Platzhalter für Profilbild

Coesit

Lesejury Star
offline

Coesit ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Coesit über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2021

Und Elben gibt es doch!

Mein Bruder der Elbenritter hat nicht mehr alle Ziegel auf dem Dach
0

Finn ist ganz zufrieden mit seinem Leben als Einzelkind, bis auf seine Leseschwäche von der niemand weiß. Doch dann kommen seine Eltern auf einmal mit Yuki nach Hause – sein neuer Bruder. Und Yuki macht ...

Finn ist ganz zufrieden mit seinem Leben als Einzelkind, bis auf seine Leseschwäche von der niemand weiß. Doch dann kommen seine Eltern auf einmal mit Yuki nach Hause – sein neuer Bruder. Und Yuki macht und erzählt echt komische Sachen. Finn will Yuki schnellstmöglich wieder loswerden und das schafft er nur, wenn er ihm hilft, den verschollenen Elbenschlüssel zu finden, mit dem das Elbentor geöffnet werden kann. Denn Yuki ist ein Elbenritter und es ist seine Pflicht dies zu tun. Nur irgendwie geschehen merkwürdige Dinge in Yukis Umfeld und Finn muss einsehen, dass Yuki eventuell doch nicht einfach nur verrückt ist…

Das Autorenteam Sebastian Grusnick und Thomas Möller haben mit „Mein Bruder der Elbenritter“ ein weiteres gemeinsames Kinderbuch veröffentlicht, dass die jungen Leser einfach nur in seinen Bann ziehen wird. Wie man bereits auf dem schönen Cover sehen kann, geht es im Buch doch recht spannend zu. Zwischendurch sind auch im Text kleine Illustrationen eingebaut, die das Buch für die Leserschaft auflockern. Da es gerade für Kinder ab 8 Jahren geschrieben ist, sind die kurzen Kapitel perfekt für den Leseerfolg. Der Schreibstil ist sehr spannend. Wir konnten das Buch tatsächlich fast nicht aus der Hand legen. Gerade auch weil die Kapitel so schön kurz sind, wurden es dann doch immer ein oder zwei Kapitel mehr zum Vorlesen als geplant. 😊 Die beiden Hauptcharaktere Finn und Yuki sind auch sehr schön dargestellt und handeln für die Kinder auch sehr nachvollziehbar. Ich muss gestehen, dass ich die Seitenanzahl doch recht gering fand, wurde dann aber wirklich vom Inhalt überrascht. Innerhalb der kurzen Kapitel wurde so viel Spannung aufgebaut und gleichzeitig die Handlung vorangetrieben, dass es eine wahre Freude war zu Lesen.

Fazit: „Mein Bruder der Elbenritter“ ist ein sehr spannendes Kinderbuch, dass für Erstleser auch sehr gut geeignet ist. Ich muss gestehen, dass ich mir einen Folgeband wünschen würde, da hier so viele lustige Charaktere erschienen sind, von denen man gerne mehr lesen und hören möchte. Wir (meine Kinder und ich) waren von diesem Buch wirklich sehr begeistert. Klare Kaufempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2021

Böser Humor vom Feinsten

The Stranger Times
0

Hannah ist frisch geschieden und verzweifelt auf der Suche nach einem Job – ihrem ersten Job. Leider läuft nichts nach Plan und sie kann bei der Wochenzeitung „The Stranger Times“ anfangen. Was anfangs ...

Hannah ist frisch geschieden und verzweifelt auf der Suche nach einem Job – ihrem ersten Job. Leider läuft nichts nach Plan und sie kann bei der Wochenzeitung „The Stranger Times“ anfangen. Was anfangs wie eine „Irrenzeitung“ aussieht, entpuppt sich bald als doch nicht ganz so unwahr. Und auf einmal sieht sich Hannah, zusammen mit der ganzen Belegschaft der „The Stranger Times“, mit einem Gegner konfrontiert, mit dem keiner gerechnet hätte.

