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Veröffentlicht am 24.01.2019

Ein tolles Mitmachbuch aus dem Hause Magellan

Ich will Erster sein
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Inhalt:
Der Kleinste geht immer als Letzter. So ist das einfach bei den Elefanten. Aber Eli möchte so gerne auch einmal Erster sein! Als er gemeinsam mit seiner Familie einen Ausflug zum Wasserloch macht, ...

Inhalt:
Der Kleinste geht immer als Letzter. So ist das einfach bei den Elefanten. Aber Eli möchte so gerne auch einmal Erster sein! Als er gemeinsam mit seiner Familie einen Ausflug zum Wasserloch macht, hat Eli eine Idee. Doch dafür benötigt er die Hilfe der kleinen Leser …

Meinung:
Es ist schon seit Ewigkeiten ein ungeschriebenes Gesetz, dass der kleinste Elefant immer ganz hinten geht. Doch der kleine Elefant Eli kann dies nicht akzeptieren. Als seine Familie eines Tages wieder einen Ausflug zum Wasserloch unternehmen möchte, versucht Eli mit Hilfe der jungen Leser der erste in der Elefantenreihe zu werden.
Als mir das Buch auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich mochte die Idee, dass Eli mit tatkräftiger Unterstützung der kleinen Leser an sein Ziel, Erster zu werden, gelangt. Als mein Sohn dann auch noch die Elefanten auf dem Cover sah, mussten wir sofort zu diesem Buch greifen.

Kleine Leser kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten. Eli verlangt nicht nur, dass an dem Buch so dolle gewackelt wird, wie es nur geht. Nein, auch soll lauthals der Name seiner Schwester gerufen werden. Zudem sollen Leser wie eine Schlange zischeln, wie ein Löwe brüllen oder wie eine Maus piepsen. Und auch als Erwachsener macht man bei dieser großen Gaudi natürlich sofort mit. So hatte nicht nur mein Sohn wahnsinnig viel Spaß mit Eli und seiner Familie, sondern auch ich habe mich prächtig amüsiert.

Die Aufmachung der Geschichte sticht mit bunten Farben sowie kurzen und humorvollen Dialogen sofort ins Auge. Mein Sohn mit seinen knappen 3 Jahren konnte der Geschichte daher ohne Probleme folgen.

Natürlich gibt es auch gegen Ende der Geschichte eine kleine Botschaft für junge Leser und ein schönes Happy End. Mein Sohn war so begeistert von der Geschichte, dass wir sie ungelogen fünfmal hintereinander lesen mussten. Was gibt es schöneres, als wenn das eigene Kind so begeistert von einem Buch ist?

Fazit:
Ein ganz tolles Mitmach-Buch aus dem Hause Magellan! Kleine Kinder werden mit dem Elefanten Eli und seinen Aufgaben wahnsinnig viel Spaß haben. Aber auch ich als erwachsener Leser habe tatkräftig mitgerufen, mitgebrüllt und mitgepiepst. Eine ganz klare Leseempfehlung für Kinder ab 2,5 Jahren.
5 von 5 elefantastische Hörnchen.

Veröffentlicht am 14.01.2019

Noch fantasievoller und besser als Band 1

Emmi & Einschwein 2. Im Herzen ein Held!
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Inhalt:
Seitdem die Fabelwesen von Antonia und Herrn Bockel auf magische Weise vertauscht wurden, ist nichts mehr, wie es war. Deshalb sollen Emmi und Einschwein den unglückseligen Tausch rückgängig machen. ...

Inhalt:
Seitdem die Fabelwesen von Antonia und Herrn Bockel auf magische Weise vertauscht wurden, ist nichts mehr, wie es war. Deshalb sollen Emmi und Einschwein den unglückseligen Tausch rückgängig machen. Leichter gesagt als getan! Denn damit Antonia ihre Flussjungfrau zurückbekommen kann und Herr Bockel seinen ungeliebten Spuckewurm wieder annimmt, muss viel passieren. So kommen Einschwein und Emmi dem lang gehüteten Geheimnis der Familie Bockel auf die Spur ... und auch der Spuckewurm entfaltet ungeahnte Fähigkeiten!

