Platzhalter für Profilbild

Bookworm_BW

Lesejury Star
offline

Bookworm_BW ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bookworm_BW über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2021

Ein Kochbuch, das Erinnerungen weckt und Genüsse beschert.

Toskana in meiner Küche
0

Das Kochbuch „Toskana in meiner Küche“ von Cettina Vicenzino ist nicht nur eine stilvolle Augenweide, sondern verschafft auch außergewöhnliche Genüsse.

Das kräftige Rot und Grün des Buchdeckels, der ganz ...

Das Kochbuch „Toskana in meiner Küche“ von Cettina Vicenzino ist nicht nur eine stilvolle Augenweide, sondern verschafft auch außergewöhnliche Genüsse.

Das kräftige Rot und Grün des Buchdeckels, der ganz besondere Buchschnitt in Grün und passendes rotes Vorsatzpapier sowie das rote Lesebändchen sind wahre Hingucker.

Als ich dann neugierig das erste Mal durchs Buch blätterte wurden sofort meine Erinnerungen an unseren letztjährigen Toskanaurlaub geweckt.

Wunderschöne Fotos fangen das toskanische Flair ein und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Lachende Menschen, die von ihrer Heimat oder ihrer Liebe zur Toskana erzählen, erwecken die Lust auf Reisen, Kochen und Schlemmen und Schritt für Schritt - Anleitungen in Bildern erleichtern das Verständnis einiger der über 70 klassischen und modernen Rezepte.

Ich habe inzwischen einige Rezepte nachgekocht und war von jedem begeistert.
Das erste war „Pappardelle mit Entenragout“. Wer wie ich Ente sowie Bandnudeln, die in leckerer Soße baden, liebt, sollte dieses Gericht, das durch Fenchelsamen und Orangenschale eine ganz besonders feine Note bekommt, unbedingt probieren. Einfach köstlich!

Noch ein paar andere Highlights möchte ich kurz erwähnen, um zu zeigen, dass sich dieses Kochbuch wirklich lohnt.

Den Tintenfisch in Gemüsesauce werde ich noch öfter zubereiten. Es ist ein raffiniertes Gericht, in dem auch Blattspinat und Venusmuscheln zu Wort kommen.

Die Brotfrikadellen in Tomatensauce sind weit mehr als nur eine Verwertung von altbackenem Brot. Pecorino, Knoblauch und Petersilie machen sie zu einer Gaumenfreude.

Eine äußerst leckere Nachspeise, die viel Beifall bei meiner Familie fand, ist das toskanische Tiramisu aus weißer Schokolade, einem besonderen Frischkäse (Raviggiolo), Espresso usw.

Ach ja! In meinem Toskanaurlaub lernte ich Pici kennen. Ich liebe diese Nudeln, die es bei uns leider nicht zu kaufen gibt. Gut, dass ich mehrere Packungen mit nach Hause genommen habe
Und noch besser, dass ich in diesem Kochbuch das Rezept und die Anleitung für ihre Herstellung entdeckt habe! Nicht einfach, nicht unaufwändig, aber definitiv Mühe und Zeit wert.
V. a., wenn man anschließend Pici mit Knoblauch-Tomaten-Sauce daraus zaubert. Himmlisch!

Ich freue mich schon darauf, die vielen anderen Köstlichkeiten zuzubereiten, die ich mit einem „post it“ markiert habe und möchte dieses liebevoll und hochwertig gestaltete Kochbuch sehr gerne weiterempfehlen.









  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 29.08.2021

Endlich selbst japanisch kochen!

Authentisch japanisch
0

Ich bin sehr froh, „Authentisch japanisch“ von Aya Nishimura entdeckt zu haben.
Durch dieses Kochbuch bekam ich den Mut, mich an japanisches Kochen heranzuwagen.

Japanisch essen zu gehen war und ist ...

Ich bin sehr froh, „Authentisch japanisch“ von Aya Nishimura entdeckt zu haben.
Durch dieses Kochbuch bekam ich den Mut, mich an japanisches Kochen heranzuwagen.

Japanisch essen zu gehen war und ist für meinen Mann und mich inzwischen eine gleichzeitig selbstverständliche wie besondere Unternehmung… japanisch zu kochen war für uns bisher etwas, an das wir uns nicht so recht herangetraut haben.
Das ist jetzt, wie gesagt, anders.

Dieses erste Kochbuch der in London lebenden Japanerin Aya Nishimura, die sich vorgenommen hat, die allgegenwärtige Hemmung vor dem japanischen Kochen abzubauen, ist ein stilvoller Hingucker in Blautönen.

