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Veröffentlicht am 10.11.2021

Pflichtlektüre!

Bis einer stirbt - Drogenszene Internet. Die Geschichte von Leyla und Josh
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Wenn ich ganz ehrlich bin, wusste ich anfangs gar nicht, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen Roman (beruhend auf einer wahren Begebenheit), sondern um einen Erfahrungsbericht handelt. Die Autorin ...

Wenn ich ganz ehrlich bin, wusste ich anfangs gar nicht, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen Roman (beruhend auf einer wahren Begebenheit), sondern um einen Erfahrungsbericht handelt. Die Autorin und Journalistin Isabell Beer erzählt die Drogengeschichten von Leyla und Josh im Zeitalter von Facebook & Co.

Der Schreibstil ist, wie bei einem Bericht üblich, nüchtern gehalten. Es gibt Aussagen der Beteiligten und Zeugen, dabei wurde die jugendliche Sprache übernommen, was das Ganze sehr authentisch macht. Wir erfahren den kompletten Alltag der beiden Jugendlichen, deren Leben sich nur um den nächsten Kick drehen. Es wird schnell klar, dass deren Bezug zu Drogen schon sehr früh stattgefunden hat und es wird erschreckend vermittelt, wie einfach es in der digitalen Welt ist, um an sämtliche Substanzen zu gelangen.

Was immer wieder auffällt in der Geschichte, ist die Tatsache, dass jeder Drogenabhängige denkt, er hätte seine Sucht unter Kontrolle. Er könnte ja aufhören, wenn er wollen würde, sieht jedoch hierzu keinen Grund und er weiß schon, was er tut und kennt sich aus, somit sind also auch schlimmere Folgen ausgeschlossen.
Doch wie sich bald zeigt, kann nicht mal eine Überdosis dazu animieren, sich von den Drogen abzuwenden. Gerade Josh testet seine Grenzen bis ins Unermessliche aus. Beide verherrlichen ihre Sucht geradezu, animieren stellenweise auch andere im Netz und manchmal habe ich mich auch schwer getan, sie sympathisch zu finden. Dabei musste ich mir aber natürlich immer vor Augen führen, dass sie eigentlich die Opfer sind und dringend Hilfe brauchen! Doch wie soll man jemandem helfen, der gar keine Hilfe möchte? Genau das stellt ein großes Problem dar, das sich in diesem Bericht in der oftmals großen Hilflosigkeit der Eltern gezeigt hat. Nicht immer kommen Drogensüchtige aus Familien, in denen sich keiner für sie interessiert. Doch meistens ist es so, dass diese selbst zu wenig informiert sind und zudem komplett mit der Situation überfordert sind. Manchmal haben mich hier Aussagen von Familienmitgliedern geradezu entsetzt, da deutlich wurde, wie sehr sie die Lage herunterspielen. Andere waren total verzweifelt und ich konnte die Angst komplett nachvollziehen, da sie gerne helfen wollten und einfach keinen Zugang zu ihrem Kind gefunden haben.

In Deutschland ist es allerdings allgemein ein großes Problem, dass es oft an der richtigen Aufklärung fehlt. Das Thema Drogen gilt als Tabu und wird weitestgehend vermieden. Wer Drogen nimmt, der ist automatisch kriminell und wird von den Menschen auch so behandelt! Mich macht diese Tatsache sehr traurig. Vor allem hat sich nichts verändert. Auch in meiner Jugend gab es in meinem Umfeld einige, die sich an Drogen versucht haben, von denen manche abgestürzt sind. Doch sie sind sofort verurteilt worden, von den Nachbarn, von sogenannten “Freunden”, ja sogar von der Polizei. Keiner hat versucht herauszufinden, warum jemand Drogen nimmt, was evtl. Zuhause los ist oder was den Jugendlichen innerlich dazu bewegt, solche Schritte zu gehen. Wie im Buch immer wieder deutlich angesprochen wird, gibt es in anderen Ländern Möglichkeiten herauszufinden, was in den jeweiligen Substanzen enthalten ist. Wer sich also Ecstasy besorgt, kann z. B. prüfen lassen, ob dieses zusätzlich mit “gefährlicheren” Substanzen gestreckt ist. Außerdem gibt es Stellen, die über eine “richtige” Dosierung informieren. Das hört sich erst mal seltsam und falsch an, doch wenn man sich genauer Gedanken macht, hat das schon seinen Sinn. Denn einen Süchtigen kann man nun mal schlecht davon überzeugen, einfach aufzuhören oder Hilfe in Anspruch zu nehmen! Und ist es nicht besser, wenigstens zu versuchen, eine Überdosierung zu vermeiden, anstatt diese Menschen komplett auszugrenzen und zu verurteilen? Es ist ein ernstes, schwieriges Thema, zu dem in unserem Land noch viel passieren muss!