Meinung:
Antonia ist nach ihrem Fabelwesentausch mit Herrn Bockel alles andere als glücklich. So ein Spuckewurm kann doch bei weitem nicht mit ihrer hübschen Flussjungfrau mithalten. Und so fragt Antonia Emmi nach Rat, um den Fabelwesentausch rückgängig zu machen. So kommt es, dass die beiden erfahren müssen, dass ein Tausch nur wieder rückgängig gemacht werden kann, wenn alle Parteien damit einverstanden sind. Leichter gesagt als getan, denn Herr Bockel möchte seinen unliebsamen Spuckewurm bei weitem nicht zurück haben. Emmi und Antonia setzen jedoch alles daran, damit der Tausch funktionieren kann.

Auf dieses neue Abenteuer von Emmi und Einschwein habe ich mich extrem gefreut. Band 1 konnte mich wirklich begeistern und restlos überzeugen. Nach dem etwas offenen Ende von Band 1 setzt Autorin Anna Böhm an eben diesem Ende an, um die Geschichte um Antonia und Herrn Bockel weiterzuführen.
Mal wieder besticht Anna Böhm mit ihren genialen Ideen und ihrem scheinbar unerschöpflichen Ideenreichtum. Den Leser erwarten wieder jede Menge neuartige Fabelwesen wie den Grünen Bärbeißer, den Sprechenden Plattbaum oder das Augen-Kätzchen.

Zwar gab es in dieser Geschichte auch Stellen, die ich als ein bisschen zu sehr an den Haaren herbeigezogen empfand, dennoch waren dies für mich nur kleinere Störfaktoren, die meinen Lesefluss nicht wirklich unterbrochen haben. Der Schreibstil ist einfach aber packend gehalten.

Besonders schön fand ich es, dass auch in diesem Buch wieder eine wichtige Botschaft vermittelt wird. Dieses Mal legt die Autorin ihr Hauptaugenmerk darauf, dass man nicht vom Äußeren auf das Innere schließen soll. Und in jedem Menschen oder Fabelwesen etwas ganz besonderes steckt. Jeder ist in seinem Herzen ein Held. Ich fand es dabei wunderschön zu beobachten, dass in dieser Geschichte sowohl Menschen als auch Fabelwesen reifen und sich weiterentwickeln.

Da man die Charaktere aufgrund des ersten Bandes bereits kennt, entfällt eine größere Einführung in die Geschichte. Als Quereinsteiger hat man, denke ich, jedoch keine Probleme damit schnell in der Geschichte anzukommen. Daher geht es auch gleich ordentlich turbulent und aufregend zur Sache.

Fans von Einschwein werden den kleinen Racker auch in dieser Geschichte wieder lieben. Er ist so knuffig, steht für das Gute ein und weiß manchmal einfach nicht, wann es besser ist den Mund zu halten. Auch seine magische Fähigkeit, mit seinem Horn Essen zu zaubern, sorgt für jede Menge lustige Unterhaltung.
Aber auch Antonia bekommt in diesem Buch eine größere Rolle zugedacht. Mir hat ihre langsame, aber stetige Entwicklung zum netteren Menschen hin gut gefallen und ich bin neugierig wie sie sich im nächsten Band verhalten wird.
Toll fand ich auch, dass wir mehr über Herrn Bockel und seine Familie erfahren. Da gibt es doch das ein oder andere Geheimnis zu lüften.

Noch gar nicht erwähnt habe ich die liebevoll gezeichneten Bilder. Illustratorin Susanne Göhlich hat gerade die verschiedenen Fabelwesen sehr anschaulich dargestellt.

Fazit:
Das zweite Abenteuer von Emmi und Einschwein steht dem Ersten in nichts nach. Viel mehr hat es mir sogar noch ein klein wenig besser gefallen. Einschwein ist einfach wieder so süß, unbedarft und auch ein wenig frech, sodass man es einfach lieben muss. Aber auch die Geschichte ist gut ausgearbeitet und enthält mal wieder eine wichtige Botschaft. Ich freue mich schon sehr auf das dritte Abenteuer der beiden Freunde. Auf das ich, zum Glück, nicht lange warten muss.
5 von 5 einschweinische Hörnchen.

