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Veröffentlicht am 19.09.2022

Viele Wenns und Abers

Kirschroter Sommer
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Wie lange habe ich überlegt, wie ich dieses Buch denn nun bewerten soll. Für mich gehört es in die Kategorie „Buch mit vielen abers“.

Das erste Aber gehört den Protagonisten. Denn obwohl ich Elyas und ...

Wie lange habe ich überlegt, wie ich dieses Buch denn nun bewerten soll. Für mich gehört es in die Kategorie „Buch mit vielen abers“.

Das erste Aber gehört den Protagonisten. Denn obwohl ich Elyas und Emely als Protagonisten mag, sind sie mir aber auch oft too much. Elyas übertreibt mit seiner aufdringlichen und übergriffigen Art und geht dabei oft etwas zu weit. Da Emely und er sich aber seit Jahren kennen, kann ich das in manchen Situationen verzeihen. Emely dagegen wird manchmal viel zu gemein statt einfach schlagfertig und cool. Obwohl bei ihren frechen Sprüchen aber auch oft lachen musste.

Eine weitere große Rolle spielt auch Elyas‘ Schwester und Emelys beste Freundin Alex. Deren Freundschaft ist ab und an ganz schön einseitig. Alex akzeptiert kein Nein und benimmt sich manchmal ziemlich daneben. Aber gleichzeitig stimmt die Chemie zwischen den Sandkastenfreundinnen und mal ehrlich: Meine beste Freundin ist doch deshalb meine beste Freundin, weil wir unsere Macken kennen und uns trotzdem oder gerade deswegen lieben 🙂

Die Geschichte selbst schleicht vor sich. Aber ich mag die Atmosphäre und dadurch, dass Emely und Elyas sich schon von Kind an kennen, wirkt in diesem Romance Buch mal nicht alles komplett überstürzt. Trotzdem (Das ist nur eine andere Art von aber!) hätte ich mir mehr Beschreibungen vom Umfeld und der Umgebung gewünscht.

Fazit: Kurz gesagt hat mich Kirschroter Sommer einfach gut unterhalten und ich hatte wirklich Spaß mit dem Buch. Es gibt so einige Kritikpunkte und einiges hat mich manchmal wirklich genervt, aber ich werde Band 2 auf jeden Fall noch lesen!

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Mehr Drachen wären schön gewesen...

Lady Trents Memoiren 2
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„Noch eine Sache zum Erforschen. (…) Wirst du je fertig werden?“ – N.

„Ich hoffe nicht. Wie schrecklich öde wäre das?“ – I.

Dafür, dass der Klappentext mir so ewig lang erscheint, wirken die Geschehnisse ...

„Noch eine Sache zum Erforschen. (…) Wirst du je fertig werden?“ – N.

„Ich hoffe nicht. Wie schrecklich öde wäre das?“ – I.

Dafür, dass der Klappentext mir so ewig lang erscheint, wirken die Geschehnisse im Buch gar nicht so ausschweifend. Den ersten Band Die Naturgeschichte der Drachen hat mir wirklich Spaß gemacht, doch dieser Band enttäuscht mich in einigen Punkten.

Da diese Bücher als Memoiren geschrieben sind, ist der Schreibstil recht nüchtern und trocken. Die Geschehnisse liegen für Lady Trent bzw. Isabella schon weiter in der Vergangenheit. Dabei gibt es auch recht wenig Dialoge. In dem Kontext erscheint das zwar sinnvoll, nimmt aber auch viel Gefühl und viele Emotionen. Während mich der erste Band trotzdem packen konnte und ich den Schreibstil so als faszinierend empfand, ist mir Band 2 einfach zu trocken.

Das wird auch dadurch unterstützt, dass die Drachen nicht präsent genug für ein Buch sind, in dem es doch um Drachen gehen sollte? Es werden so viele politische Aspekte aufgegriffen, dass mir das einfach zu viel ist. So viele Namen und Familienverhältnisse konnte ich auch gar nicht behalten, dabei hatte ich immer das Gefühl, dass das noch wichtig werden würde.

Wie schon erwähnt, bleiben die Emotionen etwas auf der Strecke. Das gilt auch für persönliche Beziehungen. Das hätte für mich auch gut in die Idee der Memoiren gepasst, da ich mir vorstellen könnte, dass man sich gerade an seine Gefährten gut und sehr gern erinnert.

Fazit: Leider konnte dieser Band mir nicht zusagen. Da ich aber trotzdem nicht ungern zum Buch gegriffen habe und ich vieles an dem Buch auch schätze, gibt es von mir drei Sternchen. Dem dritten Teil werde ich wohl noch eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 02.12.2021

Süß... aber mehr auch nicht?

Driving Home for Christmas – Kein Weihnachten ohne dich
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Wenn ich an diese Geschichte denke, dann fällt mir wirklich als erstes das Wort süß ein. Dann muss ich leider erstmal etwas überlegen. Denn obwohl diese Weihnachtsgeschichte wirklich niedlich (ja, ich ...

Wenn ich an diese Geschichte denke, dann fällt mir wirklich als erstes das Wort süß ein. Dann muss ich leider erstmal etwas überlegen. Denn obwohl diese Weihnachtsgeschichte wirklich niedlich (ja, ich wollte schon wieder süß schreiben!) ist, fehlt mir der Funke, der überspringt. Und irgendwie fehlt mir auch ein wenig Handlung.

Eloise und Cara sind recht sympathische Charaktere, die ihren Mustern folgen: Eloise als Weihnachtselfe und Cara als Arbeitsbiene. Beide telefonieren häufig miteinander, was ich sehr unterhaltsam (und süß) finde. Dann gibt es da ja noch George und Jamie als Love Interests, die fast schon zu perfekt sind. Dabei muss ich aber gestehen, dass ich Jaime wirklich wirklich toll (und süß!) finde.

Alles in Allem entwickeln sich die Love Stories aber leider zu schnell für meinen Geschmack. Cara und George sind ja bereits am Anbandeln und das angeteaserte Drama wird ziemlich schnell ziemlich unspektakulär abgehakt. Jaime und Eloise sind dagegen… einfach Jamie und Eloise. Natürlich hat man bei 310 Seiten nicht allzu viel Raum für Entwicklung, aber nach der Hälfte habe ich mich gleichzeitig gefragt, worauf das Buch denn jetzt hinaus will.

Was mich leider wirklich stört, ist die Übersetzung. Da sind noch so viele englische Begriffe drin, damit es vielleicht cooler oder normaler klingt, aber das wirkt für mich nur noch gestelzter. Ich frage meine Freundin eben auch, ob xy nun ihr Freund ist und nicht ob er „ihr Booty Call oder Boyfriend ist. Und wann ist der eigentlich so cute geworden.“ … Cringe! 😀

Fazit: Obwohl ich viel Kritik an dem Buch habe, es ließ sich auch wirklich schnell und gemütlich lesen. Es ist ein kurzweiliges Lesevergnügen zum Wohlfühlen. Und manchmal braucht man eben genau das: Wenig Drama, ein süßes Buch, eine kuschelige Decke und einen heißen Tee!

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Magische Zirkusstunden

Der Nachtzirkus
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„Die schönsten Freuden sind die, mit denen man nicht rechnet.“

Von Erin Morgenstern habe ich bereits Das sternenlose Meer gelesen. Dementsprechend war mir klar: Das Buch wird magisch, aber wahrscheinlich ...

„Die schönsten Freuden sind die, mit denen man nicht rechnet.“

Von Erin Morgenstern habe ich bereits Das sternenlose Meer gelesen. Dementsprechend war mir klar: Das Buch wird magisch, aber wahrscheinlich ebenso verwirrend. Tatsächlich ist der Schreibstil wieder wirklich sehr schön und die Magie steht im Vordergrund. Allerdings gibt es sehr viele Zeiten und Daten, die gern auch durcheinander verwendet werden, sodass ich da häufig durcheinander kam, was wann passiert.

Die Handlung schreitet eher langsam voran, aber das störte mich in dem Fall nicht. Ich mochte die Ruhe, die das Buch mir gegeben hat. Trotzdem spitzt sich die Handlung gegen Ende zu sodass es wirkte, als würde ich langsam beim Brökeln zu sehen. Deshalb bin ich vom Ende der Geschichte leider eher enttäuscht. Obwohl Spannung aufgebaut wird, ist mir die Lösung zu leicht. Alles ist so komplex und durchdacht, dass die Lösung für mich raffinierter sein dürfte.

Auch zu den Figuren fehlte mir die Verbindung. Mit Celia und Marco habe ich ehrlich gesagt gar nicht so mitgelitten. Es war eher eine parallel laufende Geschichte, nämlich die um drei Figuren namens Poppet, Widget und Bailey, die mich wirklich interessierte. Die empfinde ich auch als sehr gut durchdacht und wunderbar integriert.

Fazit

Obwohl ich während des Lesens begeistert war, sehe ich einige Dinge nun etwas kritisch. Dazu gehört, dass sich die Figuren zu wenig entwickeln und mir nicht nahe genug gegangen sind. Außerdem ist das Ende leider gar nicht mein Fall, weil es mir – so hart das klingt- nicht genug ist.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Der Anfang?

Scarlett & Browne - Die Outlaws
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Ich habe so lange an diesem Buch gelesen, weil der Funke einfach nicht überspringen wollte. Nach Beenden des Buches habe ich nun eher das Gefühl, als würde ich ein Prequel zu einer bereits bestehenden ...

Ich habe so lange an diesem Buch gelesen, weil der Funke einfach nicht überspringen wollte. Nach Beenden des Buches habe ich nun eher das Gefühl, als würde ich ein Prequel zu einer bereits bestehenden Geschichte lesen, denn es scheint, als würde das eigentliche Abenteuer jetzt erst losgehen.

Obwohl Scarlett als taffe und selbstbewusste Protagonistin und Albert als sehr liebenswürdiger und naiver Protagonist ein cooles Duo abgeben, bleiben beide für mich etwas blass. Obwohl der Schreibstil locker und humorvoll ist, hat er mich nicht mitgerissen. Obwohl die Welt neu und interessant ist, wird sie zu wenig erklärt und bekommt dadurch keine Tiefe. Und das sind mir leider zu viele obwohls.

Also habe ich gelesen und gelesen und gewartet, dass etwas passiert und es passierte eine Menge, aber nichts, worauf ich gehofft hatte. Da sind nämlich noch so viele offene Fragen, so viele ungeklärte Dinge, dass es eher wirkt wie ein Zusatzband für Fans einer bereits bestehenden Reihe, die einige Lösungen schon kennen. Natürlich mag ich offene Rätsel, aber da so gar keine Hinweise gegeben werden, verläuft sich alles. Und ich hätte auch schon im ersten Band gern ein wenig Aufklärung.

Fazit

Mein Buch ist es leider nicht, aber so richtig klar kann ich gar nicht sagen, warum das nun so ist. Denn richtig gestört hat mich auch nichts. Vielleicht ist es dieses Mal wirklich pure Geschmackssache, weshalb das Buch trotzdem noch solide 3 Sterne von mir bekommt.

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