Bereits beim ersten Durchblättern entdeckt man kunstvolle, appetitanregende Fotos sowie interessante und ansprechende Rezepte.

In der Einleitung erklärt die sympathische Autorin, dass die japanische Alltagsküche grundsätzlich gesund und schlicht, aber auch unaufwändig und unkompliziert ist, sofern man einige frische Lebensmittel und einfache Würzzutaten wie Sojasoße, Miso, Reisessig, Zucker, Salz, Sake, Dashibrühe und Mirin im Vorratsschrank hat.

Auf die frischen Produkte, auf Saucen und Dressings sowie auf die Vorräte in der Speisekammer geht die Autorin kurz ein und mit der kulinarischen Landkarte liefert sie eine höchst interessante Übersicht über die Spezialitäten verschiedener Regionen.

Ja, und dann geht’s los mit den Rezepten, die nach „Die japanische Bar“, „Beilagen und Snacks“, „Nudeln und Reis“, „Fisch und Fleisch“, „Würzsaucen und Gewürzmischungen“ und „Desserts und Getränke“ geordnet sind.

Im Kapitel „Grundrezepte“ finden sich Anleitungen und Tipps zum Zubereiten von Dashibrühe, Sushireis und Teriyakisauce, die wunderbar zu gegrilltem Gemüse paßt.

Nach diesem kleinen Überblick möchte ich noch ein paar leckere Gerichte erwähnen, die ich schon ausprobiert habe und sicherlich nochmal kochen werde, weil sie uns so gut gemundet haben:

„Hähnchenteriyaki auf Reis“ ist rasch zubereitet und schmeckt köstlich.

Die „Ramen-Nudeln“ in Hühnerbrühe mit Frühlingszwiebeln, Schweinefleisch und Eiern sind ein absolutes Wohlfühlgericht.

Das „japanische Curry“ mit Hähnchen und Reis ist eine originelle und höchst schmackhafte Variante der indischen Currys und die „Keksrollen mit Matcha-Eis“ sind das I-Tüpfelchen nach jeder Hauptmahlzeit.

Ich empfehle dieses Kochbuch sehr gerne weiter.
Mit einer überschaubaren Liste an Zutaten, die unschwer im gut sortierten Supermarkt oder Asialaden zu bekommen sind, lassen sich recht schnell und unkompliziert japanische Köstlichkeiten zaubern.

Natürlich ist diese Art zu kochen zunächst etwas aufwändiger, als die bekannte Hausmannskost zuzubereiten.
Natürlich muss man sich darauf einstellen und einlassen, aber:
Es lohnt sich!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 26.08.2021

Weit mehr als ein Kochbuch…

Marrakesch – Das Marokko-Kochbuch
0

Dieses wunderbare Kochbuch ist viel mehr als eine bloße Rezeptesammlung.
Es ist auch eine Reisevorbereitung, ein Reiseführer und eine Reiseerinnerung.

Durch dieses Werk erhält man einen wirklich guten ...

Dieses wunderbare Kochbuch ist viel mehr als eine bloße Rezeptesammlung.
Es ist auch eine Reisevorbereitung, ein Reiseführer und eine Reiseerinnerung.

Durch dieses Werk erhält man einen wirklich guten Eindruck von Land, Leuten, Küche und Kultur.

Schon beim ersten Durchblättern erwachten die Erinnerungen an meinen Urlaub in dem nordafrikanischen Land und an die Tage in Marrakesch, der ehemaligen Hauptstadt des marokkanischen Reiches, zum Leben.

Die zahlreichen Fotos, Erzählungen und Tipps ließen meine Eindrücke von dieser mittelalterlichen Stadt aus der Berberzeit mit ihrem Labyrinth an Gassen, Souks, Geräuschen und Gerüchen aufploppen und ich war im Nu in entspannter Urlaubsstimmung.

So manche Orte, Plätze und Gerichte waren mir bekannt und gleichzeitig bekam ich viele neue Ideen und Inspirationen.
Eines ist klar: Marokko und die Rote Stadt sind mehr als nur eine Reise wert!

Die Rezepte sind nach Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts gegliedert und im Kapitel „Marrakech Delights“ findet man Gaumenfreuden wie Mandel-Buttermilch, Halloumi-Sesamwürfel und Kichererbsen-Möhren-Salat.

