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Veröffentlicht am 18.01.2019

Etwas schwächer als der erste Teil, aber immer noch eine tolle böse Protagonistin!

Young Elites (Band 2) - Das Bündnis der Rosen
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Die Geschichte des 2. Teils:
Adelina wurde verraten. Die Dolche, eine Gruppe von Begabten, hat sie verraten und verstoßen. Jetzt hat sie nur noch ihre Schwester. Gemeinsam mit ihr will sie ihre eigene ...

Die Geschichte des 2. Teils:


Adelina wurde verraten. Die Dolche, eine Gruppe von Begabten, hat sie verraten und verstoßen. Jetzt hat sie nur noch ihre Schwester. Gemeinsam mit ihr will sie ihre eigene Elite auf die Beine stellen. Und so begibt sie sich auf die Suche nach anderen Begabten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Ihr Ziel ist einfach: Sie will Rache nehmen. Rache an den Dolchen und Rache an der Inquisition, die sie einst fast getötet hätten und alle Malfettos so schlecht behandeln. Doch das bleibt nicht ihr einziges Ziel. Die dunkle Macht, die Adelina in sich trägt, treibt sie weiter an. Das Böse in ihr will alles, will die absolute Macht und so nutzt sie ihre neuen Bündnisse dafür, um auf den Thron von Kenettra zu gelangen. Und dabei ist es ihr egal, was sie dafür opfern muss. Doch diese innere Dunkelheit, die sie antreibt, wendet sich gleichzeitig auch gegen sie. Ihre Illusionen geraten immer wieder außer Kontrolle und bedrohen Adelina selbst. Aber Aufgeben ist für Adelina keine Option. Entweder alles oder nichts.

Meine Meinung:


Diese Reihe hat mich mit ihrem ersten Teil schon überzeugt, weil es die erste Fantasy-Buchreihe ist, die ich kenne, die sich um eine böse Heldin dreht. Adelina ist außergewöhnlich und anders als alle anderen Protagonistinnen, die ich kenne. Aber lest selbst:

Warum kann ich nicht sein wie sie? Warum kann ich nicht der Vater sein, der die Liebe seiner Tochter mit Füßen tritt? Warum kann ich nicht der Erste Inquisitor sein, der den Anblick seiner flehenden Opfer auf dem Scheiterhaufen genießt? Warum kann ich nicht diejenige sein, die einem einsamen, verzweifelten Mädchen eine freundliche Hand bietet, nur um es dann doch zu verraten? Warum kann ich nicht ein einziges Mal als Erste zuschlagen, so plötzlich und mit solcher Wucht, dass meine Feinde vor mir niederkauern, bevor sie auch nur auf den Gedanken kommen, sich gegen mich zu erheben? Was ist so erstrebenswert daran, gut zu sein?

Sie entscheidet sich für das Böse und wird somit zu einer Antiheldin. Das macht sie einerseits besonders, aber andererseits nicht wirklich sympathisch. Zum Beispiel kann ich mich nicht behaupten, mich mit ihr identifizieren zu können. Aber in diesem Fall ist es die Andersartigkeit, die das Buch ausmacht.
Denn die Geschichte des zweiten Bandes ist, um ehrlich zu sein, nicht sonderlich spannend. Für meinen Geschmack passiert zu wenig und es wird nicht so mitreißend erzählt. Dafür sind die gelegentlichen Perspektivwechsel sehr angenehm und sie haben das Lesen dann doch abwechslungsreich gestaltet.
Insgesamt bin ich vom zweiten Teil nicht so begeistert wie vom Ersten. Aber ich finde immer noch die Protagonistin toll und ich bin gespannt, wo die Reise mit Adelina wohl hingehen wird.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Ein guter Abschluss der Talon-Reihe

Talon - Drachenschicksal (5)
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Band 5:
Der Kampf gegen Talon geht in die letzte Runde. Noch ein letztes Mal müssen Ember, Riley und Garret all ihre Kräfte sammeln um gegen die Organisation zu bestehen. Dafür brauchen sie weitere Drachen, ...

Band 5:


Der Kampf gegen Talon geht in die letzte Runde. Noch ein letztes Mal müssen Ember, Riley und Garret all ihre Kräfte sammeln um gegen die Organisation zu bestehen. Dafür brauchen sie weitere Drachen, die bereit sind gegen Talon zu kämpfen. Doch diese Drachen werden gefangen gehalten und das Trio kann sie allein nicht befreien. Also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ein weiteres Mal mit dem Georgsorden zusammenzuarbeiten. Viele Georgskrieger sind nach dem großen Vernichtungsschlag von Talon nicht mehr übrig. Und sie sollen jetzt all ihre Prinzipien über Bord werfen und dabei helfen ihre Feinde zu befreien? Ja, denn der wahre Feind ist die Organisation Talon. Und wie es so schön heißt: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Also müssen sich Drachen und Menschen gleichermaßen zusammenreißen und Hand in Hand arbeiten. Ember weiß, dass das nicht einfach werden wird. Doch sie ist fest entschlossen, Talon nicht die Weltherrschaft zu überlassen, auch wenn das bedeutet, dass es einen weiteren Kampf geben wird. Einen Kampf, bei dem Garret oder Riley oder ein anderer ihrer Verbündeten sterben könnte. Einen Kampf, der über die Zukunft der Menschheit entscheiden wird.


Meine Meinung:


Der letzte Band ist wieder voller Spannung und Action. Es gibt viele Gefechte und Kämpfe, wo man als Leser mitfiebert. Doch trotz der spannungsreichen Szenen war das Ende vorhersehbar und hielt keine unerwartete Wendung parat. Versteht mich nicht falsch: Es ist ein gutes und klassisches Ende, aber halt leider auch ein sehr klischeehaftes. Es handelt sich einfach um das perfekte Happy End. Es war schön zu lesen, doch leider hat mir ein kleiner Schockmoment gefehlt. Ansonsten finde ich, dass die Autorin so gut wie alle Erzählstränge gut zu ende führt. Es gibt einen relativ langen Epilog, der keine Fragen mehr offen lässt. Allerdings gibt es einige Sachen, die im Verlauf der Geschichte des fünften Bands erwähnt werden, dann jedoch bis zum Schluss offen bleiben. Ich kann euch darüber nicht viel verraten, weil ich euch nicht spoilern will, doch ein Element hätte wirklich maßgeblich den Verlauf der Geschichte ändern können und wurde dann mit keinem Wort mehr erwähnt. Dafür werden Andeutungen aus den vorangegangenen Teilen endlich aufgelöst. Obwohl ich auch hier sagen muss: Alles auf zu klischeehafte Art und Weise.
Aber jetzt genug mit der negativen Kritik: Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen. Es ist kein atemberaubendes und überraschendes Finale, aber es bildet einen guten Abschluss der Reihe.
Und ganz ehrlich: Es gibt Tage, da kann man so ein richtig schön klassisches Happy End doch gut vertragen.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Die neue Reihe von Marah Woolf! Einfallsreich wie immer, hat sie mich leider trotzdem nicht ganz überzeugt.

Rückkehr der Engel
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Das Venedig der Zukunft. Die Engel sind auf die Erde zurückgekehrt und unterdrücken die Menschheit. Brutalität und Kämpfe sind an der Tagesordnung, denn die Engel kennen nur ein Ziel: Sie wollen zurück ...

Das Venedig der Zukunft. Die Engel sind auf die Erde zurückgekehrt und unterdrücken die Menschheit. Brutalität und Kämpfe sind an der Tagesordnung, denn die Engel kennen nur ein Ziel: Sie wollen zurück ins Paradies und das natürlich ohne die Menschen. Der Tag des Jüngsten Gerichts rückt für die Menschen in greifbare Nähe.

Unter diesen Umständen lebt Moon jetzt schon seit acht Jahren. Sie musste als kleines Mädchen miterleben, wie die Engel Angst und Leid auf die Erde brachten. Sie ermordeten ihren Vater und einige Jahre darauf verschwand ihre Mutter. Nun, mit achtzehn Jahren ist Moon auf sich allein gestellt und versucht alles, um ihre Geschwister zu beschützen. Auch wenn das heißt, dass sie sich immer wieder aufs Neue in der Arena zum Kampf gegen einen Engel aufstellen lassen muss. Bisher hat sie die Kämpfe mit viel Geschick und noch mehr Glück wie durch ein Wunder überlebt. Doch es kommt der Tag, der alles für Moon ändern wird. Sie muss sich entscheiden, wem sie vertrauen kann. Und darf dabei nicht ihr oberstes Ziel aus den Augen verlieren: Ihre Geschwister in Sicherheit bringen!


