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Veröffentlicht am 30.09.2021

True Crime Fans aufgepasst!

Der Kuckuck
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Mit „Der Kuckuck“ präsentiert der Autor einen Thriller, der auf wahren Gegebenheiten beruht. In dem Thriller begegnen wir als Leser dem Polizeireporter Stephan Engler. Zurzeit führt er kein gelungenes ...

Mit „Der Kuckuck“ präsentiert der Autor einen Thriller, der auf wahren Gegebenheiten beruht. In dem Thriller begegnen wir als Leser dem Polizeireporter Stephan Engler. Zurzeit führt er kein gelungenes Leben, sodass er auch zahlreiche Fehlentscheidungen in seinem Leben trifft. Eine davon ist die, dass er einen Mann namens Lukas bei sich wohnen lässt. Dieser ist ein Soziopath und ein geschickter Manipulator. Zudem hat er vor zwanzig Jahren ein brutales Verbrechen getätigt, bei dem die Ermittler ihn nicht fassen konnten. Erst als jetzt weibliche Opfer nun den Mut haben, Lukas wegen Vergewaltigung anzuzeigen, gerät auch der alte Fall ins Rollen. Ein Fall mit vielen Beweisen, die eine brutale Wahrheit ans Licht bringen wird.
Wenn man sich vorstellt, dass dieser Fall in diesem Buch auf wahren Gegebenheiten basiert und der Autor einen ähnlichen Fall selbst erlebt hat, habe ich Gänsehaut bekommen. Ein derartiges Schicksal – Das wünscht man keinen.
Das Buch ist in zwei Ebenen aufgebaut. Die erste Hälfte des Buches thematisiert das damalige Verbrechen um Lukas. Der zweite Teil spielt in der Gegenwart und handelt von dem neu aufgenommenen Fall, indem Lukas wieder vor Gericht aufkreuzten muss. Ich fand besonders den ersten Teil gut, da mir besonders hier der Detaillreichtum der Ermittlungen und die Erzählung an sich sehr gut gefallen hat. Es ähnelte weniger einem Thriller, sondern mehr einem Kriminalroman. Den zweiten Teil des Buches fand ich weniger spannend. Mir fiel es vor allem in dem zweiten Teil schwer, sich irgendwie in die Figuren hineinzuversetzen. Zudem konnte ich keine Bindung zu den einzelnen Figuren aufbauen.
Schreibstiltechnisch hat der Autor einen sehr guten Schreibstil, welcher sich gut lesen lässt. Nichtsdestotrotz bin ich kein Fan von sehr langen Kapiteln in Thrillern, da im Allgemeinen sowie in diesem Buch hier das Erzähltempo sowie die damit verbundene Spannung gebremst wird. Dies jedoch nur eine persönliche Meinung und natürlich von jedem Leser eine subjektive Geschmacksache.
Fazit: Wer True-Crime Bücher mag, sollte sich auf jeden Fall dieses Buch zu legen, da besonders hier der autobiographische Bezug sowie die damit verbundene Vorstellung in der Realität sehr interessant sind. Für einen Thriller fehlte mir doch viel zu viel, sodass er für mich persönlich eher ein leichter Kriminalroman war. Ich vergebe an das Buch solide drei Sterne.

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Veröffentlicht am 28.09.2021

Kein Feuerwerk gezündet!

Abgetrennt
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Die Trilogie um Herzfeld geht mit diesem Thriller mit dem Titel „Abgefackelt“ zu Ende. Vorab kann ich schon mal sagen, dass es empfehlenswert ist, die zwei Bänder davor zu lesen, um Zusammenhänge und wichtige ...

