit findet ein jähes Ende, als ihre Mutter Carlie spurlos verschwindet. Ab diesem Tag prägt die Trauer das Leben von Florine.


In anderen Rezensionen habe ich gelesen, das Buch hätte keine wirkliche Handlung und keinen roten Faden und die Protagonistin sei oft nicht nachvollziehbar. Ich behaupte, dass viele das Buch einfach nicht verstanden haben. Hier geht es einzig und allein um Florine - und um das Trauma, das sie davongetragen hat. Auch, wenn das Wort "Trauma" im Buch nicht einmal fällt, wird genau das in all seinen Facetten beschrieben. Handlungen, die sicher oft nicht nachvollziehbar erscheinen mögen auf Leute, die selbst nie mit psychischen Belastungen zu kämpfen hatten, lassen sich hier fast immer darauf zurückführen, dass Florine sich nach Liebe sehnt, Angst vor Verlust hat, die Realität oft nicht akzeptieren kann. Sie ist verstört und daraus resultierend sicher auch gestört.


Auch schildert das Buch ziemlich plastisch die körperlichen Veränderungen während der Pubertät und später gibt es auch Sexszenen. Sicher wollen das viele nicht lesen, aber ich denke, dass es zu Florine passt und auch zu der Zeit, in der es spielt (1960er Jahre). Hierzu hat mir aber gefallen, wie unterschiedlich diese Phase bei Florine und ihren Freunden jeweils ausfällt. Allgemein sind alle Nebencharaktere gut ausgestaltet und haben ein Leben, eine Seele. Lediglich die Eltern von ihren Freunden konnte ich manchmal nicht auseinanderhalten, die sind aber für die Handlung auch nicht wichtig. Und dieses Buch bildet nicht nur das Leben von Florine ab, sondern auch das von vielen anderen Menschen. Es zeigt uns, dass oft viel mehr hinter der Fassade eines Menschen steckt, als wir auf den ersten Blick erkennen können.


Man sollte zum Lesen dieses Buches Spaß an Psychoanalytik mitbringen und kritisch alles reflektieren und hinterfragen, was so geschieht. Meistens haben die Szenen eine tiefere Bedeutung, als sich vielen auf den ersten Blick zu erschließen scheint. Man sollte keine rasante Handlung erwarten, sondern sich einfach einlassen auf das, was das Buch einem zeigen will. Es vermittelt ein glaubwürdiges Bild eines traumatisierten jungen Mädchens, das nach dem Verlust der Mutter nicht mehr so recht Fuß im Leben fassen kann.

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