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Veröffentlicht am 13.01.2017

Eine einzige Enttäuschung

Nur ein Tag
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Die Idee von Gayle Forman eine Liebesgeschichte in zwei Bände zu packen, gefiel mir auf den ersten Blick. Vor allem auch, dass diese Bände nicht wie sonst mit über einem Jahr Verzögerung erscheinen. Allyson ...

Die Idee von Gayle Forman eine Liebesgeschichte in zwei Bände zu packen, gefiel mir auf den ersten Blick. Vor allem auch, dass diese Bände nicht wie sonst mit über einem Jahr Verzögerung erscheinen. Allyson fühlt sich während der Europatour praktisch fehl am Platz, selbst neben ihrer quirligen Freundin Melanie. Alle scheinen es praktisch nur auf eine lange Partytour abgesehen zu haben.

Während einer Theateraufführung verguckt sich Allyson in den jungen, gutaussehenden Holländer Willem. Per Zufall trifft sie dann zu einem späteren Zeitpunkt nochmals auf ihn. Einmal möchte Allyson etwas Unüberlegtes tun und so landet sie wirklich für einen Tag in Paris mit Willem an ihrer Seite. Sie besichtigen die Stadt auf ihre ganz eigene Art und Weise. Leider fängt hier schon ein großer Kritikpunkt an: Diese gesamte Schilderung von den Leuten und den Dingen, die sie machen, wirkt für mich so realitätsfremd. Ich möchte nicht so auf die Einzelheiten eingehen, aber es ist irgendwie nicht wie ein Tag, den man als Tourist in Paris verbringen würde. Willem bleibt bis zu seinem Verschwinden auch sehr undurchsichtig, man erfährt nur wenig von ihm.

Ab da kommt dann ein harter Cut. Allyson ist zurück am College. Monatsweise werden die Kapitel erzählt. Es passiert so einiges und gleichzeitig nichts. Ich konnte für mich da nichts Wichtiges rausziehen. Dieser Part war dann zwar alles andere als realitätsfern – Collegealltag halt – aber er hat sich sehr gezogen. Allyson ist oft müde, hat auf nichts Lust und wird immer schlechter in der Schule. Ich habe mich den Großteil des Buches richtig schwer getan es weiter zu lesen. Gegen Ende landet Allyson dann wieder in Paris, um auf alte Bekannte zu stoßen. Und auch die Liebesgeschichte wird wieder aufgenommen, um den Übergang zum zweiten Teil zu schaffen.

Leider muss ich gestehen, dass ich mich wirklich schwer getan habe mit diesem Buch. Zeitweise wirkte das Buch so realitätsfremd, dann verfolgte man wieder den langatmigen Alltag. Mir fehlte die Message und ich konnte mich mit keiner der Figuren anfreunden. Schade, aber „Und ein ganzes Jahr“ werde ich wahrscheinlich nicht lesen. Auch wenn vielen anderen die Geschichte richtig gut gefällt, muss ich jedoch sagen, dass sie mich nicht angesprochen hat.


Mein Blog: lost-reality-in-books.blogspot.de