Ich habe schon einige Rezepte nachgekocht und wurde nicht enttäuscht.
Meine bisherigen Highlights möchte ich nicht verschweigen:
Der überbackene Tomaten-Couscous mit Mangold und würzigem Bergkäse ist äußerst schmackhaft und ruckzuck zubereitet.
Der Zucchini-Walnuss-Salat mit Feta macht sich nicht nur farblich prima auf dem Buffet, sondern ist eine leckere Besonderheit zu Gegrilltem.
Die Rindfleisch-Dattel-Tajine ist ein aromatisches, fruchtiges und würziges Gericht, das ich sicher noch häufig kochen werden, weil es köstlich schmeckt und ohne großen Aufwand zuzubereiten ist.
Und last but not least möchte ich hier die Ghriba-Mandelkekse erwähnen, die ich auf den Märkten von Marrakesch kennengelernt habe.
Diese landestypische Knabberei jetzt selbst backen zu können, freut mich, denn sie sind vorzüglich.

Eine außergewöhnliche und tolle Idee ist die Skizze „Marrakesch von oben“ am Ende des Buches.
Darauf sind all die Cafés, Plätze, Geschäfte und Orte markiert, von denen im Buch erzählt wird.

Blättert man um, dann wird man mit „Marrakesch von A-Z“ überrascht. Diese Auflistung lohnt sich zu lesen, denn man erfährt viel Wissenswertes und bekommt Geheimtipps für den nächsten Aufenthalt in dieser turbulenten und vielseitigen Stadt.

Ich empfehle dieses hochwertig gestaltete Kochbuch mit seiner Rezeptvielfalt, den appetitanregenden und geschmackvollen Fotos sowie seinen interessanten Texten und Tipps sehr gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 26.07.2021

Aromatische Gemüseküche!

Indisch vegetarisch
0

„130 schnelle und einfache Rezepte für jeden Tag“ werden uns auf dem äußerst ansprechend und hochwertig gestalteten Kochbuch versprochen.
Wenn man in der Küche etwas geübt ist, kann man die Rezepte tatsächlich ...

„130 schnelle und einfache Rezepte für jeden Tag“ werden uns auf dem äußerst ansprechend und hochwertig gestalteten Kochbuch versprochen.
Wenn man in der Küche etwas geübt ist, kann man die Rezepte tatsächlich schnell und einfach nachkochen.
Wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat, dann ist es etwas aufwändiger, aber - es lohnt sich!

Zum herkömmlichen Inhaltsverzeichnis, das sich überwiegend an den Zutaten orientiert, gibt es zwei alternative Inhaltsverzeichnisse:
Eines, das die Anlässe und Gelegenheiten fokussiert, wie z. B. Alltagsrezepte, Wochenendrezepte, Lunchpaket-Rezepte und eines, das die Jahreszeiten berücksichtigt.
So wird man schnell fündig.

In der sympathischen Einführung erfahren wir so einiges von Meera Sodha, z. B., dass die Rezepte ihre Wurzeln in Gujarat, einem kleinen Bundesstaat an der Westküste Indiens haben.
Von dort stammt ihre Familie.
Sie selbst ist in einem kleinen Bauerndorf in England aufgewachsen und lebt seit einigen Jahren in London.

Meera Sodha präsentiert uns eine abwechslungsreiche Sammlung an geschmackvollen und gut ausbalancierten Gerichten.
Wir lernen traditionelle, überlieferte Familienrezepte kennen oder Rezepte, die sie auf ihren Reisen durch Indien entdeckt hat.
Einige Rezepte hat sie in ihrer Küche kreiert. Herausgekommen sind bei diesen Experimenten moderne und peppige Gerichte mit indischer Note.

Die Tipps für den Erfolg sind nützlich und die Menüvorschläge am Ende sind hilfreich.

Natürlich habe ich noch bei weitem nicht alle Rezepte ausprobiert, aber Einiges habe ich inzwischen nachgekocht.
Alle Versuche waren bisher ein Treffer und es kleben noch einige Notizzettel an Gerichten, die ich unbedingt auch ausprobieren möchte.

Ein paar Highlights möchte ich kurz vorstellen:
Die Champion-Walnuss-Samosas sind nicht nur originell, sondern auch sehr aromatisch.
Ein Leckerbissen!
Die Pilz-Kheema mit Erbsen sind für Pilzliebhaber ein Muß! Ein ganzes Kilo Champions wird hier verarbeitet und wer Koriander liebt, kommt überdies auf seine Kosten.
So lecker!
Ein krönender Abschluss ist der Pistazien-Mandel-Kuchen mit Safranglasur! Kardamom und Zimt geben ihm eine würzige Note, die Pistazien machen ihn knackig und der Quark saftig-frisch.
Ach ja! Nicht vergessen darf ich das Naan mit Knoblauchbutter.
Einfach köstlich!

