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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2023

Solide Handlung

Immer wenn wir uns wiedersehen (Zeit für Rügen)
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"Immer wenn wir uns wiedersehen" ist der indirekte zweite Teil von "Immer der Liebe entgegen". Die "Zeit für Rügen" Reihe kann aber unabhängig voneinander gelesen werden, da die Bände alle in sich geschlossen ...


"Immer wenn wir uns wiedersehen" ist der indirekte zweite Teil von "Immer der Liebe entgegen". Die "Zeit für Rügen" Reihe kann aber unabhängig voneinander gelesen werden, da die Bände alle in sich geschlossen sind. Lediglich die Protagonisten aus dem ersten Band treten hier wieder auf und so kann es zu spoilern gegenüber Teil 1 kommen.
Hanna Holmgren entführt ihre LeserInnen erneut nach Rügen. Ihre sanfte Art und Weise zu berichten hat mir auch dieses Mal gut gefallen. Das Meer und die Sehenswürdigkeiten der Inseln wurden so gut präsentiert, dass ich gleich Fernweh bekam. So toll die Landschaften waren, sie konnten an manchen Stellen nicht über die Schwäche in der Handlung hinweg täuschen. Da gab es leider wenig Neues, wenig Kreatives. Die Handlung ist seicht, kurzweilig und unterhaltsam, aber nichts was auf Dauer in Erinnerung bleiben wird. Zumal ich mir anhand des Klappentextes und der darin erwähnten Vergangenheit von Emil etwas anderes vorgestellt hatte. Allgemein war die Geschichte auch sehr vorhersehbar.
Neben der Liebesgeschichte rund um die Protagonisten Frieda und Emil gab es noch eine Hintergrundstory mit der Schwester Larissa. Ihr Charakter war sehr spannend und vielschichtig. Die kurzen Einblicke in ihr Leben und ihre Gedanken mir äußerst gut gefallen und ich hoffe, einen dritten Teil rund um Larissa zu lesen.

Solide, aber leider auch nicht mehr, zumindest was die Handlung betraf.
3,75/5 ⭐

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Holpriger Anfang, aber tolle Entwicklung

Kathmandu & ich
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Es handelt sich um den Debütroman von Sven Jähnel. Er entführt seine LeserInnen nach Nepal und löste bei mir definitiv Reisefieber aus. Auch wenn es sich um einen fiktiven Roman handelt, konnte der Autor ...


Es handelt sich um den Debütroman von Sven Jähnel. Er entführt seine LeserInnen nach Nepal und löste bei mir definitiv Reisefieber aus. Auch wenn es sich um einen fiktiven Roman handelt, konnte der Autor auf seine gesammelten Erfahrungen zurückgreifen, denn er war selbst zwei mal in Nepal. Meiner Meinung nach merkt man dies auch. Nepal war bisher keins meiner Reiseziele, aber die Abenteuer, die der Freundeskreis rund um die Protagonisten Erik und Jule erleben, kamen sehr authentisch bei mir an. Zu Beginn, insbesondere in Kathmandu hatte ich ein wenig Sorgen, ob mir das Buch gefallen wird. Denn in dieser Etappe standen hauptsächlich die Gedanken und das damit verbundene Gefühlschaos von Erik im Vordergrund. Reisefieber kam bei mir nicht auf. Aber als die Truppe weiter zog, entwickelte sich auch der Schreibstil des Autors. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Handlungsorte lebendig. Und nicht nur mal kurz im Nebensatz erwähnt. Insgesamt lässt sich sagen, dass nach dem leider etwas holprigen Start sich das Buch wirklich toll entwickelt hat. Sei es in der Handlung, im Lesefluss oder den handelnden Charakteren. Besonders gut fand ich, dass nicht immer alles super toll dargestellt wurde, sondern die Figuren mit Problemen und kleinen Kulturschocks zu kämpfen hatten.

Insbesondere möchte ich die charakterlich Entwicklung des Protagonisten Erik hervorheben. Die war wirklich gelungen. Authentisch, menschlich, nicht perfekt, aber trotzdem wunderbar ist er über sich herausgewachsen, ohne dabei sich oder seine Bodenständigkeit zu verlieren. Ich habe selbst erlebt, dass Reisen einen verändern können und diese Umsetzung ist Sven Jähnel großartig gelungen.

Nach einem holprigen Start hat sich das Buch toll entwickelt und mich definitiv begeistert!
4/5 ⭐

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Veröffentlicht am 18.04.2023

Kurzweilig, aber nichts Besonderes

Schönes Grab (Zwischen Mord und Ostsee - Küstenkrimi 4)
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Es handelt sich um den vierten Teil der Reihe rund um das Flensburger Ermittlerduo Ina Drews und Jörn Appel, welche wieder im hohen Norden ermitteln. Diesmal ist Usedom der Einsatzort des Küstenkrimi. ...


Es handelt sich um den vierten Teil der Reihe rund um das Flensburger Ermittlerduo Ina Drews und Jörn Appel, welche wieder im hohen Norden ermitteln. Diesmal ist Usedom der Einsatzort des Küstenkrimi. Die beiden lernte ich schon im vorherigen Band kennen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, flüssig werden die einzelnen Szenen und Orte beschrieben. Das Thema Urlauber und zunehmender Tourismus schwang zwischen den Zeilen mit, das war ein interessanter Nebenaspekt. Zumal es in dem Buch um Schönheitskliniken, Geld, Macht und irgendwo auch Ehrlichkeit ging. Eine interessante Mischung, eigentlich. Der Inhalt ist nichts Neues, unterhaltsam aber sehr kurzweilig und irgendwie auch ohne Raffinesse. Zumal die Themen wirklich brisanten Stoff bieten. Der Krimi ist angenehm geschrieben, lässt sich flüssig lesen, aber ich vermute, dass er nicht längerfristig in meinem Gedächtnis bleiben wird. Zumal ich das Gefühl hatte, es wurden häufiger die Windeln der Zwillinge des örtlichen Beamten gewechselt, als Ermittlungen betrieben. Sicherlich war es für zwischendurch unterhaltsam, aber nichts, was ich in einem Krimi benötige.