Fazit
Bis einer stirbt beinhaltet einen authentischen Bericht über die Drogengeschichten von Leyla und Josh, der mir wirklich nahe ging. Beim Lesen war ich oft geschockt, traurig, aber auch wütend. Gerade in unserer Gesellschaft muss noch viel passieren, damit Jugendlichen künftig besser geholfen werden kann, denn jeden Drogensüchtigen als “Kriminellen” abzustempeln, kann und darf nicht die Lösung sein! Das Buch gibt einen guten Einblick in den Alltag von Süchtigen sowie die Auswirkungen und Folgen des Drogenkonsums und ich fände es gut, wenn dieses Werk auch an Schulen als Lektüre eingeführt würde. Ob das hilft, kann ich nicht beurteilen, doch wenn man nur eine Person zum Nachdenken anregen kann, ist schon etwas gewonnen. Von mir gibt es 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Pure Liebe!

Biss zur Mittagsstunde (Bella und Edward 2)
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Nach dem erfolgreichen Reread des ersten Bandes, wollte ich gleich in dieser wundervollen Welt bleiben und habe mit Band 2 angefangen.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich vor vielen Jahren ...

Nach dem erfolgreichen Reread des ersten Bandes, wollte ich gleich in dieser wundervollen Welt bleiben und habe mit Band 2 angefangen.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich vor vielen Jahren diese Reihe zum ersten Mal gelesen habe. Damals war der zweite Band für mich so unfassbar spannend, dass ich die komplette Nacht durchgelesen habe, nur, um zu erfahren, ob es Bella rechtzeitig zu ihrem Edward schafft.

Natürlich war diese Spannung dieses Mal nicht mehr gegeben, da ich die Geschichte heute in und auswendig kenne, doch dem Lesefluss hat dies nicht geschadet und ich habe auch diesen zweiten Band voller Genuss beendet.

Im zweiten Teil dieser Reihe verlässt Edward Bella und diese findet Kraft in der Freundschaft mit Jacob. Das Verhältnis der beiden wird in diesem Band gefestigt und es gibt auf jeden Fall den ein oder anderen Moment, in dem man sich fragt, ob Bella dem Anwerben von Jacob doch noch nachgibt. Denn dieser ist seit jeher in Bella verliebt und gibt die Hoffnung nicht auch. Als riesiger Edward-Bella-Fan, war für mich aber immer klar, dass das nie etwas werden könnte.
Die Verbundenheit zwischen dem Vampir und Bella Swan ist einfach so intensiv und besonders, dass es keinen “Ersatz” geben könnte. Im großen und Ganzen war und ist die Story auch noch heute relativ leicht zu durchschauen und trotzdem tut das meiner Begeisterung bei diesen Büchern keinen Abbruch. Ich liebe diese Welt und fühle eine tiefe Verbundenheit zu den liebevollen Gefühlen, da sind mir ausgeklügelte Wendungen überhaupt gar nicht mehr wichtig. Die Autorin hat einen unvergleichlichen Schreibstil und versteht es meisterhaft, die Emotionen zu transportieren.

