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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2020

Unendliche Düsternis

Nach Mattias
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Überraschend wurde Mattias dem Leben entrissen, sein Tod hat Leere hinterlassen bei den Menschen aus seinem Umfeld. Diese müssen sich immer wieder neu mit dem Tod des jungen Mannes abfinden. Ihre Geschichten ...

Überraschend wurde Mattias dem Leben entrissen, sein Tod hat Leere hinterlassen bei den Menschen aus seinem Umfeld. Diese müssen sich immer wieder neu mit dem Tod des jungen Mannes abfinden. Ihre Geschichten ergeben nach und nach ein Bild von ihrer Trauer sowie von Mattias selbst, wie sie ihn erlebt haben.

Warum Mattias starb, das erfährt der Leser erst nach und nach. Zunächst dominiert die Trauer um ihn sowie die Erlebnisse, die der jeweilige Erzähler mit ihm hatte. Indem immer wieder jemand anders erzählt, überwiegt m.E. zu sehr die Trauer um seinen Tod, mir fehlte der Schritt, aus der Trauer herauszukommen. Dadurch empfand ich das Buch trotz aller schönen Erlebnisse mit Mattias als unendlich düster, durch die letzten Abschnitte musste ich mich durchkämpfen. Die Hoffnung, die der Autor entstehen lassen will, konnte ich kaum sehen in all der Düsternis. Dabei finde ich den Ansatz des Buches eigentlich sehr gut, letztendlich aber konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen.

Wirklich weiterempfehlen kann ich das Buch deshalb nicht, und nur wegen dem Schreibstil konnte ich auf 3 von 5 Sternen aufrunden.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Vom hässlichen Entlein zum eleganten Schwan

Flirting with Fire (Saving Chicago 1)
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Bei einem Ehemaligentreffen ihrer Highschool trifft Madison auf den Schwarm ihrer Jugend, Mauro. Während ihrer Schulzeit war sie wie ein hässliches Entlein, doch nun hat sie sich zu einem eleganten Schwan ...

Bei einem Ehemaligentreffen ihrer Highschool trifft Madison auf den Schwarm ihrer Jugend, Mauro. Während ihrer Schulzeit war sie wie ein hässliches Entlein, doch nun hat sie sich zu einem eleganten Schwan gemausert. Mauro ahnte damals nicht, wie sehr sie sich in ihn verliebt hatte, ja er hatte gar keine Augen für sie. Doch nun flammt ihre alte Liebe wieder auf, und welch Überraschung, Mauro kann seine Blicke gar nicht von ihr lassen. Zudem werden die beiden zu Geschäftspartnern, als sie zusammen ein Haus ersteigern, um es zu sanieren. Durch die gemeinsame Arbeit nähern sich die beiden immer mehr an. Gibt es ein Happy End für die beiden?

Träumt nicht jedes Mädchen, jede junge Frau davon, sich in einen eleganten Schwan zu verwandeln und von ihrem Jugendschwarm entdeckt zu werden? träumt davon, den Mann ihres Lebens zu finden, voller Verständnis für sie und dabei trotzdem männlich und voller Testosteron und voller Verlangen nach ihr? Maddie ist dieses Glück zuteil, es fällt ihr einfach zu, sie braucht nur sie selbst zu sein (und sich ein bisschen zu ändern). Eine Prise Erotik über diesen Traum gestäubt, und fertig ist eine Geschichte, die jede Frau doch mit Wonne lesen möchte… Eines ist sicher: Wer sich eine solche Liebesgeschichte aussucht, will unbedingt von Liebe und Happy End und auch ein bisschen Erotik lesen. Da weiß frau auch, wie die Erzählung auszugehen hat, es geht nur um das „Wie“. Der einen Frau mag es genau richtig sein, der anderen viel zu überzuckert und unrealistisch. Leicht lesen lässt sich das Buch allemal, und wer eine heiße Geschichte sucht, wird sich gerne in die Erzählung vertiefen.

Mich konnte die Geschichte nicht ganz überzeugen, ich stehe wohl auf eine Prise mehr Realität. So kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 07.02.2020

Mythische Pferdegeschichte mit kleinen Fehlern

Wolfspferd
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Tala ist die Tochter des Häuptlings und eifert am liebsten ihrem Vater nach. Dann dürfte sie nämlich mit ihm mitgehen zur Jagd. Ihre beste Freundin ist die Albinostute Saphira. Auch diese darf nicht ganz ...

Tala ist die Tochter des Häuptlings und eifert am liebsten ihrem Vater nach. Dann dürfte sie nämlich mit ihm mitgehen zur Jagd. Ihre beste Freundin ist die Albinostute Saphira. Auch diese darf nicht ganz so sein, wie sie will, denn Leithengst Odin achtet auf die Herde, lässt aber wenig Raum für die Neugier der Stute. Da überfallen Räuber das Lager und stehlen die Wintervorräte des Stammes. Tala bricht mit Saphira auf die Suche nach dem weißen Wolf auf, denn sie will die große Belohnung dafür, um den Stamm zu retten. Doch ganz so einfach ist es nicht, wie Tala sich das vorstellt…