Veröffentlicht am 12.01.2019

Absolut genial, atemberaubend und fantastisch - sehr starker Mittelband!

Nevernight - Das Spiel
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Inhalt:
Die epische Rachegeschichte geht weiter. Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul ...

Inhalt:
Die epische Rachegeschichte geht weiter. Nachdem Mia einen der Männer umgebracht hat, die für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich sind, bleiben noch zwei über: Kardinal Duomo und Konsul Scaeva. Beide sind jedoch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt und für Mia unerreichbar. Schlimmer noch: Die Rote Kirche selbst scheint Scaeva zu schützen …
Um an ihn heranzukommen, geht Mia ein großes Risiko ein: Sie kehrt der Kirche den Rücken und begibt sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den Großen Spielen in Gottesgrab teilzunehmen. Mia merkt schnell, dass sie diesmal zu weit gegangen ist, denn auf dem blutigen Sand der Arena gibt es keine Gnade und nur eine Regel: Ruhm und Ehre – oder Tod.

Meinung:
Mia ist nun eine Klinge der Roten Kirche und wird von genau dieser auf verschiedene Attentätermissionen geschickt. Mias Ziel ist es jedoch immer noch Kardinal Duomo und Konsul Scaeva, die für die Zerstörung ihrer Familie zuständig sind, zu töten. Dabei kommt sie bei einem ihrer Aufträge einem Geheimnis auf die Spur, das ihr Denken über die Rote Kirche in ein anderes Licht rückt. Denn die Rote Kirche scheint Konsul Scaeva zu schützen. Um ihre Rache zu bekommen, begibt sich Mia in die Sklaverei, um als Gladiatorin an den großen Spielen teilzunehmen und somit Kardinal Duomo und Konsul Scaeva nahezukommen.

Nachdem ich von Band 1 nicht total überzeugt war, war ich sehr neugierig auf diesen zweiten Teil. Von mehreren Personen hatte ich gehört, dass dieser Teil besser sein soll als der Erste. Und diese Meinung kann ich nur unterstreichen. In Band 1 brauchte ich etwas um überhaupt in der Geschichte anzukommen. In „Das Spiel“ kennt man die verschiedenen Charaktere mittlerweile recht gut.
Besonders loben möchte ich, dass es zu Beginn des Buches eine Personenauflistung aus dem vorangegangenen Band gibt. In diesem Verzeichnis wird kurz beschrieben, was die Eckpunkte der jeweiligen Person sind und was im ersten Band zu eben dieser Person passiert ist.

Ich denke, für mich war ein erheblicher Pluspunkt in diesem Teil, dass die Ausbildung in der roten Kirche nun abgeschlossen ist. Diese war zwar nett zu lesen, so richtig begeistern konnte sie mich aber nicht. Ganz anders ist es mit dem Hauptthema in diesem Buch. Fast alles dreht sich um die Gladiatoren, denn um ihrem Ziel näherzukommen wird Mia zu eben so einer. Die Wettkämpfe sind hart und brutal und so kommt es, dass Mia über sich hinauswachsen muss um nicht Opfer der Spiele zu werden.

Wie schon im Vorgängerband sind wichtige Ecksäulen der Geschichte der sarkastische Humor sowie die Brutalität und der derbe Umgangston. Gerade in den vorhandenen Fußnoten kommt der schwarze Humor des Autors erst recht zum Tragen.
Besonders die Anfeindungen zwischen der Schattenkatze Herr Freundlich und der Schattenwölfin Eclipse bieten immer wieder überspitzte und witzige Dialoge. Ab einem gewissen Punkt wurden mir diese Dialoge allerdings zu extrem. Zum Glück treten die Sticheleien im weiteren Verlauf der Geschichte etwas in den Hintergrund.

Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend gewesen. Natürlich gab es zwischendurch auch detaillierte Beschreibungen von Geschehnissen, die ruhig ein wenig kürzer hätten ausfallen können, aber diese Längen habe ich bei weitem als nicht so anstrengend empfunden wie noch in Teil 1. In diesem Buch wechseln sich brutale Kämpfe mit hochinteressanten Dialogen ab. Machtspiele und Intrigen lassen einen durch die Seiten fliegen.

Gegen Ende hin wird es extrem spannend. Als Leser ahnt man zwar wie die meisten Fäden verlaufen werden, dennoch ließ mich die Auflösung begeistert in die Hände klatschen. Denn Jay Kristoff versteht es auf grandiose Art, bereits in diesem zweiten Band wichtige Fäden durch logische und durchdachte Erzählungen zusammenzuführen.
Ich bin nun sehr gespannt, was uns Leser im nächsten Band erwarten wird und hoffe auf ein absolut episches Finale rund um Mias Rachefeldzug.

Fazit:
Ein zweiter Band der mit Sicherheit alles andere als ein typischer Mittelband ist. Viel mehr steigert sich Jay Kristoff noch einmal und zaubert eine Geschichte hin die jedes Fantasyleserherz höher schlagen lässt. Es wird noch brutaler, noch blutiger, noch humorvoller und actionreicher als der erste Band. Und gerade in puncto Intrigen und geniale Auflösungen bin ich schwer begeistert.
Daher gibt es 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 12.01.2019

Ich liebe, liebe, liebe Fanny und das Wolkenschloss

Wolkenschloss
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Inhalt:
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet ...

Inhalt:
Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung.
Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Meinung:
Fanny arbeitet als Jahrespraktikantin im altehrwürdigen Grandhotel „Wolkenschloss“ in den Schweizer Bergen. Hier ist sie Mädchen für Alles und seit kurzem damit beauftragt, als Kindermädchen auf die Sprösslinge der Hotelgäste aufzupassen. Alles andere als ein einfacher Job, wenn man Kinder wie den 9-jährigen Don Burkhardt junior zu betreuen hat. Dabei ist es doch so extrem spannend zu verfolgen was für Personen in das Hotel ein- und auschecken. Da wäre z. B. eine Oligarchenfamilie die Undercover reist oder der gutaussehende Tristan, der lieber an Fassaden hochklettert anstatt die Treppe zu nehmen. Schnell steckt Fanny in einem großen Abenteuer, das sie so ganz sicher nicht erwartet hat.

Auf ein neues Buch von Kerstin Gier freue ich mich immer ganz besonders. Ich mag ihren Einfallsreichtum und ihre zuckersüßen Charaktere, die immer voller Elan und Witz stecken. Ich hatte bereits vorab gehört, dass das Wolkenschloss für manche etwas lahm und langweilig war. Und ich kann durchaus verstehen, dass man das so sieht, denn wenn ich ehrlich bin, dann passiert auf den 8 CDs nicht wirklich viel relevantes (bis auf das Ende, aber darauf komme ich später noch zu sprechen). Die Handlung lässt sich daher recht schnell zusammenfassen. Trotzdem wenig Relevantes für die Handlung passiert, habe ich dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite geliebt! Es ist so unfassbar lustig, steckt voller gigantisch toller Charaktere und erwärmte mein Leserherz. Die winterliche Kulisse trug noch mehr dazu bei, dass ich mich absolut wohl mit Fanny und ihrer Geschichte fühlte.

Bereits das erste Kapitel hat meine Lachmuskeln gehörig in Anspruch genommen. Denn die Protagonistin Fanny muss sich in diesem mit dem neunmalklugen 9-jährigen Don Burkhardt junior herumschlagen. Don Burkhardt junior sieht zwar aus wie ein Engel, hat es jedoch faustdick hinter den Ohren. Sehr zum Leidwesen der armen Fanny.
Don Burkhardt junior avancierte daher sofort zu meinen absoluten Lieblingscharakteren. Wobei Lieblingscharakter hier ein weiter Begriff ist, da dieses Buch nur so voller absoluter Top-Garanten auf den Anwärter Lieblingscharakter steckt. Sei es Fanny selbst, die sich mehr schlecht als recht mit dem Job des Kindermädchens auseinandersetzt, oder der Hausmeister Pavel, der bekannte Lieder gerne ein wenig umwandelt und dann seine Eigenkreationen wild durch die Gegend trällert.
Schon allein bei den von Fanny verteilten Spitznamen musste ich einfach schmunzeln, so gibt es Charaktere wie den rückgratlosen Rudi, die vier Tüpfelhyänen, Gäschdi und Wäschdi oder die sieben Hugos.