Das Ermittlerduo war mir schon bekannt und ich mochte ihre Harmonie miteinander sehr gut. Besonders, als Ina Drews ein paar Gedanken kamen, welche sie offen und ehrlich ihrem Partner mitteilen konnte, der sie nicht verurteilte. Der Handlungsstrang, welchen ich sehr interessant fand, wurde jedoch schnell wieder fallen gelassen.

Kurzweiliger Küstenkrimi, der zwar unterhalten hat, aber vermutlich schnell wieder in Vergessenheit gerät.
3,75/5 ⭐

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Winterlich und romantisch

Winterträume in den Fallbury Hills
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Bei "Winterträume in den Fallbury Hills" handelt es sich um den zweiten Teil der "Herzklopfen in Schottland" Reihe und diesmal entführt uns die Autorin in das verschneite Fallbury Hills. Das Cover gefällt ...

Bei "Winterträume in den Fallbury Hills" handelt es sich um den zweiten Teil der "Herzklopfen in Schottland" Reihe und diesmal entführt uns die Autorin in das verschneite Fallbury Hills. Das Cover gefällt mir sehr gut und passt perfekt zu dem Inhalt des Buches.
Ich kenne schon den ersten Band und durfte auch schon der diesmaligen Protagonistin Grace begegnen. Die Handlungen sind jeweils in sich geschlossen und man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen. Jedoch enthält Band 2 Spoiler über den ersten Teil. Die Geschichte passt gut in das Genre, ist romantisch und verträumt. Jedoch gibt es im letzten Drittel ein paar Thrillerelemente, die zwar für Spannung sorgen sollten, jedoch kam die Lösung zu schnell und offensichtlich, dass die Wirkung bei mir ganz verpuffte. Die Idee ist gut, aber man hätte es ruhig in die ganze Handlung mit einbinden und dem Handlungsstrang mehr Raum geben können.
Neben der Geschichte werden auch ein paar Traditionen von Schottland erwähnt. Diese kamen jedoch nur sehr kurz und knapp zur Sprache. Gerne hätte man die Erklärungen etwas ausführlicher formulieren können.

Grace hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie war sympathisch und bodenständig. Auch Noah mochte ich, selbst wenn seine Emotionen gegenüber Grace manchmal nur auf Oberflächlichkeiten beschrieben wurden, was ich schade fand. Denn das Knistern zwischen den beiden war absolut spürbar. Neben unterhaltsamen Protagonisten und Nebenfiguren gibt es auch traumhafte Landschaftsidyllen, welche die Autorin sehr bildlich beschreibt.

Eine winterliche und romantische Geschichte rund um Weihnachten Schottland, welche ich nicht nur Schottlandfans empfehlen kann.
4,25/5 ⭐

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Veröffentlicht am 08.04.2023

Varianz an stilistischen Mitteln

Der Fall Zossner
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Das Buch führt seine LeserInnen zurück in die Mitte der 1980er Jahre. Die einzelnen Kapitel beginnen jeweils mit einem Brief von Gregor an seine Schwester Miriam, welche zugleich Protagonistin ist. Dabei ...


Das Buch führt seine LeserInnen zurück in die Mitte der 1980er Jahre. Die einzelnen Kapitel beginnen jeweils mit einem Brief von Gregor an seine Schwester Miriam, welche zugleich Protagonistin ist. Dabei beginnen die Briefe zeitlich kurz vor Beginn der Handlung, gehen in Datum jedoch immer weiter zurück. Dieses stilistische Mittel fand ich spannend, da man einerseits wusste, was passiert, aber erst nach und nach erfuhr, wie es dazu kam. Allgemein ist dieses Buch nicht unbedingt mein Hauptgenre, aber umso gespannter war ich. Die Handlung selbst geht gleich zu Beginn los und zog mich nach wenigen Seiten in seinen Bann. Das Buch wird komplett aus der Sicht von Miriam erzählt, somit erfahren die LeserInnen auch nur ihre Meinung. Ein neutraler Blick ist somit eher wenig möglich. So spannend es losging, wurde es im Mittelteil leider manchmal etwas langatmig. Zu Beginn erscheint der Fall klar, doch mit jeder weiteren Seite kommen neue Details ans Licht, welche die ganze Sache in Frage stellen. Ziemlich schnell war mir klar, in welche Richtung es schlussendlich laufen wird. Da hätte ein wenig Raffinesse nicht schaden können, zumal der Autor sonst eine ganze Varianz an stilistischen Mittel eingeflochten hat.

So gelang es Simon Sterz auch, dass ich trotz meiner richtigen Vorahnung, wie der Fall ausgehen wird, bis zur letzten Seite mitgerätselt habe, was nun wie passiert sein könnte. Der Schreibstil war ebenfalls sehr unterhaltsam und der Zeit, in welcher der Roman spielt, angepasst. Mitte der 80er habe ich noch nicht gelebt, mir kam die beschriebene Zeit und die damit zusammenhängende Situation aber authentisch vor.

Ein interessanter Roman, welcher sich nicht so leicht in die Karten blicken lässt mit interessanten stilistischen Mitteln.
4,25/5 ⭐

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