Im gut sortierten Supermarkt, beim Inder oder Asiaten um die Ecke oder online bekommt man die Zutaten problemlos.

Ich empfehle dieses liebevoll gestaltete, vielseitige und moderne indische Kochbuch mit seinen stilvollen und appetitanregenden Fotos sehr gerne weiter!

Schmackhafte Rezepte inspirieren die Sinne und laden dazu ein, seinen kulinarischen Horizont zu erweitern und über den altbewährten Tellerrand zu schauen.

Es ist genauso, wie Meera Sodha in der Einführung ankündigt:
Wir lernen eine Gemüseküche voll kräftiger Aromen kennen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 23.07.2021

Viel mehr als ein Kochbuch

Hasana
0

Eine kulinarische Reise durch 22 Länder. Vegetarisch und jüdisch.

Paola Gavin präsentiert mit „Hasana: Vegetarisch kochen nach traditionellen jüdischen Rezepten“ ein ganz besonderes Kochbuch.

Sie stellt ...

Eine kulinarische Reise durch 22 Länder. Vegetarisch und jüdisch.

Paola Gavin präsentiert mit „Hasana: Vegetarisch kochen nach traditionellen jüdischen Rezepten“ ein ganz besonderes Kochbuch.

Sie stellt uns nicht nur eine bunte und abwechslungsreiche Auswahl an traditionellen und modernen vegetarischen Gerichten vor, sondern führt den Leser auch in die jüdische Kultur und Geschichte ein.

Sie erzählt von jüdischen Bräuchen, Festen, Feiertagen und von Lebens- und Essgewohnheiten in verschiedenen Ländern.

Außerdem vermittelt sie auf lebendige und interessante Art und Weise Geschichtliches und Kulturelles über das Judentum.

Wir lernen zahlreiche Rezepte kennen, die seit Generationen von Müttern an ihre Töchter weitergegeben werden.

Der Aufbau ihres Werkes und die Gliederung ihrer Rezeptsammlung sind logisch und übersichtlich.
Es gibt Kapitel über „Vorspeisen und Salate“, „Suppen“, „Nudeln und Knödel“, „Getreide“, „Hauptgerichte“, „Eier“, „Gemüse“ und „Desserts“.

Den Überblick, in dem die Autorin auf Fest- und Feiertagsgerichte eingeht, finde ich äußerst interessant, weil man hier erfährt, welche Speisen zu welchen Gelegenheiten bevorzugt angeboten werden.

Dass neben den Zutaten, der Zubereitung, der Anzahl der Portionen auch jeweils der deutsche Name des Gerichts, der Name in der Originalsprache und ein paar Informationen zum Gericht selbst angegeben werden ist eine interessante und informative Ergänzung.

Die Informationen, Sprichwörter oder Sinnsprüche zu Beginn der Kapitel gefallen mir, weil sie wunderbar und fliesend zum nächsten Thema überleiten.

Zahlreiche appetitanregende und stilvolle Fotos bereichern dieses außergewöhnliche und äußerst ansprechende Kochbuch, dessen Rezepte sehr gut beschrieben und deshalb recht einfach und unkompliziert nachzukochen sind. Die Zutaten bekommt man problemlos in gut sortierten Supermärkten und Feinkostläden.

Ich habe bisher einige Rezepte ausprobiert und möchte kurz ein paar Highlights vorstellen:

Der Bulgur-Pilaw mit Tomaten und Pinienkernen ist gleichermaßen schlicht wie köstlich.

Die Zubereitung des Pilzstrudels ist nicht besonders aufwändig, weil Filoteig verwendet wird, aber das, was am Ende herauskommt ist unglaublich schmackhaft.

Unser absoluter Favorit sind die Spinat-Ricotta-Ravioli mit Basilikum-Walnuss-Pesto.
Da steht man zwar eine zeitlang in der Küche, aber man wird mit einem Hochgenuss belohnt.
Das Pesto ist so fein, dass ich es schon mehrmals zu Nudeln gereicht habe.
Einmal in doppelter Menge gemacht und eingefroren, ist es zweimal die Grundlage für ein Ruckzuck-Mittagessen.

Und wenn es dann abschließend noch die Schoko-Walnuss-Bällchen gibt, kann man nur noch von einem gelungenen Mahl sprechen.

Ich empfehle diese hochwertige und schön gestaltete Rezeptsammlung sehr gerne.
Sie inspiriert, unterhält und veranschaulicht die Vielfältigkeit der jüdischen Küche.

Jeder, der offen ist für Neues, der Interesse an anderen Kulturen hat und der gern kocht und genießt, wird seine Freude daran haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil