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Veröffentlicht am 12.02.2019

Viel Aufruhr um so gut wie Nichts

Anatomie eines Skandals
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Cover:
Gefällt mir auf den ersten Blick gut. Ich sehe darin eine Frau, die hinter einem Vorhang vorbeischaut und auf der Suche nach der Wahrheit ist. Leider finde ich das Cover nach dem Lesen immer noch ...

Cover:
Gefällt mir auf den ersten Blick gut. Ich sehe darin eine Frau, die hinter einem Vorhang vorbeischaut und auf der Suche nach der Wahrheit ist. Leider finde ich das Cover nach dem Lesen immer noch ansprechend aber als ich den Inhalt des Buches kannte, fande ich es nicht mehr so passend.

Titel:
Der Titel alleine "Anatomie eines Skandals" finde ich sehr gut. Allerdings gilt auch hier wieder das Gleiche wie bereits beim Cover. Alleine betrachtet finde ich den Titel cool, leider passt diese nicht wirklich zum Buch und von der "Anatomie" war kaum etwas beim Lesen zu spüren.

Klappentext:
Sophie ist glückliche Ehefrau des charismatischen Parlamentspolitikers James. Bis er ihr eine Affäre mit seiner Assistentin gesteht. Die ihn nun wegen Vergewaltigung verklagt. James leugnet und setzt auf die Loyalität des Premierministers, der ihm noch einen Gefallen schuldet. Staatsanwältin Kate sieht die Anklageschrift mit großem Interesse auf ihren Schreibtisch flattern. Aus Gründen, die in ihre Zeit in Oxford zurückreichen. Ein Prozess mit unerwartetem Finale stellt Loyalitäten auf den Prüfstand. Und verändert nicht nur Sophies und James‘ Leben ....

Meine Meinung:
Die ersten Seiten ziehen einen richtig in seinen Bann. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Mir gefällt die Erzählweise der Autorin anfangs noch sehr gut. Mit der Zeit wird sich allerdings in Details verzettelt und es wird zu viel Randinformation erzählt.

Kate ist eine erfolgreiche Staatsanwältin, die immer versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen und ihre Arbeit mit vollem Herzblut lebt. Als ihr der Fall von James zwischen die Finger kommt, brechen alte Wunden auf. Auch wenn es anfangs nicht gleich erwähnt wird, merkt der Leser, dass Kate eine Verbindung zu James hat bzw. ihn aus ihrer Vergangenheit kannte.
Bis ans Licht kommt, wie die Vergangenheit zwischen Kate und James aussah, kann sich der Leser einige Theorien selber schmieden. Der Spannungsbogen wird hier aber nicht übermäßig gespannt und der Leser findet auch alleine die richtige Lösung und ist mit seinen Gedanken durch die Hinweise auf dem Buch auf der richtigen Spur. Hier wäre es spannender, wenn dies nicht so wäre...
Nach der Offenbarung dieses Erlebnissen aus der Vergangenheit, wird gleich der nächste Hype um ein Geheimnis aus der Vergangenheit in den Raum gestellt. In der Gesichte wird immer wieder auf dieses "geheime Geschehen" aus der Vergangenheit verwiesen und ich malte mir schon die schlimmsten Sachen aus, die hier passiert sein konnten. Als das Geheimnis letztendlich geklärt wird, war der Inhalt sehr ernüchternd. Ich dachte beim Lesen an viel tragischere Dinge und war dann wirklich enttäuscht, was das tatsächliche Geheimnis war. Hier wird, meiner Meinung nach, viel zu viel Augenmerk auf ein nicht wichtiges Detail gelegt. Man erwartet sich ein Geheimnis mit schweren Folgen, die Wahrheit sieht leider anders aus.

Kurzzusammenfassung Charaktere:
Die Gesichte wird aus drei verschiedenen Blickwinkeln erzählt: Kate (Staatsanwältin), James (Parlamentspolitiker) und Sophie (Ehefrau von James).
Kate wurde bereits weiter oben beschrieben.
James ist ein arrogantes Ego, der glaubt, mehr zu sein, als er tatsächlich ist. Er lebt, als würde die Welt ihm alleine gehören und als wäre er immer noch am Collage und kann sich alles erlauben. Er ist total von sich selbst überzeugt und nimmt sich, was er braucht, ohne Rücksicht auf Verluste. James hat in der Vergangenheit Kate vergewaltigt und auch seine spätere Affäre Olivia sexuell missbraucht. In seinen Augen handelt es sich dabei jedoch nicht um Vergewaltigungen und er hat sich nur das geholt, was er brauchte. Er ist sich keiner Schuld bewusst.
Wie seine Ehefrau Sophie es mit diesem Mann aushält, ist für mich unbegreiflich. Sie hat sich als junge Frau so sehr in diesen Mann verliebt, dass sie ihm jeden Fehler verzeiht. Für sie ist er ein wundervoller Ehemann, der sich liebevoll um seine Kinder und auch sie kümmert. Im Laufe der Geschichte beginnt sie allerdings immer mehr über sein Verhalten nachzudenken und merkt, dass es den Mann, in den sie sich verliebt hat, eigentlich gar nicht gibt....

Fazit:
Viel Hype um so gut wie Nichts. Das Buch hat viele gute Ansätze, leider verzettelt sich die Autorin jedoch in Randinformationen. Die Spannung kommt immer nur kurz auf und das Ergebnis ist dann ernüchternd. Zusammengefasst hält das Buch, für mich, leider nicht was es verspricht und ich hätte mir mehr erwartet.

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