Kerstin Gier hat ihr Wolkenschloss für den Leser und Hörer toll dargestellt. Anhand der Beschreibungen der Räumlichkeiten im Schloss fühlte es sich fast so an, als würde ich selbst durch die Gänge wandeln. Man betritt eine andere Welt und wird an manchen Stellen sogar in vorherige Jahrhunderte zurückversetzt. Teilweise erwartete ich jeden Moment einen Einschub von Fantasyelementen, der jedoch ausbleibt, was ich auch nicht weiter als störend empfunden habe.

Die Hörbuchsprecherin Ilka Teichmüller passt mit ihrer Stimme wie die Faust aufs Auge zum Wolkenschloss. Ihre warmherzige Stimme sorgte für zusätzlichen Lesespaß. Lustige Szenen wurden dank ihr noch besser ins richtige Licht gerückt.

Etwas enttäuscht wurde ich vom Ende der Geschichte. Bis fast kurz vor Schluss passiert in Richtung Action und Spannung so gut wie nichts. Dann hatte ich jedoch das Gefühl, dass Kerstin Gier all das bisher versäumte auf den letzten Seiten noch mal nachholen will. Denn auf diesen geht es stellenweise doch zu wie in einem wilden Hollywoodstreifen. Da mich der Rest der Geschichte allerdings so restlos begeistert hat, konnte ich über diesen Kritikpunkt hinwegsehen.
Viel mehr hoffe ich von ganzem Herzen, dass es noch einen zweiten Teil über das Wolkenschloss geben wird.

Fazit
Ich liebe das Wolkenschloss und ich wünsche mir so sehr eine Fortsetzung (auch wenn es wahrscheinlich keine geben wird)! Zwar passiert in der Geschichte nicht wahnsinnig viel Spannendes, das ist aber auch gar nicht nötig, da dieses Buch so sehr von seinen genialen Charakteren und dem traumhaften Setting lebt. Ich hätte noch stundenlang den Geschichten von Fanny und den restlichen Hotelangestellten und Gästen lauschen können. Eine ganz klare Hörempfehlung, auch dank der tollen Arbeit von Hörbuchsprecherin Ilka Teichmüller.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 12.01.2019

Fantastisches Hörspiel und ein MUSS für alle Drachenreiter Fans

Drachenreiter – Die Vulkan-Mission
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Inhalt:
FREEFAB, die Organisation zum Schutz aller Fabelwesen, hat eine neue Mission! Überall in der Welt verschwinden fantastische Geschöpfe scheinbar spurlos. Drachenreiter Ben und seine Schwester Guinever ...

Inhalt:
FREEFAB, die Organisation zum Schutz aller Fabelwesen, hat eine neue Mission! Überall in der Welt verschwinden fantastische Geschöpfe scheinbar spurlos. Drachenreiter Ben und seine Schwester Guinever machen sich große Sorgen und Koboldmädchen Schwefelfell spürt, dass auch ihrem Drachen Lung etwas zugestoßen ist. Als ein Fotomeleon auftaucht und von seiner eigenen Entführung berichtet, wird umgehend ein Kundschafterteam gebildet: Schwefelfell, der Homunkulus Fliegenbein und die fliegende Ratte Lola Grauschwanz machen sich auf den Weg nach Island, wo sie in den Tiefen eines brodelnden Vulkans eine schreckliche Entdeckung machen. Schnell wird klar, dass es nicht beim Kundschaften bleiben wird ...