C.K. McDonnell hat mit „The Stranger Times“ den Auftakt einer neuen Trilogie geschrieben, der vor bösem Humor und Witz nur so strotzt. Bereits ab der ersten Seite hatte ich wirklich Spaß beim Lesen dieses Romans, der eine Mischung aus Krimi, Fantasy und Satire ist. Die Charaktere sind eigenwillig und schräg, aber auch deshalb so einprägsam. Ich fand den Schreibstil fesselnd und er konnte mich auch von der Handlung der Personen und des Geschehens überzeugen. Man muss allerdings diese Art von Humor mögen, das muss ich offen zugeben. Hinzu kommt, dass der Roman mit einem sehr gelungenen Cover punkten kann. Während des Lesens musste ich tatsächlich immer wieder auf das Cover sehen, wo es ständig etwas Neues zu entdecken gab, dass erst während der Geschichte Sinn ergab.

Fazit: Nicht nur das Cover ist ein Hingucker, auch der ganze Roman ist spannend und strotzt vor Witz. Allerdings muss man diese Art von Humor mögen. Ich persönlich fühle mich hiervon sehr angesprochen. Auf alle Fälle freue ich mich schon auf die nächsten Bände der Trilogie, da ich unbedingt wissen will, wie es mit „The Stranger Times“ weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2021

Es muss nicht immer ein Happy End geben

Die Sternenleserin und das Geheimnis der Insel
0

Isabella lebt zusammen mit ihrem Vater, dem Kartographen, auf der Insel Joya, um die sich auch einige Sagen ranken. Doch eines Tages verschwindet Isabellas beste Freundin Lupe, die Tochter des Gouverneurs, ...

Isabella lebt zusammen mit ihrem Vater, dem Kartographen, auf der Insel Joya, um die sich auch einige Sagen ranken. Doch eines Tages verschwindet Isabellas beste Freundin Lupe, die Tochter des Gouverneurs, in den vergessenen und verbotenen Gebieten, nachdem ein Mädchen Tod im verbotenen Garten aufgefunden wurde. Isabelle schließt sich dem Suchtrupp an und stellt fest, dass die Sagen wahr sind und noch viel gefährlichere Dinge auf Joya lauern als bisher gedacht. Kann Joya noch rechtzeitig vor den Gefahren gerettet werden?

Kiran Millwood Hargrave nimmt den Leser in ihrem zweiten Roman „Die Sternenleserin und das Geheimnis der Insel“ mit auf eine faszinierende Reise zweier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bereits das Cover ist so schön gestaltet, was sich auch durch den ganzen Roman hindurchzieht. Jede Seite ist mit kartographischen Illustrationen verziert. Die Geschichte ist sehr aufregend geschrieben, so dass man sich wirklich in ihr verlieren kann. Ich finde die Charaktere sehr schön beschrieben und dargestellt. Auch wird hier nicht nur auf die Protagonistin eingegangen. Alle Personen werden ausreichend umrissen, um sich einen guten Eindruck bilden zu können. Zudem finde ich, dass die Handlungen der einzelnen Personen plausibel sind, wie sie dargestellt wurden.

Was ich an diesem Roman bemerkenswert finde, ist die Tatsache, dass hier nicht alles ein Happy End hat. Auch die doch recht düsteren Szenen während der Geschichte finde ich dem Lesealter angemessen. Ich finde es zwar traurig, dass die Geschichte nicht unbedingt für alle Teilnehmer das schöne Ende zur Folge hat, aber im tatsächlichen Leben ist es leider auch nicht so. Aber gerade das macht dieses Buch zu etwas Besonderem.

Fazit: Dieses Buch ist das erste, das ich von Kiran Millwood Hargrave gelesen habe. Es wird aber bestimmt nicht das Letzte sein. Die Geschichte, die sich in diesem Buch verbirgt, ist wirklich etwas Besonderes. Gerade, dass hier nicht alles immer super ist, macht dieses Buch besonders lesenswert. Eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2021

Eine amüsante Gruselgeschichte für die junge Leserschaft

Die Geister der Pandora Pickwick
0

Fanny darf endlich wieder ihre Tante Harriet in ihrem Antiquitätenladen in Notting Hill besuchen, weil ihre Eltern beide geschäftlich in den USA unterwegs sind. Doch diesmal ist alles anders… Fanny findet, ...