Die Trilogie um Herzfeld geht mit diesem Thriller mit dem Titel „Abgefackelt“ zu Ende. Vorab kann ich schon mal sagen, dass es empfehlenswert ist, die zwei Bänder davor zu lesen, um Zusammenhänge und wichtige Details zu verstehen.
In diesem Abschlussband tauchen in Kiel plötzlich Leichenteile auf. Zudem werden Leichenteile in einem privaten Institut beschlagnahmt, worauf man davon ausgeht, dass es nicht mit rechten Dingen zu sich geht. Als dann auf Herzfeld Tisch ein Leichenteil mit einem auffälligen Tattoo landet, läuten bei dem Rechtsmediziner die Glocken. Er ist sich sicher, dass dieses Leichenteil schon auf seinem Tisch gelandet ist. Besteht der Verdacht, dass einer seiner Kollegen, Leichenteile verkauft? Herzfeld stellt Nachforschungen auf und merkt dabei nicht, wie gefährlich es für ihn wird. So gefährlich, dass sein Leben schnell zu Ende gehen kann.
Sowie beim Thriller-Autor Strobel schätze ich an Tsokos-Schreibstil, dass dieser sich sehr flüssig lesen lässt, die kurzen Kapitel für viel Tempo sorgen und seine Beschreibungen (besonders bei den Obduktionen) einfach grandios sind. Somit bin ich hervorragend durch die knappen 300 Seiten dieses Thrillers gekommen. Das Wiedersehen mit Herzfeld war schön.
Der Fall an sich, weist meines Erachtens nach, tatsächlich weniger Spannung als die Bänder davor, auf. Ich habe beim Lesen – außer beim Finale – gemerkt, dass mich das Buch nicht so packen konnte, wie der Plot in „Abgeschlagen“ und „Abgefackelt“. Mir fehlte das gewisse Etwas. Zudem tat ich mich leider mit dem Verlauf der Handlung schwer. Diese wirkte meiner Meinung nach an manchen Stellen zu konstruiert. Außerdem passte mir Herzfeld Naivität in den Abschluss der Trilogie nicht, da ich ihn in den ersten beiden Büchern von einer ganz anderen Seite kennengelernt habe. Deswegen waren dies so Kritikpunkte, die mich am Ende meines Leseprozesses mit gemischten Gefühlen hinterlassen haben. Es ist halt das Finale einer Trilogie und da habe ich halt ein Feuerwerk an Spannung und Nervenkitzel erwartet!
Fazit: Wer „Abgeschlagen“ und „Abgefackelt“ gelesen hat, muss auf jeden Fall dieses Buch lesen, um den Abschluss der Reihe zu erfahren. Neuen Lesern empfehle ich auf jeden Fall die vorherigen Bänder zu lesen.
Auch wenn mich das Wiedersehen mit Herzfeld und Co. gefreut hat, ist dieser Band für mich der schwächste Band. Dennoch weiß ich, dass Tsokos es besser machen kann und freue mich schon auf den zweiten Band seiner Justiz-Krimi Reihe in Kooperation mit Schwiecker.

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Eher ein Spannungsroman als ein Thriller!

Liebe deine Nachbarn wie dich selbst
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"Liebe deine Nachbarn wie dich selbst" ist ein sehr ruhiges Buch, in welchem stark Gossip sowie Intrigen vorzufinden sind. Nach dem Lesen dieses Buch hatte ich sehr gemischte Gefühle. Eins ist aber klar: ...

"Liebe deine Nachbarn wie dich selbst" ist ein sehr ruhiges Buch, in welchem stark Gossip sowie Intrigen vorzufinden sind. Nach dem Lesen dieses Buch hatte ich sehr gemischte Gefühle. Eins ist aber klar: Für mich persönlich war dies kein Thriller!

Aber worum geht es überhaupt in diesem Roman? In diesem Buch befinden wir uns im Süden von London. Genauer gesagt sind wir im Lowland Way, einem wohlhabenden Viertel mit vielen freundlichen Familien und gepflegten Häusern. Doch dann zieht in das Haus Nr.1 eine Familie ein, die nicht zu dem Gesamtbild des Lowland Way passt. Sie halten sich nicht an Regeln, spielen laut Musik und parken falsch. Als dann ein Verbrechen im Viertel passierte, ist den ganzen Bewohnern klar: Die Familie aus Haus Nr.1 ist schuld. Doch die Polizei ist anderer Ansicht.

Die Plotidee fand ich von vorne rein sehr interessant, da teilweise die Geschichte "Desperate Housewife's"-Vibes aufweist. Anhand verschiedener Perspektiven stürzt man sich als Leser im Geschehen. Man verfolgt teilweise mehr als fünf Perspektiven, was ich persönlich sehr anstrengend fand. Einerseits war es enorm schwer, die einzelnen Beziehungen untereinander und die einzelnen Familien kennenzulernen. Man muss bedenken, dass neben den fünf Perspektiven noch jede Figur einen Partner sowie ab und zu Kinder hat. Deswegen half mir Stift und Papier, um einen Überblick zu schaffen. Anderseits hatte ich das Gefühl, dass ich mit keiner Figur so richtig warm wurde, da die Autorin sie einseitig beleuchtet.
Außerdem habe ich beim Lesen gemerkt, dass mich die ganzen Bewohner des Lowland Ways genervt haben, sodass ich beim Lesen schon eher die Seite der Antagonisten - also Jodie und Darren (Haus Nr.1) - eingenommen habe. Sie taten mir trotz ihres ungewöhnlichen Verhalten einfach leid.

Hinsichtlich der Spannungsgestaltung sehe ich noch viel Potential nach oben. Trotz einigen guten Wendungen fehlten mir die Überraschungseffekte. Zudem bin ich der Meinung, dass dieses Buch kein Thriller ist. Es ist eher ein Spannungsroman, in welchem einzelne Krimi-Aspekte vorzufinden sind, da die Ermittler einzelne Verbrechen aufdecken möchten. Deswegen darf man in diesem Fall, bevor man angefangen hat zu lesen, keinen hochspannenden Thriller erwarten. Sonst läuft man Gefahr auf, enttäuscht zu werden. Zum Ende hat mich das Buch noch bisschen mehr gefesselt, da man langsam an die Auflösung gekommen ist. Diese war recht ungewöhnlich, sodass ich mich mit dieser abfinden konnte.

Fazit: "Liebe deine Nachbarn wie dich selbst" ist ein Buch, welches ein idyllisches jedoch auch hinterhältiges Viertel in South London gut darstellt. Dieser Spannungsroman schwächelt jedoch in der Figurengestaltung sowie der Spannungskurve. Leser müssen sich eher auf einen ruhigen Roman einstellen, da es meiner Ansicht nach, kein Thriller ist! Ich bewerte dieses Buch mit 2,5 Sternen, Tendenz nach oben! 

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Veröffentlicht am 12.09.2021

Ein Sprung in der Zeit

Erde 0
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Die Theorie von Parallelwelten ist zurzeit für Physiker eine der wichtigsten Forschungsschwerpunkte. Persönlich interessiert mich dieses Thema auch sehr, da ich allgemein das Universum und alles damit ...

Die Theorie von Parallelwelten ist zurzeit für Physiker eine der wichtigsten Forschungsschwerpunkte. Persönlich interessiert mich dieses Thema auch sehr, da ich allgemein das Universum und alles damit verbundene sehr faszinierend finde. Dass Parallelwelten Existenz sind, ist für den Menschen heutzutage noch surreal, aber was wäre wenn Parallelwelten wirklich existieren würden?

Das Thema von Parallelwelten sowie die Frage nach der eigenen Existenz werden in diesem Roman aufgegriffen. Es geht in diesem Roman um Cara, welche in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und ein neues Leben beginnen möchte. Sie trifft auf den Wissenschaftler Adam, welcher Probanden aus ärmlichen Verhältnissen sucht, um diese in Parallelwelten zu entsenden. Die einzige Bedingung: Die Probanden müssen in den Parallelwelten bereits tot sein. Cara nimmt die Aufgabe an, da sie für Adam viele Informationen über die andere Welten aufsammeln muss. Doch in einer Welt trifft sie auf Adam, welcher in der anderen Welt als dyktatorischer Herrscher vorzufinden ist. Kann Cara wirklich Adam und seinen Plänen trauen?

Die Geschichte und den damit verbundenen Handlungsverlauf fand ich extrem gut gelungen. Die Geschichte ist vollgepackt mit Spannung, Unterhaltung und Tiefgründigkeit. Der Autorin gelingt es das Thema und den Hintergrundgedanken detailliert und bildhaft vorzustellen. Für mich waren die Sprünge in die Parallelwelten sehr übersichtlich und schlüssig beschrieben worden. Mir ist es gelungen, in das Erzählkonstrukt, welches von der Autorin entworfen ist, mich hineinzuversetzen. Top top!