Meinung:
Drachenreiter Ben und seine Freunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Fabelwesen vor bösen Machenschaften zu beschützen. Daher wurde die Organisation FREEFAB ins Leben gerufen. Und die nächste Mission wartet schon auf unsere Helden, denn überall auf der Welt verschwinden plötzlich Fabelwesen. Auch Koboldmädchen Schwefelfell ist der festen Überzeugung, dass ihrem Drachen Lung etwas zugestoßen ist. Da Bens Eltern sich momentan auf einer Mission befinden und er und seine Schwester Guinever Zuhause auf die restlichen Fabelwesen aufpassen müssen, besteht der Erkundungstrupp nur aus Ratte Lola Grauschwanz, Koboldmädchen Schwefelfell und dem Homunkulus Fliegenbein.

Als großer Fan des „Drachenreiter“ und seines Nachfolgebandes „Die Feder eines Greifs“ war ich furchtbar gespannt auf dieses neue Abenteuer, in dem vor allen Dingen Schwefelfell, Fliegenbein und Lola Grauschwanz die Hauptrollen spielen.

Positiv überrascht wurde ich bereits gleich zu Beginn, denn ein rockiger FREEFAB-Song tönte mir ins Ohr. Gerade junge Zuhörer werden diesen Song bestimmt sehr schnell lieben, da er einfach für gute Laune sorgt.
Aber auch der Rest der Vertonung kann sich sehen lassen. So wurde entschieden, dass die Geschichte nicht nur von einem Sprecher gesprochen, sondern als Hörspiel produziert wird. Daher bekommt jedes Wesen, egal ob Mensch oder Fabelwesen, einen eigenen Sprecher. Unter anderem verleihen Kathrin Angerer, Bjarne Mädel, Henning May und Stefan Brönneke den Menschen und Fabelwesen ihre Stimme. Dies sorgt für keine Langeweile, da die verschiedenen Sprecher unterschiedliche Stimmen mitbringen. Besonders toll finde ich es, dass Cornelia Funke selbst in diesem Hörspiel als Charakter Winnifred auftritt.
Zudem wird die Geschichte mit passender musikalischer Begleitung zu einem wahren Hörerlebnis abgerundet. Hier hat Cornelia Funke wirklich sehr viel Wert auf ein stimmiges Hörspiel gelegt.

Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung aller wichtigen Charaktere geht das Abenteuer auch schon los und Lola, Schwefelfell und Fliegenbein machen sich auf die Reise. Ich persönlich fand es dabei richtig klasse, dass dieses Mal die ganz Kleinen so im Vordergrund stehen und Drachenreiter Ben sowie sein Drache Lung nur Nebenrollen einnehmen. Wer die beiden Bücher bereits kennt, weiß zudem, dass bei dieser Dreier-Kombo jede Menge Spaß und lustige Dialoge garantiert sind.

An der Geschichte hat mir besonders gut gefallen, dass manche Punkte wie z. B. Fliegenbeins Einzigartigkeit auf dieser Welt (die auch in den vorherigen Büchern jedes Mal aufgegriffen wurde) als Anlass genommen wird, um neue Erkenntnisse für Fans der Reihe einzubauen. Da Fliegenbein immer mein heimlicher Liebling der Reihe war, hat es mir ganz besonders viel Spaß gemacht, noch einmal mehr über seine Vergangenheit zu erfahren.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass dieses Hörerlebnis leider viel zu schnell vorbei war. Ich hätte der Geschichte von Lola, Schwefelfell und Fliegenbein noch ewig weiter lauschen können. Eine kleine Resthoffnung auf weitere Geschichten rund um unsere drei Freunde bleibt für mich jedoch noch bestehen.


Fazit:
Für Fans der Drachenreiter Reihe ist diese Geschichte ein absolutes Muss. Hier wurde wirklich nicht gespart und ein aufwendiges Hörspiel mit einer großen Auswahl an fantastischen Sprechern inszeniert. Ich hatte volle 90 Minuten grandiosen Spaß und war furchtbar traurig darüber, dass das Abenteuer so schnell vorbei war.
5 von 5 Hörnchen.