Fanny darf endlich wieder ihre Tante Harriet in ihrem Antiquitätenladen in Notting Hill besuchen, weil ihre Eltern beide geschäftlich in den USA unterwegs sind. Doch diesmal ist alles anders… Fanny findet, dass sich ihre Tante merkwürdig verhält, so als würde sie ihr etwas verheimlichen. Nur was könnte das sein? Und dann hört Fanny auch noch merkwürdige Geräusche. Natürlich geht sie der Sache nach und sieht sich plötzlich mit Geistern im Antiquitätenladen konfrontiert, die hier auf ihre Vermittlung warten. Aber das ist natürlich noch nicht alles.

Christina Wolff hat mit „Die Geister der Pandora Pickwick“ einen sehr spannenden und gleichzeitig amüsanten Jugendroman geschrieben, der durch Illustrationen von Florentine Prechtel so schön untermalt wird. Ich finde die Handlung für die Altersempfehlung schlüssig dargestellt und man kann ihr auch gut folgen. Da Fanny selbst auch in diesem Alter ist, finde ich, dass sich die jungen Leser hier auch gut mit ihr identifizieren können. Hinzu kommt, dass die Charaktere sehr gut dargestellt werden. Fanny und Harriet sind einem gleich zu Beginn durch ihre Eigenheiten sympathisch. Andere Charaktere entwickeln sich erst im Laufe des Romans, was ich aber auch sehr gut finde.

Fazit: „Die Geister der Pandora Pickwick“ ist ein sehr schönes Buch für junge Leser, die sich gerne auch einmal ein bisschen gruseln möchten. Durch den Schreibstil ist es einfach der Handlung zu folgen. Hinzu kommt, dass es sehr viele witzige Einstreuungen gibt, die das teils gruselige Umfeld auch auflockern. Sehr gut finde ich auch die Illustrationen, die gleich über ganze Doppelseiten im Buch verstreut sind. Eine klare Leseempfehlung für alle Gruselfans, und solche die es werden wollen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2021

Einfach herrlich komisch

Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen
0

Samuel lebt eigentlich schon sein ganzes Leben im Krankenhaus, da sein Immunsystem kaputt ist. Dank einer erfolgreichen Stammzellentransplantation geht es ihm aber endlich wieder gut und er darf nach Hause ...

Samuel lebt eigentlich schon sein ganzes Leben im Krankenhaus, da sein Immunsystem kaputt ist. Dank einer erfolgreichen Stammzellentransplantation geht es ihm aber endlich wieder gut und er darf nach Hause und ein normales Leben ohne Schutzanzug und Isolation führen. Doch auf einmal steht die kleine Frida bei ihm im Zimmer und stellt sich als der kleine Tod vor, der - ausgerechnet von ihm?! - alles über das Leben lernen soll. Samuel steht auf einmal vor ganz neuen Herausfoderungen, da Frida tatsächlich nichts vom Leben (und Manieren) kennt.

Anne Gröger hat mit "Hey, ich bin der kleine Tod... aber du kannst auch Frida zu mir sagen"ein herrlich komisches und teils bissiges Jugendbuch verfasst, dass gleichzeitig aber auch auf traurige Schiksale aufmerksam macht. Unterstützung hat sie von Frédéric Bertrand, der hierfür wunderbare Illustrationen gezeichnet hat.

Die Charaktere sind alle sehr liebenswert: der überkorrekte Samuel, die quirlige Frida, die bestimmende Emily mit ihrer Beinprothese und ihr kleiner Bruder Charly, der mit seiner Neurodermitis zu kämpfen hat. Hier kann sich jeder in den vier Kindern wiederfinden.

Fazit: Meine Tochter und ich sind uns einig, dass es ein sehr lustiges Buch ist, bei dem wir uns teilweise wirklich kringelig gelacht haben, da hier komplette Gegensätze aufeinanderprallen. So etwas kann gar nicht immer glatt gehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere