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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2020

schöne, kurzweilige, seichte Hexenstory zum schmunzeln

Hex Files - Hexen gibt es doch
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Helen Harper – Hex Files, Hexen gibt es doch

Ivy hat ein beschauliches, fast schon langweiliges Leben nachdem sie aus dem Hexenorden geflogen ist. Natürlich praktiziert sie ab und an Magie, ihren Lebensunterhalt ...

Helen Harper – Hex Files, Hexen gibt es doch

Ivy hat ein beschauliches, fast schon langweiliges Leben nachdem sie aus dem Hexenorden geflogen ist. Natürlich praktiziert sie ab und an Magie, ihren Lebensunterhalt verdient sie sich mit Taxifahrten und ansonsten liebt sie das „nichts-tun“. Bis eines Tages ein Zauber schief läuft und sie unfreiwillig an Raphael gebunden wird, einen ranghohen Magier im Orden, der von der Verwechslung nicht begeistert ist. Das ungleiche Duo darf sich auch gleich einem magischen Fall widmen und stellt dabei fest, das beide eigentlich doch ganz gut miteinander harmonieren.

Ich kenne von der Autorin bereits „Blood Destiny, 1, Bloodfire“, habe die Reihe aber damals abgebrochen, da sie mich nicht restlos überzeugen konnte. Einen neuen Versuch wollte ich mit „Hex Files“ starten.

Der Erzählstil ist recht erfrischend und salopp, hat einen etwas jugendlichen Touch und die Handlung strotzt vor witzigen Szenen und sarkastischen Dialogen. Es gibt viel Magie und einen Hauch Crime und natürlich bleibt das Knistern zwischen Raphael und Ivy auch nicht aus. Schön ist hier, das der Fokus nicht allzu sehr auf die Liebesgeschichte gelegt wird.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, die Story lies sich gut lesen, die Kapitel hatten eine angenehme Länge und das Buch hat mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht.
Es gibt eine durchgängige Grundspannung, allerdings könnte ich jetzt nicht sagen, das mich das Buch in irgendeiner Form überrascht hat, vieles war vorhersehbar, es gab keine großen Überraschungen, sowohl positiv als auch negativ, und das Buch ist eine schöne, seichte Lektüre, die zu unterhalten weiß.
Die Charaktere sind vielschichtig beschrieben, aber es fehlte ihnen noch etwas an emotionaler Tiefe. Da die Geschichte um Ivy eine Trilogie sein sollh, hat sie also noch genug Zeit sich zu entwickeln.
Ich würde Ivy nicht gerade als temperamentvoll bezeichnen, dazu ist sie einfach zu faul und streckenweise motivationslos, auch wenn zwischendurch ihr Feuer immer mal wieder aufblitzt. Sie ist irgendwie sympathisch, liebt es scheinbar Raphael unterzubuttern und herauszufordern und ja, ich muss gestehen, ich mag die quirlige Protagonisten irgendwie, auch wenn ich mich nicht mit ihr identifizieren kann.
Raphael ist anfänglich sehr distanziert, fast schon zu gewollt und das bringt natürlich einige amüsante Momente in die Geschichte. Die Dynamik zwischen ihm und Ivy ist einfach herrlich zu lesen. Er streng durchorganisiert und nur auf seine Karriere bedacht, sie das genaue Gegenteil mit dem Motto „Nicht mehr als unbedingt nötig“.
Kater Brutus hat mich mit seinen flapsigen, saloppen Kommentaren oft zum lachen gebracht. Ich könnte mir vorstellen, das genauso manche Gespräche zwischen meinem Tiger und mir ablaufen könnten. Super lustig.
Das Setting ist gut gewählt und ich konnte mir die bildhaft beschriebenen Schauplätze sehr gut vorstellen.

Mich konnte die Geschichte gut unterhalten, ich hatte ein paar schöne Lesestunden und die kurzweilige Story hat mir gut gefallen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für den Hexenroman mit einer untypischen Hexe.

Das Cover ist hübsch, gefällt mir gut.

Fazit: schöne, kurzweilige, seichte Hexenstory zum schmunzeln. Knappe 4 Sterne.

Veröffentlicht am 07.07.2020

Durchgängig, spannender, atmosphärischer, dichter Thriller mit vielschichtigen Figuren

Im grausamen Licht der Sonne
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Nalini Singh – Im grausamen Licht der Sonne

Golden Cove ist ein kleines, charmantes Städtchen in dem die Bewohner zusammen halten und es nichts Schlimmes passiert. Zumindest auf den ersten Blick, denn ...

Nalini Singh – Im grausamen Licht der Sonne

Golden Cove ist ein kleines, charmantes Städtchen in dem die Bewohner zusammen halten und es nichts Schlimmes passiert. Zumindest auf den ersten Blick, denn als Anahera zurück in ihre Heimat kommt, ist gerade Miriama verschwunden und sie ist nicht die erste Frau, die spurlos verschwindet.
Will ist Polizist in Golden Cove und versucht die verschwundene junge Frau zu finden. Das ausgerechnet die hübsche aber sehr distanzierte Anahera ihm dabei ständig in die Quere kommt, stört ihn am Anfang sehr. Doch schon bald ermitteln die beiden gemeinsam und müssen dunkle Geheimnisse der Bewohner aus dem sonnigen Golden Cove aufdecken... lebt Miriama noch? Wer hat sie entführt? Was ist mit den vermissten Wanderinnen?

Ich kenne bereits sehr viele Bücher von Nalini Singh, neben der „Gilde der Jäger“-Reihe, ihren „Gestaltwandlern“ und auch der „Age of Trinity“-Reihe kenne ich die bisher erschienenen „Cherish“-Bücher und natürlich auch die „Rock Kiss“-Reihe sowie diverse Einzelbände.
Einen Thriller allerdings kannte ich bisher noch nicht von ihr und war neugierig.

Der Erzählstil ist wie zu erwarten, flüssig, modern und die Story lässt sich leicht lesen und wird schnell zum Pageturner. Auch in einem Thriller fühlt sich die Autorin scheinbar zu Hause, denn in Kürze wird die Spannung aufgebaut und während des gesamten Buches durchgängig auf hohem Niveau gehalten. Außerdem wird der Thriller aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, und auch wenn die Autorin viel Wert auf Schauplatzbeschreibungen und detaillierten Beschreibungen von Charaktere und Handlung legt, war der Thriller zu keiner Zeit langatmig.
Es gibt auch eine kleine Lovestory, die aber zum Glück nicht allzu viel Raum einnimmt und sich gut in den Thriller integriert. Ganz im Gegensatz zu anderen Büchern der Autorin wird die Erotik hier fast komplett herausgenommen, was ich gut finde.
Sämtliche Charaktere sind facettenreich, detailliert und lebendig ausgearbeitet. Will war mir auf Anhieb sympathisch, seine Motivation ist schnell gefunden und auch wenn er eigentlich ein Held – zum Teil auf Abwegen war – bleibt er offen, höflich und verurteilt niemanden vorschnell. Er kann auch durchgreifen, aber im Großen und Ganzen empfand ich ihn als sehr angenehmen Zeitgenossen.
Anahera hat es mir schwer gemacht, ich mochte sie am Anfang nicht, was andere vielleicht als geheimnisvoll interpretieren war für mich zickig und distanziert. Sie wirkte an einigen Stellen sehr von sich überzeugt und überheblich. Ja, sie hat Furchtbares durchgemacht und ich konnte mit ihr mitfühlen, ja, sie sammelte im Verlauf ein paar Sympathiepunkte und ich könnte mir tatsächlich eine Fortsetzung mit beiden Hauptfiguren vorstellen, dennoch kam ich nicht ganz an sie heran.
Die Bewohner von Golden Cove sind natürlich nicht das, was sie vorgeben zu sein und die harmlosesten Figuren sind die Schlimmsten, aber das war zu erwarten und so war das Finale nicht unbedingt eine große Überraschung für mich. Dennoch habe ich mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten gefühlt, denn der Thriller war spannend und hat mich packen können.
Die Gewalttätigkeit ist nicht ohne, dennoch habe ich schon schlimmeres in anderen Thrillern gelesen, daher kann ich den Thriller auch uneingeschränkt empfehlen.
Die Schauplätze sind gut herausgearbeitet, das Flair in Golden Cove gut eingefangen. Der Thriller ist atmosphärisch und beklemmend.

Nalini Singh hat wieder einmal bewiesen, egal welches Genre sie bedient, sie ist eine Meisterin ihres Fach und sie schafft es immer wieder, mich mit ihrer Vielseitigkeit zu überraschen.

Das Cover ist dezent und die Frau im Sonnenlicht kann man fast nur erahnen.

Fazit: Durchgängig, spannender, atmosphärischer, dichter Thriller mit vielschichtigen Figuren. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 12.06.2020

eine schöne, leichte, sommerliche und gefühlvolle Liebesgeschichte

Speed Love – Summer & Tyler
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Karina Reiß – Speed Love, Summer und Tyler

Die Ärztin Summer Booth ist vor dem Tod ihrer Mutter zurück nach Hause gefahren um ihren Vater und ihren Bruder zu unterstützen. Da sie sich auch ein halbes ...

Karina Reiß – Speed Love, Summer und Tyler

Die Ärztin Summer Booth ist vor dem Tod ihrer Mutter zurück nach Hause gefahren um ihren Vater und ihren Bruder zu unterstützen. Da sie sich auch ein halbes Jahr später noch nicht zu ihrer Facharztausbildung aufraffen kann, kellnert sie in einem kleinen Lokal und wird prompt von ihrer Kollegin genötigt am Speed-Dating teilzunehmen. Da trifft sie auf Tyler Hatfield der ihre Welt augenblicklich auf den Kopf stellt. Doch obwohl es zwischen den beiden sofort gewaltig knistert ist weder Tyler, der gerade in das Booth Thunder Racing Team eingestiegen ist und Karriere machen will, noch Summer bereit ihrer Leidenschaft nachzugeben. Wenn ja wenn... sie sich nicht ständig über den Weg laufen würden... können die beiden wirklich widerstehen?

„Speed Love, Summer und Tyler“ ist mein erstes Buch aus der Feder von Karina Reiß.
Der Erzählstil ist angenehm modern und flüssig, die Story lässt sich gut lesen. Ich habe schnell in die Geschichte reingefunden, die sowohl aus der Perspektive von Summer als auch von Tyler in der ich-Perspektive erzählt wird.
Die Kapitel sind relativ kurz, was ich als angenehm empfunden habe.
Die Handlung der Geschichte erstreckt sich über eine ganze Rennsaison, das Tempo der Story ist recht hoch. Hin und wieder kam es vor, dass die Autorin einen Zeitsprung gemacht hat, der nicht immer sofort klar ersichtlich war. Hier hätte ich es schön gefunden, vielleicht Kapitelüberschriften einzufügen in der Art von „3 Wochen später“ oder ähnliches. Manchmal habe ich nicht sofort realisiert, das hier ein Zeitsprung geschehen ist. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, denn ansonsten hat mir die Geschichte gut gefallen, hat mich gut unterhalten und auch die sinnlichen und emotionalen Szenen waren zauberhaft ausgearbeitet.
Sämtliche Charaktere wirkten lebendig und realitätsnah. Summer war mir auf Anhieb sympathisch und hat mich schnell für sich einnehmen können. Ein wenig verwundert war ich darüber, dass sie so lange die Beziehung zwischen ihr und Tyler geheim halten wollte, aber das macht auch den Reiz der Geschichte aus.
Tyler mochte ich ebenfalls auf Anhieb sehr gerne. Er will was er will und er kämpft darum. Ich persönlich finde, er hat seinem Teamkollegen viel zu schnell verziehen und ich hätte mir diesbezüglich von Mitch auch eine härtere Strafe erwünscht.
Die Plottwists sind nachvollziehbar und werden gut in die Geschichte eingefügt.
Mit den Schauplatzbeschreibungen kann die Autorin ebenfalls punkten, anschaulich und bildhaft beschrieben führt sie uns durch die Rennszene und den verschiedenen Szenarien.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, die Geschichte ist kurzweilig und gefühlvoll. „Speed Love“ wird sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin für mich gewesen sein, da mich der Erzählstil schnell gefangen nehmen konnte.

Fazit: eine schöne, leichte, sommerliche und gefühlvolle Liebesgeschichte. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 19.05.2020

erfrischende, lockerleichte Story, die mir gut gefallen hat

Kann Gelato Sünde sein?
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Tessa Hennig – Kann Gelato Sünde sein

Emilia, knappe 60 Jahre jung, verwitwet und beruflich nicht besonders happy, entschließt sich nach kurzem Überlegen ihre Tochter Julia, die in Kalabrien studiert, ...

Tessa Hennig – Kann Gelato Sünde sein

Emilia, knappe 60 Jahre jung, verwitwet und beruflich nicht besonders happy, entschließt sich nach kurzem Überlegen ihre Tochter Julia, die in Kalabrien studiert, zu besuchen. Das Julia nicht besonders glücklich darüber ist, dass ausgerechnet ihre Mutter zu Besuch kommt und diese vermutlich auch noch länger bleiben möchte, versteht sich von selbst. Doch wenn sich Emilia was in den Kopf setzt, dann zieht sie es auch durch und so eröffnet sie, sehr zum Missfallen des Bürgermeisters, eine Bäckerei und backt sich mit verschiedenen Köstlichkeiten ins Herz der Dorfbewohner. Allerdings ist das Leben kein Zuckerschlecken und so muss Emilia auch mit einigen Problemen kämpfen… wird sie aufgeben oder ihren Traum wahr machen?

Tessa Hennig hat einen lockeren, erfrischenden Erzählstil, der mich gut unterhalten hat. Die Geschichte ist ein typischer chick lit mit einigen Klischees, viel Humor aber auch mit tiefen Emotionen, einer intensiven Familiengeschichte und einen Hauch von Liebe und Zärtlichkeit gespickt.
Die Charaktere, allen voran Emilia, sind allesamt lebendig und vielschichtig ausgearbeitet. Gerade Emilia hat mir besonders gefallen. Sie redet wie ihr der Schnabel gewachsen ist und das lies mich beim Lesen wahnsinnig häufig schmunzeln. Aber es ist nicht nur ein humorvoller Frauenroman, zwischen den Zeilen gibt es schöne Botschaften, denn hier heißt es ganz klar „du darfst nicht auf alles verzichten“ und „das Leben ist lebenswert“ oder die Liebe einer Mutter ist gigantisch.
Julia hat es mir anfänglich etwas schwer gemacht, aber im weiteren Fortgang hat sie sich entwickelt, und mir gefiel, was sie im Anschluss aus ihrem Leben gemacht hat, auch wenn der Weg dahin nicht sehr leicht und nervenzerrend (meine Nerven!) gewesen ist.
Tolle Geschichte.
Die kurzweilige Geschichte war fortlaufend unterhaltsam, wurde schnell zum Pageturner, da die Handlung so einnehmend, erfrischend und lockerleicht war.
Die Schauplätze sind gut beschrieben, Kalabrien, Italien überhaupt und auch das kleine Dörfchen wo sie schlussendlich alle landen, war bildhaft beschrieben. Das temperamentvolle Bella Italia war auf jeder Seite zu spüren, ich selbst war noch nie in Italien, aber ich konnte es mir sehr gut vorstellen. Land und Leute wirkten herzlich, zumindest am Ende, und glaubhaft, die Autorin hat hier ein schönes Flair heraus gearbeitet.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, mir gefiel die Geschichte.

Das Cover ist witzig.

Fazit: erfrischende, lockerleichte Story, die mir gut gefallen hat. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 18.05.2020

Spannender Thriller mit winzigen Schwächen

Blackout
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Gregg Hurwitz – Blackout

Andrew Danner ist Schriftsteller, schreibt Kriminalromane und wird wegen Mordes verhaftet. Er soll seine Ex-Freundin Genevieve erstochen haben, aber er kann sich an die Tat nicht ...

Gregg Hurwitz – Blackout

Andrew Danner ist Schriftsteller, schreibt Kriminalromane und wird wegen Mordes verhaftet. Er soll seine Ex-Freundin Genevieve erstochen haben, aber er kann sich an die Tat nicht erinnern. Ein epileptischer Grand-Mal Anfall und ein Hirntumor machen seine Aussage glaubhaft und er wird schuldunfähig gesprochen.
Doch Drew will die Wahrheit wissen und recherchiert auf eigene Faust. Er hat Angst vor sich selbst und auch wenn er sich selbst keinen Mord zutraut, weiß er nicht, ob der kleine Passagier in seinem Kopf sonst noch was mit ihm angestellt hat und ihn beeinflusst.
Kaum zuhause geschehen merkwürdige Dinge. Es wird eingebrochen, er verletzt sich selbst, und eine weitere Frauenleiche wird gefunden.
Kann Drew beweisen, dass er nichts mit den Vorfällen zu tun hat, oder spielt ihm seine Fantasie sogar einen Streich? Ist Drew ein kaltblütiger Mörder?

Ich kenne von Gregg Hurwitz bereits die bisherigen Bücher der Orphan-Reihe sowie einige Bücher aus der Tim Rackley-Reihe.
Der Autor hat einen flüssigen, modernen Erzählstil. An einigen Stellen stolpert der Lesefluss, da der Autor einige Bandwurmsätze und Schachtelsätze einbaut und gerade zu Anfang die Hauptfigur sehr chaotische Gedankengänge hat. Da kam es zwischendurch immer mal wieder vor, dass ich einige Abschnitte zwei oder dreimal lesen musste.
Ansonsten spielt der Autor hier mit dem Bewusstsein und den Ängsten des Lesers, denn immer wieder gibt es neue Irrwege, Sackgassen und Überraschungen, die mich auf eine neue Fährte gebracht haben. Die Spannung wird auf hohem Niveau durchgängig gehalten, das Tempo wird stetig gesteigert und dem Leser werden haufenweise Theorien präsentiert, die dazu führen, dass ich immer „nur noch ein Kapitel“ lesen wollte.
Ich habe mich durchaus gut unterhalten gefühlt, auch wenn die Spannung und Raffinesse nicht ganz an die „Orphan X“-Reihe heranreicht. Der Thriller war kurzweilig, spannend konstruiert und ich blieb auf jeden Fall neugierig.
Der Autor hat seine Charaktere lebendig und vielschichtig ausgearbeitet. Drew entwickelt sich im Verlaufe der Geschichte, anfänglich ist er noch wirr, handelt chaotisch, das ist aber auch kein Wunder bei dem was vorgefallen ist. Ein Mordprozess, ein Gehirntumor und verlorene Erinnerungen, wer soll da schon alle Gedanken beisammen haben? Im späteren Verlauf wird er ruhiger und die Geschichte wird zwar nicht unspannender, aber die Grundstimmung verläuft nicht mehr so gehetzt und atemlos. Das gefällt mir gut.
Das Finale war jetzt nicht so meins, ich konnte zwar die Motive irgendwie nachvollziehen, aber letztendlich blieb der große Showdown aus, zumindest ist das meine persönliche Meinung.
Trotzdem, mir hat der Thriller gut gefallen und ich habe ihn sehr gerne gelesen.
So wie es aussieht, ist dieses Buch eine Neuauflage, denn 2010 wurde die Story verlegt.

Das Cover gefällt mir gut. Der schwarze Untergrund der wie geknittertes Papier aussieht, dazu die hellblaue Schrift… netter Blickfang.

Fazit: Spannender Thriller mit winzigen Schwächen, aber absolut empfehlenswert. 4 Sterne.