Diese neue Reihe meiner Lieblingsautorin Marah Woolf ist wieder mal äußerst kreativ! Götter, Elfen, Engel - vor keinem mystischem Geschöpf macht sie halt. Sie hat eine tolle neue Fantasy-Welt auf die Beine gestellt.
Was dieses erste Buch der neuen Reihe von den anderen abhebt: Es ist viel düsterer. Das hat mir sehr gefallen. Diesmal steht die dramatische Liebesgeschichte nicht so im Vordergrund und wir haben es mit einer toughen und unabhängigen Protagonistin zu tun.
Auch viele andere Charaktere konnten mich begeistern! Die Engel mit ihren undurchsichtigen Motiven und herablassenden Persönlichkeiten. Moons Zwillingsschwester Star, die aus unbekannten Gründen nicht spricht und auch sonst auf entzückende Weise eigenartig ist. Mir haben sie alle gefallen!
Warum mir der Auftakt der Reihe trotzdem nicht so gut gefallen hat, wie Marahs anderen? Irgendwie hat mir die Abwechslung in der Story ein bisschen gefehlt. Viele Elemente haben sich für mein Empfinden fast genauso noch einmal wiederholt, sodass ich manchmal ein leichtes Déjà-vu-Gefühl hatte. Und dann kam das Ende: Da hat sich Marah dann natürlich richtig ins Zeug gelegt, sodass ich jetzt hier sitze und denke: Wo bleibt der zweite Teil?? Aber wie wir ja wissen, lässt sie sich nie lange bitten, was das angeht und ich bin mir sicher, wir werden schon nächstes Jahr wissen wie es weitergeht.
Summa summarum bin ich von der neuen Fantasy-Welt mit den Engeln und all ihren Charakteren wirklich verzaubert. Doch komplett überzeugen konnte mich Marah mit ihrem Auftakt-Roman nicht. Deswegen warte ich gespannt auf den nächsten Teil, denn ich bin mir sicher, dass aus der Reihe noch viel mehr werden kann.

Veröffentlicht am 27.08.2018

Nichts im Vergleich zum ersten Teil!

Das Herz des Verräters
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Die Geschichte des zweiten Bands:
Die morrighesische Prinzessin Lia wurde von dem Attentäter Kaden ins feindliche Reich Venda verschleppt. Dort ist sie nun die Gefangene des Komizars und wird zu seiner ...

Die Geschichte des zweiten Bands:


Die morrighesische Prinzessin Lia wurde von dem Attentäter Kaden ins feindliche Reich Venda verschleppt. Dort ist sie nun die Gefangene des Komizars und wird zu seiner Spielfigur im Spiel um Macht. Doch das will Lia sich nicht lange gefallen lassen und so schmiedet sie gemeinsam mit dem Prinzen von Dalbreck, der ihr nach Venda gefolgt ist, um sie zu retten, Pläne für ihre Flucht. Doch neben diesen Bedrohungen hat Lia noch ganz andere Probleme. Ihre Gabe tritt immer wieder unerwartet du heftiger als je zuvor zu Tage und sie hat mit ihren Gefühlen zu kämpfen. Rafe, der Prinz, hat sie belogen, als er sich bei ihrem Kennenlernen als Landarbeiter ausgegeben hat. Doch sie hat sich in ihn verliebt und jetzt ist er hier um sie zu retten. Und Kaden hat sie trotz seines Auftrags nicht umgebracht, aber sie trotzdem den Feind ausgeliefert und das nur weil er sie liebt. Seine Loyalität gilt jedoch immer noch nur dem Komizar. Wem kann Lia wirklich trauen und wem gehört ihr Herz?

Meine Meinung:


Nachdem ich von dem genialen Plot im ersten Band so begeistert war, hatte ich hohe Erwartungen an den zweiten Band. Was das angeht, bin ich leider enttäuscht worden. Die Geschichte hält keine unerwartete Wendung parat und auch sonst passiert eigentlich nicht viel. Nur gegen Ende nimmt sie richtig Fahrt auf und es wird spannend. Gleichzeitig gibt es ein paar Stellen an denen ein bisschen zu dick aufgetragen wird. Einige Sachen werden einfach etwas übertrieben, was die Geschichte jedoch nicht unbedingt spannend macht.
Trotz all dem haben mich das Setting und die Personen weiterhin überzeugt. Ich mag die Welt, die die Autorin mit den drei verfeindeten Königreichen geschaffen hat und, dass diese Reiche in Form von den drei Figuren Lia, Kaden und Rafe aufeinandertreffen. Was mir auch gut gefallen hat: Die Geschichte des zweiten Teils knüpft gut an die des ersten an und man ist fast sofort wieder mittendrin.
Die vorkommenden Figuren sind alle sehr liebevoll beschrieben und bei den Protagonisten ist mir vor allem die Charakterentwicklung von Lia sehr positiv aufgefallen.
Auch in diesem Band geht es wieder um die schwierige Dreiecksbeziehung zwischen Kaden, Lia und Rafe. Schade finde ich jedoch, dass jetzt noch mit dem Komizar eine vierte Person dazu kommt. Das ist dann doch einer zu viel.
Also meine Meinung zum zweiten Teil fällt nicht ganz so positiv aus wie die zum ersten. Dennoch gibt es viele Aspekte, die dieses Buch lesenswert machen und ich freue mich auf die Weiterentwicklung der Geschichte.