Auf der anderen Seite fiel es mir schwer, sich mit den Figuren vertraut zu machen. Ich konnte leider zu Cara als Protagonistin sowie den anderen Nebenfiguren nicht so richtig eine Bindung aufbauen. Ich empfand als ob eine Barriere zwischen mir und den Figuren herrschte, sodass sie nicht greifbar waren. Zudem könnte die Ausarbeitung der Figuren noch intensiver sein. Schade !

Neben dem Aufgreifen von dem Thema der Parallelwelten thematisiert die Autorin Aspekte wie die Selbstfindung eines Individuums, Armut sowie Diversity. Diese Thememschwerpunkte werden anhand der Figuren aber auch durch die Handlung gut umgesetzt. Das hat mir gut gefallen!

Fazit: Von der Plotidee sowie den Themen, die in diesem Roman besprochen werden, konnte mich dieses Buch positiv überraschen. Leider sehe ich persönlich viele Schwächen in der Figurengestaltung, da hier Luft nach oben ist. Deswegen bewerte ich dieses Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach unten.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Durchaus gute Ansätze, jedoch an vielen Stellen ausbaufähig

Wave of Lies
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Inhalt:
Der Jugend-Thriller "Wave of lies" erschien dieses Jahr im August. In diesem Buch geht es um sechs Freunde. Chloe einer der Figuren kehrt in den Ferien immer in die Kleinstadt zurück, um sich mit ...

Inhalt:
Der Jugend-Thriller "Wave of lies" erschien dieses Jahr im August. In diesem Buch geht es um sechs Freunde. Chloe einer der Figuren kehrt in den Ferien immer in die Kleinstadt zurück, um sich mit den ganzen Freunde wiederzutreffen. Die Freunde kennt sie schon seitdem sie klein ist. Durch dick und dünn sind sie zusammen als eine Einheit gegangen. Doch diesmal ist es anders. Henry, einer von ihnen verschwindet spurlos in einer Sturmnacht. Beim Wiedertreffen ist das Misstrauen umeinander groß. Jeder hat etwas zu verbergen und alle sind schuldig.

Meinung:
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Chloe, die den verschwundenen Henry fast schon als einen kleinen Bruder sieht. Deswegen möchte sie herausfinden, was wirklich mit ihm geschehen ist. Aus diesem Grund verfolgt man die Geschichte aus ihrer Perspektive. Anderseits erhält man als Leser Einblicke in weitere Perspektiven wie z.b. die von Mason, Henry's älteren Bruder. Zu Chloe fiel es mir viel einfacher eine Bindung aufzubauen, da sie als einzige der Figuren sehr greifbar und vielfältig gezeichnet worden ist. Auch wenn mich Masons Schicksal berührt hat, war er sowie die anderen Figuren nicht greifbar.

Sonst lag im Allgemeinen ein sehr übersichtlicher Schreibstil vor, welcher besonders durch Henry's Chatverläufe gelockert wurde. Dennoch muss ich sagen, dass durch die zahlreichen Perspektivwechsel sowie Wechsel der Zeitverläufe die Spannung litt. Zudem empfand ich die Geheimnisse als recht vorhersehbar, sodass mir einfach die Wow-Elemente gefehlt haben. Aus diesem Grund war es für mich persönlich ein sehr ruhiger Thriller.

Hinsichtlich des Settings kann ich nur positives sagen. Der Autorin gelingt es den Handlungsort Australien sehr lebendig zu gestalten. Es bleibt einfach für mich persönlich ein grandioses Setting, da ich der Meinung bin, dass australische Bücher etwas besonderes an sich haben.

Fazit: Durchaus weist der Jugend-Thriller "Wave of lies" gute Aspekte wie das Setting auf. Leider hat mich aber das Buch von der Spannung her nicht erreicht, kann mir aber vorstellen, dass für Neueinsteiger sowie Jugendliche das Buch sehr geeignet ist. Zudem Fans von Büchern wie "One of us is lying" werden hier auch voll auf ihre Kosten kommen.

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