Fazit
Biss zur Mittagsstunde ist eine fantastische Fortsetzung, die ich ebenso wie den ersten Band immer wieder lesen kann und es wird einfach nicht langweilig. Das Wichtigste in dieser Geschichte sind die Figuren, denen fühlt man sich verbunden und man liebt diese Welt um die Cullens einfach. Manche haben bei dieser Reihe auch ein Liebes-Hin-und-Her bemängelt, doch dem kann ich mich überhaupt gar nicht anschließen. Für mich gibt es in dieser Reihe keine Hin und her in Sachen Liebe! Klar ist, dass Jacob in Bella verliebt ist und gerne mit ihr zusammen wäre. Natürlich ist dieser auch Bella nicht unwichtig. Doch es bestand in meinen Augen nie auch nur der geringste Zweifel, dass Bella sich jemals für ihn entscheiden könnte. Was sie mit Edward verbindet ist so einzigartig und intensiv, es gehört zu dem, was diese Reihe ausmacht, was sie so erfolgreich hat werden lassen: eine tiefe unbändige Liebe zwischen Vampir und Mensch, dem sich nichts und niemand entgegenstellen kann. 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 08.11.2021

Magische Fortsetzung!

Talus - Die Magie des Würfels
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Der erste Teil von Talus konnte mich positiv überraschen und hat auf ganzer Ebene überzeugt, daher habe ich mich riesig auf die Fortsetzung gefreut. Das Cover finde ich sehr gelungen und passt perfekt ...

Der erste Teil von Talus konnte mich positiv überraschen und hat auf ganzer Ebene überzeugt, daher habe ich mich riesig auf die Fortsetzung gefreut. Das Cover finde ich sehr gelungen und passt perfekt zum ersten Band.

Es fiel mir leicht, sofort wieder ins Geschehen einzutauchen. Der tolle, leichte und einnehmende Schreibstil macht es einem aber auch einfach und ich bin dazu total verliebt in diese Welt. Die Geschichte schließt nahtlos an den ersten Teil an und konnte von Anfang an mit Spannung punkten. Die Charaktere finde ich jeden für sich genommen alle toll ausgearbeitet, doch mein Liebling dieses Mal war ganz klar Noah. Seine Entwicklung hat es mir am meisten angetan.

Toll finde ich auch, dass alles super durchdacht ist und obwohl die Gruppe als Team zusammenarbeitet, hat doch jeder irgendwo seine eigenen Ziele. Das hat es hier unheimlich spannend gemacht, weil man nie so genau wusste, wen man wie einordnen sollte. Auch gut und böse sind hier nicht vollkommen abgrenzbar, was wieder mal sehr gut zeigt, dass eben nicht alles nur schwarz oder weiß ist.

Der zweite Teil strotzt nur so von Intrigen, Machtspielchen, Verrat und Überraschungen. Es gab wirklich so einiges, mit dem ich gar nicht gerechnet hätte. Manchmal hatte ich zwar Zweifel an dem ein oder anderen, aber die Zusammenhänge konnte ich nicht durchschauen und das ist in der Darstellung echt sehr gelungen.

Fazit
Talus 2 konnte mich wie schon sein Vorgänger auf ganzer Ebene überzeugen. Mir gefällt die Mischung aus Magie, Action und ein bisschen Liebe total gut. Die Autorin hat hier eine tolle Mitte gefunden, sodass nichts in den Hintergrund rutscht und alles perfekt eingearbeitet wirkt. Auch die Wendungen konnten mich überraschen, dazu kommt eine vielseitige Handlung mit genialen magischen Komponenten. Auch der Schluss ist für mich sehr gelungen. Es wäre zwar noch viel Potenzial für diese Welt vorhanden, doch das Ende kann auf jeden Fall so stehenbleiben. 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Für Fans ein Must-Have!

Harry Potter - Magische Orte
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Wenn es in der Welt von Harry Potter etwas Neues gibt, dann bin ich sicher ganz vorne mit dabei. Ich liebe einfach alles, was mit dieser wundervollen Geschichte zu tun hat, seien es die Bücher wie auch ...

Wenn es in der Welt von Harry Potter etwas Neues gibt, dann bin ich sicher ganz vorne mit dabei. Ich liebe einfach alles, was mit dieser wundervollen Geschichte zu tun hat, seien es die Bücher wie auch die Filme.

Das galt dann natürlich auch für diese tolle Ausgabe mit speziellen Scherenschnitten berühmter Orte aus den Filmen. Mir gefällt die Aufmachung wirklich total gut, sie ist einzigartig, mit tollen zusätzlichen Illustrationen und dazu noch einige Infos zu den jeweiligen Orten. Manche davon kannte ich selbst noch nicht. Und das will schon was heißen!