Dieses Buch wendet sich an junge Leserinnen ab 10 Jahren, vor allem wenn sie Pferde lieben. Das spiegelt die Autorin Sabine Giebken sehr gut wieder, kennt sie sich doch selbst sehr gut mit Pferden aus. Tala als Jugendliche, die nicht in die traditionelle Rolle der Frau im Stammeswesen hineinwachsen will, ist sehr gut beschrieben, auch die Mythen und Erzählungen, die das Leben des Stammes prägen. Andere Personen treten dabei etwas in den Hintergrund, im Fokus bleiben die Freundschaft zwischen Tala und Saphira sowie die besondere Verbundenheit zum weißen Wolf. Nachdenkliche Themen haben ihren Raum, wenn z.B. Tala als Jägerin Tiere erlegt, um zu überleben, während Jacob, der sie begleitet, hier auf das Recht der Tiere pocht. Und dennoch konnte mich dieses Buch nicht ganz packen, denn es gibt einige Begebenheiten, die mir unlogisch erscheinen wollen. Das beginnt schon beim Cover, das eine Dreieinigkeit zwischen Tala (als Frau), ihrem Pferd Saphira und dem weißen Wolf suggeriert, die es aber in diesem Buch so nicht gibt. Meine größte Frage ist allerdings über die Hintergründe der Zeit, in der Tala lebt, hier scheint es für mich einige logische Fehler zu geben – um nicht zu spoilern, werde ich dazu nicht weiter eingehen. Doch so richtig rund wurde die Geschichte für mich nicht.

Man kann die Geschichte gut lesen, sie ist flüssig geschrieben und schildert ein Abenteuer, das Jugendliche mit einer großen Liebe für Pferde sicher begeistern wird. Als Erwachsene muss ich allerdings sagen, dass ich das Buch nicht unbedingt weiter empfehlen würde, es hat keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Als Lektüre zwischendurch ist es aber gut geeignet. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.01.2020

Vorhersehbar und konstruiert

Das Erbe von La Florentina
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Laura hat überraschend ein Weingut in Italien geerbt – als sie von dem Restaurant, in dem sie als Köchin arbeitet, gekündigt wird, bricht sie nach La Florentina auf, um dort ihr Erbe zu veräußern. Doch ...

Laura hat überraschend ein Weingut in Italien geerbt – als sie von dem Restaurant, in dem sie als Köchin arbeitet, gekündigt wird, bricht sie nach La Florentina auf, um dort ihr Erbe zu veräußern. Doch sie merkt, dass dahinter eine große Geschichte steht, Teil ihrer eigenen Geschichte – und die will erforscht werden. Auch Verwalter Matteo lässt sie ins Grübeln geraten…

Die junge Protagonistin hat es nicht leicht, verliert sie doch nicht nur ihre geliebte Tante, sondern auch noch den eigentlich ungeliebten Job, während sie so gar nicht mit ihrer Mutter zurechtkommt. Viele Geheimnisse hat sie zu lüften in diesem Buch, und schnell ist klar, dass ihre ursprünglichen Pläne über den Haufen geworfen werden. Wobei ich diese große Geheimniskrämerei nicht wirklich verstanden habe, und auch die Protagonistin fand ich überwiegend unsympathisch. Die Liebesgeschichte fand ich sehr vorhersehbar, das Familiengeheimnis etwas sehr konstruiert.

So richtig fesseln konnte mich dieses Buch nicht, vieles erschien mir zu bemüht. Schnell gelesen, schnell vergessen – ein Buch für zwischendurch, das kaum einen Eindruck hinterlässt. Ich hinterlasse 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.12.2019

Hab mich schwer getan

Die Suche nach dem Schattendorf
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Klappentext: Der zweite Band der Saga von Eldrid, „Die Suche nach dem Schattendorf“, knüpft unmittelbar an die Handlung von „Der Spiegelwächter“ an. Ludmilla begibt sich zusammen mit dem Formwandler Lando ...

Klappentext: Der zweite Band der Saga von Eldrid, „Die Suche nach dem Schattendorf“, knüpft unmittelbar an die Handlung von „Der Spiegelwächter“ an. Ludmilla begibt sich zusammen mit dem Formwandler Lando und dem Unsichtbaren Eneas in den dunklen Teil von Eldrid, nach Fenris. Dort suchen sie nach Godal, dem übermächtigen Schatten von Ludmillas Großmutter Mina. Doch es erwarten sie neue Wesen der Dunkelheit, die sich ihnen in den Weg stellen. Eine alte Legende scheint wahr zu werden und bedroht die Existenz des magischen Lichts von Eldrid.
Aber auch der Spiegelwächter Uri muss sich neuen Herausforderungen stellen, während die Geisterwelt aufgebracht ist. Mina lüftet alte Geheimnisse, und die anderen Spiegelfamilien mischen sich in das Geschehen ein. Das Abenteuer und der Kampf gegen die Dunkelheit gehen weiter.

In diesem zweiten Band gibt es ein Wiedersehen mit bereits bekannten Personen aus dem ersten Band. Das sind eine ganze Menge, und so ist es nur gut, dass das Buch am Ende eine Übersicht dazu enthält. Allerdings ist es bei mir schon eine Weile her, dass ich den ersten Band gelesen habe, und so habe ich mich sehr schwer getan, in die Geschichte wieder hineinzufinden, hier hätte ich mir eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse gewünscht. Viel zu lange habe ich mich zu orientieren versucht und dabei fiel es mir schwer, der Erzählung konzentriert zu folgen. Die Aktionen der Protagonisten konnte ich deshalb nur schwer nachvollziehen; mir vorausschauend Gedanken dazu machen gelang mir gar nicht.

Ich habe mich sehr durch dieses Buch gequält, und das, obwohl ich den ersten Band sehr genossen habe. Schade, ich kann die guten Rückmeldungen anderer Leser nicht wirklich nachvollziehen. Deshalb kann ich nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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