Veröffentlicht am 26.08.2018

Eine Geschichte mit viel unausgeschöpften Potenzial!

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern
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Die Welt:
Das Buch spielt in Großbritannien, wo die Geschickten das Land regieren und die Gewöhnlichen unterdrückt werden. Jeder, der nicht über das Geschick verfügt, also keine besonderen Fähigkeiten ...

Die Welt:


Das Buch spielt in Großbritannien, wo die Geschickten das Land regieren und die Gewöhnlichen unterdrückt werden. Jeder, der nicht über das Geschick verfügt, also keine besonderen Fähigkeiten besitzt, muss 10 Jahre seines Lebens als Sklave dienen. Entweder in einer der Sklavenstädten, wo man harte Arbeit in Fabriken verrichten muss oder man arbeitet im Haushalt einer ebenbürtigen Familie, den Geschickten, wo man zum persönlichen Haussklaven wird.

Die Personen:


Ebenbürtige: Die mächtigste Familie der Geschickten aus Großbritannien ist die Familie Jardine. Ein Familienmitglied ist mächtiger und machthungriger als das andere. Der Herr des großen Anwesens, Kyneston, strebt den Platz des Vorsitzenden der Ebenbürtigen an. Er hat drei Söhne: Gavar ist der älteste und somit der Erbe seines Vaters. Der mittlere Sohn, Jenner, ist die Schande der Familie, da er geschicklos ist. Doch die Macht des jüngsten Sohnes Silyen ist nicht zu unterschätzen. Kyneston ist keine friedliche Umgebung, denn es herrschen Hass, Intrigen und Verrat.

Gewöhnliche: Die Familie Hadley steht kurz davor, ihre Sklavenzeit anzutreten. Sie wollen alle gemeinsam auf dem Anwesen Kyneston der Familie Jardine dienen und hoffen auf friedliche 10 Jahre. Doch es läuft alles anders als geplant und Luke wird von seinen Eltern und seinen Schwestern getrennt und nach Millmoor, der härtesten aller Sklavenstädte geschickt, wo am schwersten gearbeitet wird.

Die Geschichte:


Luke ist also in Millmoor und seine Familie in Kyneston. Die 10 Jahre Sklavenzeit, die er früher für unausweichlich gehalten und einfach akzeptiert hat, wird nun für ihn zum absoluten Alptraum. Für ihn steht fest: Er muss etwas an der Unterdrückung der Gewöhnlichen ändern!
Anderer Orts leben die Ebenbürtigen in Saus und Braus und verschwenden keinen Gedanken an das Wohlergehen der Gewöhnlichen. Doch denken wirklich alle Ebenbürtigen so?
Nicht nur in Millmoor liegt ein Umsturz in der Luft, auch im Zentrum der Macht bei den Ebenbürtigen kriselt es immer mehr.


Meine Meinung:


Ich bin auf jeden Fall von der Story begeistert! Die erschaffene Welt ist schön gestaltet und man spürt schon jetzt das große Potenzial, das hoffentlich in weiteren Bänden ausgeschöpft wird. Die Spiele um die Macht und die Umstürze, die sich anbahnen, machen den Plot sehr spannend.
Es gibt viele interessante Charaktere, aber das ist gleichzeitig auch ein Problem. Meiner Meinung nach, gab es etwas zu viele Figuren aus deren Perspektive erzählt wurde. Es gibt zwei Charaktere, die ich als Protagonisten bezeichnen würde und deren Perspektiven häufiger vorkamen als andere. Doch es gab auch viele Einblicke in das Innenleben einiger einzelner Personen, die danach nicht mehr vorkamen und nur einen einmaligen Auftritt hatten. Ich weiß noch nicht so recht, ob mir diese vielen Perspektivwechsel gefallen haben, denn irgendwie hatten sie ihren Sinn und Zweck, aber es wurde auch manchmal zu viel.
Insgesamt ist meine Meinung über das Buch eher zwiegespalten. Es enthält eine tolle Geschichte und Charaktere, aber es hat irgendwie das gewisse Etwas gefehlt, sodass es mich nicht völlig mitreißen konnte. Dennoch werde ich die folgenden Bände mit Freuden lesen, denn ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und ob das vorhandene Potenzial ausgeschöpft wird.