Die enthaltene geniale 3D-Papierkunst habe ich in der Tat noch nirgends sonst gesehen und gibt den dargestellten Orten zusätzlich etwas Magisches. Wer kennt sie nicht: Die wundervolle Winkelgasse mit allen seinen entzückenden, wundervollen magischen Geschäften. In diesem Buch findet ihr sie alle und könnt komplett in diese wundervolle Welt eintauchen. Oder Hogsmeade, das zauberhafte eingeschneite Dorf, wo es nur magische Bewohner gibt.

Ich kann immer gar nicht wirklich sagen, was meine Lieblingsorte in der Harry Potter Welt sind. Hogwarts selbst? Oder eines der oben genannten? Eigentlich gehört jeder Ort dazu und entfaltet seinen ganz eigenen Zauber.

Einziges Manko bei diesem Werk ist für einige vielleicht der Preis. Dieses tolle übergroße Buch hat nämlich nur wenige Seiten. Allerdings ist die Qualität hervorragend und durch die 3D-Kunst zudem noch einzigartig! Für Fans ist diese Ausgabe in meinen Augen ein absolutes Must-Have. Von mir gibt es 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 21.10.2021

Disney-Liebhaber werden es lieben!

Disney: Who's Who – Das A bis Z der Disney-Figuren. Das große Lexikon
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Als riesiger Disney Fan war ich von der Ankündigung des neuen Carlsen Imprints “Heroes Publishing” ganz hin und weg. Ich fand allein die Idee toll und war sehr auf den Inhalt gespannt.

Der lohnt sich ...

Als riesiger Disney Fan war ich von der Ankündigung des neuen Carlsen Imprints “Heroes Publishing” ganz hin und weg. Ich fand allein die Idee toll und war sehr auf den Inhalt gespannt.

Der lohnt sich wirklich! Neben vielen bekannten Lieblingsfiguren, findet man auch andere nicht so bekannte Figuren, interessante Details und viele tolle Infos, die man bisher so nicht kannte. Beim Lesen sind auch direkt Erinnerungen an die jeweiligen Geschichten und Filme hervorgerufen worden. Alles ist natürlich untermauert mit tollen Bildern, die diese nostalgischen Gefühle noch unterstrichen haben. Der komplette Aufbau in diesem Werk ist absolut gelungen, die Texte, die Bilder, alles unterteilt nach Filmen, die das Disney-Herz höher schlagen lassen.

Insgesamt gibt es über 600 Biografien zu Disney-Figuren, darunter auch aus vielen Animationsfilmen. Es ist also wirklich für jeden Fan was dabei. Ganz begeistert war ich auch von den “Schon gewusst”- Absätzen, die tolles Insider-Wissen weitergegeben haben, bei dem ganz sicher jeder Neues erfahren wird.

Ein weiteres Highlight ist für mich auch das Register am Ende des Buches, wo noch einmal alle Charaktere alphabetisch aufgelistet werden. Einfach perfekt, um dazwischen auch mal bestimmte Figuren zu finden.

Fazit
Auch große Disney-Fans können mit diesem Buch noch etwas lernen. Hier wird wirklich kein Lieblings-Charakter ausgelassen und man erfährt tolle einzigartige Details. Zudem war es beim Lesen wie ein Ausflug zurück in die Kindheit. Dieses Buch werde ich bestimmt auch in Zukunft noch öfter zur Hand nehmen und mit dem genialen Personenregister ganz hinten im Werk kann man auch bestimmte Figuren super schnell finden. Wer denkt, über seine Disney-Helden und Heldinnen komplett Bescheid zu wissen, der wird hier schnell eines Besseren belehrt. Besonders die Liebe zum Detail muss hier nochmals erwähnt werden, der ganze Aufbau macht beim Lesen und Durchblättern unheimlich viel Spaß. Dieses große Disney-Lexikon gibt mit der gesamten Aufmachung ein Gefühl, dass man hier ein ganz besonderes Schmuckstück in seinem Regal hat. Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne!

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